Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : rotiert der mond um die eigene achse?
grüße,
soviel ich weiß ist die rotationsgeschwindigkeit des mondes gleich seiner umlaufgeschwindigkeit. wenn man als bezugssystem nun die umlaufbahn des mondes nimmt, steht er dann doch eigentlich still, oder?
Cadmus
2003-10-29, 23:06:05
Original geschrieben von Awesome
grüße,
soviel ich weiß ist die rotationsgeschwindigkeit des mondes gleich seiner umlaufgeschwindigkeit. wenn man als bezugssystem nun die umlaufbahn des mondes nimmt, steht er dann doch eigentlich still, oder?
Fast richtig :)
Mit einem Umlauf um die Erde dreht sich der Mond auch einmal um sich selbst -> gebundene Rotation.
Deshalb weist er der Erde immer dieselbe Seite zu, seine Rückseite kann von der Erde aus nie beobachtet werden.
Es gibt aber eine kleine Aweichung, die so genannte Libration.
Die Mondbahn ist elliptisch, je näher er der Erde kommt, desto höher wird seine Umlaufgeschwindigkeit. Dagegen bleibt die Rotationsgeschwindigkeit immer gleich -> Rotation und Umlauf kommen ausser Takt, somit können wir bis zu 59% der Monoberfläche von der Erde aus beobachten. Unsere beobachtenden Astronomen (aths, Amarok, Aragon,) können sicherlich bestätigen, das die Mondmeere mal etwas zum Westrand und mal etwas zum Ostrand der Mondscheibe verschoben sind.
Den Effekt der Libration habe ich übrigens mit dem Fernrohr schon gesehen, das heißt, man sah am Rand noch mehr, als der Mondatlas auswies, da musste ich mit den speziellen Librations-Karten arbeiten.
Amarok
2003-11-07, 23:00:26
Original geschrieben von Cadmus
Die Mondbahn ist elliptisch, je näher er der Erde kommt, desto höher wird seine Umlaufgeschwindigkeit. Dagegen bleibt die Rotationsgeschwindigkeit immer gleich -> Rotation und Umlauf kommen ausser Takt, somit können wir bis zu 59% der Monoberfläche von der Erde aus beobachten. Unsere beobachtenden Astronomen (aths, Amarok, Aragon,) können sicherlich bestätigen, das die Mondmeere mal etwas zum Westrand und mal etwas zum Ostrand der Mondscheibe verschoben sind.
Es gibt auch eine N-S-Libration, ist jedoch schwächer ausgeprägt und durch die Neigung der Mondbahn gegenüber der Ekliptik um 5°.
Sharee
2003-11-08, 17:31:48
Original geschrieben von Cadmus
Fast richtig :)
Mit einem Umlauf um die Erde dreht sich der Mond auch einmal um sich selbst -> gebundene Rotation.
Deshalb weist er der Erde immer dieselbe Seite zu, seine Rückseite kann von der Erde aus nie beobachtet werden.
ich bin net so die expertin auf dem gebiet und deshalb mal meine frage an euch experten.
du sagst, während der mond sich um die erde dreht, dreht er sich auch einmal um sich selbst ... soweit alles klar!
aber wenn er sich um sich selbst dreht, während er sich um die erde dreht, müsste doch rein theoretisch, von irgendeinem fleck der erde, auch die mondrückseite zu betrachten sein.
denn wenn er sich dreht, kehrt er ja der erde irgendwie, iregendwann auch mal die rückseite zu oder net? oder dreht er sich nur so wie der smilie --> ;D um sich selbst?
würde das gern mal genauer wissen =)
Korak
2003-11-08, 19:04:54
:)
Denkfehler.
Wenn er sich nicht drehen würde, müsste man irgendwann die andere Seite sehen.
Wenn man sich das von oben bildlich mal vorstellt wird es vielleicht klarer. Der Mond befindet sich mal auf der 'rechten' Seite der Erde. Würde er sich nicht drehen würde immer die selbe Seite in die selbe Richtung zeigen. Dann würde man eine halbe 'um die Erde Rotation' weiter die andere Mondseite sehen.
Aber da sich Mond dreht zeigt er und immer die selbe Seite.
Cadmus
2003-11-08, 19:16:06
Du musst dabei aber beachten, Hexy, das die Mondrotation nicht mit der Erdrotation zu vergleichen ist. Während auf der Erde ein Sterntag 23 h 56 min 09 s und ein Sonnentag 24 h 00 min 00 s lang ist, dauert auf dem Mond ein Sterntag 27 d 07 h 43 min und ein Sonnentag 29 d 12 h 44 min. Währenddessen revolutioniert der Mond in 27 d 07 h 40 min.
Nimm dir Verdeutlichung mal nen Tennisball und nen Tischtennisball. Der Tennisball symbolisiert die Erde. Auf dem Tischtennisball machst du mit nem Stift nen Punkt und läßt ihn um den Tennisball umlaufen und während des Umlaufes rotierst du den Tischtennisball einmal um die eigene Achse. Du wirst bemerken, das der Punkt IMMER zur Erde (Tennisball) hinzeigt, und die Rückseite des Tischtennisballs vom Tennisball aus nicht zu beobachten wäre.
Klingt zwar wie im Kindergarten, aber das verdeutlicht die gebundene Rotation am besten.:)
Sharee
2003-11-08, 20:30:40
danke cadmus ... anhand deiner erklärung hab ich das jetzt verstanden
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