LiquidAcid
2004-02-11, 23:48:28
Logitech Z-680 Review
So, da es ja nun viele kontroverse Meinungen zu diesem System gab und ich mir vorher keine klare Meinung darüber bilden konnte, hab ich es "einfach" gekauft, um selbst urteilen zu können. Ich habe das System jetzt knapp 1 Monat im Einsatz und möchte ein paar Erfahrungen mitteilen.
Das Theoretische lasse ich mal außen vor, da a) viele technischen Daten der Logitech Homepage entnommen werden können und b) ich kein Equipment zum Messen des Frequenzganges besitze.
Als Soundkarte kam die Creative Audigy 2 zum Einsatz. DVD-Player war ein recht günstiger Cyberhome DVD-405.
Installation
Fangen wir mal mit dem Aufbau an. Dieser ging zügig und unkompliziert von statten. Lautsprecher positionieren, Kabel anklemmen und fertig. Hierbei war nur zu bemängeln, dass die Lautsprecherkabel leider zu kurz waren und ich selbst bei meinem relativ kleinen Zimmer (ca. 20m²) längere Kabel benutzen musste.
Mit Vorfreude schloss ich meinen DVD Player mittels Glasfaserkabel und den PC mittels des beigelegten "3-fach" 3,5mm Klinkenkabel an. Zusätzlich habe ich das Soundsystem mit einem Coax Kabel am Digitalen Output der Soundkarte angeschlossen (funktioniert bei der Audigy 2 nur mittels Adapter).
Musiktauglichkeit
Danach hieß es WinAmp starten und erstmal ein paar MP3s anhören. Dabei erlebte ich schon die erste positive Überraschung. Ich hätte nie vermutet, dass aus den kleinen Lautsprechern, die zudem keine Hochtonkalotte besitzen, so ein ordentlicher Sound rauskommen kann. Der Subwoofer war in der Grundeinstellung auf mittlerer Stufe, in der er schon einen knackigen Bass produzierte. Zu knackig für meine Begriffe, also erstmal runterdrehen, bis er sich in einem angenehmen Level befand.
Mit einem Lächeln auf dem Gesicht probierte ich die verschiedensten Musikrichtungen aus, um zu hören, wie sich das System bei diesen bewährt. Von Klassik bis Schranz konnte ich anfänglich keine Einschränkungen feststellen. Es lieferte in jedem Musikstil einen ordentlichen Sound.
Danach probierte ich eine Audio-DVD, in der alle Stücke im Dolby Digital 5.1 Format aufgenommen sind. Damit konnte ich auch gleich den digitalen Ausgang überprüfen.
Das funktionierte reibungslos und bescherte mir gleichzeitg ein schönes Klangerlebnis. Wenn ein digitales Signal am System anliegt, wird im Display angezeigt, um welches Format es sich handelt. In diesem Fall DD 5.1. An Musik, verteilt aus 5 verschiedenen Richtungen, könnte ich mich glatt gewöhnen ;) Der Sound war zudem absolut unverzerrt und klar.
Ich beschloss das System vorerst als primäre Anlage für Musik zu benutzen. Später im Alltagsbetrieb bemerkte ich dann kleinere Mängel im Klangbild. Es war irgendwie nicht so voll und rund, irgendwas fehlte - die Mitten. Diese habe ich mit einem Equalizer etwas nachgeregelt, was auch zu einer Verbesserung des Klangbildes führte. Trotzdem bekommt das System in der Kategorie Musik keine klare Empfehlung von mir. Den Sound kann man, wie oben schon öfter erwähnt, als ordentlich bezeichnen, aber keinesfalls konkurrenzfähig zu "echten" Anlagen.
DVD-Tauglichkeit
In dieser Kategore wendete sich das Blatt. Als Test-DVDs kamen "Der Soldat James Ryan" (DTS), "Terminator 2" (DTS), "The Fast and the Furious" (DTS), "Der Schmale Grat" (DD 5.1), "Matrix Reloaded" (DD 5.1), "Resident Evil" (DD 5.1) uvm. zum Einsatz.
So macht DVD Schauen gleich doppelt Spaß. Vor allem bei den Kriegsfilmen fühlte man sich mitten ins Geschehen versetzt. Selbst Resident Evil konnte mir dadurch einige Schockmomente verpassen.
Der Subwoofer leistete ganze Arbeit und ließ bei manchen Filmszenen die Nachbarn gleich mitfühlen :)
Im Großen und Ganzen ist das Soundsystem als "Mini"-Heimkinoanalge absolut zu empfehlen. Der Decoder beherrscht die beiden gängigen Formate Dolby Digital 5.1 und DTS und besitzt zudem das THX Zertifikat (auch wenn man sich über Sinn und Unsinn dieses Zertifikates streiten kann).
In dieser Kategorie sammelt das System klare Pluspunkte.
Spieletauglichkeit
Hierbei kamen diverse Spiele wie "Call of Duty", "Battlefield 1942", "Farcy" (Demoversion) und "Need for Speed Underground" zum Einsatz.
Gleich vorweg sei zu erwähnen, dass im Allgemeinen der digitale Ausgang für Spiele nicht nützlich ist, da der Decoder nur Sounds im AC3 Format verarbeiten kann.
Mir ist noch kein Spiel bekannt, bei dem das so ist.
Also verwendete ich hierfür die drei analogen Ausgänge.
In dieser Kategorie verhält sich das Z-680 ähnlich wie bei den DVDs. Vor allem für taktisches Gameplay eignet es sich hervorrangend, da die Gegner akkustisch wesentlich besser geortet werden können. Außerdem bringt es gleich wieder eine komplett andere Atmosphäre herüber. Ich freu mich schon auf Doom3 mit diesem System in einem dunklen Zimmer :D
Also auch in dieser Kategorie ein klares Lob!
Verschiedenes / Fazit
Negative Dinge
- das Display kann man nur vollständig lesen, wenn man senkrecht raufschaut
- das Signal am Kopfhörerausgang wird nur durchgeschliffen, was eine recht schlechte Qualität im Kopfhörerbetrieb mit sich bringt
Positive Dinge
- Design
- Decoder
- Anschlussmöglichkeiten (2 digitale und 2 analoge Eingänge)
Das oft erwähnte Rauschen des Center Speakers möchte ich nicht in die Negativliste einordnen, da es so leise ist, dass man es praktisch nicht wahrnimmt. Nur wenn man mit dem Ohr dicht an den Lautsprecher geht, nimmt man es wahr.
Den spezifizierten 505W RMS Leistung stehe ich auch sehr kritisch gegenüber. Ich habe das System unter maximaler Lautstärke getestet und würde sagen, dass die 505W blödsinn sind. Jedoch will ich darüber auch nicht werten, da das System trotz alledem mehr als ausreichend Leistung besitzt. Ob nun 505W, 400W, 300W oder 200W draufsteht ist mir persönlich egal. Im Endeffekt ist der Klang und die Lautstärke entscheidend. Trotzdem ist es Augenwischerei von Logitech.
Im Forum gab es ja auch oft Streit darum, ob das Teufel Concept E Magnum nun besser sei oder nicht. Ich habe das Teufel zwar nie gehört, aber meiner Meinung nach kann man die beiden Systeme nicht miteinander vergleichen. Das Teufel kann auf Grund der bescheidenen Anschlussmöglichkeiten quasi nur als reines PC- oder DVD-Lautsprechersystem benutzt werden. Zudem besitzt es keinen eigenen Decoder. Diese zwei Sachen disqualifizieren es für mich als Heimkinosystem.
Fazit:
Das Logitech Z-680 kann man getrost als sehr guten Allrounder bezeichnen. Abstriche müssen nur in der Musikwiedergabe gemacht werden. Ansonsten glänzt es in allen Einsatzgebieten und das zu einem Preis-Leistungsverhältnis, das meiner Meinung nach zur Zeit unschlagbar ist.
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Ich hoffe ich habe nichts vergessen, falls doch, wird es später ergänzt :)
So, da es ja nun viele kontroverse Meinungen zu diesem System gab und ich mir vorher keine klare Meinung darüber bilden konnte, hab ich es "einfach" gekauft, um selbst urteilen zu können. Ich habe das System jetzt knapp 1 Monat im Einsatz und möchte ein paar Erfahrungen mitteilen.
Das Theoretische lasse ich mal außen vor, da a) viele technischen Daten der Logitech Homepage entnommen werden können und b) ich kein Equipment zum Messen des Frequenzganges besitze.
Als Soundkarte kam die Creative Audigy 2 zum Einsatz. DVD-Player war ein recht günstiger Cyberhome DVD-405.
Installation
Fangen wir mal mit dem Aufbau an. Dieser ging zügig und unkompliziert von statten. Lautsprecher positionieren, Kabel anklemmen und fertig. Hierbei war nur zu bemängeln, dass die Lautsprecherkabel leider zu kurz waren und ich selbst bei meinem relativ kleinen Zimmer (ca. 20m²) längere Kabel benutzen musste.
Mit Vorfreude schloss ich meinen DVD Player mittels Glasfaserkabel und den PC mittels des beigelegten "3-fach" 3,5mm Klinkenkabel an. Zusätzlich habe ich das Soundsystem mit einem Coax Kabel am Digitalen Output der Soundkarte angeschlossen (funktioniert bei der Audigy 2 nur mittels Adapter).
Musiktauglichkeit
Danach hieß es WinAmp starten und erstmal ein paar MP3s anhören. Dabei erlebte ich schon die erste positive Überraschung. Ich hätte nie vermutet, dass aus den kleinen Lautsprechern, die zudem keine Hochtonkalotte besitzen, so ein ordentlicher Sound rauskommen kann. Der Subwoofer war in der Grundeinstellung auf mittlerer Stufe, in der er schon einen knackigen Bass produzierte. Zu knackig für meine Begriffe, also erstmal runterdrehen, bis er sich in einem angenehmen Level befand.
Mit einem Lächeln auf dem Gesicht probierte ich die verschiedensten Musikrichtungen aus, um zu hören, wie sich das System bei diesen bewährt. Von Klassik bis Schranz konnte ich anfänglich keine Einschränkungen feststellen. Es lieferte in jedem Musikstil einen ordentlichen Sound.
Danach probierte ich eine Audio-DVD, in der alle Stücke im Dolby Digital 5.1 Format aufgenommen sind. Damit konnte ich auch gleich den digitalen Ausgang überprüfen.
Das funktionierte reibungslos und bescherte mir gleichzeitg ein schönes Klangerlebnis. Wenn ein digitales Signal am System anliegt, wird im Display angezeigt, um welches Format es sich handelt. In diesem Fall DD 5.1. An Musik, verteilt aus 5 verschiedenen Richtungen, könnte ich mich glatt gewöhnen ;) Der Sound war zudem absolut unverzerrt und klar.
Ich beschloss das System vorerst als primäre Anlage für Musik zu benutzen. Später im Alltagsbetrieb bemerkte ich dann kleinere Mängel im Klangbild. Es war irgendwie nicht so voll und rund, irgendwas fehlte - die Mitten. Diese habe ich mit einem Equalizer etwas nachgeregelt, was auch zu einer Verbesserung des Klangbildes führte. Trotzdem bekommt das System in der Kategorie Musik keine klare Empfehlung von mir. Den Sound kann man, wie oben schon öfter erwähnt, als ordentlich bezeichnen, aber keinesfalls konkurrenzfähig zu "echten" Anlagen.
DVD-Tauglichkeit
In dieser Kategore wendete sich das Blatt. Als Test-DVDs kamen "Der Soldat James Ryan" (DTS), "Terminator 2" (DTS), "The Fast and the Furious" (DTS), "Der Schmale Grat" (DD 5.1), "Matrix Reloaded" (DD 5.1), "Resident Evil" (DD 5.1) uvm. zum Einsatz.
So macht DVD Schauen gleich doppelt Spaß. Vor allem bei den Kriegsfilmen fühlte man sich mitten ins Geschehen versetzt. Selbst Resident Evil konnte mir dadurch einige Schockmomente verpassen.
Der Subwoofer leistete ganze Arbeit und ließ bei manchen Filmszenen die Nachbarn gleich mitfühlen :)
Im Großen und Ganzen ist das Soundsystem als "Mini"-Heimkinoanalge absolut zu empfehlen. Der Decoder beherrscht die beiden gängigen Formate Dolby Digital 5.1 und DTS und besitzt zudem das THX Zertifikat (auch wenn man sich über Sinn und Unsinn dieses Zertifikates streiten kann).
In dieser Kategorie sammelt das System klare Pluspunkte.
Spieletauglichkeit
Hierbei kamen diverse Spiele wie "Call of Duty", "Battlefield 1942", "Farcy" (Demoversion) und "Need for Speed Underground" zum Einsatz.
Gleich vorweg sei zu erwähnen, dass im Allgemeinen der digitale Ausgang für Spiele nicht nützlich ist, da der Decoder nur Sounds im AC3 Format verarbeiten kann.
Mir ist noch kein Spiel bekannt, bei dem das so ist.
Also verwendete ich hierfür die drei analogen Ausgänge.
In dieser Kategorie verhält sich das Z-680 ähnlich wie bei den DVDs. Vor allem für taktisches Gameplay eignet es sich hervorrangend, da die Gegner akkustisch wesentlich besser geortet werden können. Außerdem bringt es gleich wieder eine komplett andere Atmosphäre herüber. Ich freu mich schon auf Doom3 mit diesem System in einem dunklen Zimmer :D
Also auch in dieser Kategorie ein klares Lob!
Verschiedenes / Fazit
Negative Dinge
- das Display kann man nur vollständig lesen, wenn man senkrecht raufschaut
- das Signal am Kopfhörerausgang wird nur durchgeschliffen, was eine recht schlechte Qualität im Kopfhörerbetrieb mit sich bringt
Positive Dinge
- Design
- Decoder
- Anschlussmöglichkeiten (2 digitale und 2 analoge Eingänge)
Das oft erwähnte Rauschen des Center Speakers möchte ich nicht in die Negativliste einordnen, da es so leise ist, dass man es praktisch nicht wahrnimmt. Nur wenn man mit dem Ohr dicht an den Lautsprecher geht, nimmt man es wahr.
Den spezifizierten 505W RMS Leistung stehe ich auch sehr kritisch gegenüber. Ich habe das System unter maximaler Lautstärke getestet und würde sagen, dass die 505W blödsinn sind. Jedoch will ich darüber auch nicht werten, da das System trotz alledem mehr als ausreichend Leistung besitzt. Ob nun 505W, 400W, 300W oder 200W draufsteht ist mir persönlich egal. Im Endeffekt ist der Klang und die Lautstärke entscheidend. Trotzdem ist es Augenwischerei von Logitech.
Im Forum gab es ja auch oft Streit darum, ob das Teufel Concept E Magnum nun besser sei oder nicht. Ich habe das Teufel zwar nie gehört, aber meiner Meinung nach kann man die beiden Systeme nicht miteinander vergleichen. Das Teufel kann auf Grund der bescheidenen Anschlussmöglichkeiten quasi nur als reines PC- oder DVD-Lautsprechersystem benutzt werden. Zudem besitzt es keinen eigenen Decoder. Diese zwei Sachen disqualifizieren es für mich als Heimkinosystem.
Fazit:
Das Logitech Z-680 kann man getrost als sehr guten Allrounder bezeichnen. Abstriche müssen nur in der Musikwiedergabe gemacht werden. Ansonsten glänzt es in allen Einsatzgebieten und das zu einem Preis-Leistungsverhältnis, das meiner Meinung nach zur Zeit unschlagbar ist.
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Ich hoffe ich habe nichts vergessen, falls doch, wird es später ergänzt :)