Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kreationisten?
Hi,
im Dritten haben sie mal einen Bericht über "Kreationisten" in den USA gezeigt, die die Evolution aus den Schulbüchern streichen wollen und dafür diesen Schmarn mit "am soundsovielten Tag erschuf Gott die Tiere" usw., reinschreiben wollen. Die nehmen das tatsächlich wörtlich, wie auch den Rest der Bibel.
Das traurige ist, es sind gar nicht sowenige und G.W.Bush gehört dazu.
Wie kann man als aufgeklärter, halbwegs intelligenter Mensch die Bibel wirklich wörtlich nehmen?
Iceman346
2004-05-28, 11:53:02
Original geschrieben von Gast
Wie kann man als aufgeklärter, halbwegs intelligenter Mensch die Bibel wirklich wörtlich nehmen?
Ist mir auch immer wieder ein Rätsel...
In manchen Staaten der USA ists aber bereits so weit, dass die Evolitionstheorie im Lehrplan genausoviel Platz bzw. Zeit einnehmen muss wie diese Kreationistenkacke.
{655321}-Hades
2004-05-28, 12:18:48
Ich hab mal ein Buch über Evolution gelesen, in dem der Autor dem Thema "Kreationismus" ein ganzes Kapitel gewidmet hat, damit man diesen komischen Leuten den Wind aus den Segeln nehmen könne.
So wie er das formulierte wurde sehr schnell sehr deutlich, was er von diesem Gedankengut hält.
Blumentopf
2004-05-28, 12:22:36
Die einen glauben das Gott Erde die Menschen nach seinem Abbild schuf die anderen das die Fische aus dem Wasser krochen und sich auf Bäume setzten.
Laßt doch alle ihren Glauben.
Wichtig ist nicht was man glaubt sondern was eigentlich hinter dem Glauben steht.
In Italien wird nun die Darwinsche Lehre abgeschafft.
Original geschrieben von Blumentopf
Die einen glauben das Gott Erde die Menschen nach seinem Abbild schuf die anderen das die Fische aus dem Wasser krochen und sich auf Bäume setzten.
Laßt doch alle ihren Glauben.
Wichtig ist nicht was man glaubt sondern was eigentlich hinter dem Glauben steht.
Natürlich sollte man Jedem seinen Glauben lassen.
Aber das sind Religiöse Fanatiker.
Dieser Kreationismus hat in normalen Schulbüchern nichts zu suchen.
In Alabama wird beides gelehrt. Und bei meiner Schwester in der Klasse ist auch einer dabei.
Original geschrieben von Gast
Hi,
im Dritten haben sie mal einen Bericht über "Kreationisten" in den USA gezeigt, die die Evolution aus den Schulbüchern streichen wollen und dafür diesen Schmarn mit "am soundsovielten Tag erschuf Gott die Tiere" usw., reinschreiben wollen. Die nehmen das tatsächlich wörtlich, wie auch den Rest der Bibel.
Das traurige ist, es sind gar nicht sowenige und G.W.Bush gehört dazu.
Wie kann man als aufgeklärter, halbwegs intelligenter Mensch die Bibel wirklich wörtlich nehmen? Ich kenne (bzw. kannte) Kreationisten :) Einen persönlich, einen anderen nur übers Netz (nicht Inter-, sondern Fido-Net.) Diese Leute leben offenbar in einer anderen Welt.
Hempster
2004-05-28, 18:19:00
Original geschrieben von Blumentopf
Die einen glauben das Gott Erde die Menschen nach seinem Abbild schuf die anderen das die Fische aus dem Wasser krochen und sich auf Bäume setzten.
Laßt doch alle ihren Glauben.
Wissenschaft ist Deiner Meinung nach mit Aussagen von Kreationisten gleichzusetzen!?
Privat soll jeder glauben, was er will. Solange er niemandem seinen Glauben aufzwingt. In staatlichen Schulen hat die Bibel allerdings nichts zu suchen.
darph
2004-05-28, 18:42:17
Richtig. Stichwort Gleichberechtigung aller Religionen. Irgendein Volk, ich glaub die Ägypter glaubten, daß der Chefgott sich einen gewixx0rt hat und aus dem Sperma ist die Welt entstanden (ja, das ist ernst gemeint).
Will man das auch in der Schule lehren? ;)
oktolyt
2004-05-31, 13:51:24
Wie war das mit der Trennung von Staat und Religion?
Mir war so dass das auch in den VSA die Parole wäre...
Also theoretisch. ;(
betasilie
2004-05-31, 14:29:40
Original geschrieben von aths
Ich kenne (bzw. kannte) Kreationisten :) Einen persönlich, einen anderen nur übers Netz (nicht Inter-, sondern Fido-Net.) Diese Leute leben offenbar in einer anderen Welt.
Tun das nicht alle streng gläubigen Christen?
darph
2004-05-31, 14:35:56
Original geschrieben von betareverse
Tun das nicht alle streng gläubigen Christen?
Nein. Nicht zwingend. Ein Freund von mir ist Pfarrer. Und er ist einer der aufgeklärtesten und weisesten Menschen die ich kenne.
Blumentopf
2004-06-01, 09:27:10
Original geschrieben von Blumentopf
Die einen glauben das Gott Erde die Menschen nach seinem Abbild schuf die anderen das die Fische aus dem Wasser krochen und sich auf Bäume setzten.
Laßt doch alle ihren Glauben.
Wichtig ist nicht was man glaubt sondern was eigentlich hinter dem Glauben steht.
oktolyt
2004-06-01, 14:37:53
Original geschrieben von Blumentopf
Wichtig ist nicht was man glaubt sondern was eigentlich hinter dem Glauben steht.
Das ist nicht der Punkt.
Der Punkt ist, dass man Kindern in der Schule etwas aufzwingen will.
Darwin ist wissenschaftlich belegt. Das sind Fakten. Wie Mathe und Physik.
Kreationismus entbehrt imho jeder wissenschaftlichen Grundlage.
Blumentopf
2004-06-01, 14:47:34
Original geschrieben von oktolyt
Das ist nicht der Punkt.
Der Punkt ist, dass man Kindern in der Schule etwas aufzwingen will.
Darwin ist wissenschaftlich belegt. Das sind Fakten. Wie Mathe und Physik.
Kreationismus entbehrt imho jeder wissenschaftlichen Grundlage.
Du verstehst es einfach nicht.
oktolyt
2004-06-01, 15:00:41
Original geschrieben von Blumentopf
Du verstehst es einfach nicht.
sry ;(
Dann erklär es mir.
Ich bin lernfähig.
Ist es nicht so dass es jedem freigestellt ist, zu glauben was er will?
Gibts nicht deswegen die Trennung von Staat und Religion? (Jedenfalls als erklärte Einstellung in der westlichen Welt)
Die Kreationisten wollen Darwins Lehren aus den Schulen verbannen. Siehe Eingangsposting. Und ihren Kreationsismus dafür lehren (lassen).
Natürlich ist mir klar dass Religionsfreiheit herrscht. Dass man glauben kann was man will. Oder auch nicht.
Aber das schließt auch die Freiheit ein, nicht glauben zu müssen. Egal was.
betasilie
2004-06-01, 15:02:21
Original geschrieben von darph
Nein. Nicht zwingend. Ein Freund von mir ist Pfarrer. Und er ist einer der aufgeklärtesten und weisesten Menschen die ich kenne.
Nun, ich kenne auch so einen Pfarrer, der ist im Grunde genommen aber nicht streng Gläubig. ;)
Ein "guter" Christ muss ja nicht zwingend ein streng gläubiger Christ sein.
oktolyt
2004-06-01, 15:03:56
Original geschrieben von betareverse
Ein "guter" Christ muss ja nicht zwingend ein streng gläubiger Christ sein.
Naja - so ganz von der Hand zu weisen ist der Zusammenhang nicht.
Aber wer nach den zehn Geboten lebt und handelt ist zumindest schonmal ein guter Mensch.
Blumentopf
2004-06-01, 15:16:35
Original geschrieben von Blumentopf
Die einen glauben das Gott Erde die Menschen nach seinem Abbild schuf die anderen das die Fische aus dem Wasser krochen und sich auf Bäume setzten.
Laßt doch alle ihren Glauben.
Wichtig ist nicht was man glaubt sondern was eigentlich hinter dem Glauben steht.
Ich befürworte hier weder das eine noch das andere und weise darauf hin das die einen wie die anderen wohl beide nur die besten Absichten hegen.
Ein Glaube dient den Menschen um ihnen die Frage nach dem Sinn im Leben zu beantworten.
Ein katholischer Priester lebt in einer anderen Welt als ein Wissenschaftler. (Obwohl es auch Wissenschaftler gibt die an Gott glauben) Wer will nun herkommen und behaupten der Priesterlebe in einer falschen Welt (Phantasiewelt)? Dasselbe für den Wissenschaftler...
Kenne die Kreationisten zwar nicht doch über sie herzuteufeln mit der Fackel und dem Reisig im Anschlag find ich nicht in Ordnung. Ich bin mir sicher die wollen nur das beste für ihre Kinder.
Und wenn die Kinder einmal groß sind dann können sie immer noch ihren eigenen Weg gehen.
oktolyt
2004-06-01, 15:41:37
Hm...also der Gefreite wollte auch nur das beste für sein Volk. :freak2:
Das ist doch kein Argument.
Und die Kinder können später eben nicht mehr ihren eigenen Weg gehen, weil sie schon vorgeprägt sind. Ohn die Möglichkeit gehabt zu haben sich dagegen zu wehren.
Nochmal: Ich habe nichts gegen die Kreationisten. Wenn sie ihren Glauben nicht anderen aufdrücken wollen.
Das ist wie überhaupt bei allen Religionen. ;(
Blumentopf
2004-06-01, 15:47:02
Original geschrieben von oktolyt
Hm...also der Gefreite wollte auch nur das beste für sein Volk. :freak2:
Das ist doch kein Argument.
Und die Kinder können später eben nicht mehr ihren eigenen Weg gehen, weil sie schon vorgeprägt sind. Ohn die Möglichkeit gehabt zu haben sich dagegen zu wehren.
Nochmal: Ich habe nichts gegen die Kreationisten. Wenn sie ihren Glauben nicht anderen aufdrücken wollen.
Das ist wie überhaupt bei allen Religionen. ;(
Du darfst nicht übersehen das du ein Anhänger der Wissenschaft bist und nur diese als das einzig Wahre siehst. Vielleicht deshalb dein Unverständnis gegenüber Menschen die an Gott glauben.
Zwinge nicht deine Welt den anderen auf.
darph
2004-06-01, 17:50:17
Der Glaube an Gott hat herzlich wenig mit der Schöpfungsgeschichte zu tun. Bestenfalls periphär. Man kann durchaus an Gott glauben aber die Schöpfungsgeschichte der Bibel nicht wörtlich nehmen.
Man könnte argumentieren, daß Gott das Universum so geschaffen hat, mit seinen Naturgesetzen, daß es zu unserer Erschaffung kommen muß. Quasi die Initialzündung. Das lehnt die Wissenschaft nicht ab.
Mal abgesehen davon ist die Wissenschaft etwas, das man nachprüfen und beweisen kann. Religion ist das nicht.
Der Apfel fällt auf den Boden. "Es gibt die Schwerkraft - der Erde ist so groß ... Masse ... Anziehungskräft .. blafasel" - "Nein in der Heiligen Schriftrolle des heiligen unsichtbaren rosa Einhorns steht, daß das Einhorn einen fliegenden Apfel besaß. Es kann daher keine Schwerkraft geben." - Du sieht worauf ich hinaus will?
Wissenschaft ist keine Weltanschauung. Wissenschaft basiert auf Thesen - die wiederum auf Beweisen und Wahrscheinlichkeiten. Und die kann man nicht leugnen. Zumindest erstere nicht.
Man kann durchaus Wissenschaftler und religiös sein. Das ist übrigens gar nicht mal so selten - viele Wissenschaftler wurden erst durch ihre Arbeit gläubig, etwa nach dem Motto "das paßt alles so gut, das kann kein reiner Zufall sein" - dennoch propagiert von diesen Leuten keiner einer 6-Tage-Geschichte mit darauffolgender Schlangen-Apfel-Story.
Das ist kein Glaube wie der religiöse. Niemand will dir deinen Glaube an deinen Gott streitig machen. Was aber nichts daran ändert, daß die Schöpfungsgeschichte so nicht Tatsache sein KANN.
oktolyt
2004-06-01, 17:56:11
Original geschrieben von darph
Viel Text.
:up:
Hempster
2004-06-01, 18:13:09
Blumentopf
Kannst Du englisch?
Lies bitte das:
http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showthread.php?s=&threadid=141762
Hempster
2004-06-01, 18:35:01
Original geschrieben von darph
Der Glaube an Gott hat herzlich wenig mit der Schöpfungsgeschichte zu tun. Bestenfalls periphär. Man kann durchaus an Gott glauben aber die Schöpfungsgeschichte der Bibel nicht wörtlich nehmen.
Man könnte argumentieren, daß Gott das Universum so geschaffen hat, mit seinen Naturgesetzen, daß es zu unserer Erschaffung kommen muß. Quasi die Initialzündung. Das lehnt die Wissenschaft nicht ab.
Mal abgesehen davon ist die Wissenschaft etwas, das man nachprüfen und beweisen kann. Religion ist das nicht.
Der Apfel fällt auf den Boden. "Es gibt die Schwerkraft - der Erde ist so groß ... Masse ... Anziehungskräft .. blafasel" - "Nein in der Heiligen Schriftrolle des heiligen unsichtbaren rosa Einhorns steht, daß das Einhorn einen fliegenden Apfel besaß. Es kann daher keine Schwerkraft geben." - Du sieht worauf ich hinaus will?
Wissenschaft ist keine Weltanschauung. Wissenschaft basiert auf Thesen - die wiederum auf Beweisen und Wahrscheinlichkeiten. Und die kann man nicht leugnen. Zumindest erstere nicht.
Man kann durchaus Wissenschaftler und religiös sein. Das ist übrigens gar nicht mal so selten - viele Wissenschaftler wurden erst durch ihre Arbeit gläubig, etwa nach dem Motto "das paßt alles so gut, das kann kein reiner Zufall sein" - dennoch propagiert von diesen Leuten keiner einer 6-Tage-Geschichte mit darauffolgender Schlangen-Apfel-Story.
Das ist kein Glaube wie der religiöse. Niemand will dir deinen Glaube an deinen Gott streitig machen. Was aber nichts daran ändert, daß die Schöpfungsgeschichte so nicht Tatsache sein KANN.
Ack!
Es gibt ausserdem einen Unterschied zwischen glauben an einen "persönlichen" Gott, und dem Einstein´schen Glauben an "Gott": Naturgesetze=Gott
wulfman
2004-06-02, 23:16:08
kreationisten können ihre weltanschauung ruhig weitergeben. wenn es sein muss, auch im gleichen ausmaß wie die evolutionstheorie.
nur sollten sie es aus der biologie bzw. den naturwissenschaftlichen fächern & büchern raushalten, die armen nawi-lehrer nicht damit belasten und die religionslehrer beauftragen, den stoff zu vermitteln.
auf die frage, wer denn nun recht hat, müssen sich dann allerdings beide (bzw. die eltern) eine antwort überlegen.
verbieten? mit welcher begründung?
mfg
wulfman
darph
2004-06-03, 03:18:06
Gegenfrage: Lehren, mit welcher Begründung?
wulfman
2004-06-03, 18:30:42
Original geschrieben von darph
Gegenfrage: Lehren, mit welcher Begründung?
einfache antwort: weil religion als erklärung der welt (auch wissenschaft ist ein "glaubenssystem") die gleiche daseinsberechtigung wie die wissenschaft hat. kein system ist besser, da es keine vergleichsmöglichkeiten gibt. mit welcher berechtigung sollte man also eines der beiden systeme ausschließen?
im zuge einer breit gefächerten bildung ist es also nur wünschenswert, wenn auch andere ansichten zu gehör gebracht werden - das "totschweigen" von meinungen hat sowieso noch nie zu irgendwas geführt. eine sachliche, offene diskussion bringt wesentlich mehr als eine simple verbannung aus dem unterricht. imho.
mfg
wulfman
darph
2004-06-03, 18:46:22
1. Wissenschaft ist wie ich bereits dargelegt habe nicht ein Glaubenssystem wie Religion, sondern eben Wissenschaft. Wissenschaft ist keine Religion. Das, was in der Bibel steht ist eine Geschichte! Die ist symbolisch zu verstehen - nicht wörtlich.
2. Und warum ausgerechnet DIESE Schöpfungsgeschichte? Es gibt noch jede Menge weitere, die nicht minder abstrus sind. Im Zuge der Gleichberechtigung sollten die doch genauso gelehrt werden. Dann kann sich ja jeder seine Schöpfungsgeschichte aussuchen.
Als aufgeklärter Mensch respektiere ich es, wenn ein anderer Mensch einen anderen Glauben hat und andere Traditionen pflegt . Aber bei allem Respekt, zu behaupten Wissenschaft und Religion stehen auf der gleichen Stufe ist purer Nonsens. Das hat nichts mit Verbannung aus dem Unterricht zu tun.
Du sagst es ja: Es gibt keine Vergleichsmöglichkeiten - weil die beiden Bereiche nichts miteinander zu tun haben. Nicht mehr.
Vor 2000 Jahren hat man geglaubt die Erde wäre eine Scheibe. Das hat sich irgendjemand unter Zuhilfenahme der aktuell verfügbaren Informationen so hergeleitet und weil es die beste Verfügbare Erklärung für die Dinge war, hat man das als Modell hergenommen. Heute wissen wir, das es anders ist. Das kann man wissenschaftlich beweisen. Das wird es auch jeden Tag getan durch Manager die rund um den Globus fliegen. Setz dich in den Flieger und probier es aus. Du kannst es nachvollziehen, ausprobieren. Warum ist das so? Weil unsere Möglichkeiten sich weiter entwickelt haben. Wir wissen mehr.
Vor 2000 Jahren hat man geglaubt Gott habe die Welt in 7 Tagen erschaffen. Das hat sich irgendjemand unter Zuhilfenahme der aktuell verfügbaren Informationen so hergeleitet und weil es die beste Verfügbare Erklärung für die Dinge war, hat man das als Modell hergenommen. Nach diesem Modell ist die Erde ~4000 Jahre alt. Dann hat man die Carbondatierung entdeckt. Und die hat auf einmal Knochen und so Gedönz wie Knochen und Pflanzenreste auf mehrere Milliarden Jahre zurück datiert. Warum hat Gott das dahin gelegt - damit wir was zu tun haben, wenn uns langweilig ist? Man hat Vergleiche angestellt - und die Evolution entdeckt. Wir wissen also (größtenteils mit ein paar Lücken), daß sich der Mensch aus dem Tier entwickelt hat (genetische Übereinstimmung mit der gemeinen Stubenfliege liegt afaik bei über 70% , beim Menschenaffen um die 98% - wie kommt das bloß?), die Evolution ist eine beweisbare, nachvollziehbare Theorie und sie stützt sich auf weit mehr als ein einzelnes zweitausend Jahre altes Schriftstück, das womöglich ein paar senile Schwerverbrecher im Opiumrausch verfaßt haben. (Ich weiß - das ist provokativ. Aber man beweise bitte das Gegenteil.) Wir haben uns technisch und intellektuell weiter entwickelt. Die Theorie von Gott erschuf die Welt in 6 Tagen ist veraltet und widerlegt. Wir haben ein neues Modell. Und das läßt sich beweisen und nachvollziehen. Warum ist das so? Weil unsere Möglichkeiten sich weiter entwickelt haben. Wir wissen mehr.
Behauptet noch irgendwer ernsthaft die Erde wäre eine Scheibe? Nein. Warum behauptet noch irgendwer ernsthaft die Welt wäre vor 4000 Jahren innerhalb von 6 Tagen erschaffen worden, wo es doch ein ganzes System von Gegenbeweisen gibt?
Ich will nicht behaupten, die Entwicklung stamme nicht von Gott - das muß jeder mit sich selbst aus machen. Aber es ist nicht innerhalb von 6 Tagen passiert. Das ist Tatsache, das hat nichts mit Religion zu tun.
Die Schöpfungsgeschichte (welche überhaupt? Die Christliche? Altgriechische? Ägyptische? Japanische? Chinesische?) ist kein Alternativmodell zur Wissenschaft. Es ist ein veraltetes und überholtes Modell.
sry für edit. ;(
Abdul Alhazred
2004-06-03, 18:57:20
Mal mein Senf dazu:
Zum einem, warum sollte man den Leuten die Evolutionstheorie aufzwingen und nicht die Kreationstheorie? Ihr sagt andauernd, dass die Leute nicht entscheiden können, wenn ihnen von Kindheit auf die Kreationstheorie aufgezwungen wird - vielleicht. Aber trifft das selbe nicht auf die Evolutionstheorie zu? Wer hat dann das Recht den Kindern diesen anderen Glauben aufzuzwingen (und ja - es ist Glauben, da es keinen empirischen Beweis für die Evolutionstheorie gibt). Wenn das eine verbannt werden muss, dann auch das andere. Und wenn eins gelert wird, dann auch das andere - und sei es nur als "Geschichte". Und selbstverständlich kann man den Kindern noch weitere Schöpfungstheorien aufzwingen - warum nicht alle, aus aller Religionen? Dann können die sich wenigstens ihre eigene Meinung bilden...
Zum zweiten - was ihr Leute immer habt mit Christen. Ihr lebt doch alle hinter dem Mond! Seit Jahren hat der Papst (im Falle der Katholiken) schon die Schöpfungstheorie als ungültig gedeutet - schon seit dem ist eine ähnliche Theorie zur Darwinistischen Evolutionstheorie Dogma bei der katholischen Kirche. Aber von dem habt ihr Super-Wissenschaftler ja noch nicht gehört, wa? Erst informieren - sonst ist auch die beste "Wissenschaft" falsch. ;)
darph
2004-06-03, 19:04:37
Es ist den Kreationisten aber offensichtloch völlig egal was der Papst sagt. Zumindest hält sich das Gerücht von der 6-Tage-Action äußerst hartnäckig.
Und nein, Wissenschaft ist kein Glaube. Wissenschaft ist nicht unfehlbar, das mag sein - aber Wissenschaft entwickelt sich. Wissenschaft akzeptiert Beweise und Wahrscheinlichkeiten.
Kreationismus tut das nicht. Das beharrt noch immer auf einem einzelnen über 2000 Jahre alten Schriftstück von dem keiner weiß wer das überhaupt geschrieben hat.
Matrix316
2004-06-03, 19:17:55
Original geschrieben von Abdul Alhazred
Mal mein Senf dazu:
Zum einem, warum sollte man den Leuten die Evolutionstheorie aufzwingen und nicht die Kreationstheorie? Ihr sagt andauernd, dass die Leute nicht entscheiden können, wenn ihnen von Kindheit auf die Kreationstheorie aufgezwungen wird - vielleicht. Aber trifft das selbe nicht auf die Evolutionstheorie zu? Wer hat dann das Recht den Kindern diesen anderen Glauben aufzuzwingen (und ja - es ist Glauben, da es keinen empirischen Beweis für die Evolutionstheorie gibt). Wenn das eine verbannt werden muss, dann auch das andere. Und wenn eins gelert wird, dann auch das andere - und sei es nur als "Geschichte". Und selbstverständlich kann man den Kindern noch weitere Schöpfungstheorien aufzwingen - warum nicht alle, aus aller Religionen? Dann können die sich wenigstens ihre eigene Meinung bilden...
Zum zweiten - was ihr Leute immer habt mit Christen. Ihr lebt doch alle hinter dem Mond! Seit Jahren hat der Papst (im Falle der Katholiken) schon die Schöpfungstheorie als ungültig gedeutet - schon seit dem ist eine ähnliche Theorie zur Darwinistischen Evolutionstheorie Dogma bei der katholischen Kirche. Aber von dem habt ihr Super-Wissenschaftler ja noch nicht gehört, wa? Erst informieren - sonst ist auch die beste "Wissenschaft" falsch. ;)
1. Es heißt aber Wissenschaft und nicht Glaubenschaft. :D Man kann sogar wissenschaftlich beweisen, dass in 6 Tagen kein Universum geschaffen werden kann (Wie lange braucht ein Baum oder eine Pflanze zum wachsen? ;) Und wo sind die Dinosaurier? In der Bibel steht nirgends was von denen... Oder den Eiszeiten? Alles Sachen die man beweisen kann und die nicht zur Bibel passen.). Die Bibelstory ist sowas von haarsträubend, dass man sowas nicht glauben DARF! Lies es nochmal langsam durch und du wirst merken, dass es nicht sehr realistisch ist und einfach sowas nicht echte wissenschaftliche Erkenntnisse ersetzen darf.
2. Ein Grund mehr, sowas nicht zu lehren.
wulfman
2004-06-03, 20:07:29
*sigh*
euch ist hoffentlich klar, dass fanatiker nicht unbedingt religiös sein müssen, oder?
Als aufgeklärter Mensch respektiere ich es, wenn ein anderer Mensch einen anderen Glauben hat und andere Traditionen pflegt .
Du sagst es ja: Es gibt keine Vergleichsmöglichkeiten - weil die beiden Bereiche nichts miteinander zu tun haben. Nicht mehr.
ich frage mich nur, warum du nach dieser feststellung noch immer derart gegen die bibel wetterst... wie ich schon sagte: das eine soll im religionsunterricht behandelt werden, das andere in den nawi-fächern.
Vor 2000 Jahren hat...[schnipsel] ...unsere Möglichkeiten sich weiter entwickelt haben. Wir wissen mehr.
das war ein versuch, mit wissenschaftlichen methoden auf ein anderes glaubenssytem loszugehen. nochmal (du hast es ja schon selbst geschrieben): wenn es keine vergleichsmöglichkeiten gibt, warum wendest du die einen erkenntnisse auf das jeweils andere system an?
beide glaubensysteme erklären die welt auf ihre weise.
Aber bei allem Respekt, zu behaupten Wissenschaft und Religion stehen auf der gleichen Stufe ist purer Nonsens. Das hat nichts mit Verbannung aus dem Unterricht zu tun.
von was für einer stufe redest du? ich spreche davon, dass beide systeme von menschen akzeptiert ("geglaubt") werden müssen, um die wirklichkeit zu erklären. beide systeme erfüllen diesen zweck auf ihre art und weise (sie "funktionieren"). vielleicht sollte ich hier gleich noch was hinzufügen: wissenschaft kann nicht beweisen, dass es eine "objektive realität" gibt, davon muss ein wissenschaftler allerdings ausgehen - um es auf den punkt zu bringen: er muss es glauben.
wissenschaftliche theorien sind meist nicht bewiesen - sie wurden bisher einfach nicht widerlegt. soweit ich weiß, ist das eine grundfeste der wissenschaftlichen methode.
zum schluss sollte ich ev. noch was erwähnen, sonst entsteht hier ein falscher eindruck: ich studiere in den naturwissenschaften und kann studienrichtungsbedingt (molekulare biologie) mit der schöpfungsgeschichte nicht viel anfangen.
mfg
wulfman
darph
2004-06-03, 20:12:34
Ganz offensichtlich widersprechen sich doch die religiösen Schöpfungsgeschichten nicht nur untereinander sondern außerdem auch mit dem wissenschaftlichen Gedankengut. Was gibt es da parallel zu glauben?
Mal ganz abgesehen davon bin ich entschiedener Gegner von verpflichtendem Rligionsunterricht in der Schule. Ethik, Philosophie, ja. Aber nicht Religion. Das sollten dann doch schon die eigene Familie erledigen oder ihr Kind zum Nachmittagsunterricht zum Priester der gewählten Religion schicken. Aber meiner Ansicht nach hat sowas in der Schule nichts zu suchen.
wulfman
2004-06-03, 20:20:40
Original geschrieben von darph
Ganz offensichtlich widersprechen sich doch die religiösen Schöpfungsgeschichten nicht nur untereinander sondern außerdem auch mit dem wissenschaftlichen Gedankengut. Was gibt es da parallel zu glauben?
wer hat was von "parallel glauben" gesagt? ich sehe in dem gedankengang kein problem, du erweiterst nur gerade die liste an verschiedenen glaubenssystemen... :)
was den verpflichtenden religionsunterricht angeht: ich bin mir nicht ganz sicher, aber imho sind da doch ohnehin die eltern dran "schuld". wird das kind getauft, kommt es in den religionsunterricht... und wenn ich mich recht entsinne, kann man davon ja befreit werden - wenn die eltern es wünschen. oder?
mfg
wulfman
Aragon
2004-06-03, 20:37:30
Original geschrieben von Abdul Alhazred
Mal mein Senf dazu:
Zum einem, warum sollte man den Leuten die Evolutionstheorie aufzwingen und nicht die Kreationstheorie? ...
Meinetwegen, könne se an privaten Schulen auch die überholten Theorien (z. B. die Schöpfungsgeschichte) lehren.
An den stattlichen Schulen hat das aber nichts verloren.
Ich nehme aber an, daß die meisten Heranwachsenden etwas sinnvolles lernen wollen, und das besteht imho nunmal nicht aus dem Auswendiglernen von tausenden Zitaten aus der Bibel oder dem Koran. Die meisten werden vermutlich später auch nicht unbedingt Pfarrer; Imam oder sonst ein bescheuerter Prediger werden wollen.
Was bliebe aber denn den geistig zurückgebliebenen an Berufen noch übrig, wenns als Pfarrer nicht klappt?
Den Müll anderer Leute abholen, oder deren Scheißhäuser putzen?
Aber wie gesagt: aufzwingen soll man die Wissenschaft niemanden. Schließlich brauchen wir ja die Müllabfuhr und ebenso Leute die unsere Scheißhäuser putzen.
Amarok
2004-06-03, 21:10:15
Ich bin auch nicht unbedingt ein sehr gläubiger Mensch, aber ich denke, dass du, Aragon, damit vielen Menschen Unrecht tust. Glaube ist etwas Wichtiges...
darph
2004-06-03, 21:22:27
Moment mal. Ich habe einen riesigen Respekt vor den Leuten, die diese "Drecksarbeit" machen. Ohne diesen Leuten würde es uns verdammt schlecht gehen. Wir sind direkt auf sie angewiesen. Ich halte das deshalb für sehr ehrenwerte Berufe, gerade WEIL sie so unschön sind. Wer sowas macht hat sich meinen vollsten Respekt verdient! Mehr als der durschnittliche "white middle-class" Bürohengst der sich den ganzen Tag im trockenen Büro die Eier schaukelt.
Das hat außerdem nichts mit der Frage nach dem Glauben zu tun.
Hier geht es generell nicht um den Glauben im Sinne einer Religionszugehörigkeit.
Matrix316
2004-06-03, 22:29:37
Original geschrieben von Amarok
Ich bin auch nicht unbedingt ein sehr gläubiger Mensch, aber ich denke, dass du, Aragon, damit vielen Menschen Unrecht tust. Glaube ist etwas Wichtiges...
Glaube was du willst, aber wenn du glaubst, dass ein Gott das Universum und die Welt in 6 Tagen gemacht hat, glaubst du einfach falsch! ;D
Glaube auch von mir aus, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums ist, aber du glaubst falsch!
Glauben ist nicht alles was die Welt zusammenhält. Wissen schadet auch nicht. :)
Abdul Alhazred
2004-06-03, 22:36:13
Ihr sollte mal lernen zu lesen!
Erstens - hab ich nicht gesagt, dass Wissenschaft ein Glaube ist, sondern die EVOLUTIONSTHEORIE! Diese ist NICHT empirisch bewiesen, da es ein ziemlicher Quantensprung der Evolution vom Hominid Austrolopitecus Robustus zum Homosapiens ist. Wenn ihr mal ein bischen euch informieren würdet, würdet ihr auch das wissen - ergo, ist die Evolutionstheorie KEINE Wissenschaft. Also, ein Glaube!
@Aragon - es ist ja gut, dass ich mit meinem Theologiestudium, als nicht-geistlicher, einen verdammt guten Job bekommen habe, der nicht mit Kloputzen zu tun hat. Vielleicht weil das WISSEN wichtig ist, und nicht das Wichtigtun (wie so mancher Pseudo-Wissenschaftler)... ;)
darph
2004-06-03, 22:37:47
Sie ist kein Glaube, sondern das beste, was die Wissenschaft im Moment zu bieten hat. Beweise, Hinweise und Wahrscheinlichkeiten. Und die liefern doch ein ziemlich eindeutiges Bild.
Matrix316
2004-06-03, 22:41:09
Original geschrieben von Abdul Alhazred
Ihr sollte mal lernen zu lesen!
Erstens - hab ich nicht gesagt, dass Wissenschaft ein Glaube ist, sondern die EVOLUTIONSTHEORIE! Diese ist NICHT empirisch bewiesen, da es ein ziemlicher Quantensprung der Evolution vom Hominid Austrolopitecus Robustus zum Homosapiens ist. Wenn ihr mal ein bischen euch informieren würdet, würdet ihr auch das wissen - ergo, ist die Evolutionstheorie KEINE Wissenschaft. Also, ein Glaube!
@Aragon - es ist ja gut, dass ich mit meinem Theologiestudium, als nicht-geistlicher, einen verdammt guten Job bekommen habe, der nicht mit Kloputzen zu tun hat. Vielleicht weil das WISSEN wichtig ist, und nicht das Wichtigtun (wie so mancher Pseudo-Wissenschaftler)... ;)
Aber: "Am soundsovielten Tag hat Gott ... erschaffen" ist doch nicht unbedingt richtiger!
Warum gabs denn die ganzen Neandertaler und sonstige Ur-Menschen, wenn Gott Adam und Eva schon vor allen schuf? ;)
Was in der Bibel steht ist nicht unbedingt falsch - aber symbolisch gemeint. 7 Tage könnte alles gedauert haben, wenn ein Tag ein paar Millionen Jahre ist...
Abdul Alhazred
2004-06-03, 22:41:26
Original geschrieben von darph
Sie ist kein Glaube, sondern das beste, was die Wissenschaft im Moment zu bieten hat. Beweise, Hinweise und Wahrscheinlichkeiten. Und die liefern doch ein ziemlich eindeutiges Bild.
Nein, da irrst du vollkommen - sonst würde es nicht "Theorie" heissen. Beweise gibt es keine, Hinweise gibt es nur als Anhaltspunkte (die mit der wissenschaftlichen Methode nichts zu tun haben) und Wahrscheinlichkeiten sind genau so wissenschaftlich wie esoterische Vorstellungen...
Also?
Original geschrieben von Matrix316
Aber: "Am soundsovielten Tag hat Gott ... erschaffen" ist doch nicht unbedingt richtiger!
Warum gabs denn die ganzen Neandertaler und sonstige Ur-Menschen, wenn Gott Adam und Eva schon vor allen schuf? ;)
Was in der Bibel steht ist nicht unbedingt falsch - aber symbolisch gemeint. 7 Tage könnte alles gedauert haben, wenn ein Tag ein paar Millionen Jahre ist...
Öh? Seit wann verteidige ich die Kreationstheorie?
Ach, und Übrigens - die Neanderthaler sind (bewiesen!) keine Vorfahren der Menschen, sondern eine andere Evolution die ausgestorben ist...
Matrix316
2004-06-03, 22:44:46
In dem du die andere in Frage stellst, gibst du doch den Kreationisten doch nur mehr Lobby quasi...
Die Evolutionstheorie mag zwar eine Theorie sein, aber die Beobachtungen in der Natur zeigen doch, dass was dran sein muss.
Abdul Alhazred
2004-06-03, 22:45:45
Ich gib gar keinem eine Lobby - ich stelle BEIDE Ansichten in Frage...
Matrix316
2004-06-03, 22:49:34
Original geschrieben von Abdul Alhazred
Ich gib gar keinem eine Lobby - ich stelle BEIDE Ansichten in Frage...
Najaaaaa...irgendwie muss alles ja entstanden sein, sonst wären wir nicht hier. ;D
Und die Funde aus der Vergangenheit weisen doch eher in die Evolutionsrichtung als zur Bibel hin.
In Frage kannst du natürlich alles stellen, aber obs auch immer Sinn macht, wäre die andere Frage.
darph
2004-06-03, 22:50:12
Original geschrieben von Abdul Alhazred
Ach, und Übrigens - die Neanderthaler sind (bewiesen!) keine Vorfahren der Menschen, sondern eine andere Evolution die ausgestorben ist...
Das ist also bewiesen, ja?
Nun, das ist aber länger her, als es die Kreationisten (um die geht es hier doch, oder?) uns weismachen wollen. Denn nach denen ist die Welt doch bloß 4000 Jahre alt?
Wenn ich also frei meinen Glauben wähle und Kreationist bin, muß ich doch behaupten, daß das was bewiesen ist, schlicht unmöglich sei?
Was du treibst ist Wortklauberei. Die Gravitationstheorie ist auch eine Theorie: Laß mal einen Apfel fallen.
Was ist denn mit der Carbondatierung? Die stellt ja fest, daß gewisse Dinge älter sind als die Welt nach dieser (repräsentativ gewählten) Geschichte sein kann.
Wenn Mensch und Tier unabhängig voneinander geschaffen wurden, warum dann diese Übereinstimmung in Genetik, Form, etc?
Wenn das alles falsch sein soll - dann wäre unser komplettes Verständnis von Physik und Chemie falsch. Und zwar komplett? Wenn das aber der Fall ist: Warum können wir aber dennoch Mikroprozessoren, Überschallflugzeuge etc bauen wenn unser physikalisches Modell schlicht und ergreifend kompletter Schwachsinn ist?
Amarok
2004-06-03, 23:02:43
Original geschrieben von Matrix316
Glaube was du willst, aber wenn du glaubst, dass ein Gott das Universum und die Welt in 6 Tagen gemacht hat, glaubst du einfach falsch! ;D
Glaube auch von mir aus, dass die Erde der Mittelpunkt des Universums ist, aber du glaubst falsch!
Glauben ist nicht alles was die Welt zusammenhält. Wissen schadet auch nicht. :)
:???:
Wo bitte habe ich gesagt, dass ich daran glaube?
Es ist doch nicht so schwer die Postings, die ich schreibe, GENAU zu lesen.
Es geht mir um Toleranz gegenüber Menschen die an gewisse Dinge glauben.
Also unterstelle mir nicht Dinge, die ich nie gesagt habe, ok?
donmartin
2004-06-03, 23:06:08
Ich selbst wurde nur minder durch die Bibel oder andere Glaubensgrundsätze geprägt doch mein Glauben an eine höhere Macht besteht. Von vielen hier, wird die Bibel nur als propagandistisches Mittel des Christentums gedeutet. Doch diese Annahme ist mehr als nur falsch. Die Bibel hat die Gesetze, die Werte der Neuzeit mitbegründet. Dazu enthält sie Weißheiten, die ein keine Wissenschaft nah bringen kann.
Fanatismus kommt selbstverständlich häufig in der Religion vor, doch auch in der Wissenschaft gibt es dieses Phänomen.
Es ist eine einseitige Sichtweise von der Realität der Wissenschaft zu sprechen. Somit ist es falsch anzunehmen das im Schulfach: Religion, ausschließlich religiöse Meinungen vermittelt werden. Vielmehr versucht es komplexe Fragen des Lebens zu beantworten.
Noch etwas zum Schluss. Christen, die jegliche Aussagen der Bibel in die Realität übersetzen wollen verstehen dieses Philosophische Meisterstück nicht.
darph
2004-06-03, 23:10:07
Es geht ja hierbei nicht um Glauben an sich. Man kann ja durchaus an Gott glauben.
Es geht darum, daß gewisse Gruppierungen wollen, daß gewisse Theorien, die erwiesenermaßen falsch sind, gleichberechtigt neben dem gängigen Wissenschaftlichen Model gelehrt werden. Und das ist einfach nicht akzeptabel.
Das heißt nicht, das jeder Christ ein Idiot ist. Es geht wie gesagt nicht um den christlichen oder sonsteinen Glauben an sich.
wulfman
2004-06-04, 03:27:00
anmerkung carbondatierung: spassige angelegenheit. was man bekommt, sind ja keine absolutwerte, sondern vergleichswerte ("wir hatten da schon mal eine probe b mit ähnlichen werten, weil sie in gestein blabla eingebettet war, das sicher so und so alt ist, muss probe a auch so alt sein").
wenn jetzt also ein kreationist sagt, dass die erde nur 4000 jahre alt ist, könnte er womöglich die daten sogar dahingehend interpretieren. und als killerphrase gibt es dann immer noch "das hat gott so geschaffen" (also fossilien schon fertig vergraben, etc etc).
Die Evolutionstheorie mag zwar eine Theorie sein, aber die Beobachtungen in der Natur zeigen doch, dass was dran sein muss.
erm... zirkelschluss vorraus: eine theorie wird immer entwickelt, um beobachtungen zu erklären bzw. effekte vorherzusagen. wenn der gequotete satz nicht zutreffen würde, wäre die theorie schnell weg vom fenster.
Es geht darum, daß gewisse Gruppierungen wollen, daß gewisse Theorien, die erwiesenermaßen falsch sind, gleichberechtigt neben dem gängigen Wissenschaftlichen Model gelehrt werden. Und das ist einfach nicht akzeptabel.
falsch nach wissenschaftlichen maßstäben... ich wiederhole mich, oder?
Die Gravitationstheorie ist auch eine Theorie: Laß mal einen Apfel fallen.
provokant: der apfel fällt runter, weil knapp 10 winzige, unsichtbare engel ihn nach unten ziehen. beweis mir das gegenteil. ;)
Najaaaaa...irgendwie muss alles ja entstanden sein, sonst wären wir nicht hier.
weil es eine so schöne vorlage ist: die evolutionstheorie hat eine klare grenze, sie kann nicht erklären, wie leben entstanden ist. nur wie es sich weiter entwickelt hat.
mfg
wulfman
Aragon
2004-06-04, 07:29:48
Original geschrieben von Amarok
Ich bin auch nicht unbedingt ein sehr gläubiger Mensch, aber ich denke, dass du, Aragon, damit vielen Menschen Unrecht tust. Glaube ist etwas Wichtiges...
Hi Amarok,
ja ich glaube da hast du recht. Damit tue ich vielen Gläubigen Unrecht an.
Es gibt schließlich auch viele Abduls und Ayatollahs welche sinnvolle Jobs erledigen: als Kanonenfutter für die Amis.
Die entwickeln ja immer wieder neue Waffensysteme und brauchen dann frisches Zielfutter. Insofern dürfen die Ayatollahs dafür auch mehr Cash kriegen als unsereiner. Schließlich muß keiner mehr für ihre Rente aufkommen.
oktolyt
2004-06-04, 07:37:55
Original geschrieben von Aragon
Hi Amarok,
ja ich glaube da hast du recht. Damit tue ich vielen Gläubigen Unrecht an.
Es gibt schließlich auch viele Abduls und Ayatollahs welche sinnvolle Jobs erledigen: als Kanonenfutter für die Amis.
Die entwickeln ja immer wieder neue Waffensysteme und brauchen dann frisches Zielfutter. Insofern dürfen die Ayatollahs dafür auch mehr Cash kriegen als unsereiner. Schließlich muß keiner mehr für ihre Rente aufkommen.
Was soll das?
Alle Gläubigen (oder zumindest hier die Moslems) sind also verblendete Idioten?
Ja, ich verallgemeinere, wie du auch.
Ich bin Atheist, trotzdem stimme ich Amarok zu wenn er sagt dass Glaube etwas wichtiges ist.
Vielleicht nicht für mich, aber für eine Menge anderer Menschen.
Abdul Alhazred
2004-06-04, 11:20:54
Original geschrieben von Aragon
Es gibt schließlich auch viele Abduls und Ayatollahs welche sinnvolle Jobs erledigen: als Kanonenfutter für die Amis.
Die entwickeln ja immer wieder neue Waffensysteme und brauchen dann frisches Zielfutter. Insofern dürfen die Ayatollahs dafür auch mehr Cash kriegen als unsereiner. Schließlich muß keiner mehr für ihre Rente aufkommen.
Tja, nur das DIESER Abdul weder Moslem, noch Araber, noch Kanonenfutter ist - sondern eine relativ wichtige Entwicklungshilfe in der IT Branche leistet - trotz Theologiestudium (wobei ich ja laut deiner Aussage nur für's Kloputzen zuständig sein könnte, als nicht-Geistlicher). Mir dünkt, dass du dich Intelligenter darstellen möchtest, als du wirklich bist... ;D
Das ist also bewiesen, ja?
Ja! Es ist bewiesen, dass der Neanderthaler ausgestorben ist und genetisch nichts mit dem Homo Sapiens zu tun gehabt hat. Die Reihenfolge geht Austrolopitecus Robustus - Homo Habilis - Homo Erectus - Homo Sapiens... Der Neanderthaler war ein "Seitensprung" der Evolution. Sonst noch Fragen?
oktolyt
2004-06-04, 12:25:19
Original geschrieben von Abdul Alhazred
Ja! Es ist bewiesen, dass der Neanderthaler ausgestorben ist und genetisch nichts mit dem Homo Sapiens zu tun gehabt hat. Die Reihenfolge geht Austrolopitecus Robustus - Homo Habilis - Homo Erectus - Homo Sapiens... Der Neanderthaler war ein "Seitensprung" der Evolution. Sonst noch Fragen?
?(
Er hat damit lediglich (Zu Recht!) die Kreationslehre angezweifelt.
Wie du irgendwie auch. :freak2:
darph
2004-06-04, 12:29:47
Weiterlesen regelt :freak2:
darph
2004-06-04, 12:34:51
Original geschrieben von wulfman
provokant: der apfel fällt runter, weil knapp 10 winzige, unsichtbare engel ihn nach unten ziehen. beweis mir das gegenteil. ;)
Es gibtr so Gerätschaften, da knn man reinklettern und sich dann von so Turbinen hochdrücken lassen. Interessante Vorstellung, daß ein von Menschen gebautes Gerät stärker ist als Engel. Außerdem läßt sich das ja auch weiter ausprobieren. Stell einen kleinen Gegenstand zwischen zwei große Gegenstände und verändere die Position eines großen Gegenstandes und mit hinreichend genauen Meßgeräten kannst du feststellen, daß der kleine Gegenstand anderen Kräften ausgesetzt ist.
Wenn Engel unsichtbar sind, aber Kraft haben auf etwas einzuwirken, warum stoßen wir dann nicht im täglichen Leben ständig gegen irgendwo umherfliegende Engel?
Hm, im Himmel gibt es ja bekanntermaßen keine Schwerkraft - also auch keine Engel? Das ist Interessant.
Sorry, aber jetzt wird es sehr abstrus.
DrumDub
2004-06-04, 15:23:25
:lolaway: geil wir ne diskussion abdriften kann.
zum neandertaler: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,283059,00.html
der artikel ist leider kostenpflichtig. im prinzip läufts aber darauf hinaus, dass der neandertaler nicht anpassungsfähig genug war.
zu den kreationisten: die können von mir aus die bibel wortwörtlich nehmen. das problem liegt doch eher darin, dass sie ihren glauben anderen aufzweingen wollen, wie alle fundamentalisten. das ist die eigentlich gefahr dieser leute. genauso finde ich aber eine wissenschaftlichen fundamentalismus schlimm, der es menschen nicht zugesteht, dass sie eben was anderes glauben, als wissenschaftlich bewiesene dinge. (wobei das dann auch wieder ne frage des weltbildes ist.) stichwort: toleranz.
übrings muss mir ein reiner naturwissemschatler mal erklären, warum akupunktur funktioniert.
und was die evolutionsTHEORIE betrifft, so gibt es da eben noch viele unbekannte, warum gewisse sprüngen innerhalb der evolution aufgetreten sein sind. an den genen allein kann es jedenfalls nicht liegen. vielmehr sind gerade faktoren wie soziales verhalten und kultur, wie auch physiologische unterschiede (schädelform) dafür verantwortlich, dass der homo sapiens sich durchgesetzt hat. nen neandertaler hätte in der wüste sicher nicht überlebt, da er sich an diese bedingungen nicht anpassen konnte.
im großen und ganze ist es aber auch egal, wenn es lücken in der evolutionstheorie gibt, da das konzept imho in sich stimmig ist.
im prinzip sind wir nicht anderes als hoch entwickelte säugetiere, die ihre instinkte (nicht immer) sehr gut kontrollieren können. wobei man dazu sagen muss, dass das selbstbewusstsein keine exklusive eigenschaft des menschen ist.
wulfman
2004-06-04, 19:01:54
Original geschrieben von darph
Es gibtr so Gerätschaften, <schnippel> aber jetzt wird es sehr abstrus.
smiley übersehen? es gab da mal eine geschichte über die reibung & kleine teufelchen, aber die dürfte nicht allgemein bekannt sein. sorry.
Der Neanderthaler war ein "Seitensprung" der Evolution. Sonst noch Fragen?
seitensprung auf dem weg zum gipfel der evolution, dem menschen?
mfg
wulfman
Abdul Alhazred
2004-06-04, 20:26:59
Original geschrieben von wulfman
seitensprung auf dem weg zum gipfel der evolution, dem menschen?
Naja, als Gipfel der "Evolution" seh ich den Menschen nicht - hoffentlich. Sonst ist es ja ziemlich Traurig was die Natur geschaft hat...
Matrix316
2004-06-04, 21:32:21
Original geschrieben von Amarok
:???:
Wo bitte habe ich gesagt, dass ich daran glaube?
Es ist doch nicht so schwer die Postings, die ich schreibe, GENAU zu lesen.
Es geht mir um Toleranz gegenüber Menschen die an gewisse Dinge glauben.
Also unterstelle mir nicht Dinge, die ich nie gesagt habe, ok?
Also Toleranz gegenüber Menschen zu zeigen die ihren Irrglauben als Wahrheit lehren wollen ist IMO falsch.
Die Schule sollte möglichst die Wahrheit und echtes Wissen vermitteln und keinen Kirchlichen Firlefanz den sich irgendwer mal ausgedacht hat.
Die Schule ist für das Wissen da und nicht für den Glauben - außer im Religionsunterricht. ;)
na dann ist es ja gut, dass im religions-ur auch wissen vermittelt wird: z.b. dass die schöpfungserzählungen erstens recht zahlreich und sehr unterschiedlich im at vorkommen und dass die beiden bekanntesten (gen1 und gen2) zumindest mythologische texte sind, verfasst von menschen(!), die in der lage waren, ein mythologisches weltbild zu haben und damit ihre erzählungen auch als solche zu verstehen. diese beiden schöpfungserzählungen zumindest sind nicht und haben nicht den anspruch, weltentstehung wissenschaftlich zu erklären.
daraus wird doch klar, warum kreationismus zwar unterrichtsthema sein kann (nämlich verkennen des eigentlichen kerns jüdischer und christlicher gotteserfahrungen), aber im biologieunterricht als anerkannte wissenschaftliche theorie nichts zu suchen hat.
der kernunterschied zwischen einer kreationistischen und wissenschaftlichen theorie der entstehung der arten und der welt ist doch, dass die kreationisten nie zugestehen können, dass ihre kern-these falsch ist, während die evolutionstheorie doch immer prinzipiell als falsifizierbar gilt, auch wenn sie im moment offensichtlich mit guten gründen vertreten wird. und da ist m.e. der unterschied zwischen wissenschaft und gesinnungsansichten.
schmacko
DrumDub
2004-06-09, 11:38:57
Original geschrieben von Gast
der kernunterschied zwischen einer kreationistischen und wissenschaftlichen theorie der entstehung der arten und der welt ist doch, dass die kreationisten nie zugestehen können, dass ihre kern-these falsch ist, während die evolutionstheorie doch immer prinzipiell als falsifizierbar gilt, auch wenn sie im moment offensichtlich mit guten gründen vertreten wird. und da ist m.e. der unterschied zwischen wissenschaft und gesinnungsansichten.
jupp. das bringts gut auf den punkt.
AtTheDriveIn
2004-06-09, 22:22:14
Zum Thema: Jetzt ZDF!
greeny
2004-06-09, 22:32:21
Original geschrieben von oktolyt
Der Punkt ist, dass man Kindern in der Schule etwas aufzwingen will.
bisher wird ihnen die evolutionstheorie "aufgezwungen"...
Darwin ist wissenschaftlich belegt. Das sind Fakten.
öhm, es ist die evolutionstheorie... also kein fakt...
greeny
2004-06-09, 22:34:53
Original geschrieben von Abdul Alhazred
Naja, als Gipfel der "Evolution" seh ich den Menschen nicht - hoffentlich. Sonst ist es ja ziemlich Traurig was die Natur geschaft hat...
und laut dem gläubigen part der menschheit ist der mensch die krone der schöpfung...
in dem punkt vereinigen sich die gruppen also wieder ;)
Interessante Sendung.
Hoffen wir mal das sich die Kreationisten nicht noch weiter ausbreiten.
In der Sendung wurde ja angesprochen, das die Gefahr besteht, das eine ganze Generation auf diese willkührliche Vorstellung hereinfällt und sich der Wissenschaft verwehrt.
Und sowas im 21 Jahrhundert.
Abdul Alhazred
2004-06-09, 23:01:42
Original geschrieben von greeny
und laut dem gläubigen part der menschheit ist der mensch die krone der schöpfung...
in dem punkt vereinigen sich die gruppen also wieder ;)
Nicht ganz! Die "Krönung" der Schöpfung ist die Gottheit. Und das ist kein Mensch...
greeny
2004-06-09, 23:08:48
Original geschrieben von Abdul Alhazred
Nicht ganz! Die "Krönung" der Schöpfung ist die Gottheit. Und das ist kein Mensch...
gott ist der schöpfer... der mensch, als letztes glied der schöpfungsgeschichte, gilt als die krone der schöpfung...
der mensch als "das letzte" wäre wohl passender... ;)
:weg:
greeny
2004-06-09, 23:13:11
Original geschrieben von Gast
In Italien wird nun die Darwinsche Lehre abgeschafft.
hat sich schon wieder erledigt... bleibt alles, wie es ist...
(bei stern.de war n artikel dazu, aber nach der umgestaltung der site leider nicht mehr auffindbar...)
Abdul Alhazred
2004-06-09, 23:23:34
Original geschrieben von greeny
gott ist der schöpfer... der mensch, als letztes glied der schöpfungsgeschichte, gilt als die krone der schöpfung...
Das ist rein aus christlicher Ansicht vielleicht so - in anderen Tradition ist aber auch die Gottheit eine Schöpfung...
NeoCream
2004-06-11, 02:50:44
Naja summa summarum muss ich sagen, dass solche Glaubenstheorien bzw stärkerer Religioneneinfluss in der Schule ÜBERHAUPT nichts verloren hat.
Trennung von Staat und Religion sollte konsequent durchgezogen werden.
Oder habt ihr alle schon vergessen wozu der falsche-richtige-Glaube in der Lage ist anzurichten?
Kreationismustheorien können von mir aus als Frei-fächer belegt werden oder als Fun-fächer...
->Ach ja, ich hoffe, ihr wisst was für eine Einstellung diese fundamentalistischen Christen in den USA vertreten? Und solchen soll man jetzt noch mehr Gewichtigkeiten verleihen? :(
GreEz
NeoCream
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