Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Festplattentausch - aber wie?
Hallo,
ich hab mir für meinen Laptop eine neue Festplatte gekauft und will nun das System, das auf der alten Festplatte ist auf die neue Festplatte überspielen. Nur wie? Hier erstmal die Ausgangssituation:
Ist Zustand:
12GB alte Laptopfestplatte mit 3 Partitionen und Gentoo im Laptop
40GB unpartionierte leere neue Laptopfestplatte
Soll Zustand:
40GB neue Laptopfestplatte mit 5 Partitionen mit altem Gentoo und Windows
zur Verfügung stehende Mittel:
Desktop PC mit Windows und Linux (und genügend Zwischenspeicher)
ext. Festplattengehäuse für Laptopfestplatten
diverse Linux Live-CDs
Netzwerkverbindung zwischen Laptop und Desktop
Einschränkungen:
Im Laptop kann nur eine Festplatte eingebaut werden
ext. Gehäuse funktioniert unter Linux nicht
Auf welche Weise würdet Ihr vorgehen. Eine Neuinstallation möchte ich auf jeden Fall vermeiden.
_CaBaL_
2006-01-31, 14:29:45
Ich würde mit Linux ein diskdump mit dem Befehl dd machen.
Allerdings weiß ich nicht ob die gespiegelte platte im Laptop läuft wenn du die Spiegelung nicht am Laptop machst.
gentoo
2006-01-31, 14:45:07
Ein gutes Tool um Images von Linux-Partitionen zu sichern wäre PartImage.
Mein Vorschlag:
Unter der Annahme, daß du keine USB 2.0 Unterstützung hast, häng deine neue Platte
im externen Festplattengehäuse an deinen StandPC und gib das Laufwerk unter Windows frei.
Besorg dir danach ein Knopix und boote deinen Laptop damit.
Mounte das Laufwerk und spiegel die Platte auf das freigegebene Share.
Bau die neue Platte in den Laptop ein und versuch zu booten.
Gegebenenfalls mußt du nämlich Grub neu installieren, wenn partimage keine Kopie des MBR erstellen kann.
Hope it helps :)
Platte per USB-Rahmen/Adapter in großen Rechner mit Knoppix,
dort die 3 gewünschten Partitionen anlegen und dann einfach übers Netzwerk die Daten kopieren, Platte wechseln, mit Knoppix booten, chrooten und grub ,)
Harleckin
2006-01-31, 15:41:37
Erstell unter Win32 mittels dd (http://uranus.it.swin.edu.au/~jn/linux/rawwrite/dd.htm) eine 1:1 Kopie der Ausgangsplatte.
(k.a. wo man die Volume-ID findet)
Das Abbild kann danach widerrum mittels 'dd' auf die neue Platte übertragen werden.
Abschließend die beiden Partitionen anlegen und das war's.
Vorteil an der Geschichte, der alte Platteninhalt wird auf das Bit genau gespiegelt! Das Nachinstallieren des Bootmanagers fällt weg.
Schon mal Danke fuer die Antworten. Ich glaub ich werde es erstmal mit partimage probieren, obwohl ich das Gefuehl habe, dass das Programm doch ziemlich lange brauch(auch ohne Kompression). Koennte aber auch dran liegen, dass der Laptop nicht mehr der neuste ist.
Wenn ich das richtig sehe, dann kopiert dd auch "leeren" Speicher im Gegensatz zu partimage.
Harleckin
2006-01-31, 17:56:15
Wenn ich das richtig sehe, dann kopiert dd auch "leeren" Speicher im Gegensatz zu partimage.
'dd' greift direkt auf Blockgeräte o.ä. zu.
Die darauf befindlichen Dateisysteme bzw. die Anordung der eigentlichen Nutzdaten innerhalb der Partitionen spielen daher keine Rolle.
Die Variante über Netzwerk die Daten zu kopieren, wird an der fehlenden Unterstützung der gängigen Dateisysteme scheitern. Win32 beherrscht AFAIK nur eingeschränkt "ext2" mittels Explore2fs.
Lokadamus
2006-01-31, 19:51:21
Schon mal Danke fuer die Antworten. Ich glaub ich werde es erstmal mit partimage probieren, obwohl ich das Gefuehl habe, dass das Programm doch ziemlich lange brauch(auch ohne Kompression). Koennte aber auch dran liegen, dass der Laptop nicht mehr der neuste ist.
Wenn ich das richtig sehe, dann kopiert dd auch "leeren" Speicher im Gegensatz zu partimage.mmm...
Mit DD kannst du die ganze HDD kopieren und in ein Image drücken. Wenn du ein Netzwerk hast, kannst du per smb das Image übers Netzwerk nudeln, komprimieren und später wieder zurückspielen ...dauert zwar etwas, aber funktioniert. Partimage merkt sich keine Infos über die gesicherte Partition, nur über die gespeicherten Dateien.
Abnaxos
2006-02-02, 01:10:01
Sorry, ich kann das alles nicht mehr mitlesen. ;)
Ein Linux-System kopiert man ganz einfach mit "cp -a". Naja, ganz einfach ist das nicht, da man mit dieser Methode einigermassen wissen muss, was man tut.
Konkret: Die Datei-Systeme müssen angelegt und gemountet sein. Dann "cp -a /path/to/original/system /path/to/new/location". Dann, falls nötig, fstab anpassen, in diesem Schritt kann man sich auch gleich um andere Treiber wie Netzwerk- oder Grafikkarte kümmern. Dann dafür sorgen, dass GRUB bzw. LILO ihr Zeugs finden. Dann neu booten und fertig.
Es gibt dann noch Feinheiten, so könnte man z.B. tar oder cpio zum Kopieren verwenden, damit es etwas schneller geht (kann besonders über's Netz einiges bringen). Aber für einen einmaligen Umzug halte ich solche Performance-Tweaks für absolut unnötig, ein einfaches "cp -a" tut's meinetwegen langsamer, aber es tut's.
Weyoun
2006-02-02, 18:03:12
Zwischenfrage:
cp - während das zu kopierende System läuft? Würde das gehen? Gäbe es Programme, die das hinkriegen?
MfG,
Weyoun
Abnaxos
2006-02-02, 18:26:53
cp - während das zu kopierende System läuft?
Das würde ich eher nicht machen. Von einem Rettungssystem/Knoppix aus. Aus dem Single-User-Mode heraus müsste es allerdings auch gehen: init 1, sicherstellen, dass die Shell der einzige Prozess ist, der läuft, falls nötig das Netzwerk manuell konfigurieren (der Portmapper darf IMHO ruhig laufen, falls die Kopie via NFS erfolgen soll), System kopieren.
Hab´s jetzt mit partimage über netzwerk gemacht, ohne Komprimierung. Hat hin und zurück etwa 4h gebraucht. Ob es wohl mit Komprimierung schneller gegangen wäre (Laptop hat 600MHz und 320MB Ram; Datenmenge ~6GB; 100MBit Netzwerk)?
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