Dunkeltier
2006-04-29, 16:51:56
Wie verschlang ich doch damals alle Testberichte, welche über die neue Logitech MX1000 Lasermaus berichteten. "Lasertechnologie, 800dpi, kabellos" waren nur einige der Schlagworte, welche mich damals zum Kauf bewogen. Hinzu kam die Presse, welche überwiegend zu einen positiven Fazit kam, und die Maus als den kabellosen Allrounder feierten. Nun, das ist über 1,5 Jahre her. Genauso lange habe ich die Logitech MX1000 im Dauereinsatz, und es wird Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen.
http://img146.imageshack.us/img146/7451/oben0wo.jpg
(Die Logitech MX1000 sieht sich ihren Nachfolger, einer Microsoft Laser Mouse 6000 gegenüber.)
http://img74.imageshack.us/img74/9158/seite8hj.jpg
(Ein ungleiches Paar, kabellos und kabelgebunden...)
Zu den absolut positiven Eigenschaften gehört die ergonomische Form, welche die Maus aber leider nur für Rechtshänder empfehlenswert macht. Die vielen Tasten sind insbesondere in Spielen ein unbestreitbarer Vorteil, läßt er einen doch viele Funktionen schneller zugänglich machen. Leider sind die Tasten dabei aber keineswegs so gut platziert, wie bei meiner damaligen Logitech MX500. Die mittlere der beiden Daumentasten ist zu weit eingelassen, und somit nur schlecht erreichbar. Die mittlere Maustaste läßt sich nur nach sehr langen Training verhältnismäßig zuverlässig betätigen. Viel öfters kommt es vor, das die mittlere Maustaste zur Seite hin wegrutscht, und man somit einen Rechtsklick mit dem Mausrad ausführt. Negativ wäre auch noch anzumerken, das sich das Mausrad zu leicht betätigen läßt. Das kann in Spielen bei der Waffenauswahl durchaus nervig sein. Die Tasten über und unter dem Mausrad sind hingegen absolut optimal bedienbar. Die Tastenergonomie macht wie schon bereits erwähnt nur einen durchwachsenen, aber keinen guten Eindruck. Die Tastenmechanik hingegen ist ebenfalls nicht besser.
Nach nur 1,5 Jahren ist die linke Maustaste ziemlich fertig, es wird nicht mehr jeder Klick angenommen. Man muß ziemlich fest drücken - ansonsten kommt es zu Feueraussetzern in Spielen, oder beim "Icon-über-den-Desktop-ziehen" verliert man das Icon. Auch wird dadurch das schnelle Scrollen im Browser unnötig erschwert... Die Tasten sollten eigentlich Millionen von Klicks abkönnen, sowas wird in der Regel aufwändig verifiziert und getestet. Entweder bin ich ein Hardcore-User, oder die verbauten Teile von sehr preiswerter "Qualität". Das ich Tastenmechaniken durchgespielt habe, hatte ich bisher noch nie gehabt. Weder bei der Logitech MX500 vorher, noch bei den Microsoft IntelliExplorer 2.0 & 3.0 davor. Eher spiele ich meine Tastaturen kaputt, das aber eher in der Form, das sich die Tasten auflösen. Aber nicht die Mechanik aufgibt. Das wirft natürlich einen Schatten auf das sonst so makellose Image von Logitech. Doch damit nicht leider genug...
http://img146.imageshack.us/img146/1886/obennah8wy.jpg
(Eine Nahansicht von oben, gut zu erkennen die leuchtende Ladestandsanzeige des Akkus.)
Auch mit der Stromversorgung kam es im Laufe der Zeit zu Problemen. Die Kontakte an der Maus und Ladestation korrodieren, und nutzen sich ab. Die übliche Folge ist, das man die Maus mehrmals in die Ladestation einlegen darf - immer in der Hoffnung, das sie jetzt doch mal endlich lädt. Eventuell hätte man dies besser und berührungsfrei durch Induktion lösen können, wie bei meiner elektrischen Braun-Zahnbürste. Denn Mechanik unterliegt immer den Verschleiß. Die Batterielaufzeit ist mittlerweile von 3-5 Tagen auf 2-3 abgesunken, immer noch vertretbar. Leider machen die Batterien die Maus im Handling extrem schwer. Um "fein" in Ballerspielen zielen zu können, muß man eine ziemlich hohe Anfangskraft aufbringen, um sie in Bewegung zu setzen. Das macht sich in einen leichten Ruckeln bemerkbar. Etwa 160 Gramm bringt sie auf die Waage, eigentlich viel zu schwer für Gamer. Man hat das Gefühl, einen behäbigen amerikanischen Chevy zu fahren - aber keine hochpräzise Lasermaus durch die Gegend zu jagen. Man schiebt praktisch eine Bleiplatte vor sich her.
http://img517.imageshack.us/img517/5136/unten4lr.jpg
(Die Unterseite, ein Bild der Verwüstung wird ersichtlich. Kontakte sind ebenso wie die ganzen Maus-Glidepads absolut verschlissen, nach nur 1,5 Jahren!)
Die durchaus intensive Nutzung von ca. 4-12h pro Tag haben mit der Zeit ihre Spuren hinterlassen. Außer der "zerspielten" Tastenmechanik und dem Ladeproblem gibt es noch weitere Abnutzungs-Spuren: Die Schriftzüge haben unter der langen Einwirkzeit meiner hochprofessionellen, schwitzig-stinkenden Gamer-Hände das Zeitliche gesegnet. Von dem Schriftzug auf der Oberseite ist nichts mehr zu sehen, der an der Front ist noch im Begriff sich aufzulösen. Die "Maus-Gleitpads" auf der Unterseite sind der Rede nicht wert. Insgesamt drei Stück (!) habe sich gelöst, ich habe sie immer wieder einfach nur drangeklebt. Zwei Gleitpads haben sich sogar halbiert, von einen die Hälfte konnte ich nicht mehr wiederfinden - weswegen sie nun auf dieser Stelle auf Plastik läuft. Über kurz oder lang wird sich dort das Gehäuse abnutzen.
All meine bisherigen Mäuse haben sich trotz intensiver Einsätze niemals derart aufgelöst, für mich ein Armutszeugnis von billiger Verarbeitung. Was bleibt? 65 Euro die ich ausgab, für eine Maus, welche ich niemals brauchte und welche ihren Anspruch nicht gerecht wurde. Für mich kommen nur wieder Mäuse mit Kabel in Frage. Es ist nicht nur wegen des Gewichts, sondern auch vom "Latenz-Gefühl" her. Für den Office- & Multimedia-Einsatz gut zu gebrauchen, aber für mehr langt es nicht.
Hersteller: Logitech
Bezeichnung: MX1000 Lasermaus
Preis: ab ca. 40 Euro
Positiv:
für mittlere und große Hände geeignet
ergonomisch geformt
ansprechende Optik
sehr, sehr viele Tasten
Lasertechnologie
5 Jahre Hersteller-Garantie
Negativ:
Tastenmechanik verschleißt rapide
800dpi mit merkbarer Latenz
teuer
Lademechanik verschleißt ebenfalls
Maus-Glidepads sind auch heftig schnell verschlißen
für Spieler ungeeignet (zu schwer, Tastenbedienbarkeit, Latenz, etc.)
Mausrad zu leichtgängig
beim Druck auf das 4-Wege Scrollrad betätigt man öfters eine der seitlichen Kipptasten des 4-Wege Rads
Akku nicht austauschbar, somit begrenzte Lebensdauer
für Linkshänder untauglich
http://img146.imageshack.us/img146/7451/oben0wo.jpg
(Die Logitech MX1000 sieht sich ihren Nachfolger, einer Microsoft Laser Mouse 6000 gegenüber.)
http://img74.imageshack.us/img74/9158/seite8hj.jpg
(Ein ungleiches Paar, kabellos und kabelgebunden...)
Zu den absolut positiven Eigenschaften gehört die ergonomische Form, welche die Maus aber leider nur für Rechtshänder empfehlenswert macht. Die vielen Tasten sind insbesondere in Spielen ein unbestreitbarer Vorteil, läßt er einen doch viele Funktionen schneller zugänglich machen. Leider sind die Tasten dabei aber keineswegs so gut platziert, wie bei meiner damaligen Logitech MX500. Die mittlere der beiden Daumentasten ist zu weit eingelassen, und somit nur schlecht erreichbar. Die mittlere Maustaste läßt sich nur nach sehr langen Training verhältnismäßig zuverlässig betätigen. Viel öfters kommt es vor, das die mittlere Maustaste zur Seite hin wegrutscht, und man somit einen Rechtsklick mit dem Mausrad ausführt. Negativ wäre auch noch anzumerken, das sich das Mausrad zu leicht betätigen läßt. Das kann in Spielen bei der Waffenauswahl durchaus nervig sein. Die Tasten über und unter dem Mausrad sind hingegen absolut optimal bedienbar. Die Tastenergonomie macht wie schon bereits erwähnt nur einen durchwachsenen, aber keinen guten Eindruck. Die Tastenmechanik hingegen ist ebenfalls nicht besser.
Nach nur 1,5 Jahren ist die linke Maustaste ziemlich fertig, es wird nicht mehr jeder Klick angenommen. Man muß ziemlich fest drücken - ansonsten kommt es zu Feueraussetzern in Spielen, oder beim "Icon-über-den-Desktop-ziehen" verliert man das Icon. Auch wird dadurch das schnelle Scrollen im Browser unnötig erschwert... Die Tasten sollten eigentlich Millionen von Klicks abkönnen, sowas wird in der Regel aufwändig verifiziert und getestet. Entweder bin ich ein Hardcore-User, oder die verbauten Teile von sehr preiswerter "Qualität". Das ich Tastenmechaniken durchgespielt habe, hatte ich bisher noch nie gehabt. Weder bei der Logitech MX500 vorher, noch bei den Microsoft IntelliExplorer 2.0 & 3.0 davor. Eher spiele ich meine Tastaturen kaputt, das aber eher in der Form, das sich die Tasten auflösen. Aber nicht die Mechanik aufgibt. Das wirft natürlich einen Schatten auf das sonst so makellose Image von Logitech. Doch damit nicht leider genug...
http://img146.imageshack.us/img146/1886/obennah8wy.jpg
(Eine Nahansicht von oben, gut zu erkennen die leuchtende Ladestandsanzeige des Akkus.)
Auch mit der Stromversorgung kam es im Laufe der Zeit zu Problemen. Die Kontakte an der Maus und Ladestation korrodieren, und nutzen sich ab. Die übliche Folge ist, das man die Maus mehrmals in die Ladestation einlegen darf - immer in der Hoffnung, das sie jetzt doch mal endlich lädt. Eventuell hätte man dies besser und berührungsfrei durch Induktion lösen können, wie bei meiner elektrischen Braun-Zahnbürste. Denn Mechanik unterliegt immer den Verschleiß. Die Batterielaufzeit ist mittlerweile von 3-5 Tagen auf 2-3 abgesunken, immer noch vertretbar. Leider machen die Batterien die Maus im Handling extrem schwer. Um "fein" in Ballerspielen zielen zu können, muß man eine ziemlich hohe Anfangskraft aufbringen, um sie in Bewegung zu setzen. Das macht sich in einen leichten Ruckeln bemerkbar. Etwa 160 Gramm bringt sie auf die Waage, eigentlich viel zu schwer für Gamer. Man hat das Gefühl, einen behäbigen amerikanischen Chevy zu fahren - aber keine hochpräzise Lasermaus durch die Gegend zu jagen. Man schiebt praktisch eine Bleiplatte vor sich her.
http://img517.imageshack.us/img517/5136/unten4lr.jpg
(Die Unterseite, ein Bild der Verwüstung wird ersichtlich. Kontakte sind ebenso wie die ganzen Maus-Glidepads absolut verschlissen, nach nur 1,5 Jahren!)
Die durchaus intensive Nutzung von ca. 4-12h pro Tag haben mit der Zeit ihre Spuren hinterlassen. Außer der "zerspielten" Tastenmechanik und dem Ladeproblem gibt es noch weitere Abnutzungs-Spuren: Die Schriftzüge haben unter der langen Einwirkzeit meiner hochprofessionellen, schwitzig-stinkenden Gamer-Hände das Zeitliche gesegnet. Von dem Schriftzug auf der Oberseite ist nichts mehr zu sehen, der an der Front ist noch im Begriff sich aufzulösen. Die "Maus-Gleitpads" auf der Unterseite sind der Rede nicht wert. Insgesamt drei Stück (!) habe sich gelöst, ich habe sie immer wieder einfach nur drangeklebt. Zwei Gleitpads haben sich sogar halbiert, von einen die Hälfte konnte ich nicht mehr wiederfinden - weswegen sie nun auf dieser Stelle auf Plastik läuft. Über kurz oder lang wird sich dort das Gehäuse abnutzen.
All meine bisherigen Mäuse haben sich trotz intensiver Einsätze niemals derart aufgelöst, für mich ein Armutszeugnis von billiger Verarbeitung. Was bleibt? 65 Euro die ich ausgab, für eine Maus, welche ich niemals brauchte und welche ihren Anspruch nicht gerecht wurde. Für mich kommen nur wieder Mäuse mit Kabel in Frage. Es ist nicht nur wegen des Gewichts, sondern auch vom "Latenz-Gefühl" her. Für den Office- & Multimedia-Einsatz gut zu gebrauchen, aber für mehr langt es nicht.
Hersteller: Logitech
Bezeichnung: MX1000 Lasermaus
Preis: ab ca. 40 Euro
Positiv:
für mittlere und große Hände geeignet
ergonomisch geformt
ansprechende Optik
sehr, sehr viele Tasten
Lasertechnologie
5 Jahre Hersteller-Garantie
Negativ:
Tastenmechanik verschleißt rapide
800dpi mit merkbarer Latenz
teuer
Lademechanik verschleißt ebenfalls
Maus-Glidepads sind auch heftig schnell verschlißen
für Spieler ungeeignet (zu schwer, Tastenbedienbarkeit, Latenz, etc.)
Mausrad zu leichtgängig
beim Druck auf das 4-Wege Scrollrad betätigt man öfters eine der seitlichen Kipptasten des 4-Wege Rads
Akku nicht austauschbar, somit begrenzte Lebensdauer
für Linkshänder untauglich