Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Psychologie - eine sinnlose "Wissenschaft"?
Plutos
2006-06-25, 22:06:57
Tja, Hintergrund der Frage ist die Tatsache, dass ich mich neulich mit einer Psychologie-Studentin unterhalten hab und mir mal angekuckt hab, was die in ihren Seminaren so machen...
...demnach würde ich an einer schizoiden Persönlichkeitsstörung mit manchmal paranoiden Zügen leiden X-D...was ich jetzt allerdings überhaupt nicht nachvollziehen kann, obwohl auf mich alle Merkmale einer schizoiden Persönlichkeitsstörung zutreffen würden :|.
Dieselbe Psychologie-Studentin meinte dann auch, sie selbst habe während ihrem gesamten Studium bisher die Erfahrung gemacht, dass auf jeden x-beliebigen Menschen IMMER irgendwelche Merkmale psychischer Krankheiten passen würden...imho bedeutet das, die "Erkennungsrate" ist hier nicht besonders hoch. Bei gesunden Menschen werden Krankheiten diagnostiziert, bei kranken Menschen wahrscheinlich die falschen Krankheiten...an dem Punkt dachte ich mir dann schon "was macht das eigentlich für nen Sinn, wenn eh so gut wie jeder so gut wie jede psychische Krankheit hat - zumindest laut diesen und jenen gängigen Kriterien?"
Was denkt ihr darüber? Sind Psychologen "echte" Wissenschaftler oder "Geistes-Ärzte"? Oder steckt dadrin soviel Spielraum, dass man in jeden Menschen alles hineininterpretieren kann.
Gunaldo
2006-06-25, 22:11:39
gesund oder krank ist halt auslegungssache.
das die meisten leute nicht 100%ig richtig im kopf sind, finde ich allerdings nicht abwägig.
(hört sich jetzt negativ an, so ist es eigentlich nicht gemeint. probleme hat halt (fast) jeder. das triffts vielleicht besser)
Anárion
2006-06-25, 22:13:44
Der Obermacker des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften behauptet doch tatsächlich dass Depressionen durch reine Medikation behandelt und kuriert werden können, die gesamte Negativität quasi einfach verfliegen würde, ganz im Sinne der Behandlung. Das zum glücklichen Leben auch positive Anreize gehören, Dinge zu denen sich der Betroffene selbst bewegen muss, geistig, körperlich, tjaja, dass eben eine gewisse Eigenmotivation geschaffen werden muss, darauf kommt der gute aber nicht. Hauptsache das negative ist weg. ;)
Plutos
2006-06-25, 22:14:43
Gunaldo[/POST]']gesund oder krank ist halt auslegungssache.
das die meisten leute nicht 100%ig richtig im kopf sind, finde ich allerdings nicht abwägig.
(hört sich jetzt negativ an, so ist es eigentlich nicht gemeint. probleme hat halt (fast) jeder. das triffts vielleicht besser)
Naja, also dass jeder mal irgendwie launisch ist, schlecht drauf ist, sich beim betrunken-nach-Hause-wanken von den kleinen Polyesterschweinchen verfolgt fühlt, manchmal aggressiv reagiert etc., das find ich jetzt ja auch normal.
Will uns die Psychologie etwa sagen, dass das auch schon Krankheiten sind und am besten alle mit ausdruckslosem Gesicht in grauen Einheitsklamotten durch die Welt schlurfen sollen, um "normal" zu sein?
Anárion
2006-06-25, 22:20:26
Unu[/POST]']Tja, Hintergrund der Frage ist die Tatsache, dass ich mich neulich mit einer Psychologie-Studentin unterhalten hab und mir mal angekuckt hab, was die in ihren Seminaren so machen...
...demnach würde ich an einer schizoiden Persönlichkeitsstörung mit manchmal paranoiden Zügen leiden X-D...was ich jetzt allerdings überhaupt nicht nachvollziehen kann, obwohl auf mich alle Merkmale einer schizoiden Persönlichkeitsstörung zutreffen würden :|.
Experimentierfreudiges Schneggsche. Nimmt sie dich wenigstens mit in die Kiste oder du sie? Naja, tut ja hier nichts zur Sache. Jedenfalls kann man immer von Tendenzen, Neigungen ausgehen, klare und vor allem vorschnelle (und dann natürlich noch nach gröbstem Schema) Klassifizierungen halte ich für absoluten Humbug, vor allem bei den Fragenbögen oder Mustern die so umherfliegen. Teilweise sind diese dann auch noch uralt. Schneiden wir doch gleich das halbe Hirn weg dann ist alles nur noch halb so schlimm.
Ich halte den "Big Five" Test z.B. für einen recht sinnvoll anmutenden, da er nicht gleich brandmarkt, anprangert oder den direkten Weg ins Grab empfiehlt.
M@tes
2006-06-25, 22:53:31
Kann dir nur mal den Film "Don juan de Marco" empfehlen!!
Kursiert glaubs geradn Thread darüber.. Hab ihn damals gesehen und fand ihn hammer! Passend zum Thema. Oder auch sehr gut: Durchgeknallt mit Winona Ryder und Angelina Jolie.
Wie ein Mensch funktioniert ist hoch interessant, aber was Psychologen machen find ich schmarn... Sollte damals in der Grundschule zum Psychologen,... Dabei war nicht ich das Problem, sondern die anderen.
So meine Behauptung. Bin n wenig anders, n wenig kompliziert und nwenig n Querdenker. Was nicht zur Norm passt, wird passend gemacht oder?
Pff naja auf ein gesundes Mass kommt es halt an :wink:
gisbern
2006-06-25, 23:33:15
wer sagt, daß psychologie keine richtige wissenschaft ist, oder das psychologen nutzlos sind, hat von der Materie einfach keine Ahnung.
Die Psyche ist, wie z.B. die Herzfunktion in der Medizin, die Sternenkonsdtellation am Himmel, etc. ein beschreibbarer Vorgang, der aber wegen seiner komplexität nicht so schwarz/weiß ist, wie das manch einer gerne hätte.
Plutos
2006-06-26, 00:59:02
gisbern[/POST]']wer sagt, daß psychologie keine richtige wissenschaft ist, oder das psychologen nutzlos sind, hat von der Materie einfach keine Ahnung.
Die Psyche ist, wie z.B. die Herzfunktion in der Medizin, die Sternenkonsdtellation am Himmel, etc. ein beschreibbarer Vorgang, der aber wegen seiner komplexität nicht so schwarz/weiß ist, wie das manch einer gerne hätte.
Ich hab ja auch versucht, in meinen ersten Post einfließen zu lassen, dass ich keine Ahnung habe.
Genau da sehe ich aber das Problem...Sternenkonstellationen kannst du vermessen, ein gesundes von einem kranken Herzen unterscheiden sollte auch keine unlösbare Aufgabe sein, weil man messbare Kriterien (Position, Blutvolumen pro Schlag usw.) anwenden kann. In der Psychologie kannst du nicht messen, sondern nur "einschätzen". Sonst wäre Psychologie ja wiederum mit Medizin gleichzusetzen, wenn man beispielsweise durch das Messen von Hirnströmen oder dergleichen auf psychische Störungen schließen könnte.
gisbern
2006-06-26, 02:37:10
man muss ja nicht alles messen können, nur um präzise aussagen treffen zu können. Die Psychologie beschreibt etwas, was auch nicht unendlich manigfaltig ist. Auch die Psyche des Menschen ist nicht unendlich komplex und unergründbar. Wir reagieren doch auf unsere Umwelteinflüsse mit einer Reihe von Reaktionen, die zzwar sehr groß, aber nicht unendlich ist. Natürlich kann man die Psyche noch wenig biochemisch betrachten, weil man einfach noch nicht weit genug ist, aber das ist ja kein Grund nicht mal damit anzufangen.
Monger
2006-06-26, 08:53:32
Unu[/POST]']
Dieselbe Psychologie-Studentin meinte dann auch, sie selbst habe während ihrem gesamten Studium bisher die Erfahrung gemacht, dass auf jeden x-beliebigen Menschen IMMER irgendwelche Merkmale psychischer Krankheiten passen würden...
Zumindest die moderne Psychologie kennt keine Geisteskrankheiten mehr. Solange sich jemand gut dabei fühlt, darf man auch völlig wirr im Kopf sein. Erst wenn man sich nicht dabei wohlfühlt und Hilfe möchte, kommt der Psychologe (Psychiater? Psychotherapeut !?!) zum Einsatz.
Deshalb ist das schon richtig so: jeder Mensch hat irgendwo mehr oder weniger einen Schatten. Solange man aber damit zurechtkommt und es im Alltag nicht stört, ist dagegen überhaupt nichts einzuwenden.
crusader4
2006-06-26, 09:27:06
Richtig Monger, das ist ein wichtiges Paradigma der Psychologie. Die Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit im Leben ist ausschlaggebend für eine Notwendigkeit der Behandlung. Außerdem müssen die Symptome in bestimmter Intensität und über einen bestimmten Zeitraum auftreten. Erst dann kann man davon sprechen, das Kriterien einer psychischen Störung erfüllt sind.
iam.cool
2006-06-26, 10:37:12
Unu[/POST]']...demnach würde ich an einer schizoiden Persönlichkeitsstörung mit manchmal paranoiden Zügen leiden X-D...was ich jetzt allerdings überhaupt nicht nachvollziehen kann, obwohl auf mich alle Merkmale einer schizoiden Persönlichkeitsstörung zutreffen würden :|.
Nun ich denke mal sie hat Recht, die von dir beschriebenen psychologischen Erkrankungen treffen nämlich auf unsere gesamte Geseschaft zu......
@Threadstarter
Warum postest Du nicht mal Themen wie "Politiker haben keine Ahnung von Politik" oder "Christentum, eine sinnlose Religion"? :|
Erst mal kann ich jedem Laien nur raten, sich eher verhalten zu diesem Thema zu äußern, weil die meisten wohl den tieferen Einblick in diese Materien wohl nicht haben. Der ist jedoch sehr wichtig, um überhaupt in Ansätzen zu begreifen, was Sache ist.
1) Ein Psychologe ist per se ein Wissenschaftler, weil er mit wissenschaftlichen Verfahren prüft und analysiert, wie es die Wissenschaft so tut. Daß natürlich hier nicht alles so quantifiziert und verfiziert werden kann wie in den anderen Disziplinen, liegt in der Natur der Komplexheit des Menschseins und seines Verhaltens.
2) Psychologe != Psychiater != psychologischer Psychotherapeut
a) Der Begriff Psychologe ist nicht geschützt, jeder kann sich heute Psychologe nennen
b) Der Begriff Diplom-Psychologe ist geschützt, hierfür muß jemand an der Uni Psychologie studiert haben
c) Ein Diplom-Psychologe darf mit Abschluß KEINE Leute behandeln, dafür benötigt er eine 3-5-jährige Zusatzausbildung
d) Die Begriffe Schizophrenie usw. sind Bestandteile der Psychiatrie, und die Psychiatrie ist der Disziplin Medzin zugeordnet!
e) Nur der Psychiater darf Menschen einweisen, Medikamente verschreiben etc., der Psychiater macht Diagnosen usw., er behandelt sozusagen die Hardware des Menschen, das Gehirn und all seine Erkrankungen darum. Ein alter Begriff ist beispielsweise exogene Psychosen und endogene Psychosen. Exogene Psychosen kommen von nachweisbaren externen Einflüßen, d.h. die Krankheit beruht auf einem Schaden im Gehirn, sei es genetisch, Unfall etc., und diese Art von Krankheiten behandelt der Psychiater
f) ein Psychotherapeut (oder korrekter Ausdruck psychologischer Psychotherapeut) behandelt endogene Psychosen (alle Krankheiten, die aufgrund einer seelischen Störung beruhen). Der Begriff Psychotherapeut ist gesetzlich geschützt. Ich darf mich beispielsweise nicht Psychotherapeut nennen, darf aber Psychotherapie machen!
Ein Psychotherapeut darf mit kassenärztlicher Zulassung nur 2 Verfahren anbieten:
Psychoanalyse nach Freud (die klassische Couch)
Dauer: 1-3 Jahre, entweder eine Sitzung pro Woche
oder mehrere Sitzungen pro Woche über ein Jahr
Tiefenpsychologie (nach Jung)
Dauer: 1-3 Jahre, entweder eine Sitzung pro Woche
oder mehrere Sitzungen pro Woche über ein Jahr
Gestalttherapie - ist mittlerweile, nach Auskunft einiger Members hier, mittlerweile bei den psychologischen Psychotherapeuten auch möglich, und wird sogar u.U. von den Kassen übernommen.
Alle anderen Verfahren wie Gestalttherapie, Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie, Psychodrama etc. darf ein psychologischer PT nicht ausüben. Bevor bei Psychosen eine Psychotherapie gemacht werden darf, muß immer zuerst immer durch Untersuchungen ausgeschlossen werden, das eine physische Krankheit dahinter steckt und der Psychiater konaktiert werden.
g) Es gibt da noch den Heilpraktiker eingeschränkt auf Psychotherapie (den ich beispielsweise habe), der ebenfalls seelisch heilerisch, genau wie der Psychotherapeut, nach einer staatlichen Prüfung, nach Heilpraktikergesetz (http://www.physio.de/zulassung/heilpraktikergesetz.htm) arbeiten darf. Ich darf alles, was ein Psychotherapeut auch darf. Ich darf nur eines nicht, was ein normaler Psychotherapeut auch nicht darf, Medikamente verschreiben!
h) In dem Moment, wo ein Mensch heilerisch in irgend einer Art Tätig ist, muß er, nach Heilpraktiergesetzt, eine staatliche Prüfung ablegen und eine staatliche Erlaubnis vorweisen. Ohne diese machen sich jeder, der in solchen Bereichen ohne Erlaubnis tätig ist, strafbar!
3) Ein Psychologe hat somit überhaupt nichts mit der Diagnose von psychischen Krankheiten oder Störungen zu tun, sondern er beschäftigt sich lediglich mit dem Verhalten des Menschen
4) Für die Diagnose von psychischen Krankheiten und Störungen gibt es zwei Standardwerke:
a) IDC-10 (in verschiedenen Versionen)
b) DSM 3-4 (in verschiedenen Versionen)
Dabei werden die Definitionen immer wieder ständig überarbeitet. Eine Störung liegt erst dann vor, wenn diese Diagnosen permanent und über einen längeren Zeitraum festgestellt werden und eine deutliche Beeinträchtigung des Lebens darstellen, so wie es crusader4 bereits sagte.
Nun alles klar?
iam.cool[/POST]']Nun ich denke mal sie hat Recht, die von dir beschriebenen psychologischen Erkrankungen treffen nämlich auf unsere gesamte Geseschaft zu......
Falsch, sie hat nicht recht! Deshalb sollten Laien auch keine Diagnosen erstellen!
Monger
2006-06-26, 11:56:02
@wdragon: hey, das ist mal schön kurz und knapp zusammengefasst!
Ich glaube, das sollte ich mir irgendwo für spätere Zwecke zwischenspeichern...
drexsack
2006-06-26, 12:00:17
@ wdragon
Schöne kurze Zusammenfassung, das erspart mir ja viel getipper :D
Danke, gern geschehen ;) .
Mich nervt's halt, wenn so viele Dinge in eine Topf reingeworfen werden. Die meisten wissen auch nicht, daß was im Volksmund eigentlich als schizophren bezeichnet wird, nichts mit der Krankheit Schizophrenie zu tun hat.
Eine gespaltene Persönlichkeit (Dr.Jekyl, Mr.Hyde, "multiple Persönlichkeitsstörung") ist nicht gleichzusetzen mit einer Schizophrenie (Filmbeispiel: A Beautiful Mind).
Wenn sich jemand widersprüchlich verhält, kann das auch eine Borderline-Problematik sein.
Bei einer Schizophrenie hört man irgendwelche Stimmen, die einem etwas einreden wollen, oder man bildet sich ein, daß einem die Gedanken von anderen kontrolliert werden oder man fühlt sich ständig beobachtet etc. . Weiterhin gibt es auch die katatonische Schizophrenie, welche mit Störungen der Körperhaltung zu tun hat usw. .
Siehe auch:
http://de.wikipedia.org/wiki/Schizophrenie
iam.cool
2006-06-26, 12:36:46
wdragon[/POST]']Falsch, sie hat nicht recht! Deshalb sollten Laien auch keine Diagnosen erstellen!
Begründung? Betrachtet man unsere gesamte Geselschaft als "kolektives Individuum", dann ist dieses "Individuum" definitiv psyschich krank. Suchtverhalten, Verdrängung, selbstzerstörerische Tendenzen, klare Persöhnlichkeitsstörungen und dazu noch Depressionen.
iam.cool[/POST]']Begründung? Betrachtet man unsere gesamte Geselschaft als "kolektives Individuum", dann ist dieses "Individuum" definitiv psyschich krank. Suchtverhalten, Verdrängung, selbstzerstörerische Tendenzen, klare Persöhnlichkeitsstörungen und dazu noch Depressionen.
Ich wußte gar nicht, das wir die Borg sind :biggrin:
Nene, Diagnosen kann man nur auf einzelne Personen anwenden, nicht auf Gesellschaften. Man könnte es eher so benennen, daß es eine Tendenz zu ... gibt, aber dann sind die Sozialwissenschaftler am Zuge.
hartcore
2006-06-26, 13:13:08
Monger[/POST]']@wdragon: hey, das ist mal schön kurz und knapp zusammengefasst!
Ich glaube, das sollte ich mir irgendwo für spätere Zwecke zwischenspeichern...
noch knapper:
Ein Neurotiker ist ein Mensch, der Luftschlösser baut.
Ein Geisteskranker ist ein Mensch, der diese Luftschlösser bewohnt.
Und ein Psychotherapeut ist der Mann, der die Miete kassiert.
oder etwas umfangreicher:
Der Klassiker über die verschiedenen Psychotherapeuten:
Ein Mensch fragt: "Wo geht es hier zum Bahnhof ?"
Es antwortet...
der Gesprächstherapeut: "Sie wissen nicht wo der Bahnhof ist und das macht Sie nicht nur traurig, sondern auch ein Stück weit wütend."
der Tiefenpsychologe: "Sie wollen verreisen ?"
der Psychoanalytiker: "Sie meinen dieses lange dunkle Gebäude, wo die Züge immer rein und raus, rein und raus... fahren ?"
der Sozialarbeiter: "Keine Ahnung, aber ich fahre Sie schnell hin."
der Sozialpädagoge: "Ich weiß nicht, aber es ist gut, daß wir darüber reden können."
der Gestalttherapeut: "Du, laß das voll zu, daß Du zum Bahnhof willst."
der Bioenergetiker: "Machen Sie mal: sch ... sch ... sch ..."
der Verhaltenstherapeut: "Heben Sie den rechten Fuß, schieben Sie ihn vor, setzen Sie ihn jetzt auf. Sehr gut. Hier haben Sie ein Bonbon."
der Psychiater: "Bahnhof ? Zugfahren ? Welche Klasse ?"
der Neurologe: "Sie haben also die Orientierung verloren. Passiert Ihnen das öfter ?"
der Familientherapeut: "Was glauben Sie, denkt Ihre Schwester, was Ihre Eltern fühlen, wenn die hören, daß Sie zum Bahnhof wollen ?"
der systemische Therapeut: "Stellen Sie sich vor: plötzlich geschieht ein Wunder und Sie sind schon am Bahnhof. Was ist anders dadurch ?"
der Psychodramatherapeut: "Zum Bahnhof. Fein. Das spielen wir mal durch. Geben Sie mir Ihren Hut, ich gebe Ihnen meine Jacke und dann ..."
der NLP-ler: "Schließen Sie die Augen, stellen Sie sich vor: eine Blume am Rande eines Weges..."
der Positiv-Denker: "Schließen die Augen und sagen Sie zu sich selber: ich bin wunderbar und einzigartig und ich vertraue meinem Unterbewusstsein, daß es den für mich richtigen Weg weiß."
der Pädagoge: "Ich weiß natürlich, wo der Bahnhof ist. Aber ich denke, daß es besser für Dich ist, wenn Du es selbst herausfindest."
der humanistische Psychotherapeut: "Wenn Du da wirklich hinwillst, wirst Du den Weg auch finden."
@wdragon
"Neoliberalismus und Suchtgesellschaft":
Unkontrolliertes Wuchern lotterieähnlicher internationaler Finanzmärkte - zunehmender Reichtum Weniger und wachsende Armut breiter Bevölkerungsschichten weltweit - private Vermögensanhäufung und öffentliche Armut, mit entsprechenden Einflussverlusten staatlicher Lenkung und Entwertung der Idee der Demokratie - zunehmende strukturelle, nahezu wachstumsunabhängige Arbeitslosigkeit - Vernachlässigung von Bildung und Forschung - Abbau von Mitteln für Sozialleistungen und Kultur - wechselseitige Eskalation von Kriminalität, Terror und Repression, überall dort, wo Ausgrenzung und Aussichtslosigkeit zusammenkommen -zunehmende Gefahr ökologischer und terroristischer Katastrophen - Schuldenberge für die Enkelkinder - Verleugnung, Verdrehung, verlogene Schuldzuschreibungen durch die z.T. kapitalgesteuerten Medien. Das alles in einer Welt, die noch nie so reich an ökonomischen Ressourcen war. Es besteht ein wechselseitiger Zusammenhang von seelischer Gesundheit (oder menschlicher Reife) und den gesellschaftlichen Verhältnissen, im engeren Umfeld wie weltweit. Das eine bestimmt das andere - das Sein das Bewusstsein und das Bewusstsein das Sein. Die (Besitz-, Macht-, Konsum-, Spaß-) Suchtgesellschaft schafft sich ihre Ordnung, und diese ist zugleich Ausdruck der Störung und verstärkt sie. Die scheinbar Gesündesten hinsichtlich Anpassung und Einfluss gehören, in ihrer Wirkung auf das Zusammenleben und die ökologischen Grundlagen, nicht selten zu den Kränksten. "
h.
iam.cool
2006-06-26, 13:48:43
wdragon[/POST]']Ich wußte gar nicht, das wir die Borg sind :biggrin:
Nene, Diagnosen kann man nur auf einzelne Personen anwenden, nicht auf Gesellschaften. Man könnte es eher so benennen, daß es eine Tendenz zu ... gibt, aber dann sind die Sozialwissenschaftler am Zuge.
Siehst du und hier kommen wir zu dem Punkt wo ich der psychologsichen Lehrmeinung klar wiedersprechen muss. Man kann ein Individuum nicht einzeln betrachten, ein Individuum ist das Produkt der Gesellschaft in der es lebt, genauso wie die Gesellschaft das Produkt der Menschen ist. "Psychisch gesund" lässt sich deshalb auch nur schwer definieren, was Gesund ist bestimmt nämlich immer die Umgebung/Gesellschaft.
Nimmt man die Gesellschaft als ganzes und bewertet sie anhand gebrächlicher psychologischer Maststäbe dann sind die krankhaften Tendenzen klar erkenbar. Da die Gesellschaft nur die Summe der Menschen darstellt müssen folglich auch die meisten Menschen psychisch krank sein um überhaupt eine krankhafte Ausrichtung der gesamten Gesellschaft bewirken zu können.
Statt sich auf die Behandlung von Individeen zu konzentrieren solten Therapieansätze deshalb auch grundstzlich auf die Heilung der gesamten Gesellschaft abziehlen da alles andere nur dem Prinzip von "Tropfen auf einem heißen Stein" gleichkommt = nutzlos.
Tigerchen
2006-06-26, 13:59:57
Unu[/POST]']Naja, also dass jeder mal irgendwie launisch ist, schlecht drauf ist, sich beim betrunken-nach-Hause-wanken von den kleinen Polyesterschweinchen verfolgt fühlt, manchmal aggressiv reagiert etc., das find ich jetzt ja auch normal.
Will uns die Psychologie etwa sagen, dass das auch schon Krankheiten sind und am besten alle mit ausdruckslosem Gesicht in grauen Einheitsklamotten durch die Welt schlurfen sollen, um "normal" zu sein?
So ist es. Um das seit der Freud-Hysterie stetig anwachsende Heer der Psycho-Fuzzies zu beschäftigen müßen ständig neue Krankheiten her. Und viele neue Krankheitsbilder erzeugen viele neue Patienten. Das führte zur Entwicklung von Krankheitsbildern wie die der multiplen Persönlichkeit. Gerade in den USA wurden Menschen von Psychologen geradezu hineingetrieben in diese angbliche Krankheit die mit Psychpharmaka behandelt wurde die die Menschen dann wirklich krank machten. Die Behandlung endete meist dann wenn das Privatvermögen oder die Krankenkasse(keine unbegrenzte Deckung wie bei uns) erschöpft waren.
Wenn du einen Psychologen siehst lauf schnell weg! Ich möchte auch nochmal an den Fall des Postbeamten Gerd Postel erinnern der als angeblicher Psychologe in einem Amt eingestellt wurde und im Rahmen dieser Tätigkeit sogar als Sachverständiger vor Gericht auftratt. Psychologen, Soziologen u.ä. sind alles Schwätzer. Die bewegen nichts.
Monger
2006-06-26, 14:01:59
Tigerchen[/POST]']
Psychologen, Soziologen u.ä. sind alles Schwätzer. Die bewegen nichts.
Oh ich seh schon, gleich fliegen hier die Funken! :D
Tigerchen
2006-06-26, 14:02:29
iam.cool[/POST]']Siehst du und hier kommen wir zu dem Punkt wo ich der psychologsichen Lehrmeinung klar wiedersprechen muss. Man kann ein Individuum nicht einzeln betrachten, ein Individuum ist das Produkt der Gesellschaft in der es lebt, genauso wie die Gesellschaft das Produkt der Menschen ist. "Psychisch gesund" lässt sich deshalb auch nur schwer definieren, was Gesund ist bestimmt nämlich immer die Umgebung/Gesellschaft.
Nimmt man die Gesellschaft als ganzes und bewertet sie anhand gebrächlicher psychologischer Maststäbe dann sind die krankhaften Tendenzen klar erkenbar. Da die Gesellschaft nur die Summe der Menschen darstellt müssen folglich auch die meisten Menschen psychisch krank sein um überhaupt eine krankhafte Ausrichtung der gesamten Gesellschaft bewirken zu können.
Statt sich auf die Behandlung von Individeen zu konzentrieren solten Therapieansätze deshalb auch grundstzlich auf die Heilung der gesamten Gesellschaft abziehlen da alles andere nur dem Prinzip von "Tropfen auf einem heißen Stein" gleichkommt = nutzlos.
Man sollte sich nur Aufgaben stellen die zu bewältigen sind. Außerdem bezweifel ich daß deine Wunderheiler überhaupt ein Rezept haben um eine gesamte Gesellschaft zu heilen wenn sie schon am Individuum scheitern.
iam.cool[/POST]']Siehst du und hier kommen wir zu dem Punkt wo ich der psychologsichen Lehrmeinung klar wiedersprechen muss. Man kann ein Individuum nicht einzeln betrachten, ein Individuum ist das Produkt der Gesellschaft in der es lebt, genauso wie die Gesellschaft das Produkt der Menschen ist. "Psychisch gesund" lässt sich deshalb auch nur schwer definieren, was Gesund ist bestimmt nämlich immer die Umgebung/Gesellschaft.
Richtig, ist aber nur für die Betrachtung relevant.
iam.cool[/POST]']
Nimmt man die Gesellschaft als ganzes und bewertet sie anhand gebrächlicher psychologischer Maststäbe dann sind die krankhaften Tendenzen klar erkenbar. Da die Gesellschaft nur die Summe der Menschen darstellt müssen folglich auch die meisten Menschen psychisch krank sein um überhaupt eine krankhafte Ausrichtung der gesamten Gesellschaft bewirken zu können.
Statt sich auf die Behandlung von Individeen zu konzentrieren solten Therapieansätze deshalb auch grundstzlich auf die Heilung der gesamten Gesellschaft abziehlen da alles andere nur dem Prinzip von "Tropfen auf einem heißen Stein" gleichkommt = nutzlos.
Naaa, wenn kannst Du den eher ändern, das Individuum oder die Gesellschaft?
drexsack
2006-06-26, 14:26:19
Tigerchen[/POST]']
Wenn du einen Psychologen siehst lauf schnell weg! Ich möchte auch nochmal an den Fall des Postbeamten Gerd Postel erinnern der als angeblicher Psychologe in einem Amt eingestellt wurde und im Rahmen dieser Tätigkeit sogar als Sachverständiger vor Gericht auftratt. Psychologen, Soziologen u.ä. sind alles Schwätzer. Die bewegen nichts.
Gut dass du nicht mehr das "Tigerchen? Fackel der Wahrheit!" in der Sig stehen hast, selten so viele Vorurteile und Pauschalisierungen gesehen.
Tigerchen[/POST]']
So ist es. Um das seit der Freud-Hysterie stetig anwachsende Heer der Psycho-Fuzzies zu beschäftigen müßen ständig neue Krankheiten her. Und viele neue Krankheitsbilder erzeugen viele neue Patienten. Das führte zur Entwicklung von Krankheitsbildern wie die der multiplen Persönlichkeit. Gerade in den USA wurden Menschen von Psychologen geradezu hineingetrieben in diese angbliche Krankheit die mit Psychpharmaka behandelt wurde die die Menschen dann wirklich krank machten. Die Behandlung endete meist dann wenn das Privatvermögen oder die Krankenkasse(keine unbegrenzte Deckung wie bei uns) erschöpft waren.
Wenn du einen Psychologen siehst lauf schnell weg! Ich möchte auch nochmal an den Fall des Postbeamten Gerd Postel erinnern der als angeblicher Psychologe in einem Amt eingestellt wurde und im Rahmen dieser Tätigkeit sogar als Sachverständiger vor Gericht auftratt. Psychologen, Soziologen u.ä. sind alles Schwätzer. Die bewegen nichts.
Jaja, wieder einer, der den vollen Durchblick hat! Und, wovor hast Du so Angst?
drexsack[/POST]']Gut dass du nicht mehr das "Tigerchen? Fackel der Wahrheit!" in der Sig stehen hast, selten so viele Vorurteile und Pauschalisierungen gesehen.
Das passiert immer dann, wenn die Leute nix davon verstehen, so wie bei allen Dingen. Je größer das Unverständnis, umso größer der Widerstand und umso niedriger das geistige Verständnis dafür und umso größer häufiger die unsinnigsten Argumente.
Habe ich im Support auch oft erlebt, je weniger Ahnung die Leute von Programmen und Computer hatten, umso lauter haben sie rungeschrieben und geschimpft, wenn sie nichts hinbekommen hatten.
Wer am lautesten schreit, hat meistens Unrecht und tut damit nur seine Unkenntnis kund, gelle tigerchen! :wink:
nggalai
2006-06-26, 14:49:32
Bitte unterlasst die persönlichen Anfeindungen. Ad hominem bringt niemandem was. Wenn jemandem eine Argumentation nicht passt, dann schreibt bitte Gegenargumente oder diskutiert die Argumente, und geht nicht auf den Poster los.
Danke schön.
Tigerchen
2006-06-26, 15:09:28
wdragon[/POST]']Jaja, wieder einer, der den vollen Durchblick hat! Und, wovor hast Du so Angst?
Vor kleinen, weißen Drachen auf blauem Grund. ;D
Nun ja. Ich hab natürlich übertrieben. Trotzdem sind meine Beispiele nicht aus der Luft gegriffen.
Tigerchen[/POST]']
So ist es. Um das seit der Freud-Hysterie stetig anwachsende Heer der Psycho-Fuzzies zu beschäftigen müßen ständig neue Krankheiten her. Und viele neue Krankheitsbilder erzeugen viele neue Patienten. Das führte zur Entwicklung von Krankheitsbildern wie die der multiplen Persönlichkeit. Gerade in den USA wurden Menschen von Psychologen geradezu hineingetrieben in diese angbliche Krankheit die mit Psychpharmaka behandelt wurde die die Menschen dann wirklich krank machten. Die Behandlung endete meist dann wenn das Privatvermögen oder die Krankenkasse(keine unbegrenzte Deckung wie bei uns) erschöpft waren.
Wenn du einen Psychologen siehst lauf schnell weg! Ich möchte auch nochmal an den Fall des Postbeamten Gerd Postel erinnern der als angeblicher Psychologe in einem Amt eingestellt wurde und im Rahmen dieser Tätigkeit sogar als Sachverständiger vor Gericht auftratt. Psychologen, Soziologen u.ä. sind alles Schwätzer. Die bewegen nichts.
Du hast den Durchblick! Kaum ist das Powi-Forum zu trollst du woanders weiter und gibtst deinen undifferenzierten und unqualifizierten Müll von dir. Schade, dass man User nicht dafür, dass sie (willkürlich?) Müll schreiben Bannen kann.
Setz dich doch einmal mit dem Thema über das du schreibst auseinander. Das was du hier schreibst zeugt davon, dass du worüber du redest keine Ahnung hast.
nggalai
2006-06-26, 15:28:40
hmx[/POST]']Du hast den Durchblick! Kaum ist das Powi-Forum zu trollst du woanders weiter und gibtst deinen undifferenzierten und unqualifizierten Müll von dir. Schade, dass man User nicht dafür, dass sie (willkürlich?) Müll schreiben Bannen kann.Aber für Spam, der nichts mit dem Thema zu tun hat. Also bitte halte auch Du dich in Zukunft zurück.
Danke schön.
Tigerchen[/POST]']
Vor kleinen, weißen Drachen auf blauem Grund. ;D
LOL, der war gut :biggrin:
Aber der ist doch ganz knuffig.
Tigerchen[/POST]']
Nun ja. Ich hab natürlich übertrieben. Trotzdem sind meine Beispiele nicht aus der Luft gegriffen.
Gut, mit einem hast Du recht, Psychoanalyse ist nicht das Allheilmittel für alles, und hier gibt es auch wieder Leute, die daraus eine Religion machen wollen. Der größte Fehler, der hier passiert ist, daß viele Erkenntnisse mittlerweile auch den Laien zugänglich sind, und viele Dinge dann einfach mißverstanden werden.
Man darf die Psychologie und Psychoanalyse nicht als etwas absolutes sehen, sondern mehr als grobes Rahmenwerk. Vor meiner Ausbildung hatte ich auch nichts von Freud gehalten, mittlerweile habe ich aber einen Heidenrespekt für das, was er erkannt und verstanden hat, dazu muß man seine Bücher lesen. Natürlich muß man seine Erkenntnisse auch in Beziehung der damalige Zeit setzen.
Eines kann man jedoch wirklich sagen, daß die PA und die diversen anderen Verfahren mittlerweile sehr gute Werkzeuge sind, um zu verstehen, was in einem Menschen so vorgeht. Nur darf man immer nicht vergessen, daß Therapeuten und Analysten auch nur Menschen sind, und ein Verfahren immer nur so gut sein kann, wie der PT, der es anwendet. Ist der Therapeut schlecht, muß es noch lange nicht das Verfahren selbst sein.
Meiner Meinung nach bewegen sich auf dem Psychomarkt heute zu viele Menschen, die dort nichts verloren haben. Die Gefahr der Scharlatanerie ist hier viel höher und die Gefahr des Mißbrauchs immens als gegenüber einem Computerjob, der viel eingegrenzter ist (ich sage da nur mal Hellinger :rolleyes: )
Tigerchen
2006-06-26, 16:54:26
wdragon[/POST]']LOL, der war gut :biggrin:
Aber der ist doch ganz knuffig.
Gut, mit einem hast Du recht, Psychoanalyse ist nicht das Allheilmittel für alles, und hier gibt es auch wieder Leute, die daraus eine Religion machen wollen. Der größte Fehler, der hier passiert ist, daß viele Erkenntnisse mittlerweile auch den Laien zugänglich sind, und viele Dinge dann einfach mißverstanden werden.
Man darf die Psychologie und Psychoanalyse nicht als etwas absolutes sehen, sondern mehr als grobes Rahmenwerk. Vor meiner Ausbildung hatte ich auch nichts von Freud gehalten, mittlerweile habe ich aber einen Heidenrespekt für das, was er erkannt und verstanden hat, dazu muß man seine Bücher lesen. Natürlich muß man seine Erkenntnisse auch in Beziehung der damalige Zeit setzen.
Eines kann man jedoch wirklich sagen, daß die PA und die diversen anderen Verfahren mittlerweile sehr gute Werkzeuge sind, um zu verstehen, was in einem Menschen so vorgeht. Nur darf man immer nicht vergessen, daß Therapeuten und Analysten auch nur Menschen sind, und ein Verfahren immer nur so gut sein kann, wie der PT, der es anwendet. Ist der Therapeut schlecht, muß es noch lange nicht das Verfahren selbst sein.
Meiner Meinung nach bewegen sich auf dem Psychomarkt heute zu viele Menschen, die dort nichts verloren haben. Die Gefahr der Scharlatanerie ist hier viel höher und die Gefahr des Mißbrauchs immens als gegenüber einem Computerjob, der viel eingegrenzter ist (ich sage da nur mal Hellinger :rolleyes: )
So kommen wir uns schon näher.
Allerdings bin ich schon etwas enttäuscht wie leicht man einen Mann vom Fach dazu bringen kann alles psychologische Gespür zu vergessen. Schließlich bist du ja sofort zum persönlichen Angriff übergegangen. Andere folgten auf dem Fuße als sie merkten daß sie einen Vordenker mit Ahnung hatten. Ist das nicht beängstigend?
hartcore
2006-06-26, 16:55:44
wdragon[/POST]']Eines kann man jedoch wirklich sagen, daß die PA und die diversen anderen Verfahren mittlerweile sehr gute Werkzeuge sind, um zu verstehen, was in einem Menschen so vorgeht.
Aber gerade an der Psychoanalyse ist immer wieder heftig Kritik geübt worden,
sie sei völlig ungeeignet, um die wahren Beweggründe eines Menschen zu verstehen.
Es heisst u. a. :
Die Psychoanalyse ist eine Pseudowissenschaft.
Die psychoanalytischen Theorien sind falsch.
Die psychoanalytische Therapie ist ineffizient.
Die psychoanalytische Forschungsmethodik ist ungeeignet, die psychoanalytischen Theorien zu überprüfen
Richard Webster:
"Sigmund Freud ist der Schöpfer einer komplexen Pseudo-Wissenschaft, die als eine der größten Torheiten der westlichen Zivilisation erkannt werden sollte".
Fritz Perls (Begründer der Gestalttherapie):
"Wenigstens ist der Schaden, den wir durch die Psychoanalyse erlitten haben, gür den Patienten nicht allzu scherwiegend - außer, daß er tot und töter gemacht wird."
Karl Kraus
"Die Psychoanalyse ist jene Krankheit, für deren Therapie sie sich halte !"
h.
Tigerchen[/POST]']
So kommen wir uns schon näher.
Allerdings bin ich schon etwas enttäuscht wie leicht man einen Mann vom Fach dazu bringen kann alles psychologische Gespür zu vergessen. Schließlich bist du ja sofort zum persönlichen Angriff übergegangen.
Sorry, wer ist den zum Angriff übergegangen :| ?
siehe Dein Post
http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showpost.php?p=4478931&postcount=21
Und Gespür hier ist wohl schlecht möglich, wenn wir uns nicht gegenüberstehen!
hartcore[/POST]']Aber gerade an der Psychoanalyse ist immer wieder heftig Kritik geübt worden,
sie sei völlig ungeeignet, um die wahren Beweggründe eines Menschen zu verstehen.
Es heisst u. a. :
Die Psychoanalyse ist eine Pseudowissenschaft.
Die psychoanalytischen Theorien sind falsch.
Die psychoanalytische Therapie ist ineffizient.
Die psychoanalytische Forschungsmethodik ist ungeeignet, die psychoanalytischen Theorien zu überprüfen
Richard Webster:
"Sigmund Freud ist der Schöpfer einer komplexen Pseudo-Wissenschaft, die als eine der größten Torheiten der westlichen Zivilisation erkannt werden sollte".
Fritz Perls (Begründer der Gestalttherapie):
"Wenigstens ist der Schaden, den wir durch die Psychoanalyse erlitten haben, gür den Patienten nicht allzu scherwiegend - außer, daß er tot und töter gemacht wird."
Karl Kraus
"Die Psychoanalyse ist jene Krankheit, für deren Therapie sie sich halte !"
h.
Kritiker wird es immer geben, und die PA hat eindeutig den Weg bereitet für die heutigen Therapien in den vielfälltigsten Formen. Die PA alleine halte ich auch für unzureichend, deswegen sollte man nicht nur die PA wählen, sondern andere Formen und Weisen der Analyse mit einbeziehen! Nichtsdestotrotz ist die PA eine wichtige Grundlage und wichtiges Fundament, daran können selbst die Kritiker nicht rütteln.
Plutos
2006-06-26, 17:45:21
Monger[/POST]']Zumindest die moderne Psychologie kennt keine Geisteskrankheiten mehr. Solange sich jemand gut dabei fühlt, darf man auch völlig wirr im Kopf sein. Erst wenn man sich nicht dabei wohlfühlt und Hilfe möchte, kommt der Psychologe (Psychiater? Psychotherapeut !?!) zum Einsatz.
Deshalb ist das schon richtig so: jeder Mensch hat irgendwo mehr oder weniger einen Schatten. Solange man aber damit zurechtkommt und es im Alltag nicht stört, ist dagegen überhaupt nichts einzuwenden.
Das klingt vernünftig :smile:.
wdragon[/POST]']@Threadstarter
Warum postest Du nicht mal Themen wie "Politiker haben keine Ahnung von Politik" oder "Christentum, eine sinnlose Religion"? :|
Erst mal kann ich jedem Laien nur raten, sich eher verhalten zu diesem Thema zu äußern, weil die meisten wohl den tieferen Einblick in diese Materien wohl nicht haben. Der ist jedoch sehr wichtig, um überhaupt in Ansätzen zu begreifen, was Sache ist.
1) Ein Psychologe ist per se ein Wissenschaftler, weil er mit wissenschaftlichen Verfahren prüft und analysiert, wie es die Wissenschaft so tut. Daß natürlich hier nicht alles so quantifiziert und verfiziert werden kann wie in den anderen Disziplinen, liegt in der Natur der Komplexheit des Menschseins und seines Verhaltens.
Nun ja, auf jeden Fall ein sehr informativer Text.
Ich hänge mich irgendwie ein wenig an der Sache der Reproduzierbarkeit auf: in den Naturwissenschaften bspw. wird einem Experiment nur Bedeutung zugemessen, wenn es von jedem beliebigen (natürlich qualifiziertem) Menschen an jedem Ort jederzeit mit den selben Ergebnissen wiederholt werden kann. Ob bei einem "Expermental-Indivuum" bei zwei Psychiatern 2x dieselbe Diagnose herauskommt, weiß ich nicht...aber es erscheint mir aufgrund des mangels an quantifizierbaren Merkmalen eben zweifelhaft :frown:.
Was damit zumindest meiner Wertschätzung der Psychologie erheblich auf die Sprünge helfen würde, wäre...nun ja, mehr Forschung in Richtung irgendwelcher biochemischer/elektrischer/sonstiger Prozesse im Gehirn (nur mal als Beispiel). Irgendwo her kommen die "Krankheiten" ja, ein gebrochenes Bein hat genauso seine Ursachen wie ein gebrochener Geist. Und irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, die Psychologie und vieles was dazugehört würde sich nur mit den Folgen beschäftigen, aber nicht nach den Ursachen fragen. Hier wären vielleicht sehr breit, interdisziplinär angelegte Ansätze geeigneter, meinetwegen Studien/Forschungen/... in Richtung "Bio-, Evolutions-, Neuropsychologie" oder ähnliches.
nggalai
2006-06-26, 17:55:22
Unu[/POST]']Was damit zumindest meiner Wertschätzung der Psychologie erheblich auf die Sprünge helfen würde, wäre...nun ja, mehr Forschung in Richtung irgendwelcher biochemischer/elektrischer/sonstiger Prozesse im Gehirn (nur mal als Beispiel).Das macht die Psychiatrie und (anders) die Neuropsychologie und Neurologie. Ist also schon abgedeckt, da muss die Psychologie nicht doppelt fahren. ;) Es reicht, wenn sie sich die Ergebnisse auch mal anschaut. Was in der Regel auch gemacht wird.
Mike1
2006-06-26, 18:09:50
[x]sinnlos
Tigerchen
2006-06-26, 19:12:18
wdragon[/POST]']Sorry, wer ist den zum Angriff übergegangen :| ?
siehe Dein Post
http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showpost.php?p=4478931&postcount=21
Und Gespür hier ist wohl schlecht möglich, wenn wir uns nicht gegenüberstehen!
Wenn du das als persönlichen Angriff werten willst. Nun ja. Aber weiter zur Sache. Hast du denn den Eindruck daß durch das Herr der Psychiater/Psychologen der geistige Gesundheitszustand der Menschen besser geworden ist? Das dieser Berufsstand sich inflationär vergrößert hat und nach 45 in Zusammenarbeit mit der Pharmaindustrie eine Vielzahl neuer Krankheiten erfunden hat wirst du wohl kaum bestreiten. Ich finde da darf man ruhig mal etwas lautstärker drauf aufmerksam machen. Sonst hört einen ja keiner. :tongue:
.....Frauen, die niedergeschlagen, aber zwischendurch auch lebensbejahend wirken, sind angeblich am �Sissy Syndrom� erkrankt, das jedoch als Erfidnung einer pharmazeutischen Firma mit Sitz in München enttarnt wurde. Und junge Familienväter sollen Pillen gegen das �Tiger-Käfig-Syndrom� schlucken.......
http://www.hkk.de/ppz_cms/render/homepage.phtml?node_id=709
crusader4
2006-06-26, 19:21:07
Nun Tigerchen, die Psychologie ist eine recht junge Wissenschaft. Sie entwickelt sich rasant und ist ein sehr breites Gebiet (wo bisher wenig geforscht wurde, gibt es viel zu entdecken, und das geht am Anfang sehr schnell). Das da auch Fehler und Scharlatanerie passieren, läßt sich nicht wegdiskutieren, aber auch nicht verallgemeinern. Ich denke jede junge Wissenschaft hatte damit zumindest in ihrer Anfangszeit zu kämpfen. Hier kommt halt noch dazu, das nicht an Objekten sondern an Menschen geforscht wird, was dazu führt das man Fehler kritischer sieht.
Haarmann
2006-06-26, 19:34:57
Sich in ne Vorlesung schleichen und selber ein Urteil bilden...
Meine Meinung dazu - völlig fürn Hintern.
iam.cool
2006-06-27, 10:33:49
wdragon[/POST]']Naaa, wenn kannst Du den eher ändern, das Individuum oder die Gesellschaft?
Aber hat es überhaupt ein sinn einzelne in einer kranken Gesellschaft zu heilen?
Teilweise fungiert eine Gesellschaft doch ähnlich wie ein Kolektiv, ist die Gesellschaft krank werden auch die Indivieen früher oder später krank und zwar schneller als man mit der Behandlung einzelner nachkommen kann. Diese Entwicklung ist doch schon seit Jahrzehnten zu beobachten, trotz effektiverer Behandungsmethoden und Medikamenten steigt der prozentualeante Anteil an Psychischenerkrankungen in der Gesellschaft.
Hier sind dringend neue Methoden ervorderlich, die Gesellschaft als ganzen zu heilen könnte nämlich das Problem weitgehend lösen statt sich nur mit den Symtomen zu beschäftigen wie herkömmliche Therapieansätze. Ich nenne das ganze Kolektivpsychologie, teilweise ähnliche Vorgehensweise wie bei der herkömliche Psychologie, nur in einem viel grösseren Maßstab. :wink: Einen Kolektivpsychologen kann man sich als sowas wie einen "psychologischen- Gesellschaftsplaner" vorstellen.
crusader4
2006-06-27, 10:42:53
iam.cool[/POST]']Aber hat es überhaupt ein sinn einzelne in einer kranken Gesellschaft zu heilen?
Teilweise fungiert eine Gesellschaft doch ähnlich wie ein Kolektiv, ist die Gesellschaft krank werden auch die Indivieen früher oder später krank und zwar schneller als man mit der Behandlung einzelner nachkommen kann. Diese Entwicklung ist doch schon seit Jahrzehnten zu beobachten, trotz effektiverer Behandungsmethoden und Medikamenten steigt der prozentualeante Anteil an Psychischenerkrankungen in der Gesellschaft.Die Psychologie als Wissenschaft gibt es erst seit einigen Jahrzehnten. Haben die Erkrankungen wirklich zugenommen oder ist der Anstieg vielleicht auf neue/bessere Diagnostik zurückzuführen?
seahawk
2006-06-27, 10:52:26
Ist es eine Wissenschaft, diese Frage sein mal hinterfragt. Für mich als technisch geprägten Menschen sind viele Dinge die im weiten Feld der Psychologie so stattfinde schwer verständlich. Die Frage der Psychologie ist ja immer was man als nomral definiert. Die moderne Definition ,dass alles was den betroffenen nicht beeinträchtigt normal ist, erscheint mir sinnig. Und für mich muss die Unzufriedenheit des BEtroffenen immer der erste Schritt in eine Behandlung sein. Eine Diagnose von Syndromen an Menschen, die diese gar nicht empfinden ist hingegen gewagt. So gesehen bin ich schon der Meinung, dass dem gesamten Gebiet zu viel Aufmerksamkeit geschenkt wird und es auch viel zu viele fragwürdige Dinge im weiten Bereich der Psychologie und ihren Abarten gibt. Das fängt bei fraglichen Motivationstrainings an und hört bei Baumschmusern auf.
iam.cool[/POST]']Aber hat es überhaupt ein sinn einzelne in einer kranken Gesellschaft zu heilen?
Teilweise fungiert eine Gesellschaft doch ähnlich wie ein Kolektiv, ist die Gesellschaft krank werden auch die Indivieen früher oder später krank und zwar schneller als man mit der Behandlung einzelner nachkommen kann. Diese Entwicklung ist doch schon seit Jahrzehnten zu beobachten, trotz effektiverer Behandungsmethoden und Medikamenten steigt der prozentualeante Anteil an Psychischenerkrankungen in der Gesellschaft.
Hier sind dringend neue Methoden ervorderlich, die Gesellschaft als ganzen zu heilen könnte nämlich das Problem weitgehend lösen statt sich nur mit den Symtomen zu beschäftigen wie herkömmliche Therapieansätze. Ich nenne das ganze Kolektivpsychologie, teilweise ähnliche Vorgehensweise wie bei der herkömliche Psychologie, nur in einem viel grösseren Maßstab. :wink: Einen Kolektivpsychologen kann man sich als sowas wie einen "psychologischen- Gesellschaftsplaner" vorstellen.
Das halte ich für eindeutig illusorisch, was Du da Dir ausdenkst. Wenn eine Person in einem Arbeitsumfeld Probleme hat, dann muß das nicht automatisch am Umfeld liegen, es kann auch an der Person selbst liegen. Zudem vergißt Du , daß Probleme grundsätzlich individuell sind. Was den einen stört, ist den anderen egal, Du kannst nicht Probleme als kollektiv betrachten. Stell doch mal in einer Gruppe gewisse Fragen, und Du bekommst für jede Person der Gruppe eine andere Antwort. Ein Kollektiv einigt sich immer auf einen allgemeinen Konsens des Verhaltens, was aber niemals den Bedürfnissen des Individuums gerecht werden kann. Nimm doch mal in einer Gruppe zwei Extremfälle, einer, der besonders behütet aufgewachsen ist, und einen, der in einem sehr sozial gespannten Umfeld aufgewachsen sind, der eine wird den anderen nicht verstehen bzw. seine Probleme nachvollziehen können, es sind komplett differente Weltbilder, die da aufeinanderprallen.
Anders sieht es aus, wenn Du Familien hast, da kann man durchaus so vorgehen, wie Du es sagst (und da wird es auch so gemacht).
Haarmann[/POST]']Sich in ne Vorlesung schleichen und selber ein Urteil bilden...
Meine Meinung dazu - völlig fürn Hintern.
Dann gehe mal als Laie in einer Vorlesung über SQL-Statements, oder in eine Kunstvorlesung über Pinselzeichnungen, dann würde hier genau das gleiche Urteil kommen, völlig fürn Hintern.
Wenn Du nur eine Vorlesung besuchst und den Hintergrund und das Basiswissen überhaupt nicht hast, bringt Dir kein Fach etwas!
Was mich an der Diskussion extrem stört ist die Einseitigkeit. Psychologie hat nicht nur mit Problemen von menschlicher Psyche zu tun, sondern sie beschäftigt sich mit den Verhaltensweisen und Wahrnehmungen der Menschen im Allgemeinen.
Wie kommen manche Menschen dazu zu behaupten, daß die Psychologie nichts bringt oder Unsinn ist?
Als Beispiele seien mal die ganzen Beispiele über Sehen und Wahrnehmen genannt - Bestandteil der Psychologie.
Wie entsteht Sprache, was drückt man wie mit Sprache aus - Bestandteil der Psychologie.
Wie kommuniziert man, was ist Kommunikation - - Bestandteil der Psychologie.
Aspekte von Bewußtsein und Unbewußtes - stammt aus der Psychologie.
usw.
Wer will hier den ernsthaft behaupten, daß so Dinge wie Verdrängung, Verschiebung oder Projektion nicht existieren? Wer meint denn, daß es so etwas wie Bewußtes und Unbewußtes gar nicht gibt? Wer will hier widerlegen, daß Süchte und Ängste keine Kompensationen darstellen? Wer will hier verleugnen, daß Träume Symbole des Unbewußten verwenden, und das unser Gehirn, unser Verhalten, Gesten, Mimiken und unsere unbewußten Gedanken deutlich miteinander korrelieren? Und das war eine Meisterleistung von Freud, genau dies mal zu benennen, zu fassen und faßbar zu machen. Das er natürlich mit einigen Dingen und Modellen falsch lag oder fehlgedeutet hat, liegt in der Natur der Sache. Ein Freud von heute würde mit den heutigen Erkenntnissen ganz anders vorgehen. Meine Güte, man muß sich mal vor Augen führen, in welcher Zeit Freud gearbeitet und gewirkt hat. Von dem her Freud so zu kritisieren halte ich nicht für gerechtfertigt.
Psychologie beschäftigt sich nicht nur mit Krankheiten und Störungen (die überwiegend der Psychiatrie, also der Medizin zugeordnet sind), Psychologie beschäftigt sich mit allen Aspekten des Menschlichen Seins. Warum baggern Männer Frauen in einer gewissen Weise an? Warum reagieren Frauen auf bestimmte Merkmale? Was ist wichtig bei der Kindererziehung? Wie interagieren Gruppen (beispielweise auf der Arbeitsstelle)?
Wir dürfen eines nicht vergessen, die Psychologie hat viel uns bewußt gemacht, was für uns heute selbstverständlich ist, so daß es die meisten gar nicht merken. Viele Erkenntisse fließen ständig in der Kindererziehung, Arbeitsstellen, Werbung, Wirtschaft usw. ein. Deshalb die Psychologie als Fehler oder als keine Wissenschaft zu bezeichnen, halte ich für sehr vermessen. Die Physik arbeitet auch mit Modellen und Versuchen, und wenn man halt feststellt, daß ein Modell nicht paßt, macht man ein neues, und genauso ist es in der Psychologie.
Man darf auch nicht übersehen, daß die Psychologie eigentlich erst seit Freud eine richtige ernste Disziplin geworden ist und eine vergleichsweise junge Erscheinung ist, Physik und Co. haben da schon viel mehr auf den Buckel. Ob die Psychologie nun in den strengen Definitionen einer Wissenschaft zu sehen ist oder doch mehr als Geisteswissenschaft zu betrachten ist, mag ich nicht zu beurteilen.
Haarmann
2006-06-27, 18:34:43
wdragon
Schon das Publikum dieser Vorlesungen hat nen Dachschaden...
Peicy
2006-06-27, 18:38:56
imo haben die meisten Psychologen ihren Job verfehlt, nur weil sie tonnenweise Bücher gelesen haben und jede "Krankheit" beim Vor-und Nachnahmen kennen fehlt vielen doch das eine: Menschenkenntnis, und die Fähigkeit den anderen richtig einzuschätzen.
Haarmann[/POST]']wdragon
Schon das Publikum dieser Vorlesungen hat nen Dachschaden...
Sagen wir es mal so, und da muß ich Dir leider zustimmen, die meisten, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen wollen, selbst zu sehr problembehaftet sind, habe ich leider erleben müssen. Leider sind nur wenige, die wirklich was darüber lernen und verstehen wollen.
nggalai
2006-06-27, 19:02:30
Peicy[/POST]']imo haben die meisten Psychologen ihren Job verfehlt, nur weil sie tonnenweise Bücher gelesen haben und jede "Krankheit" beim Vor-und Nachnahmen kennen fehlt vielen doch das eine: Menschenkenntnis, und die Fähigkeit den anderen richtig einzuschätzen.Lies nochmals den Thread durch. Psychologie hat nur ganz, ganz, ganz am Rande mit "Krankheiten", Diagnosen oder ähnlichem zu tun.
drexsack
2006-06-27, 19:19:51
Haarmann[/POST]']wdragon
Schon das Publikum dieser Vorlesungen hat nen Dachschaden...
Auf einen gewissen Anteil trifft dies leider echt zu. Bei einigen herrscht das Missverständnis vor, ein Psychologie-Studium wäre ein Selbststudium oder es diene gar der Selbst-Therapie bzw der eigenen Konfliktbewältigung. In den Vorlesungen sieht man da schon immer ein paar verdächtige Kandidaten :D
edit: Allerdings filtert die ZVS mit ihrem recht hohen NC ja schonmal im vornherein viele nicht ernsthaft interessierte Leute raus
Herr Doktor Klöbner
2006-06-27, 20:16:25
Also zumindestens bei meinem Abi-Jahrgang ( ist allerdings schon 20 Jahre her ) war es nicht gerade die Elite die sich für ein Psychologie-Studium entschieden hat und das ist noch sehr zurückhaltend formuliert.
drexsack
2006-06-27, 20:33:32
Herr Doktor Klöbner[/POST]']Also zumindestens bei meinem Abi-Jahrgang ( ist allerdings schon 20 Jahre her ) war es nicht gerade die Elite die sich für ein Psychologie-Studium entschieden hat und das ist noch sehr zurückhaltend formuliert.
Damals war der NC aber auch noch wesentlich niedriger, als meine Mutter Psychologie anfing, lag er bei 2,7, heutzutage sind eher 1,5 -1,6 von Nöten.
drexsack[/POST]']Auf einen gewissen Anteil trifft dies leider echt zu. Bei einigen herrscht das Missverständnis vor, ein Psychologie-Studium wäre ein Selbststudium oder es diene gar der Selbst-Therapie bzw der eigenen Konfliktbewältigung. In den Vorlesungen sieht man da schon immer ein paar verdächtige Kandidaten :D
edit: Allerdings filtert die ZVS mit ihrem recht hohen NC ja schonmal im vornherein viele nicht ernsthaft interessierte Leute raus
Ich habe an der Uni Psychologie im Vorstudium gemacht, und später eine private Ausbildung, und da triff Deine Beobachtung wirklich zu. Beispielsweise gab es in meinen Kursen Menschen, die wollten aller ernstes andere behandeln, weigerten sich aber selbst, sich behandeln zu lassen (selbst trainingsweise), das muß man sich mal vorstellen. Aber gut, ich selbst hatte ja auch eine ganz andere Zielsetzung und Erwartungshaltung an dieses Studium, und das hatte bestimmt nichts mit Selbsttherapie zu tun. :biggrin:
drexsack[/POST]']
edit: Allerdings filtert die ZVS mit ihrem recht hohen NC ja schonmal im vornherein viele nicht ernsthaft interessierte Leute raus
Finde ich auch richtig, aber ich beklage wieder, daß es nicht vom Notendurchschnitt abhängt, ob er für das Fach geeignet ist. Von dem her landen wieder nur bestimmte Typen von Menschen dort, und das halte ich auch wiederum für falsch! Aber das ist ein ganz anderes Thema.
Haarmann
2006-06-28, 11:24:22
wdragon
Da es zwei Studiengänge für ähnliche Fälle gibt, also Psychologie und Medizin, sammelt sich der "Unrat" im Einfacheren der Zwei. Und dort findest hier sehr viele frustrierte, weil alleinerziehende Frauen... manchmal hat man das Gefühl Dozentinnen seien alles kleine Alice Schwarzers.
Nebenher halte ich von Rohrschachtests sehr wenig.
drexsack
Gibt keinen NC hier...
Und nebenher hilfts nicht - Schulnoten zeigen gar nichts... die sind nicht einheitlich.
iam.cool
2006-06-28, 12:52:39
wdragon[/POST]']Das halte ich für eindeutig illusorisch, was Du da Dir ausdenkst. Wenn eine Person in einem Arbeitsumfeld Probleme hat, dann muß das nicht automatisch am Umfeld liegen, es kann auch an der Person selbst liegen. Zudem vergißt Du , daß Probleme grundsätzlich individuell sind. Was den einen stört, ist den anderen egal, Du kannst nicht Probleme als kollektiv betrachten. Stell doch mal in einer Gruppe gewisse Fragen, und Du bekommst für jede Person der Gruppe eine andere Antwort. Ein Kollektiv einigt sich immer auf einen allgemeinen Konsens des Verhaltens, was aber niemals den Bedürfnissen des Individuums gerecht werden kann. Nimm doch mal in einer Gruppe zwei Extremfälle, einer, der besonders behütet aufgewachsen ist, und einen, der in einem sehr sozial gespannten Umfeld aufgewachsen sind, der eine wird den anderen nicht verstehen bzw. seine Probleme nachvollziehen können, es sind komplett differente Weltbilder, die da aufeinanderprallen.
Anders sieht es aus, wenn Du Familien hast, da kann man durchaus so vorgehen, wie Du es sagst (und da wird es auch so gemacht).
Klar, das man eine Gesellschaft wie die unsere nicht zu 100% an die Bedürfnisse jeden einzelnen anpassen kann ist selbstverständlich (hab das Prinzip von Realpolitik schon verstanden ) ;) Trotzdem gibt es bei uns viel Verbesserungspotenzial, wenn wir mal ährlich sind wird unsere Gesellschaft seit mindestens 100 Jahre entsprechend den Bedürfnissen der Wirtschaft konzipiert. Defato eine völlige Fehlplanung an den Bedürfnissen des Menschen vorbei - wenn man Wirtschaftsexperten ohne psychologische- bzw soziologische- Kentnisse die Gesellschaft planen lässt, kann man schliesslich auch nichts anderes erwarten.
Die ganze hinsichtiche Entwicklung ist im Prinzip schon "krank". Die Wirtschaft, eigendlich mal dazu konzipiert den Bedürfnissen der Menschen zu dienen hat mitlerweile angefangen die Gesellschaft nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten und damit nicht nur ihre ursprüngiche Aufgabe verfehlt sondern gänzlich umgekehrt. Die Evolutionspsychologie verfolgt hier recht ähnliche Ansätze, der Mensch ist nämlich eigendlich nicht für die heutige Art zu leben geschaffen, diese ungeeignetten Lebensbedingungen alleine könnten durchaus für die meisten heutigen psychologischen- Probleme verantwortlich sein.
Monger
2006-06-28, 13:07:14
Haarmann[/POST]']
Nebenher halte ich von Rohrschachtests sehr wenig.
Ich dachte, der Rohrschachtest würde in Europa sowieso nicht praktiziert? :|
Afaik ist der ja auch bei den Amis mehr als umstritten.
nggalai
2006-06-28, 13:13:53
Der Rorschachtest (ohne h bitte ;)) wird zumindest in der Schweiz in der Analyse schon eingesetzt. Allerdings nie losgelöst von anderen Analysemethoden, sondern eher als ein zusätzlicher Test unter "ferner liefen". Er wird auch nur selten losgelöst interpretiert, sondern im Kontext mit anderen Analyseverfahren.
/edit: Meine Erfahrungen mit Rorschach kann man hier (http://nggalai.deviantart.com/journal/6251780/) nachlesen. ;)
iam.cool[/POST]']Klar, das man eine Gesellschaft wie die unsere nicht zu 100% an die Bedürfnisse jeden einzelnen anpassen kann ist selbstverständlich (hab das Prinzip von Realpolitik schon verstanden ) ;) Trotzdem gibt es bei uns viel Verbesserungspotenzial, wenn wir mal ährlich sind wird unsere Gesellschaft seit mindestens 100 Jahre entsprechend den Bedürfnissen der Wirtschaft konzipiert. Defato eine völlige Fehlplanung an den Bedürfnissen des Menschen vorbei - wenn man Wirtschaftsexperten ohne psychologische- bzw soziologische- Kentnisse die Gesellschaft planen lässt, kann man schliesslich auch nichts anderes erwarten.
Die ganze hinsichtiche Entwicklung ist im Prinzip schon "krank". Die Wirtschaft, eigendlich mal dazu konzipiert den Bedürfnissen der Menschen zu dienen hat mitlerweile angefangen die Gesellschaft nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten und damit nicht nur ihre ursprüngiche Aufgabe verfehlt sondern gänzlich umgekehrt. Die Evolutionspsychologie verfolgt hier recht ähnliche Ansätze, der Mensch ist nämlich eigendlich nicht für die heutige Art zu leben geschaffen, diese ungeeignetten Lebensbedingungen alleine könnten durchaus für die meisten heutigen psychologischen- Probleme verantwortlich sein.
Gut, Zustimmung, aber das müßte man im großen Rahmen machen, und dann sind wir beim Sozialismus/Kommunismus/Diktatur, und wie das geendet hat und viel erfolgreich so etwas ist, haben wir ja nun gesehen :rolleyes:
Das unsere Gesellschaft und das ganze Wirtschaftssystem krank ist, darüber brauchen wir nicht weiter zu diskutieren. Nur behaupte ich nach wie vor, daß nur über die Einsicht des Individiuums eine Änderung möglich ist. Wie groß die Einsichtsfähigkeit eines kollektiv ist, sehen wir ja ständig (wohl Leute trotz Verbote in Nichtraucherzonen rauchen oder Leute fahrend mit dem Handy telefonieren).
iam.cool
2006-06-28, 20:30:46
wdragon[/POST]']Gut, Zustimmung, aber das müßte man im großen Rahmen machen, und dann sind wir beim Sozialismus/Kommunismus/Diktatur, und wie das geendet hat und viel erfolgreich so etwas ist, haben wir ja nun gesehen :rolleyes:
Das unsere Gesellschaft und das ganze Wirtschaftssystem krank ist, darüber brauchen wir nicht weiter zu diskutieren. Nur behaupte ich nach wie vor, daß nur über die Einsicht des Individiuums eine Änderung möglich ist. Wie groß die Einsichtsfähigkeit eines kollektiv ist, sehen wir ja ständig (wohl Leute trotz Verbote in Nichtraucherzonen rauchen oder Leute fahrend mit dem Handy telefonieren).
Das ganze ist deswegen ja auch mehr zur unterstützung der "normalen" Psychologie gedacht. Die Einzelbehandlung wirklich kranker Menschen lässt sich so niemals ersetzen, aber schon mit kleineren Eingriffen in die Geselschaftsstruktur liessen sich viele Probleme die meist auf dem Umfeld beruhen, wie Depressionen und Ängste zB wahrscheinlich wirksammer behandeln - Prävention statt nachträglicher Therapie.
Ein vielzahl der psychologischen Probleme heute beruht direkt oder indiret auf Umzufriedenheit mit dem eigenen Leben. Hier könnte die Kolektivpsychologie effetive Prävention leisten womit die Psychologen mehr Zeit hättem sich auf die Menschen zu konzentrieren die wirklich Hilfe benötigen.
Und hey, die Theorie zur "Kolektivpsychologie" ist jetzt gerade 4 Tage alt. Bis ich mal mein Abi nachgeholt hab und anfangen kann Psychologie zu studieren vergehen noch einige Jahre, das bedeutet viel Zeit um noch daran zu arbeiten :wink:
Um noch mal auf nggalais Posting zurückzukommen: Das Vermengen von "Psychologie" und "Psychatrie" in diesem Thread ist grauenhaft. Natürlich gibt es hier teilweise auch Schnittmengen, aber sich bitte zuerst einmal über die Unterschiede zu informieren, bevor man hier Pauschal-Postings absetzt, wäre der Sache schon dienlicher...
Übrigens, für die Kritiker der Psychotherapie, gerade kam ein Bericht auf 3sat, das man sehr wohl die Wirkung der Psychotherapie auf das Immunsystem des Menschen mittlerweile messen kann. Zudem kam raus, daß beispielsweise Zwangsstörung nicht gleich Zwangsstörung ist, und diese anscheinend in unterschiedliche Gehirnzentren aktiv ist. Das würde bedeuten, daß nicht jede Therapie für Störungen immer gleich wirksam wäre.
mbee[/POST]']Um noch mal auf nggalais Posting zurückzukommen: Das Vermengen von "Psychologie" und "Psychatrie" in diesem Thread ist grauenhaft. Natürlich gibt es hier teilweise auch Schnittmengen, aber sich bitte zuerst einmal über die Unterschiede zu informieren, bevor man hier Pauschal-Postings absetzt, wäre der Sache schon dienlicher...
Hatte ich eigentlich schon deutlich formuliert, aber irgendwie wollen es machen nicht begreifen :rolleyes:
http://www.forum-3dcenter.org/vbulletin/showpost.php?p=4478311&postcount=13
Tigerchen
2006-06-29, 15:15:59
iam.cool[/POST]']Klar, das man eine Gesellschaft wie die unsere nicht zu 100% an die Bedürfnisse jeden einzelnen anpassen kann ist selbstverständlich (hab das Prinzip von Realpolitik schon verstanden ) ;) Trotzdem gibt es bei uns viel Verbesserungspotenzial, wenn wir mal ährlich sind wird unsere Gesellschaft seit mindestens 100 Jahre entsprechend den Bedürfnissen der Wirtschaft konzipiert. Defato eine völlige Fehlplanung an den Bedürfnissen des Menschen vorbei - wenn man Wirtschaftsexperten ohne psychologische- bzw soziologische- Kentnisse die Gesellschaft planen lässt, kann man schliesslich auch nichts anderes erwarten.
Die ganze hinsichtiche Entwicklung ist im Prinzip schon "krank". Die Wirtschaft, eigendlich mal dazu konzipiert den Bedürfnissen der Menschen zu dienen hat mitlerweile angefangen die Gesellschaft nach den eigenen Bedürfnissen zu gestalten und damit nicht nur ihre ursprüngiche Aufgabe verfehlt sondern gänzlich umgekehrt. Die Evolutionspsychologie verfolgt hier recht ähnliche Ansätze, der Mensch ist nämlich eigendlich nicht für die heutige Art zu leben geschaffen, diese ungeeignetten Lebensbedingungen alleine könnten durchaus für die meisten heutigen psychologischen- Probleme verantwortlich sein.
1. Die Gesellschaft ist nicht nach den Bedürfnissen der Wirtschaft konzipiert. Sie ist organisch gewachsen. Die Basis sehe ich eher in dem Wunsch nach materiellem Wohlstand des Einzelnen. Und das war noch nie anders.
2. In keiner Gesellschaft vor der heutigen konnte ich besser relativ frei und gesund alt werden. Auf die Art zu leben für die unser Körper mal von der Evolution konzipiert wurde habe ich keinen Bock. Und heutige psychische Probleme? Es gibt natürlich einen Teil ernsthafter Psychosen die den Menschen treffen können. Aber ein guter Teil ist nur eingebildet. Befindlichkeitsstörungen würde ich mal sagen. Ihr kennt das Elend der vorherigen Gesellschaften nicht und wißt daher nicht zu schätzen was ihr habt. Das ist der Punkt.
vBulletin®, Copyright ©2000-2025, Jelsoft Enterprises Ltd.