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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage an die Physiker: Gravitation des Mondes Einfluss auf den menschlichen Körper?


winston
2006-07-03, 17:28:51
äh ja kann mir einer plausibel erklären, ob die Gravitation des Mondes, die ja bekanntlich die Gezeiten auf der Erde bewirkt, auch irgend einen (messbaren) Einfluss auf den menschlichen Körper haben kann?

Hab son paar esoterisch angehauchte Leute in meinem Bekanntenkreis, die immer wieder behaupten, wenn der Mond die Meere bewegen kann, warum sollte er dann nicht auch Einfluss auf uns haben.. zb. daß das Zellwasser oder Blut nach oben steigt :confused: so als "wissenschaftliche" Untermauerung.
Ich dachte aber eigentlich immer, daß die Masse des menschlichen Körpers viel zu gering ist (im Vergleich zu den Weltmeeren), als daß man das irgendwie übertragen könnte.. ist dem so?

Bin blos ein wenig irritiert, weil ich genau den Vergleich jetzt wieder in einem Buch gelesen hab, als Begründung für den Einfluss des Mondes auf uns, abgesehen von helleren Nächten bei Vollmond.

Abdul Alhazred
2006-07-03, 18:11:27
Siehe http://www.anomalistik.de/mond.pdf.

Empirisch ist es nicht bewiesen, dass der Mond tatsächlich möglicherweise die Menschen beeinflusst. Nur, wie Du schon sagst - der Mensch ist zu klein, dass die Gravitationsfelder, die ja Ebe und Flut verursachen, sich auch auf den einzelnen Menschen bermerkbar machen. Die Helligkeit ist wiederum was anderes - das hat sicherlich, wegen den Helligkeitsrezeptoren, einen geringen Einfluss. Aber, wie die obige Studie belegt, ist der angebliche Einfluss im Allgemeinem fast bist gar nicht vorhanden. Ausser, natürlich, psychosomatisch. Und dieser Einfluss fällt bei gewisse Menschen sicherlich nicht zu gering aus.

Avalox
2006-07-03, 19:50:38
Die Menstruation der Frau ist genau im Ablauf eines Mondmonats.

Jenny23
2006-07-03, 20:04:27
Man nehme ein dünnes, hohles Glasrohr mit sehr genauer Skalierung, fülle dies mit einer farbigen Flüssigkeit, stelle dies in einen Behälter mit konstanten Druck und konstanter Temperatur. Nun beobachtet man ob der Pegel sich über einen Mondzyklus verändert.

#44
2006-07-03, 21:37:34
Jenny23[/POST]']Man nehme ein dünnes, hohles Glasrohr mit sehr genauer Skalierung, fülle dies mit einer farbigen Flüssigkeit, stelle dies in einen Behälter mit konstanten Druck und konstanter Temperatur. Nun beobachtet man ob der Pegel sich über einen Mondzyklus verändert.

Damit beweist du dann das der Mond auswirkungen auf den Menschen hat?

DeX
2006-07-03, 21:43:36
#44[/POST]']Damit beweist du dann das der Mond auswirkungen auf den Menschen hat?


Würde ich mal so sagen.

#44
2006-07-03, 21:49:11
DeX[/POST]']Würde ich mal so sagen.

Ich würde behaupten das die Kapilarwirkung/Oberflächenspannung viel zu groß ist und sich Flüssigkeiten eh kaum komprimieren lassen (schon garnicht von dem bisschen Mondanziehungskraft) -> Du wirst nichts (keine Veränderung) sehen können

PS: Rohre sind immer Hohl ;)

€dit: Und da wäre noch das "kleine" Problem das Wasser einen Mondzyklus lang Flüssig zu halten...

DeX
2006-07-03, 21:54:43
Ich würde jetzt auch nicht behaupten das man da jetzt etwas bewusst mitbekommt. Aber eine Wirkung ist sicherlich vorhanden. Für den Körper ist das aber sicherlich nichts besonderes. Ob sich da was verändert, keine Ahnung.

#44
2006-07-03, 21:58:13
DeX[/POST]']Ich würde jetzt auch nicht behaupten das man da jetzt etwas bewusst mitbekommt. Aber eine Wirkung ist sicherlich vorhanden. Für den Körper ist das aber sicherlich nichts besonderes. Ob sich da was verändert, keine Ahnung.

Ich habe nie etwas anderes Gesagt... Nur ist ein dünnes Glasrohr ein denkbar schlecher Nachweis dafür ;)

Die Meere werden auch nicht wegen ihrer Masse bewegt (ich will sagen man braucht nicht unbedingt große Massen damit eine Wirkung da ist) Sondern weil das Wasser praktisch von der anderen Seite des Planeten nachgezogen (richtung Mond) wird.

€dit: Ich würde auch sagen das der Mondzyklus zu sehr Bestandteil unsers Lebens ist als das er eine "abnormale" bzw besondere Wirkung hat. Wären wir ohne Einflüsse einer 2. Gravitation herangewachsen (damit meine ich das Individuum so wie die Spezies) und dieser dann plötzlich ausgesetzt wäre das IMO etwas anderes.

Monger
2006-07-03, 22:25:49
Dass der Mond IRGENDEINE Auswirkung auf den Menschen hat, steht ja wohl außer Frage - und wenn er an Vollmond nur 0,0000005% leichter wird.
Aber ich persönlich glaube auch, dass der psychosomatische Effekt jeden anderen Effekt deutlich überlagert.

Avalox[/POST]']Die Menstruation der Frau ist genau im Ablauf eines Mondmonats.

Ja, aber zum Glück nicht synchron, und natürlich nicht ganz perfekt 28 1/2 Tage. Sonst würden alle Frauen zur Vollmondnacht kollektiv Amok laufen! :tongue:

Es gibt viele Dinge in der Natur, die einen gewissen Zeitrhythmus einhalten. Ist nur die Frage, ob der vom Mond kommt, oder von anderen Dingen, z.B. den Jahreszeiten. Die dürften für den Eisprung viel relevanter sein. Wobei afaik bis jetzt noch keiner geklärt hat, warum der bei Menschen so häufig vorkommt, während das bei keinem anderen Säugetier so extrem ist...

winston
2006-07-03, 22:32:30
erscheint mir alles logisch, was ihr schreibt, also könnte man sagen, daß folgendes schlichtweg unbeweisbare unlogische Begauptungen sind?

"....Nun besteht der menschliche Körper zu 70 Prozent aus Wasser, und so ist klar, daß sich auch in unserem Inneren Ebbe und Flut abspielen. Das heißt, die Körperflüssigkeiten verlagern sich relativ zu den festen Bestandteilen, was sich natürlich auf allerlei physiologische Vorgänge und damit auch auf unser Wohlbefinden auswirkt....."

"....Die Gravitation und der Magnetismus des Mondes beeinflussen auch die Durchlässigkeit unserer Zellmembranen, wodurch die Gezeitenkräfte noch verstärkt werden..."

"...Durch die Gezeitenwirkung kann sich jedoch überschüssiges Wasser in bestimmten Körperregionen stauen, was in diesen Bereichen dann zu Fehlfunktionen und Verhaltensstörungen führen kann..."

[Grazyna Fosar und Franz Bludorf: Spektrum der Nacht]



Abdul Alhazred[/POST]']Siehe http://www.anomalistik.de/mond.pdf.


Ja sehr gut, danke für den link. Der Autor in besagtem Buch behauptet nämlich auch wieder, daß es signifikante Belege gebe für Zusammenhänge zwischen den Mondphasen und allerlei Verbrechensstatistiken und Einweisungen in psychatrische Kliniken usw...

#44
2006-07-03, 22:41:36
Monger[/POST]']und wenn er an Vollmond nur 0,0000005% leichter wird. So eine Aussag hätte ich nicht von dir erwartet... :eek:

Dir ist doch klar das der Mond IMMER die selbe Anziehungskraft hat (bei gleicher Entferung) unabhängig davon wieviel von ihm durch die Sonne beschienen wird?

@Winston: Diese Behauptungen sind mmn viel zu Wissenschaftlich (oder verrückt :ulol:) als das wir sie dir bestätigen/wiederlegen könnten. Da würde nur Spekulation bei rumkommen.

Avalox
2006-07-03, 22:54:59
Die Anmerkung noch zu den Gezeiten, dass diese nicht nur Wassermassen bewegen, sondern die gesamte Erde durchkneten. Auch der feste Boden unter unseren Füßen hebt und senkt sich um bis 30cm.

kNt
2006-07-04, 00:07:56
Also Gezeiten kommen ja nicht im ~Monatsrythmus des Mondes sondern 2 mal täglich. Die kann man auch mit einem Gravimeter locker messen. Was und ob sie Einfluss haben eher weniger.
Die Unterschiede der Stärke der Schwere an verschiedenen Orten ist aber wesentlich höher als der maximale Einfluss des Mondes.

blackbox
2006-07-04, 00:12:22
Ähmmm, warum ist die Frage an Physiker gestellt, wenn es den Menschen betrifft? :confused: ;)

Avalox
2006-07-04, 00:21:32
kNt[/POST]']Also Gezeiten kommen ja nicht im ~Monatsrythmus des Mondes sondern 2 mal täglich. Die kann man auch mit einem Gravimeter locker messen.


Ich nehme an, dass die Gezeiten hier zum Thema gemacht wurden, weil der Vollmond immer auftritt, wenn dieser zur Opposition mit der Sonne steht. Dann ist Springflut, die stärkste Gezeitenwirkung. Das selbe gilt für den Neumond.

#44
2006-07-04, 04:56:58
kNt[/POST]']Also Gezeiten kommen ja nicht im ~Monatsrythmus des Mondes sondern 2 mal täglich. Die kann man auch mit einem Gravimeter locker messen. Was und ob sie Einfluss haben eher weniger.
Die Unterschiede der Stärke der Schwere an verschiedenen Orten ist aber wesentlich höher als der maximale Einfluss des Mondes.

Du hast hier einfach 2 Dinge (Aussagen) durcheinander gebracht:

1. Gravitation, welche ja die Gezeiten auslöst.
2. Den Mondzyklus, der durch unterschiedliche Helligkeit Einfluss haben könnte.

Das Gezeiten im Monatsrythmus kommen hat ja schließlich keiner behauptet. (OK, ich merke gerade das der Post von Jenny23 durchaus so interpretierbar ist und einer der von mir darauf folgenden auch)

@Avalox: Ich denke eher die Gezeiten sind angeschnitten worden da das die offensichtlichste (tagtägliche) wirkung des Mondes ist.

Monger
2006-07-04, 08:09:27
#44[/POST]']So eine Aussag hätte ich nicht von dir erwartet... :eek:

Dir ist doch klar das der Mond IMMER die selbe Anziehungskraft hat (bei gleicher Entferung) unabhängig davon wieviel von ihm durch die Sonne beschienen wird?


Ja, aber einmal zieht er MIT der Sonne, einmal gegen sie! ;)
Die Gravitationsänderungen sind wirklich relativ gering. Wenn man die gesamte Erdmasse betrachtet, sind die paar Zentimeter Flut und Ebbe relativ unbedeutend.

Aber auch extrem schwache Effekte haben ja IRGENDEINE Auswirkung. Das Licht der Milchstraße hat auch einen Einfluss auf uns, auch wenn sich das größtenteils in kitschigen Liebesliedern äußert...

jorge42
2006-07-04, 08:25:09
die gezeiten kommen zwar alle 6 stunden aber springflut gibt es nur in bestimmten erd-mond-sonne konstellationen, und zwar wenn sie in einer reihe stehen und der mond auf der sonnen fernen seite steht. da ist die flut besonders hoch und das kommt nur einmal im alle 28 Tage vor.

Ich kann mir vorstellen, dass der m.M.n. auf jeden Fall vorhande Einfluss des Mondes dadurch evolutionär bedingt ist, schließlich kommen wir alle aus dem Wasser.

_Gast
2006-07-04, 08:27:48
Monger[/POST]']Wenn man die gesamte Erdmasse betrachtet, sind die paar Zentimeter Flut und Ebbe relativ unbedeutend.In England beträgt der normale Tidenhub zwischen 10 und 12 Metern. Am Amazonas in der Fundybucht dringt die Flutwelle jedesmal 13,5 Kilometer weit in das Landesinnere vor. Das ist schon ein bisschen mehr als nur ein paar Zentimeter.

siluro
2006-07-04, 08:45:29
hallo,

ich glaube schon. wenn vollmond ist treibts mich viel öfters ins gasthaus auf ein paar bier als sonst.

mfg
siluro

Monger
2006-07-04, 09:31:05
_Gast[/POST]']In England beträgt der normale Tidenhub zwischen 10 und 12 Metern. Am Amazonas in der Fundybucht dringt die Flutwelle jedesmal 13,5 Kilometer weit in das Landesinnere vor. Das ist schon ein bisschen mehr als nur ein paar Zentimeter.


Die Höhe der Flut über Normalnull (NN) ist nicht überall gleich. In der von den Ozeanen relativ abgeschnittenen Ostsee liegt sie vielfach unter 30 cm, auf der offenen Nordsee meist um 1 bis 2 Meter. Der Tidenhub des Atlantiks liegt im Gebiet des mittelatlantischen Rückens bei nur 50 cm. An Küsten, Buchten und an Ästuaren, an denen der Wasserberg Engstellen passieren muss, liegt er weitaus höher. In den Ästuaren der Flüsse, beispielsweise der Elbe und Weser, werden bis zu 4 Meter, bei Springfluten bis zu 6 m erreicht. Der Tidenhub ist an Flüssen auch noch im Landesinneren zu spüren, sofern keine Sperrwerke bestehen und der Höhenunterschied gering ist (Tidefluss), z.B. Amazonas, Themse, Elbe, Weser, Wümme, Ems. Der Tidenhub am Ärmelkanal beträgt bis 12 m, an der Bay of Fundy bis zu 15 m.


Ich meinte Höhe, nicht Weite. Wenn man einen Ball von 13000 km Durchmesser hat, ist eine Beule von durchschnittlich 50 Zentimetern Höhe nicht wirklich nennenswert.

_Gast
2006-07-04, 10:01:05
Monger[/POST]']Wenn man einen Ball von 13000 km Durchmesser hat, ist eine Beule von durchschnittlich 50 Zentimetern Höhe nicht wirklich nennenswert.Wenn die Beule eine Durchmesser von 5000 Kilometern hat aber schon. Der Mond bewegt täglich durch seine Anziehungskraft viele Milliarden Tonnen Wasser. Aber nicht nur das, der Mond verformt die feste Erdkruste. Jeden Tag werden wir deshalb auch auf dem Land bis zu 50 Zentimeter angehoben und wieder abgesenkt.

Das finde ich schon nennenswert. Und ich bin mir eigentlich sicher, dass diese gewaltigen Kräfte auch Einfluß auf uns Menschen haben.

#44
2006-07-04, 10:13:47
Monger[/POST]']Ja, aber einmal zieht er MIT der Sonne, einmal gegen sie! ;)
Die Gravitationsänderungen sind wirklich relativ gering. Wenn man die gesamte Erdmasse betrachtet, sind die paar Zentimeter Flut und Ebbe relativ unbedeutend.

Aber auch extrem schwache Effekte haben ja IRGENDEINE Auswirkung. Das Licht der Milchstraße hat auch einen Einfluss auf uns, auch wenn sich das größtenteils in kitschigen Liebesliedern äußert...

Bis zum Post von Avalox war mir das (das zusammenfallen von Neu&Vollmond mit dieser speziellen Konstelation) nicht so klar... (obwohls eingehtlich absolut Logisch ist) :redface:

PS: Müsste es nicht bei Neumond so sein? Da wird der Mond doch von "hinten" beschienen (und erscheint uns nur als "dünner strich")?

€dit: Hab nach nem Bild gegoogelt: Bei Neumond stehen Mond und Sonne auf der selben Erdseite

http://www.wissen.swr.de/warum/gezeiten/themenseiten/t6/images_content/springflut2.jpg

Monger
2006-07-04, 10:26:46
_Gast[/POST]']Wenn die Beule eine Durchmesser von 5000 Kilometern hat aber schon. Der Mond bewegt täglich durch seine Anziehungskraft viele Milliarden Tonnen Wasser. Aber nicht nur das, der Mond verformt die feste Erdkruste. Jeden Tag werden wir deshalb auch auf dem Land bis zu 50 Zentimeter angehoben und wieder abgesenkt.

Das finde ich schon nennenswert. Und ich bin mir eigentlich sicher, dass diese gewaltigen Kräfte auch Einfluß auf uns Menschen haben.

Wenn du einen Tischtennisball Richtung Sonne wirfst, setzt der eine Masse von 1,9884·10^30 kg in Bewegung. Zwar nur ein winziges Stück, aber eben doch! ;)

So ist das mit der Anziehungskraft: A zieht B an, B zieht A an. Dabei ist nicht relevant, wie groß A oder B sind.

Der Mond bewegt natürlich die gesamte Erdmasse, aber eben nur ein winziges Stück.

_Gast
2006-07-04, 11:00:25
Monger[/POST]']Wenn du einen Tischtennisball Richtung Sonne wirfst, setzt der eine Masse von 1,9884·10^30 kg in Bewegung. Zwar nur ein winziges Stück, aber eben doch! ;)Galaltisch gesehen bin ich ein Nichts, für meine Kinder bin ich der Größte. ;) Alles eine Sache des Blickwinkels.

Wenn für dich galaktisch gesehen das Anheben der gesamten Erdmasse um einen halben Meter vernachlässigbar ist, dann soll das so sein. Für mich ist das ein sensationeller gigantischer Vorgang.

pippo
2006-07-04, 11:47:14
Avalox[/POST]']Die Menstruation der Frau ist genau im Ablauf eines Mondmonats.
Es ist nachgewiesen, dass da absolut kein Zusammenhang besteht. Die 28 Tage sind reiner Zufall.

_Gast
2006-07-04, 13:39:28
pippo[/POST]']Es ist nachgewiesen, dass da absolut kein Zusammenhang besteht. Die 28 Tage sind reiner Zufall.Hast du da eine Quelle? Meine Frau will mir das nämlich nicht glauben.

blackbox
2006-07-04, 13:49:00
ups, doppelt gespostet. ;)

blackbox
2006-07-04, 13:49:12
_Gast[/POST]']Hast du da eine Quelle? Meine Frau will mir das nämlich nicht glauben.

Wie er schon sagte, reiner Zufall. Vgl.: Der Menstruationszyklus bei Schimpansen beträgt 36 Tage.

pippo
2006-07-04, 13:51:06
Ich habs mal in nem Wissenschaftsmagazin gelesen. Aber auf Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Menstruation) stehts auch, wenn nur nicht so deutlich:

Es wurde mehrfach versucht einen Zusammenhang zwischen Mond- und menschlichem oder tierischem Menstruationszyklus nachzuweisen, aber es besteht keine Verbindung, wie die Menstruation der Menschenaffen zeigt, die von 29 Tagen bei Orang-Utans bis zu 37 Tagen bei Schimpansen reicht. Grund der Blutung ist die periodisch auftretende Abstoßung der Gebärmutterschleimhaut bei Primaten, die bei der Frau durchschnittlich alle 28 Tage erfolgt und ca. 5 bis 7 Tage dauert, wobei jeweils große individuelle Schwankungen möglich sind. Wildlebende weibliche Tiere menstruieren nur selten, denn selbst wenn sie, wie Bonobos, nicht nur einmal im Jahr empfängnisbereit sind, findet zumeist eine Befruchtung statt.

kNt
2006-07-04, 14:14:19
#44[/POST]']Du hast hier einfach 2 Dinge (Aussagen) durcheinander gebracht:

1. Gravitation, welche ja die Gezeiten auslöst.
2. Den Mondzyklus, der durch unterschiedliche Helligkeit Einfluss haben könnte.

Das Gezeiten im Monatsrythmus kommen hat ja schließlich keiner behauptet. (OK, ich merke gerade das der Post von Jenny23 durchaus so interpretierbar ist und einer der von mir darauf folgenden auch)

@Avalox: Ich denke eher die Gezeiten sind angeschnitten worden da das die offensichtlichste (tagtägliche) wirkung des Mondes ist.
Die Frage richtet sich nach dem Monatlichen Rythmus, die meisten Antworten waren zu den Gezeiten, darum habe ich Gedacht schreibe ich das mal so.

Ob der monatliche Einfluss, der sowohl im Vergleich zum täglichen als auch zu anderen Einflüssen auf die Gravitation (Berge, Täler, Höhe, Kruste-Mantel Grenze, spez. Anomalien, Seen) deutlich kleiner ist, aus der Gravitation einen Einfluss ausübt bezweifle ich stark. Helligkeit in der Nacht usw. kann schon einen Einfluss haben.

pippo
2006-07-04, 14:47:28
Ich kenn mich zwar mit dieser Mondtheorie überhaupt nicht aus, aber wenn sie nur im geringsten haltbar sein sollte, sollten dann nicht alle Frauen zur selben Zeit ihre Tage bekommen?
Warum sollte sich das auf jede Frau anders auswirken? Und wie ist es wenn man in ein anderes Land reist, sollten sie die Tage dann nicht dem anderen Zyklus anpassen?

Im übrigen braucht der Mond nicht 28 Tage für eine Umrundung, sondern 29,5

Jenny23
2006-07-04, 17:25:39
#44[/POST]']Damit beweist du dann das der Mond auswirkungen auf den Menschen hat?Damit wäre zu zeigen, ob der Mond irgendeinen Einfluß auf den Pegelstand hat. Diese Glaskapillare ist zwar weit größer als eine Zelle, aber wenn hier vermutet wird, daß das Zellwasser vom Mond angezogen wird, dann könnte man hiermit zeigen, daß dem nicht so ist. Der Pegel wird sich nicht verändern.

Das Wasser bleibt flüssig, wenn der Behälter dicht verschlossen ist, für einen konstanten Druck und Temperatur gesorgt ist und sich ein Gleichgewicht von Luftfeuchtigkeit und Wasserpegel eingestellt hat. Ok, man kann bestenfalls sagen, daß das Signal durch den Mond nicht aus dem allgemeinen Rauschen heraustritt. Man könnte den Pegel ja über Interferiometrie sehr genau messen.

Lebewesen sind schwer zu untersuchen. Vor allem wenn es um kleine Effekte geht. Es gibt unzählige Störfaktoren von denen wir viele nicht einmal wirklich kennen.

Malabolge
2006-07-04, 18:42:17
blackbox[/POST]']Wie er schon sagte, reiner Zufall. Vgl.: Der Menstruationszyklus bei Schimpansen beträgt 36 Tage.

Sag das mal einer Frau :biggrin: :wink:

Avalox
2006-07-05, 00:46:54
pippo[/POST]']Es ist nachgewiesen, dass da absolut kein Zusammenhang besteht. Die 28 Tage sind reiner Zufall.

Wie will man nachweisen, dass kein Zusammenhang besteht? Man hat doch höchsten noch nicht nachweisen können, dass ein Zusammenhang besteht. Ein ziemlicher Unterschied.
Dabei gibt es ja durchaus diskutierte Ansätze. Z.B. dass die Urmensch Männer bei Vollmond auf die Jagd gegangen sind. Wen sie denn Adrenalin gesättigt zurück kamen, dann haben sich die Frauen fortgepflanzt bei denen die Ovulation zeitliche günstig lag. Über Generationen hätten sich so vor allen Frauen mit einem Mondmonatszyklus stärker fortgepflanzt.

Eine leicht utpische Geschichte, welche aber zeigt, dass nicht mal geheimnisvolle Gravitationswirkungen nötig sein müssen um einen Zyklus zu erklären.

Na wie auch immer, es gibt ja durchaus Tiere, auf denen die Mondphasen ganz offensichtlichen Einfluss haben. Nie sollte man nicht sagen.