Razor
2008-08-16, 11:04:03
ASUS Xonar DX 7.1 "in da house"
Anfang der Woche bekam ich meine 'Kleine', die für knappe 60€ zu haben war.
Dafür bekam ich einen hübschen Retail-Karton, der folgendes beinhaltete:
- Soundkarte (LowProfile mit montiertem FullSize-Backet und beiliegendem LP-Backet)
- Handbuch (äußerst kurz gefasst, aber immerhin 'international')
- HD-zu-Disk Stromadapter
- Toslink Adapter
- CD
Mager würde ich sagen... aber eigentlich auch ausreichend.
Hersteller-Links
Overview (http://de.asus.com/products.aspx?l1=25&l2=150&l3=0&l4=0&model=2015&modelmenu=1)
Spezifikationen (http://de.asus.com/products.aspx?l1=25&l2=150&l3=0&l4=0&model=2015&modelmenu=2)
Digital-Ausgang
Im Vorwege hatte ich mich schon informiert, aber es gab widersprüchliche Aussagen bzgl. des SPDIF-Ausganges (welcher mit Mic/Line-In geshared ist)... einige sprachen von Toslink (optisch) only, andere wiederum von Toslink/Coax-Kombo. Letzteres wäre für mich interessant gewesen, da mein gutes altes DTT2500 digital (aka Cambridge - später Creative - Soundworks Desktop Theater 5.1 - 'alt' ist hier wahrlich wörtlich zu nehmen ;-) lediglich einen elektrischen COAX-Eingang für Dolby Digital 5.1 besitzt... neben 2x3,5mm Klinke für Stereo-Front/-Back. So hoffte ich natürlich, dass es - abweichend von der jetzigen Deklaration auf der ASUS-Seite - doch möglich ist, eine COAX-Verbindung herzustellen... was nicht so war und so der gute Conrad "SpeaKa" Opto-Coax-Wandler (mit eigener Stromversorgung *grmpf*) zum Einsatz gekommen ist.
sonstige Anschlußmöglichkeiten
Die üblichen 'Verdächtigen' am Backet waren 4x Stereo Klinke für Front/Sourround/Back und Center/Subwoofer-Combo. Zusätzlich noch besagte 3,5mm Stereo Klinke mit shared Mic/Line-In oder optischen Digital-Ausgang via Toslink-Adapter.
Alles Goldkontakte, was den gesamten Eindruck eines qualitativ hochwertigen Produktes vervollständigte.
Interne Anschlussmöglichkeiten fielen eher mager aus:
- Front-Panel-Header (hervorragend!!!)
- Aux-In (dazu gleich mehr)
- Disk-Stromanschluss
Letzters war mir zwar bekannt, stoß aber sauer auf, weil meine Verkabelung im Gehäuse nach dem Prinzip "reduce to the max" nun mal kräftig durcheinander gewühlt wurde... schließlich wollte ich die Änderung erst einmal nur temporär vornehmen, weil ich noch nicht sicher war, ob das mit der neuen Karte nun der Weisheit letzter Schluss werden würde... was dann ja auch eingetreten ist... leider.
Für den Aux-In mache ich einen kleinen Vorgriff auf die Software-Seite... denn es ist mit dem Driver-Panel nicht möglich, den AUX-Anschluss als Wiedergabe-Option zu nutzen... auch wird dieser Anschluss nicht als Wiedergabe-Medium nach 'außen' gegeben, was meinem Vorhaben - den analogen Anschluss der TV-Karte mit AUX-In zu verbinden, einen mächtigen Strich durch die Rechnung machte. Klar wäre es mit Umständen möglich gewesen, diesen Anschluss trotzdem zu nutzen (die Aufnahme des Anschlusses über "Stereo-Mix" permanent wieder geben lassen und Volume-Control ausschließlich über das 'winzige' ASUS-Panel (dazu später mehr) zu nutzen... mit dem 'Nachteil' natürlich, dass auch der analoge TV-Ton (direkt von der Karte) in den DDL-Stream gesampelt wird, wenn denn die digitale Ausgabe gewählt ist.
Sehr sehr 'unpraktisch', das Ganze... vor allem, wenn an bedenkt, wie das mit meiner alten Karte gelöst war.
Bevor ich zu einem direkten Vergleich "alt/neu" komme (Software-Seite, Sound-Qualität etc.), sei hier noch erwähnt, dass der von mir bisher nie genutzte Fornt-Panel-Anschluss meines Antec P180 nun ein revival erfuhr und nun endlich in Funktion genommen wurde. Da ich in meinem (Home-) Büro zwei 1,6m Schreibtische zur Verfügung habe, habe ich mir selbstredend anders beholfen (2x3,5mm-Kopplung vom Soundkarten-Backet zu einem gut gewählten Punkt an der Schreibtisch-Vorderkante… eigentlich wesentlich praktischer, als das Fornt-Panel meines Rechner, wie ich dann festgestellt habe… aber es gab (ohne Bastelagen) keine Alternative.
Leider fehlt ein separater Line-In für das Micro… ist ja mit dem optischen Ausgang ‚geshared’.
Alles in allem doch etwas unbefriedigend, was die Anschlussmöglichkeiten und die dahinter stehenden Software-Möglichkeiten angeht und auch ein definitives „noGo“ für mich, weil ich Einschränkungen bei Neuanschaffungen einfach „hasse“… es gibt aber einen weiteren Kritikpunkt, den ich so jetzt gar nicht vermutet hätte… das ASUS-Driver-Panel!
meine vorherige Sound-Lösung
Bevor ich hier weiter mache, sollte ich vielleicht erst einmal erwähnen, was ich vorher im Rechner hatte… einfach um das, was ich über das „Neue“ schreibe, besser einschätzen zu können. Nein, es ist keine Creative-Lösung, obwohl ich für einen direkten Vergleich auch eine X-Fi (‚Premium’ mit diesem „XRam“ Zeugs) im Rechner hatte… allerdings auf einem ‚frischen’ WinXP/Vista64, damit die Creative Software nicht wieder das ganze System zu müllt, was einen Wechsel der Karten schon mal sehr gefährdet hätte. Man möge (ausschließlich) den letzten Satz ignorieren, wenn er unpässlich erscheinen mag, aber es ist nun mal meine auf Erfahrung basierende Meinung, dass die Creative-Software einfach grober Schmutz ist, der den Rechner ‚verseucht’… OK, diesen Satz dann bitte auch ignorieren ;)
Wie dem auch sei, meine vorherige Lösung war eine
HAD Digital X-Mystique 7.1 GOLD
(jetzt durch Azuentech ‘betreut’)
Auf ein “Review” dieser Karte verzichte ich jetzt einfach mal und nenne hier nur mal kurz die Anschlussmöglichkeiten und einen kleinen Teil der Software-Lösungen:
(es sollte vielleicht reichen, zu sagen, dass ich die Karte schon seit Jahren im Rechner habe und diese immer wieder gegen diverse Creative-Konglomerate habe antreten lassen ;-)
Backet
- optischer Toslink Digital-Ausgang (SPDIF)
- elektrischer COAX Digital-Ausgang (SPDIF)
- 2x 3,5mm Line-In/Mic-In (Stereo)
- 4x 3,5mm Front/Surround/Back und Center/Subwoofer
Intern
- CD-In und Aux-In
- CD-In (SPDIF)
- Midi-IO (16Pin Port-Header)
- SPDIF-EXT (für externes SPDIF Input Backet via 12Pin Port-Header: Toslink/COAX In/Monitoring etc.)
- SPDIF-IO (für externes SPDIF Toslink/COAX In/Out Backet von z.Bsp. Hoontech via 4Pin Port-Header)
Selbstverständlich können alle (analogen) Eingänge auch via Panel direkt auf die analogen Ausgänge gelegt werden (parallel zur digitalen Ausgabe natürlich) nebst der Möglichkeit diese auch auf die digitalen Ausgänge zu sampeln und es gibt keinerlei Einschränkungen, diese Anschlussvielfalt auch nutzen zu können. Zudem ist das Driver-Panel (C-Media-„like“) sehr aufgeräumt und ohne irgendwelchen „Firlefanz“. Müßig zu erwähnen, dass das (software) DDL-Feature selbstredend auch unter Vista vollumfänglich genutzt werden kann… in krassen Gegensatz zu diversen Falschaussagen anderer Personen im „Neue Soundkarten“-Thread).
“Look, Listen and Feel“
Aber die „alte“ Karte ist nun in die Jahre gekommen und mich reizte einfach mal etwas „Neues“. Und da ich mit C-Media sehr gute Erfahrungen machte, sollte es eine Lösung auf Basis der aktuellsten Technologie derer sein, welche mir im Falle von ASUS exklusiv dann auch gleich mal dieses uminöse „EAX 5 HD“ von Creative zugänglich machte.
Und da das P/L-Verhältnis bei dieser neuen Karte einfach ausgesprochen gut ist, sollte diese für einen „Test“ herhalten… und das war gut so, wie sich heraus stellte.
Natürlich ist es nicht fair, die Karte in einen direkten Vergleich zu schon fast mit professionellen Ansprüchen ausgestatten Sound-Systemen wie der X-Mystique oder der X-fi Dingens antreten zu lassen, aber so werden zumindest alle etwaig vorhandenen Schwachpunkte offenbar, die sich evtl. durch minderwertige Komponenten ergeben… einen Funktionsvergleich empfinde ich hier allerdings als „angemessen“… da dieses ja mehr durch die eingesetzte Technologie, denn durch Hardware bestimmt wird.
Der Einbau
Die Karte wurde eingebaut… was schon mal mit diversen Fallstricken verbunden war, denn die PCIe 1x-‚Halterung’ darf man gerne als etwas… „wackelig“ betrachten. Gut, dass die Karte von dem Backet zumindest an einem Punkt fixiert werden konnte, was aber nicht wirklich gegen das „verbiegen“ der Karte half… bei dem Versuch die paar Anschlüsse (Front-Panel, AUX-In und Disk-Stromadapter) zu belegen. Ich habe die Karte dann einfach ausgebaut, die Anschlüsse belegt und dann wieder eingebaut… mir graute vor dem Gedanken, das Ganze zu wiederholen, wenn die Kabelagen ‚richtig’ verlegt würden… egal, das Ding war nun drin.
Windows (vorerst WinXP 32Bit SP3) wurde hoch gefahren und sogleich die Treiber/Utility-CD eingelegt. Nachdem ich auf der ASUS-Website kurz gegen geprüft habe, dass die Treiber auf der CD auch dem aktuellen Stand entsprachen… dem war so… Build 1730 war aktuell. Das Setup gestartet und sogleich mit dem Hinweis versorgt worden, dass es gaaaaaaanz wischtisch ist, auch den Strom-Anschluss zu belegen… was ich dann mit OK bestätigt. Es wurde mächtig was auf die festplatte georgelt, was mich schon stutzig machte… viele, viele kleine Bildchen etc… für ein Driver-Panel? Hmmm… und ich startete den Rechner neu.
Sofort wurde mir vermeldet, dass das Strom-Kabel nicht angeschlossen sei und mir fortan der Zugriff auf die Karte verwehrt wird… und das ist wörtlich zu nehmen! Kein Sound und selbst das Panel ließ sich nicht starten… immer wieder der gleiche „Hinweis“.
Also Rechner wieder herunter gefahren, die Karte wieder ausgebaut (meine Befürchtung erfüllte sich viel früher, als erwartet), nachdem ich selbstredend auch die ganzen Kabel am Backet wieder entfernt habe. Alle Anschlüsse nochmals überprüft, die drei Kabel noch einmal ‚sauber’ angeschlossen (wüsste eigentlich nicht, was man da falsch machen können soll) und bemerkt, dass beim Strom-Anschluss die Plastik-Halterung „verschoben“ war… dadurch standen die Pins weniger weit heraus… was durchaus mit der von der Software beschriebenen Problematik im Zusammenhang stehen könnte, gell? ;)
Nach dem nächsten Neustart hatte ich dann ein weiteres Task-Icon mehr und offenbar ‚meinte’ der Treiber, dass nun „alles gut“ sei. Mit einem beherztem Doppel-Klick auf das Task-Icon öffnete ich das Driver-Panel… und war geschockt.
Das Panel – der Schock
Die ‚bunte’ Optik kannte ich ja schon von diversen Reviews… aber ganz offensichtlich skaliert das Panel nicht mit der Auflösung (was egal wäre, wenn es „groß“ ist). Auf meinem 24“ 1920x1200 MVA wirkte das Panel ‚winzig’… und es war „winzig“, denn die Knöpfe, Schaltflächen und Auswahl-Menüs waren so nur mit absoluter Präzision zu erreichen.
Bullshit!
Schönen Dank, ASUS… das nenne ich mal eine „Verschlimmbesserung“.
Habe mal testweise die Auflösung auf 1280x1024 gestellt… und dann auf 1024x768… erst jetzt entsprach die „Größe“ dem, was ich von dem alten C-Media-Panel kannte. Sorry ASUS, aber da musst Du noch eine Menge tun… DAS wäre/ist für mich ein absolutes KO-Kriterium für hochwertigere Produkte von ASUS… wenn sich das Panel in dieser (und auch anderer) Hinsicht nicht wirklich verbessert.
Irgendwie erinnerte mich das ‚neue’ ASUS-Panel an einen Mix aus Creative- und C-Media-Elementen. Der schlechte Bedienkomfort und die „Klicki-Bunti-Optik“ von Creative nebst der Funktionalität der C-Media-Hard- und Software.
Nachdem ich dann festgestellt habe, dass es für die analoge Sound-Ausgabe meiner TV-Karte keine Lösung gibt (ich schrieb bereits darüber) wendete ich mich nun anderen Dingen zu…
Das Panel – die Funktionen
Sehr gefallen hat mir die LFE-Übergangsregelung gefallen, bei der man die Möglichkeit hat, den Bass auf Subwoofer und Fornt/Back-Lautsprecher zu „verteilen“. Das ist wichtig, um die (analoge) Soundausgabe der Karte auf das angeschlossene Boxensystem (wie erwähnt bei mir Cambridge Soundworks Desktop Theater 5.1 DTT2500 digital mit analogem Front/Surround-Eingang) anzupassen… in meinem Fall muss der Bass komplett auf die Front-Anschlüsse gelegt werden, weil der Verstärker diesen dort wieder „heraus löst“. Aber man konnte so auch die Intensität des Basses beeinflussen… zumal der Bass bei der Xonar per Default eindeutig zu mächtig herüber kam, was mit Verzerrungen einher ging.
So dauerte es nicht lange und ich habe die Ausgabe so eingestellt, wie ich es als angenehm empfinde… kein Tadel an dieser Stelle. Und auch die Kopfhörer-Ausgangsqualität war mehr als überzeugend… und da diese ja nun separat (also nicht via Y-Weiche am Front-Ausgang) angeschlossen wurden, gefiel mir auch die automatische Stumm-Schaltung des Front-Ausgangs bei Aktivierung der Kopfhörer. Eine simultane Nutzung ist damit natürlich nicht möglich… in 99% der Fälle aber auch nicht gewünscht.
Die in neueren C-Media-Treibern verfügbare Funktion der „Rückkopplungs-Unterdrückung“ für das Mikrofon ist auch sehr nützlich, wenn man dieses in Kombination mit den Lautsprechern nutzen möchte… damit wird die Rückkopplung in fast allen Fällen wirksam unterdrückt. Sehr gute Sache das… im Falle der Nutzung von (guten) Kopfhörern natürlich mehr als flüssig… überflüssig sozusagen, stört aber auch nicht, wenn man zwischen den Modi „Lautsprecher“ und „Kopfhörer“ hin und her schaltet.
Von irgendwelchen zuschaltbaren „Klang-Verzerrern“ oder „Mikrofon-Verlsutigern“ halte ich nun gar nichts, wie auch die sicherlich für den einen oder anderen interessante „Karaoke-Funktion“ für mich als „Karaoke-Hasser“ vollkommen unbedacht bleib.
Alltagsbetrieb
Ich habe die Karte nun etwa eine Woche in Betrieb gehabt und kann nun mit fug und Recht ein Zeugnis darüber ablegen.
Die Soundqualität ist sehr gut: satte Bässe, klare Höhen ‚saubere’ Mitten und überhaupt keine Kompatibilitäts-Probleme mit irgendwelchen Anwendungen und schon gar nicht mit Games. OK, EAX5 (oder 1,2,3,4 ;-) wollte nicht immer so, wie ich wollte… aber das ist bei Creative auch nicht anders. Und man möge mir vielleicht eine Hörschwäche unterstellen… im Vergleich zu der X-fi Dingens stellte ich so gut wie keinen Unterschied fest… kann natürlich sein, dass da der eine oder andere Effekt fehlte, aber aufgefallen ist mir das nicht… ich ‚Spiele’ ja auch einfach nur und höre mir nicht jede Scene 20x an, um hier vielleicht doch einen Unterschied heraus zu arbeiten. Im Vergleich zu meiner vorherigen X-Mystique musste sich die neue ‚Kleine’ nicht verstecken und so war auch der Vergleich zu der Creative-Karte mit dieser vergleichbar… der Sound klingt bei den C-Media-Lösungen einfach besser.
Letzteres wird gerade bei dem Hören von Musik offensichtlich (bei Verwendung entsprechend hochwertiger Komponenten natürlich), aber auch bei der konvertierten Soundausgabe beim DVD-schaun’ – des DTT2500 hat ja ‚nur’ DD5.1, insofern hier DTS auf DDL umgesampelt wird – und letztlich natürlich beim Gamen. OK, die Windows-Sounds hörten sich irgendwie genauso an… ;)
Über das Panel sage ich nicht mehr allzu viel, aber die (asynchrone) Frequenzanzeige reagiert viel zu träge (und ist zudem IMO vollkommen überflüssig)… auch möchte ich lieber nicht wissen, wie ASUS dies realisiert hat. Der winzige Aufbau in Kombination mit der vollkommen unübersichtlichen „Klicki-Bunti-Oberfläche“ ist einfach grausig und gefällt mir genauso wenig, wie das Zeug von Creative. Hier sollte sich ASUS auf die 4 Buchstaben setzen und das noch mal machen… oder aber die Möglichkeit bieten, zwischen der sehr ergonomisch ausgerichteten C-Media-Oberfläche und dem „Klicki-Bunti-Zeug“ zu wählen. So aber ist es schlicht und ergreifend großer Bullshit… wie ich ja schon schrieb.
Wirklich erfreulich war natürlich die Tatsache, dass sich der Treiber (und damit das ASUS-Panel) wie bei C-Media gewohnt, rückstandslos entfernen ließ. Ein gewaltiger Vorteil zu dem Creative-Zeug, welches ich von den Test-Systemen nur dadurch rückstandslos entsorgen konnte, indem ich die zuvor angefertigten Images der Installationen von WinXP und Vista64 wieder zurück spielte… echt traurig, dass sich gewisse Dinge bei Creative einfach nicht ändern.
Das Fazit
Letztlich kann man also sagen, dass die Sound-Qualität gottlob der der X-Mystique entspricht, EAX5 hinzu gekommen ist und damit ein würdiger Nachfolger gefunden ist…
…wenn, ja wenn…
die Nachteile nicht so emanent wären, dass ich davon absehe, hier zu wechseln.
Die für mich relevanten Nachteile noch mal im Überblick:
- kein COAX-SPDIF-Out
- keine separaten 3,5mm Mic-In/Line-In Klinken
- AUX-In nicht direkt auf Line-Out (bzw. ‚Front’) schaltbar
- separate Stromversorgung via Disk-Anschluss
- katastrophales Driver-Panel
Theoretisch könnte man bei einer 60€-Karte über den einen oder anderen Punkt hinweg sehen, aber alles zusammen genommen bedeutet das für mich nur:
„warum soll ich mich verschlechtern?
Nur wegen EAX5?“
Das war mir auch vorher schon nicht wichtig, insofern ich nach einer kurzen Entwöhnungszeit sowieso keinen Unterschied mehr wahr nehme bzw. irgendetwas vermisse. Ganz im Gegenteil kommt der Sound bei den C-Media-Teilchen einfach besser rüber und das entschädigt weit mehr, als der „Verlust“ weh tut.
Eventuell beseitigt ASUS ja noch das eine oder andere Problem (vor allem aber das Panel sollte ‚entsorgt’ werden) und bezüglich der Anschuss-Möglichkeiten dürften die teureren Modelle (D2/PM für etwa 120€, D2X für etwa 150€ oder die neuen HDAV 1.3 für 190€ bzw. 240€ für das „deluxe“ Modell) bessere Funktionen aufweisen. Ohne ein neues Panel (oder aber die Möglichkeit zu „wählen“) heißt es aber für mich:
ASUS?
Nein Danke!
:down: :down:
Warum muss es bloß immer so schwer sein, mal etwas Neues auszuprobieren?
Ich überlege allerdings, die Karte zu behalten, um sie im noch immer im Aufbau befindlichen HTPC einzusetzen… das Panel ist hier nicht von Relevanz – einmal eingestellt und „gut“ – auch wenn hier EAX ebenso überflüssig ist. Der AV-Receiver hat zudem genug optische Eingänge, insofern auch der fehlende COAX-Ausgang nicht interessiert. Des Line-/Mic-In bräuchte ich hier auch nicht… nur das mit dem AUX-In würde hier noch stören… obwohl… nicht wirklich… „einmal eingestellt und ‚gut’“ ;)
Für ein HTPC (HomeTheater PC) schlicht (fast) ‘perfekt’!
:up: :up: :up:
Razor
P.S.: für mich sind Karten mit den C-Media-Chips vor CMI8788 keine Alternative, da diese mir so gar keinen Mehrwert bieten und hardware-qualitativ – bis auf wenige Ausnahmen – weit unter der jetzt genutzten Lösung liegen. Auch bin ich nicht auf Vista eingegangen, weil dort die Funktionalität uniso zu beurteilen ist… es ist also alles quasi identisch, auch lag der Schwerpunkt natürlich auf meinem Hauptsystem WinXP SP3.
P.P.S.: vielleicht werde ich noch ein paar Bildchen dazu stellen, wenn ich die Zeit finde... kann aber ein bissel dauern.
So hoffe ich mal, dass der 'langweilige' Text nicht zu sehr 'ermüdet' ;)
Anfang der Woche bekam ich meine 'Kleine', die für knappe 60€ zu haben war.
Dafür bekam ich einen hübschen Retail-Karton, der folgendes beinhaltete:
- Soundkarte (LowProfile mit montiertem FullSize-Backet und beiliegendem LP-Backet)
- Handbuch (äußerst kurz gefasst, aber immerhin 'international')
- HD-zu-Disk Stromadapter
- Toslink Adapter
- CD
Mager würde ich sagen... aber eigentlich auch ausreichend.
Hersteller-Links
Overview (http://de.asus.com/products.aspx?l1=25&l2=150&l3=0&l4=0&model=2015&modelmenu=1)
Spezifikationen (http://de.asus.com/products.aspx?l1=25&l2=150&l3=0&l4=0&model=2015&modelmenu=2)
Digital-Ausgang
Im Vorwege hatte ich mich schon informiert, aber es gab widersprüchliche Aussagen bzgl. des SPDIF-Ausganges (welcher mit Mic/Line-In geshared ist)... einige sprachen von Toslink (optisch) only, andere wiederum von Toslink/Coax-Kombo. Letzteres wäre für mich interessant gewesen, da mein gutes altes DTT2500 digital (aka Cambridge - später Creative - Soundworks Desktop Theater 5.1 - 'alt' ist hier wahrlich wörtlich zu nehmen ;-) lediglich einen elektrischen COAX-Eingang für Dolby Digital 5.1 besitzt... neben 2x3,5mm Klinke für Stereo-Front/-Back. So hoffte ich natürlich, dass es - abweichend von der jetzigen Deklaration auf der ASUS-Seite - doch möglich ist, eine COAX-Verbindung herzustellen... was nicht so war und so der gute Conrad "SpeaKa" Opto-Coax-Wandler (mit eigener Stromversorgung *grmpf*) zum Einsatz gekommen ist.
sonstige Anschlußmöglichkeiten
Die üblichen 'Verdächtigen' am Backet waren 4x Stereo Klinke für Front/Sourround/Back und Center/Subwoofer-Combo. Zusätzlich noch besagte 3,5mm Stereo Klinke mit shared Mic/Line-In oder optischen Digital-Ausgang via Toslink-Adapter.
Alles Goldkontakte, was den gesamten Eindruck eines qualitativ hochwertigen Produktes vervollständigte.
Interne Anschlussmöglichkeiten fielen eher mager aus:
- Front-Panel-Header (hervorragend!!!)
- Aux-In (dazu gleich mehr)
- Disk-Stromanschluss
Letzters war mir zwar bekannt, stoß aber sauer auf, weil meine Verkabelung im Gehäuse nach dem Prinzip "reduce to the max" nun mal kräftig durcheinander gewühlt wurde... schließlich wollte ich die Änderung erst einmal nur temporär vornehmen, weil ich noch nicht sicher war, ob das mit der neuen Karte nun der Weisheit letzter Schluss werden würde... was dann ja auch eingetreten ist... leider.
Für den Aux-In mache ich einen kleinen Vorgriff auf die Software-Seite... denn es ist mit dem Driver-Panel nicht möglich, den AUX-Anschluss als Wiedergabe-Option zu nutzen... auch wird dieser Anschluss nicht als Wiedergabe-Medium nach 'außen' gegeben, was meinem Vorhaben - den analogen Anschluss der TV-Karte mit AUX-In zu verbinden, einen mächtigen Strich durch die Rechnung machte. Klar wäre es mit Umständen möglich gewesen, diesen Anschluss trotzdem zu nutzen (die Aufnahme des Anschlusses über "Stereo-Mix" permanent wieder geben lassen und Volume-Control ausschließlich über das 'winzige' ASUS-Panel (dazu später mehr) zu nutzen... mit dem 'Nachteil' natürlich, dass auch der analoge TV-Ton (direkt von der Karte) in den DDL-Stream gesampelt wird, wenn denn die digitale Ausgabe gewählt ist.
Sehr sehr 'unpraktisch', das Ganze... vor allem, wenn an bedenkt, wie das mit meiner alten Karte gelöst war.
Bevor ich zu einem direkten Vergleich "alt/neu" komme (Software-Seite, Sound-Qualität etc.), sei hier noch erwähnt, dass der von mir bisher nie genutzte Fornt-Panel-Anschluss meines Antec P180 nun ein revival erfuhr und nun endlich in Funktion genommen wurde. Da ich in meinem (Home-) Büro zwei 1,6m Schreibtische zur Verfügung habe, habe ich mir selbstredend anders beholfen (2x3,5mm-Kopplung vom Soundkarten-Backet zu einem gut gewählten Punkt an der Schreibtisch-Vorderkante… eigentlich wesentlich praktischer, als das Fornt-Panel meines Rechner, wie ich dann festgestellt habe… aber es gab (ohne Bastelagen) keine Alternative.
Leider fehlt ein separater Line-In für das Micro… ist ja mit dem optischen Ausgang ‚geshared’.
Alles in allem doch etwas unbefriedigend, was die Anschlussmöglichkeiten und die dahinter stehenden Software-Möglichkeiten angeht und auch ein definitives „noGo“ für mich, weil ich Einschränkungen bei Neuanschaffungen einfach „hasse“… es gibt aber einen weiteren Kritikpunkt, den ich so jetzt gar nicht vermutet hätte… das ASUS-Driver-Panel!
meine vorherige Sound-Lösung
Bevor ich hier weiter mache, sollte ich vielleicht erst einmal erwähnen, was ich vorher im Rechner hatte… einfach um das, was ich über das „Neue“ schreibe, besser einschätzen zu können. Nein, es ist keine Creative-Lösung, obwohl ich für einen direkten Vergleich auch eine X-Fi (‚Premium’ mit diesem „XRam“ Zeugs) im Rechner hatte… allerdings auf einem ‚frischen’ WinXP/Vista64, damit die Creative Software nicht wieder das ganze System zu müllt, was einen Wechsel der Karten schon mal sehr gefährdet hätte. Man möge (ausschließlich) den letzten Satz ignorieren, wenn er unpässlich erscheinen mag, aber es ist nun mal meine auf Erfahrung basierende Meinung, dass die Creative-Software einfach grober Schmutz ist, der den Rechner ‚verseucht’… OK, diesen Satz dann bitte auch ignorieren ;)
Wie dem auch sei, meine vorherige Lösung war eine
HAD Digital X-Mystique 7.1 GOLD
(jetzt durch Azuentech ‘betreut’)
Auf ein “Review” dieser Karte verzichte ich jetzt einfach mal und nenne hier nur mal kurz die Anschlussmöglichkeiten und einen kleinen Teil der Software-Lösungen:
(es sollte vielleicht reichen, zu sagen, dass ich die Karte schon seit Jahren im Rechner habe und diese immer wieder gegen diverse Creative-Konglomerate habe antreten lassen ;-)
Backet
- optischer Toslink Digital-Ausgang (SPDIF)
- elektrischer COAX Digital-Ausgang (SPDIF)
- 2x 3,5mm Line-In/Mic-In (Stereo)
- 4x 3,5mm Front/Surround/Back und Center/Subwoofer
Intern
- CD-In und Aux-In
- CD-In (SPDIF)
- Midi-IO (16Pin Port-Header)
- SPDIF-EXT (für externes SPDIF Input Backet via 12Pin Port-Header: Toslink/COAX In/Monitoring etc.)
- SPDIF-IO (für externes SPDIF Toslink/COAX In/Out Backet von z.Bsp. Hoontech via 4Pin Port-Header)
Selbstverständlich können alle (analogen) Eingänge auch via Panel direkt auf die analogen Ausgänge gelegt werden (parallel zur digitalen Ausgabe natürlich) nebst der Möglichkeit diese auch auf die digitalen Ausgänge zu sampeln und es gibt keinerlei Einschränkungen, diese Anschlussvielfalt auch nutzen zu können. Zudem ist das Driver-Panel (C-Media-„like“) sehr aufgeräumt und ohne irgendwelchen „Firlefanz“. Müßig zu erwähnen, dass das (software) DDL-Feature selbstredend auch unter Vista vollumfänglich genutzt werden kann… in krassen Gegensatz zu diversen Falschaussagen anderer Personen im „Neue Soundkarten“-Thread).
“Look, Listen and Feel“
Aber die „alte“ Karte ist nun in die Jahre gekommen und mich reizte einfach mal etwas „Neues“. Und da ich mit C-Media sehr gute Erfahrungen machte, sollte es eine Lösung auf Basis der aktuellsten Technologie derer sein, welche mir im Falle von ASUS exklusiv dann auch gleich mal dieses uminöse „EAX 5 HD“ von Creative zugänglich machte.
Und da das P/L-Verhältnis bei dieser neuen Karte einfach ausgesprochen gut ist, sollte diese für einen „Test“ herhalten… und das war gut so, wie sich heraus stellte.
Natürlich ist es nicht fair, die Karte in einen direkten Vergleich zu schon fast mit professionellen Ansprüchen ausgestatten Sound-Systemen wie der X-Mystique oder der X-fi Dingens antreten zu lassen, aber so werden zumindest alle etwaig vorhandenen Schwachpunkte offenbar, die sich evtl. durch minderwertige Komponenten ergeben… einen Funktionsvergleich empfinde ich hier allerdings als „angemessen“… da dieses ja mehr durch die eingesetzte Technologie, denn durch Hardware bestimmt wird.
Der Einbau
Die Karte wurde eingebaut… was schon mal mit diversen Fallstricken verbunden war, denn die PCIe 1x-‚Halterung’ darf man gerne als etwas… „wackelig“ betrachten. Gut, dass die Karte von dem Backet zumindest an einem Punkt fixiert werden konnte, was aber nicht wirklich gegen das „verbiegen“ der Karte half… bei dem Versuch die paar Anschlüsse (Front-Panel, AUX-In und Disk-Stromadapter) zu belegen. Ich habe die Karte dann einfach ausgebaut, die Anschlüsse belegt und dann wieder eingebaut… mir graute vor dem Gedanken, das Ganze zu wiederholen, wenn die Kabelagen ‚richtig’ verlegt würden… egal, das Ding war nun drin.
Windows (vorerst WinXP 32Bit SP3) wurde hoch gefahren und sogleich die Treiber/Utility-CD eingelegt. Nachdem ich auf der ASUS-Website kurz gegen geprüft habe, dass die Treiber auf der CD auch dem aktuellen Stand entsprachen… dem war so… Build 1730 war aktuell. Das Setup gestartet und sogleich mit dem Hinweis versorgt worden, dass es gaaaaaaanz wischtisch ist, auch den Strom-Anschluss zu belegen… was ich dann mit OK bestätigt. Es wurde mächtig was auf die festplatte georgelt, was mich schon stutzig machte… viele, viele kleine Bildchen etc… für ein Driver-Panel? Hmmm… und ich startete den Rechner neu.
Sofort wurde mir vermeldet, dass das Strom-Kabel nicht angeschlossen sei und mir fortan der Zugriff auf die Karte verwehrt wird… und das ist wörtlich zu nehmen! Kein Sound und selbst das Panel ließ sich nicht starten… immer wieder der gleiche „Hinweis“.
Also Rechner wieder herunter gefahren, die Karte wieder ausgebaut (meine Befürchtung erfüllte sich viel früher, als erwartet), nachdem ich selbstredend auch die ganzen Kabel am Backet wieder entfernt habe. Alle Anschlüsse nochmals überprüft, die drei Kabel noch einmal ‚sauber’ angeschlossen (wüsste eigentlich nicht, was man da falsch machen können soll) und bemerkt, dass beim Strom-Anschluss die Plastik-Halterung „verschoben“ war… dadurch standen die Pins weniger weit heraus… was durchaus mit der von der Software beschriebenen Problematik im Zusammenhang stehen könnte, gell? ;)
Nach dem nächsten Neustart hatte ich dann ein weiteres Task-Icon mehr und offenbar ‚meinte’ der Treiber, dass nun „alles gut“ sei. Mit einem beherztem Doppel-Klick auf das Task-Icon öffnete ich das Driver-Panel… und war geschockt.
Das Panel – der Schock
Die ‚bunte’ Optik kannte ich ja schon von diversen Reviews… aber ganz offensichtlich skaliert das Panel nicht mit der Auflösung (was egal wäre, wenn es „groß“ ist). Auf meinem 24“ 1920x1200 MVA wirkte das Panel ‚winzig’… und es war „winzig“, denn die Knöpfe, Schaltflächen und Auswahl-Menüs waren so nur mit absoluter Präzision zu erreichen.
Bullshit!
Schönen Dank, ASUS… das nenne ich mal eine „Verschlimmbesserung“.
Habe mal testweise die Auflösung auf 1280x1024 gestellt… und dann auf 1024x768… erst jetzt entsprach die „Größe“ dem, was ich von dem alten C-Media-Panel kannte. Sorry ASUS, aber da musst Du noch eine Menge tun… DAS wäre/ist für mich ein absolutes KO-Kriterium für hochwertigere Produkte von ASUS… wenn sich das Panel in dieser (und auch anderer) Hinsicht nicht wirklich verbessert.
Irgendwie erinnerte mich das ‚neue’ ASUS-Panel an einen Mix aus Creative- und C-Media-Elementen. Der schlechte Bedienkomfort und die „Klicki-Bunti-Optik“ von Creative nebst der Funktionalität der C-Media-Hard- und Software.
Nachdem ich dann festgestellt habe, dass es für die analoge Sound-Ausgabe meiner TV-Karte keine Lösung gibt (ich schrieb bereits darüber) wendete ich mich nun anderen Dingen zu…
Das Panel – die Funktionen
Sehr gefallen hat mir die LFE-Übergangsregelung gefallen, bei der man die Möglichkeit hat, den Bass auf Subwoofer und Fornt/Back-Lautsprecher zu „verteilen“. Das ist wichtig, um die (analoge) Soundausgabe der Karte auf das angeschlossene Boxensystem (wie erwähnt bei mir Cambridge Soundworks Desktop Theater 5.1 DTT2500 digital mit analogem Front/Surround-Eingang) anzupassen… in meinem Fall muss der Bass komplett auf die Front-Anschlüsse gelegt werden, weil der Verstärker diesen dort wieder „heraus löst“. Aber man konnte so auch die Intensität des Basses beeinflussen… zumal der Bass bei der Xonar per Default eindeutig zu mächtig herüber kam, was mit Verzerrungen einher ging.
So dauerte es nicht lange und ich habe die Ausgabe so eingestellt, wie ich es als angenehm empfinde… kein Tadel an dieser Stelle. Und auch die Kopfhörer-Ausgangsqualität war mehr als überzeugend… und da diese ja nun separat (also nicht via Y-Weiche am Front-Ausgang) angeschlossen wurden, gefiel mir auch die automatische Stumm-Schaltung des Front-Ausgangs bei Aktivierung der Kopfhörer. Eine simultane Nutzung ist damit natürlich nicht möglich… in 99% der Fälle aber auch nicht gewünscht.
Die in neueren C-Media-Treibern verfügbare Funktion der „Rückkopplungs-Unterdrückung“ für das Mikrofon ist auch sehr nützlich, wenn man dieses in Kombination mit den Lautsprechern nutzen möchte… damit wird die Rückkopplung in fast allen Fällen wirksam unterdrückt. Sehr gute Sache das… im Falle der Nutzung von (guten) Kopfhörern natürlich mehr als flüssig… überflüssig sozusagen, stört aber auch nicht, wenn man zwischen den Modi „Lautsprecher“ und „Kopfhörer“ hin und her schaltet.
Von irgendwelchen zuschaltbaren „Klang-Verzerrern“ oder „Mikrofon-Verlsutigern“ halte ich nun gar nichts, wie auch die sicherlich für den einen oder anderen interessante „Karaoke-Funktion“ für mich als „Karaoke-Hasser“ vollkommen unbedacht bleib.
Alltagsbetrieb
Ich habe die Karte nun etwa eine Woche in Betrieb gehabt und kann nun mit fug und Recht ein Zeugnis darüber ablegen.
Die Soundqualität ist sehr gut: satte Bässe, klare Höhen ‚saubere’ Mitten und überhaupt keine Kompatibilitäts-Probleme mit irgendwelchen Anwendungen und schon gar nicht mit Games. OK, EAX5 (oder 1,2,3,4 ;-) wollte nicht immer so, wie ich wollte… aber das ist bei Creative auch nicht anders. Und man möge mir vielleicht eine Hörschwäche unterstellen… im Vergleich zu der X-fi Dingens stellte ich so gut wie keinen Unterschied fest… kann natürlich sein, dass da der eine oder andere Effekt fehlte, aber aufgefallen ist mir das nicht… ich ‚Spiele’ ja auch einfach nur und höre mir nicht jede Scene 20x an, um hier vielleicht doch einen Unterschied heraus zu arbeiten. Im Vergleich zu meiner vorherigen X-Mystique musste sich die neue ‚Kleine’ nicht verstecken und so war auch der Vergleich zu der Creative-Karte mit dieser vergleichbar… der Sound klingt bei den C-Media-Lösungen einfach besser.
Letzteres wird gerade bei dem Hören von Musik offensichtlich (bei Verwendung entsprechend hochwertiger Komponenten natürlich), aber auch bei der konvertierten Soundausgabe beim DVD-schaun’ – des DTT2500 hat ja ‚nur’ DD5.1, insofern hier DTS auf DDL umgesampelt wird – und letztlich natürlich beim Gamen. OK, die Windows-Sounds hörten sich irgendwie genauso an… ;)
Über das Panel sage ich nicht mehr allzu viel, aber die (asynchrone) Frequenzanzeige reagiert viel zu träge (und ist zudem IMO vollkommen überflüssig)… auch möchte ich lieber nicht wissen, wie ASUS dies realisiert hat. Der winzige Aufbau in Kombination mit der vollkommen unübersichtlichen „Klicki-Bunti-Oberfläche“ ist einfach grausig und gefällt mir genauso wenig, wie das Zeug von Creative. Hier sollte sich ASUS auf die 4 Buchstaben setzen und das noch mal machen… oder aber die Möglichkeit bieten, zwischen der sehr ergonomisch ausgerichteten C-Media-Oberfläche und dem „Klicki-Bunti-Zeug“ zu wählen. So aber ist es schlicht und ergreifend großer Bullshit… wie ich ja schon schrieb.
Wirklich erfreulich war natürlich die Tatsache, dass sich der Treiber (und damit das ASUS-Panel) wie bei C-Media gewohnt, rückstandslos entfernen ließ. Ein gewaltiger Vorteil zu dem Creative-Zeug, welches ich von den Test-Systemen nur dadurch rückstandslos entsorgen konnte, indem ich die zuvor angefertigten Images der Installationen von WinXP und Vista64 wieder zurück spielte… echt traurig, dass sich gewisse Dinge bei Creative einfach nicht ändern.
Das Fazit
Letztlich kann man also sagen, dass die Sound-Qualität gottlob der der X-Mystique entspricht, EAX5 hinzu gekommen ist und damit ein würdiger Nachfolger gefunden ist…
…wenn, ja wenn…
die Nachteile nicht so emanent wären, dass ich davon absehe, hier zu wechseln.
Die für mich relevanten Nachteile noch mal im Überblick:
- kein COAX-SPDIF-Out
- keine separaten 3,5mm Mic-In/Line-In Klinken
- AUX-In nicht direkt auf Line-Out (bzw. ‚Front’) schaltbar
- separate Stromversorgung via Disk-Anschluss
- katastrophales Driver-Panel
Theoretisch könnte man bei einer 60€-Karte über den einen oder anderen Punkt hinweg sehen, aber alles zusammen genommen bedeutet das für mich nur:
„warum soll ich mich verschlechtern?
Nur wegen EAX5?“
Das war mir auch vorher schon nicht wichtig, insofern ich nach einer kurzen Entwöhnungszeit sowieso keinen Unterschied mehr wahr nehme bzw. irgendetwas vermisse. Ganz im Gegenteil kommt der Sound bei den C-Media-Teilchen einfach besser rüber und das entschädigt weit mehr, als der „Verlust“ weh tut.
Eventuell beseitigt ASUS ja noch das eine oder andere Problem (vor allem aber das Panel sollte ‚entsorgt’ werden) und bezüglich der Anschuss-Möglichkeiten dürften die teureren Modelle (D2/PM für etwa 120€, D2X für etwa 150€ oder die neuen HDAV 1.3 für 190€ bzw. 240€ für das „deluxe“ Modell) bessere Funktionen aufweisen. Ohne ein neues Panel (oder aber die Möglichkeit zu „wählen“) heißt es aber für mich:
ASUS?
Nein Danke!
:down: :down:
Warum muss es bloß immer so schwer sein, mal etwas Neues auszuprobieren?
Ich überlege allerdings, die Karte zu behalten, um sie im noch immer im Aufbau befindlichen HTPC einzusetzen… das Panel ist hier nicht von Relevanz – einmal eingestellt und „gut“ – auch wenn hier EAX ebenso überflüssig ist. Der AV-Receiver hat zudem genug optische Eingänge, insofern auch der fehlende COAX-Ausgang nicht interessiert. Des Line-/Mic-In bräuchte ich hier auch nicht… nur das mit dem AUX-In würde hier noch stören… obwohl… nicht wirklich… „einmal eingestellt und ‚gut’“ ;)
Für ein HTPC (HomeTheater PC) schlicht (fast) ‘perfekt’!
:up: :up: :up:
Razor
P.S.: für mich sind Karten mit den C-Media-Chips vor CMI8788 keine Alternative, da diese mir so gar keinen Mehrwert bieten und hardware-qualitativ – bis auf wenige Ausnahmen – weit unter der jetzt genutzten Lösung liegen. Auch bin ich nicht auf Vista eingegangen, weil dort die Funktionalität uniso zu beurteilen ist… es ist also alles quasi identisch, auch lag der Schwerpunkt natürlich auf meinem Hauptsystem WinXP SP3.
P.P.S.: vielleicht werde ich noch ein paar Bildchen dazu stellen, wenn ich die Zeit finde... kann aber ein bissel dauern.
So hoffe ich mal, dass der 'langweilige' Text nicht zu sehr 'ermüdet' ;)