PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : psychologie


krass
2010-11-04, 10:03:18
wann immer es in diesem forum um die psychologie des menschen geht, bekomme ich wildes zucken und mein gehirn verkrampft sich.
das liegt natürlich hauptsächlich daran, das die grundlagen fehlen & populärwissenschaftliche erkenntnisse angebracht werden oder gar eine mystifizierung statt findet.

die psychologie ist eine offene wissenschaft und jeder interessierte kann viel darüber erfahren! ( sollte es auch! :) )

also, dies ist ein versuch, die psychologie als wissenschaft in aller kürze an den mann zu bringen! ich verzichte auf vollständigkeit & hoffe, dass jeder, der sich darüber hinaus interessiert, selbstständig auf die suche macht.

BITTE ergänzt informationen die ich vergessen habe

ich werde alte vorlesungsmaterialien verwenden ( copy/paste ), das ein oder andere einscannen und literaturhinweise angeben, den ein oder anderen wiki-link, damit ich hier nicht seitenweise tippen muss!

ferner werd ich einfach mal schauen, wie es sich hier entwickelt … falls interesse besteht, gebt kurz rückmeldung! weitere themen könnten die allg. psychologie, biopsych, sozialpsych, diagnostik, neuropsych etc sein … themen wie konditionierung, cognitive science oder anderes könnte ich auch ausführlicher vorstellen. ( natürlich vor dem hintergrund meiner eigenen freien zeit )

es geht los mit der geschichte der psychologie ( ein kleiner abriss )


"die psychologie hat eine lange vergangenheit, aber nur eine kurze
geschichte"
hermann ebbinghaus (1908)

http://img221.imageshack.us/img221/5232/gpsych1.png (http://img221.imageshack.us/img221/5232/gpsych1.png Uploaded with ImageShack.us)

http://img560.imageshack.us/img560/6398/gpsych2.png (http://img560.imageshack.us/img560/6398/gpsych2.png Uploaded with ImageShack.us)

wilhelm wundt gründet 1879 das erste institut für experimentelle
psychologie an der universität leipzig.
dies war das modell für viele psychologische institute auf der ganzen welt und der beginn der akademischen psychologie.

http://img713.imageshack.us/img713/8469/gpsych3.png (http://img713.imageshack.us/img713/8469/gpsych3.png Uploaded with ImageShack.us)

reaktionszeitmessung nach reizgabe

"Sobald man einmal die Seele als ein Naturphänomen und die
Seelenlehre als eine Naturwissenschaft auffaßt,
muß auch die experimentelle Methode auf diese Wissenschaft ihre
volle Anwendung finden können." (aus: Wundt, 1862. Theorie der
Sinneswahrnehmung)

http://img607.imageshack.us/img607/3279/gpsych4.png (http://img607.imageshack.us/img607/3279/gpsych4.png Uploaded with ImageShack.us)

hervorzuheben ist william james als vertreter des funktionalismus!
das interesse gilt den funktionen der gedanken und des geistes.
geistige und verhaltensprozesse dienen der anpassungsfähigkeit des
menschen
die fähigkeit zum denken ist evolutionär als anpassungsprozeß erklärbar.

schulen der psychologie (http://de.wikipedia.org/wiki/Schule_%28Psychologie%29)

http://img137.imageshack.us/img137/642/gpsych5.png (http://img137.imageshack.us/img137/642/gpsych5.png Uploaded with ImageShack.us)

sigmund freud arzt und schöpfer der psychoanalyse. modell zur erklärung der
menschlichen psyche (triebtheorien)! psychoanalyse (http://de.wikipedia.org/wiki/Psychoanalyse)
therapieform, die nicht auf verhaltensänderung, sondern auf die reflexion und das verständnis der eigenen leidenssituation zielt.

und natürlich 1905 ivan pawlow physiologe konditionierungsexperimente mit tieren
(klassische konditionierung)
prinzip der klassischen konditionierung: klassische konditionierung (http://de.wikipedia.org/wiki/Klassische_Konditionierung)
Neutraler Stimulus (NS) wird mit Unkonditionierten Stimulus (US) solange zeitlich eng gepaart, bis ersterer zum Conditionierten Stimulus (CS) wird und allein die Conditionierte Reaktion (CR) auslöst.

http://img574.imageshack.us/img574/5021/gpsych6.png (http://img574.imageshack.us/img574/5021/gpsych6.png Uploaded with ImageShack.us)

gestaltpsychologie (wertheimer, köhler)
wendet sich gegen die psychophysik und die physiologische psychologie wundts (elementarismus)
„das ganze ist mehr als die summe seiner teile“
keine reizbedingungen, sondern psychische phänomene (erscheinungen)
gestalthafte sinneswahrnehmung

behaviorismus (watson, skinner)
reduzierung auf beobachtbares verhalten, operante konditionierung - gehirn als „black box“

krass
2010-11-04, 10:03:32
psychologie in deutschland während des nationalsozialismus:

http://img194.imageshack.us/img194/1782/gpsych7.png (http://img194.imageshack.us/img194/1782/gpsych7.png Uploaded with ImageShack.us)

aufschwung oder niedergang?
niedergang:
viele jüdische und politisch oppositionelle psychologen/innen mussten emigrieren.
thematische einschränkung der forschung und beteiligung an kriegswichtiger
forschung bzw. militäraufgaben
aufschwung:
professionalisierung der psychologie (anerkanntes berufsbild, diplomprüfungsordnung 1941)

http://img708.imageshack.us/img708/9913/gpsych8.png (http://img708.imageshack.us/img708/9913/gpsych8.png Uploaded with ImageShack.us)

cognitive turn - what happens inside the black box?
- erklärungskraft des behaviorismus wird als unzureichend angesehen
- wende hin zur untersuchung kognitiver prozesse

http://img534.imageshack.us/img534/8933/gpsych9.png (http://img534.imageshack.us/img534/8933/gpsych9.png Uploaded with ImageShack.us)

krass
2010-11-04, 11:16:19
verschiedene ansätze in der psychologie

aus psy myers 08


▬ Ein Psychologe mit einem neurowissenschaftlichen Ansatz würde die Hirnströme unter-
suchen, die den physischen Zustand der Wut hervorbringen: »gerötetes Gesicht« oder »der
Kragen wird zu eng«.
▬ Ein Psychologe mit einem evolutionstheoretischen Ansatz würde analysieren,wie Wut das
Überleben der Gene unserer Ahnen ermöglichte.
▬ Ein Psychologe mit einem verhaltensgenetischen Ansatz würde untersuchen,auf welche Weise
Anlage und Erfahrung die jeweils individuellen Temperamentsunterschiede beeinflussen.
▬ Ein Psychologe mit einem psychodynamischen Ansatz würde einen Wutausbruch als Ven-
til für eine unbewusste Feindseligkeit betrachten.
▬ Ein Psychologe mit einem verhaltenstheoretischen Ansatz würde den Gesichtsausdruck und
die Körperhaltung untersuchen, die mit Wut einhergehen, oder er würde versuchen festzu-
stellen,welche externen Reize zu wütenden Reaktionen oder aggressiven Handlungen führen.
▬ Ein Psychologe mit einem kognitiven Ansatz würde untersuchen,wie unsere Interpretation
einer Situation unsere Wut beeinflusst und wie die Wut auf unser Denken wirkt.
▬ Ein Psychologe mit einem soziokulturellen Ansatz würde explorieren, welche Situationen
die größte Wut bewirken und wie der Ausdruck von Wut von einer Kultur zur anderen variiert.


http://img222.imageshack.us/img222/6627/psy1.png (http://img222.imageshack.us/img222/6627/psy1.png Uploaded with ImageShack.us)

aus meiner sicht fehlt noch die humanistische psychologie (http://de.wikipedia.org/wiki/Humanistische_Psychologie).

eine etwas andere übersicht, die sich aber im wesentlichen überschneidet
psychologie: einführung: perspektiven (http://de.wikibooks.org/wiki/Psychologie:_Einf%C3%BChrung:_Perspektiven)




quelle + literaturangabe / vorschläge
Lück, H.E. (2002). Geschichte der Psychologie: Strömungen, Schulen, Entwicklungen, 3. Aufl. Stuttgart: Kohlhammer.
Lück, H.E., Miller, R. (2002). Illustrierte Geschichte der Psychologie. Weinheim: Beltz.
Lück, H.E., Grünwald, H., Geuter, U., Miller, R., Rechtien, W. (1987). Sozialgeschichte der Psychologie: eine Einführung.
Opladen: Leske & Budrich.
Pongratz, L.J. (1984). Problemgeschichte der Pychologie. München: UTB Francke.
Schönpflug, W. (2000). Geschichte und Systematik der Psychologie. Weinheim: PVU.
Myers: PSYCHOLOGIE. Springer Medizin Verlag, Heidelberg 2008
Volkmann-Raue, S., Lück, H.E. (2002). Bedeutende Psychologinnen. Biographien und Schriften. Weinheim: Beltz.

blackbox
2010-11-04, 11:37:10
Deine Arbeit in Ehren, aber hast du zu viel Zeit?
Dein Anliegen scheint klar, aber ich glaube nicht, dass dieses Forum der geeignete Platz dafür ist.

krass
2010-11-04, 11:51:31
Deine Arbeit in Ehren, aber hast du zu viel Zeit?
Dein Anliegen scheint klar, aber ich glaube nicht, dass dieses Forum der geeignete Platz dafür ist.

wer hat schon zu viel zeit ;)

... und ganz uneigennützig mach ich das natürlich nicht.

derwalde
2010-11-04, 11:55:36
ich find es toll :up:

Mylene
2010-11-04, 12:42:46
Endlich mal was objektives. Soweit das eben möglich ist. Mich würde dein Material zur Neuropsychologie interessieren.

PHuV
2010-11-04, 14:47:51
:up: Da hast Du Dir echt Mühe gegeben.

Woher hast Du die Grafiken, bzw. kannst Du bei Deinen Beispielen die genauen Quellen angeben?

krass
2010-11-04, 14:56:28
:up: Da hast Du Dir echt Mühe gegeben.

Woher hast Du die Grafiken, bzw. kannst Du bei Deinen Beispielen die genauen Quellen angeben?
danke , ja kann ich machen ... allerdings habe ich gerade einen riesen stapel arbeit vor mir ... mache das ganze hier zwischendurch mal, click für click, soll besser werden ;)

John.S
2010-11-04, 20:37:57
Psychologie, zum Teil eine Pseudowissenschaft, weil sie der wissenschaftlichen Methodik nicht genügt. Bestes Beispiel ist die Freudsche Lehre.
Ansonsten Netter Fred.

PHuV
2010-11-04, 20:52:04
danke , ja kann ich machen ... allerdings habe ich gerade einen riesen stapel arbeit vor mir ... mache das ganze hier zwischendurch mal, click für click, soll besser werden ;)

Denk daran, daß wenn Du einfach Grafiken einfach von irgendwo übernimmst, muß Du die Quelle angeben, da Du Dich sonst u.U. wegen Copyright-Verstößen strafbar machst.

krass
2010-11-04, 21:29:27
Denk daran, daß wenn Du einfach Grafiken einfach von irgendwo übernimmst, muß Du die Quelle angeben, da Du Dich sonst u.U. wegen Copyright-Verstößen strafbar machst.
done, sollte so passen ... danke für die erinnerung :)

krass
2010-11-05, 11:03:31
so, es geht weiter! ich werde, wie oben beschrieben, weiterhin nur kurz die themen vorstellen, um einen überblick darzustellen. tiefere zusammenhänge kann ich hier selbstverständlich nicht weiter ausführen ( das würde den rahmen sprengen ).



zu allererst ein paar grundlegende definitionen und aussagen der psychologie.

ziele der psychologie als wissenschaft sind:

verhalten und erleben des menschen
- beschreiben
- erklären
- vorhersagen
- beeinflussen / verändern

- die psychologie ist eine empirische wissenschaft deren kriterien objektivtät und replizierbarkeit sind.
psychologische aussagen müssen einen empirischen gehalt haben & ihre richtigkeit muss empirisch prüfbar sein.


Entgegen ihrem Bild und dem Verständnis in der Öffentlichkeit, ist die in den akademischen Institutionen betriebene und gelehrte Psychologie eine streng empirische Wissenschaft. Als empirische Wissenschaft vom Erleben und Verhalten obliegt es der Psychologie, Theorien und daraus abgeleitete Modelle, Hypothesen, Annahmen für die Beantwortung einer konkreten Fragestellung usw. mit geeigneten wissenschaftlichen Methoden empirisch zu prüfen. Die Methodik ist überwiegend naturwissenschaftlich, mithin quantitativ, in Verbindung mit experimentellem oder quasi-experimentellem Vorgehen. Daher stellt die Mathematik, insbesondere die Deskriptive Statistik, die Stochastik – hier besonders die Induktive Statistik und die statistischen Testverfahren – sowie zunehmend Ansätze der Systemtheorie – insbesondere die mathematische Systemanalyse – eines der wichtigsten Werkzeuge der Psychologen dar.
http://de.wikipedia.org/wiki/Psychologie




was ist persönlichkeit? verschiedene definitionen!

die persönlichkeit ist ein bei jedem menschen einzigartiges, relativ überdauerndes und stabiles verhaltenskorrelat (hermann, 1976, S29)

die persönlichkeit eines individuums ist seine einzigartige struktur von persönlichkeitszügen. ein trait ist jeder abstrahierbare und relativ konstante persönlichkeitszug, hinsichtlich dessen eine person von anderen personen unterscheidbar ist. (guilford, 1964, S. 6)

persönlichkeit (http://de.wikipedia.org/wiki/Pers%C3%B6nlichkeit)

psychodiagnostik


"psychodiagnostik ist eine methodenlehre im dienste der angewandten psychologie. soweit menschen die merkmalsträger sind, besteht ihre aufgabe darin, interindividuelle unterschiede im verhalten und erleben sowie intraindividuelle merkmale und veränderungen einschließlich ihrer jeweils relevanten bedingungen so zu erfassen, dass hinlänglich präzise vorhersagen künftigen verhaltens und erlebens sowie deren evtl. veränderungen in definierten situationen möglich werden" (Amelang, & Zielinski, 2002, S. 3).



• psychologische diagnostik ist ein wissenschaftliches teilgebiet der psychologie
• sie beschäftigt sich mit der messung von psychologischen konstrukten, sowie der Messung von erleben und verhalten.
• die psychologische diagnostik beschäftigt sich darüber hinaus mit theoretischen grundlagen und methodischen herangehensweisen bei der messung, fragen der skalierung, eigenschaften von personengruppen und daraus folgenden spezifika bei der messung usw


• fragestellungen, mit denen sich die psychologische diagnostik beschäftigt:
- beschreibung (klassifikation)
- erklärung g
- vorhersage (prognose)
- evaluation von zuständen oder verläufen

der diagnostische prozess (Jäger, 2003)

• klärung der fragestellung
• auswahl diagnostischer verfahren
• anwendung der verfahren
• auswerten & interpretation
• gutachtenerstellung & intervention

zum beispiel die klinisch-psychologische diagnostik

1. qualitative und quantitative beschreibung von (psychischen) störungen
- symptome selbst
- ihre häufigkeit, die intensität und die dauer;
- die genaue feststellung der bedingungen, unter denen die symptomatik auftritt, und der faktoren, die mit einer variation der symptomatik einhergehen.

2. die klassifikation der psychischen störungen
• die klassifikation von (psychischen) störungen hat einerseits zum ziel, die information über die vorhandene problematik so zu reduzieren, dass ein professioneller informationsaustausch möglich wird. andererseits gibt die anwendung neuerer klassifikationssysteme wichtige therapierelevante hinweise darauf, welche interventionsmethode die besten erfolgsaussichten hat .

3. exploration von besonderen lebensgeschichtlichen bedingungen bei der entstehung und dem bisherigen verlauf der störung. diese informationen finden bei der individuellen planung der behandlung eine besondere berücksichtigung.

4. beobachtung des verlaufs der intervention und der veränderung der symptomatik (adaptive diagnostik, verlaufsdiagnostik)

5. überprüfung des therapieerfolgs (qualitätssicherung)

http://de.wikipedia.org/wiki/Psychologische_Diagnostik

klinische psychologie

http://de.wikipedia.org/wiki/Klinische_Psychologie

teildisziplin der psychologie, die sich mit psychischen störungen und den
psychischen aspekten somatischer krankheiten und störungen in forschung, diagnostik und therapie über die lebensspanne hinweg beschäftigt.


Psychische Störungen lassen sich definieren als ein Verhaltensmuster, das mit
momentanen Leiden oder einer Beeinträchtigung oder einem erhöhtem Risiko
zu sterben einhergeht. Unabhängig vom ursprünglichen Auslöser sollte eine
verhaltensmäßige psychische oder biologische Funktionsstörung bei der Person zu
beobachten sein. nach DSM IV und Wittchen & Hoyer, 2006


DSM-IV (http://de.wikipedia.org/wiki/DSM-IV)

ICD-10 (http://de.wikipedia.org/wiki/ICD-10)

beispiele für psychische störungen:

Depression (http://de.wikipedia.org/wiki/Depression)

Schizophrenie (http://de.wikipedia.org/wiki/Schizophrenie)

Psychose (http://de.wikipedia.org/wiki/Psychose)

Angststörungen (http://de.wikipedia.org/wiki/Angstst%C3%B6rung)


Welche Verhaltensweisen als psychische Störungen bezeichnet werden, ist abhängig von gesellschaftlichen Werten und Normen.
Damit unterliegt der Begriff den Einflüssen des kulturellen und geschichtlichen Kontextes und dessen Wandels“ (Bastine, 1998, S.151).



„Der Begriff Krankheit impliziert zum Teil Einheiten von spezifischen Symptomen und Verlaufsmustern, dazugehörigen biologischen Prozessen und biologischer Ursachen, wie sie bei somatischen Krankheiten vorkommen. Bei gestörten psychischen Phänomenen sind derartige Zusammenhänge zum Teil strittig, zum Teil sind andere Konzepte
sinnvoll.“ (Baumann und Perrez, 2005, S. 32)



grundannahmen zur entstehung

- ätiologie - die einer krankheit oder störung zugrunde liegende ursache/n
- die verursachung psychischer störungen ist multikausal
- entstehungsbedingungen und aufrechterhaltende bedingungen sind zu unterscheiden
- der soziale kontext ist zu berücksichtigen
- normales und gestörtes verhalten unterliegt weitgehend ähnlichen
veränderungsbedingungen
- übergänge zwischen normalen und gestörtem verhalten sind oft fließend

http://img602.imageshack.us/img602/6663/kpsych.png (http://img602.imageshack.us/img602/6663/kpsych.png Uploaded with ImageShack.us)

Diathese-Stress-Modell (http://de.wikipedia.org/wiki/Diathese-Stress-Modell)
Diathese_stress_model english (http://en.wikipedia.org/wiki/Diathesis%E2%80%93stress_model)

http://img89.imageshack.us/img89/9517/kpsych3.png (http://img89.imageshack.us/i/kpsych3.png/) Uploaded with ImageShack.us (http://imageshack.us)

Biopsychosocial_model (http://en.wikipedia.org/wiki/Biopsychosocial_model)


Psychologie Zimbardo PEARSON STUDIUM; Auflage: 18., aktualis. Aufl. (20. März 2008)
Einführung Klinische Psychologie UTB, Stuttgart; Auflage: 1. Aufl. (20. Juni 2009)

krass
2010-11-05, 11:14:08
vielleicht nicht unwichtig … ich bin pädagoge und arbeite seit einigen jahren in diesem job.
das psychologie studium ist mein zweites studium, das ich nebenher absolviere … ob ich es je beenden werde, steht in den sternen!
und bei all der informationverbreitung, die ich hier anstelle, sollen natürlich auch kritische impulse kommen.
die psychologie, ebenso die pädagogik sind immer auch gesellschafts diener, d.h. menschen werden im sinne der kulturellen & gesellschaftlichen vorstellungen zur konformität getrimmt / angepasst.

nochmal bastine

Welche Verhaltensweisen als psychische Störungen bezeichnet werden, ist abhängig von gesellschaftlichen Werten und Normen.
Damit unterliegt der Begriff den Einflüssen des kulturellen und geschichtlichen Kontextes und dessen Wandels“ (Bastine, 1998, S.151).




in diesem sinne, sollte man sich auch durchaus öfters mal die frage stellen, wie gesund unsere gesellschaft überhaupt ist und warum immer mehr menschen psychisch erkranken?
allein in den jahren 1997 – 2004 ist die anzahl der berufsunfähigen auf grund psychischer beschwerden um 70% gestiegen.
im jahr 2000 ließen sich knapp 50000 aller 15-20 jährigen auf grund "psychischer verhaltensstörungen" stationär behandeln, im jahr 2008 waren es bereits 70000!

tendenz steigend!

aus meiner sicht versagen die erziehungswissenschaften sowohl als auch die psychologie als wissenschaftliches korrektiv total!

nochmal einige links zur inspiration

über den angepaßten Menschen (http://www.youtube.com/watch?v=Dt09hfllNc8&feature=related) clip ... lasst es euch auf der zunge zergehen!

Erich Fromm über Glück und Freude (http://www.youtube.com/watch?v=AAbKIvpALmg&feature=related) clip



Erich_Fromm (http://de.wikipedia.org/wiki/Erich_Fromm)

Kritische_Psychologie (http://de.wikipedia.org/wiki/Kritische_Psychologie)

Antipädagogik (http://de.wikipedia.org/wiki/Antip%C3%A4dagogik)

Antipsychiatrie (http://de.wikipedia.org/wiki/Antipsychiatrie)

Konformität (http://de.wikipedia.org/wiki/Konformit%C3%A4t)

whocares75
2010-11-05, 13:00:52
Sehr schön. Danke für die Arbeit. Ich find's interessant. :up:

krass
2010-11-05, 17:39:12
Sehr schön. Danke für die Arbeit. Ich find's interessant. :up:
danke ... wie gesagt, ganz uneigennützig ist das nicht, ich arbeite das ganze zeugs eh gerade durch und ab und an poste ich dann hier was ;)

DeX
2010-11-05, 19:40:51
Gab es jemals eine Frau die mal was psychologisch Sinnvolles gesagt hat?

Hayab
2010-11-05, 20:37:53
Gab es jemals eine Frau die mal was psychologisch Sinnvolles gesagt hat?

Ja die Mutter von Oedipus, "F..ck mich mein Sohn" :biggrin:
Somit habe ich die Psyhologie auf ihren Hoehepunkt gebracht.

BennY-
2010-11-11, 11:08:38
Sehr schön. Danke für die Arbeit. Ich find's interessant. :up:


full ack! weiter so! ;)