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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bootpartition übertragen und mit grub starten


mekakic
2011-09-02, 08:50:48
Kann ich irgendwie den Inhalt einer bootbaren CD mit Linux Boardmitteln auf eine bestehende Linux (FAT32) partition übertragen bzw. kopieren und dann nur die menu.lst in GRUB so anpassen, dass von dort bei Auswahl des Menüs in GRUB auch so gestartet wird wie einst von CD? Geht das?

Danke!

Gast
2011-09-02, 10:57:37
Grub2 soll .iso booten können. Ich habe es noch nicht getestet. Ungelesen zwei google-Treffer:
http://blog.pregos.info/2011/04/16/iso-mit-grub2-booten/
http://michael-prokop.at/blog/2009/05/25/boot-an-iso-via-grub2/

mekakic
2011-09-02, 11:34:14
Die Grub Version auf dem System ist relativ alt ... prinzipiell könnte ich das auch auf die Festplatte übertragen. Der Platz und die Partition ist schon da.

Wenn ich zum Beispiel versuche das mit "dd" von der Boot-CD auf die Partition zu übertragen, müßte Grub das Booten können? Oder kann das überhaupt klappen.

Gast
2011-09-02, 14:38:38
Kommt darauf an, was für eine "bootbare CD" das ist. Eine 100 % generische Lösung gibts leider nicht. Bei Debian-basierten Linux-Distributionen sollte das kinderleicht sein. Da kannst du einfach einen fromiso=-Parameter auf der Kernel-Commandline in der menu.lst übergeben. Auch andere Linux-Varianten ermöglichen das in der Regel mehr oder weniger einfach.

Wenn es sich bei der bootbaren CD gar nicht um ein Linux handelt, wirds bisschen komplizierter. Möglich ists aber wahrscheinlich trotzdem fast immer. Als Besitzer eines Subnotebook ohne optisches Laufwerk hab ich da ein wenig Erfahrung.

Äußerst hilfreich kann hier Memdisk aus der Syslinux-Suite sein. Das lässt sich aus Grub heraus praktisch wie ein Linux-Kernel starten, kann dann aber andere Diskimages laden.

http://www.syslinux.org/wiki/index.php/MEMDISK

Grub4Dos hat auch noch einige Funktionalität, die hier hilfreich sein kann.

Für Hirnschäden durch irgendwelche x86-Perversionen, die man bei der Recherche im Bootloader-Bereich durchaus erleiden kann, übernehme ich keine Haftung.

Guck dir vielleicht erstmal Memdisk an. Das ist noch verhältnismäßig komfortabel. Um was für ein Image gehts denn genau? Vielleicht gibts ja auch eine mehr oder weniger fertige Lösung dafür.

mekakic
2011-09-05, 09:36:43
Ok, da werde ich mal reingucken. Das ist eine Boot CD von True Image Home 2009. Da ist ein Linux im Hintergrund aber ich weiß nicht welches. Ich wollte das fest auf einer Partition installieren und von dort starten können. Man Idee war den Inhalt der CD auf die Partition mit dd zu übertragen und dann Grub zu sagen, dass er den nächsten Bootloader auf der Partition anstarten soll; was glaub ich der "chainloader" Befehl macht.

Gast42
2011-09-06, 11:13:01
warum aktivierst du nicht einfach innerhalb von Acronis den "acronis startup recovery manager"?
Der macht genau das, was du willst: Es wird eine partition angelegt, auf der die Notfall-CD liegt und es wird ein bootmanager angelegt, in dem du zwischen dem Notfallsystem und dem nächsten Bootmanager wählen kannst,

mekakic
2011-09-06, 11:15:02
Ich brauche den Grub der davorhängt. Es muß also Grub dann den Acronis starten.

Gast42
2011-09-06, 11:44:17
Der Bootmanager von acronis ist ein Grub mit zwei Einträgen:
1. Acronis
2. Windows
Bei einer Installation auf meiner Kiste springt er bei 2 auf den bisherigen windows-bootloader (7 und xp).
Über eine Live-cd kann man den acronis-grub sehr wahrscheinlich erweitern (nicht von mir getestet).

Gast-0815
2011-09-07, 13:16:40
Wenn Du schon desöfteren mit Acronis hantierst bietet sich eine bessere Lösung an: TFTP
TFTP ist wesentlich flexibler (man kann praktisch von jedem, am LAN angeschlossenen, Rechner Acronis booten) und hat den Vorteil, dass man nicht irgendwo auf dem Rechner ISOs ablegen muss.
Allerdings setzt solch eine Lösung einen Server voraus. :D
Ich habe es bei mir über meinen Router gelöst. Openwrt darauf installiert und auf einem daran angeschlossenen USB-Stick die ISO-Images abgelegt.

LABEL ACRONIS_DD
MENU LABEL ^Acronis Disc Director ISO@TFTP
LINUX /syslinux/memdisk/memdisk
INITRD /boot/acronis_dd/acronis_dd.iso
APPEND iso raw

LABEL ACRONIS_TM
MENU LABEL ^Acronis True Image ISO@TFTP
LINUX /syslinux/memdisk/memdisk
INITRD /boot/acronis_ti/acronis_ti.iso
APPEND iso raw

Ich boote bei mir via TFPT auch Ubuntu als Rescue-System. Die Windows-Installation läuft auch via TFTP. Allerdings setzt das etwas Bastelarbeit voraus.

Mein Beitrag ist nur als Hinweis auf mögliche andere Lösungsmöglichkeiten zu verstehen. ;)