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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ist ein Ubuntu-System DAU-geeigneter als ein Windows-System?


Oid
2013-04-14, 14:50:53
Ich spiele gerade mit dem Gedanken, meinen Eltern beim nächsten PC-Upgrade evtl. ein Ubuntu schmackhaft zu machen. Ich denke das Systemaktualisierungen, dank der Paket-Verwaltung, viel einfacher gehandhabt werden können.

Denn, wenn ich alle paar Wochen mal auf dem Rechner der Eltern nach dem Rechten sehe, stoße ich regelmäßig auf diverse Malware (Firefox-Toolbars, McAffee Security Scan Adware, und solche Geschichten), die man sich meist bei Updates eingefangen hat.

Und dann wäre da noch UAC... Schön und gut, dass Windows nachfragt, ob ein Programm Änderungen am PC durchführen darf. Aber woher soll ein unbedarfter Nutzer wissen, dass jucheck.exe "gut" ist und ichbineinvirus.exe "böse"?

Ein Ubuntu, oder vergleichbare Distribution, meldet, dass es Updates gibt. Man gibt sein Passwort ein, fertig. Einfacher und sicherer geht's kaum.

Ich könnte mir vorstellen, dass ein Ubuntu, mittlerweile anfängerfreundlicher ist, als ein Windows-System.

Da würde mich eure Meinung/Erfahrung interessieren :)

Watson007
2013-04-14, 14:53:40
wenn man sich auf Software beschränkt die im Repository vorhanden ist, sicherlich.

sei laut
2013-04-14, 15:12:31
Ubuntu ist um ein vielfaches einfacher, sofern man nicht versucht, Windows Fanatiker (die auch DAU sein können) so ein System anzubieten.
Aber deine Eltern fahren damit sicherlich besser. Zum surfen, Musik hören, Fotos anschauen, E-Mails lesen, irgendwelche Texte schreiben taugt ein Ubuntu und ist vermutlich sogar einfacher. Selbst Screenshots sind mit Ubuntu einfacher zu erstellen, weil es ein Menü dafür gibt.
@Watson007: Die Eltern von Oid installieren keine Software, die über den Standard von Ubuntu hinaus gehen. Kann ich mir zumindest nicht vorstellen.

Oid
2013-04-14, 15:46:34
Nene, also mit aller größter Wahrscheinlichkeit würde nur Software zum Einsatz kommen, die in der Paketverwaltung enthalten ist. Mehr als Surfen, E-Mail, Fotos und Textverarbeitung wird eh nicht gemacht.

Tesseract
2013-04-14, 16:25:28
ich habe in meinem bekanntenkreis schon 4-5 leute (2 davon teilen sich ein system) die inzwischen aus unterschiedlichen gründen ubuntu verwenden und definitiv als unwissend im bereich computer eingestuft werden können. ausnahmslos alle kommen mit ubuntu besser zurecht als vorher mit windows, allerdings verwenden auch alle nur software direkt aus den repos und haben das system nicht selbst installiert.

die größten probleme haben meiner erfahrung nach die mittelmäßig erfahrenen windows-user mit viel computer-halbwissen. also die, die nicht genug fachwissen haben um das system zu durchschauen, aber genug "selbstbewusstsein" um wilde annahmen zu treffen, konzepte unreflektiert von einem system auf das andere übertragen wollen usw.
solche leute sind dann relativ schnell am schimpfen und verzweifeln.

Watson007
2013-04-14, 16:27:19
benutzen Sie ElsterFormular für die Steuerklärung? Die gibt es ja nur für Windows.

Milchkanne
2013-04-14, 16:39:12
Der größte Grund, warum z.B. meine Mutter noch kein Linux hat ist leider Office. Die macht zwar selten (zu Hause) was damit, aber wenn auch nur einmal das Layout nicht stimmt, würde sie (auch ein bisschen zu Recht) jammern.
Ansonsten würde ich das DAUs, die eben selten Dokumente austauschen, bzw. noch nicht in der MS Monokultur gefangen sind auf jeden Fall empfehlen. Ich wäre ja froh, wenn ich bei den Eltern ab und zu mal die Ask Toolbar finden würde, das hieße wenigstens, dass die selbstständig die Updates eingespielt hätten...

Phantom1
2013-04-14, 17:11:34
Der größte Grund, warum z.B. meine Mutter noch kein Linux hat ist leider Office. Die macht zwar selten (zu Hause) was damit, aber wenn auch nur einmal das Layout nicht stimmt, würde sie (auch ein bisschen zu Recht) jammern.
microsoft hat übrigens vor ein paar monaten angekündigt das ms office auch für linux erscheinen soll...

Oid
2013-04-14, 17:11:46
benutzen Sie ElsterFormular für die Steuerklärung? Die gibt es ja nur für Windows.

Treffer, versenkt. Shit :D

Läuft das vielleicht im Wine?

Lokadamus
2013-04-14, 17:21:01
Müsste man testen, meistens gibt es mit Elster ein paar kleine Fehler/ Probleme.
http://appdb.winehq.org/objectManager.php?sClass=application&iId=1925

Alternativ Virtualbox nehmen, Windows installieren und testen, ob Elster immernoch fehlerfrei arbeitet.
Dann kann das Grundsystem Ubuntu werden und für besondere Sachen wird die VM angeworfen.

Immortal
2013-04-14, 18:05:55
Meinem Vater habe ich vor ca. drei Jahren für den damals neuen Rechner Ubuntu aufgesetzt. Das gefiel und gefällt ihm sehr gut, letztens habe ich den Rechner auf das aktuelle LTS geupdatet. Als ich ihn im Zuge der Windows 8-Upgrade-Aktionen mal fragte, ob man ihm sowas aufsetzen sollte, sagte er "Wieso, ich hab doch das Linux?"

Ein großer Pluspunkt war, daß Gnome für ihn so hinreichend ähnlich zu Windows war, daß er sich nicht groß umorientieren mußte. (Ein Anfänger war er nicht gerade, aber doch eher unbeholfen.) Die vielen leicht bedienbaren Programme ohne Firlefanz gleich an Bord (z.B. Gnome Scan) haben ihm auch gut gefallen. Und der Sicherheitsaspekt war ein weiterer wichtiger Punkt, besonders seit er letztens das erste Mal eine Email mit Virenanhang bekommen hat. :) Ach ja, gegenüber Windows XP startet Ubuntu auch noch um Lichtjahre schneller, das ist gar nicht so unwichtig, wenn man den Rechner nur gelegentlich anschaltet.

Stabiler war es auch noch, in der Hinsicht, daß seine Windows-Installationen immer ein Eigenleben entwickelt haben, an dem ich remote fast verzweifelt bin, während Ubtuntu einfach lief. Einziges Problem war allerdings mal, daß Ubtuntu bei einem Update den Netzwerkzugriff unter Gnome zerschossen bzw. eher abgeschaltet hat. Und ich habe darauf achten müssen, ihm bei der neuen LTS extra wieder den vertrauten Gnome-Desktop einzurichten, also nicht Unity oder Gnome 3. Wobei ihm Unity eigentlich ganz gut zu gefallen schien, wäre vielleicht noch akzeptabel gewesen.

Das mit der LTS scheint eine gute Idee gewesen zu sein. Ich bin ja mit Ubuntu nicht so vertraut, aber anscheinend können bei anderen Versionen die Updates doch recht deutlich das System ändern, während die LTS-Versionen eben auf lange Lebensdauer mit minimalen Änderungen ausgelegt sind. Momentan ist 12.04 die aktuelle LTS-Version AFAIK.

Falls das, was ihr da kaufen wollt für das Upgrade, nicht gerade ein OEM-PC ist, hat Ubuntu übrigens noch den Vorteil, daß es deutlich weniger kostet als Windows... das wissen auch Eltern zu schätzen. ;)

kruemelmonster
2013-04-14, 18:15:41
Und dann wäre da noch UAC... Schön und gut, dass Windows nachfragt, ob ein Programm Änderungen am PC durchführen darf. Aber woher soll ein unbedarfter Nutzer wissen, dass jucheck.exe "gut" ist und ichbineinvirus.exe "böse"?

Signierte Programme bekommen einen blauen Hintergrund im UAC-Fenster, unbekannte gelb und gefährliche rot. Ist aber erfahrungsgemäß leider ein Ding der Unmöglichkeit einen "normalen User" dafür zu sensibilisieren.

Ich wäre ja froh, wenn ich bei den Eltern ab und zu mal die Ask Toolbar finden würde, das hieße wenigstens, dass die selbstständig die Updates eingespielt hätten...

;D wie wahr, wie wahr...

Laz-Y
2013-04-14, 18:16:21
Lass es. Hab die selbe Überlegung auch schon hinter mir. Gibt zu viel Dinge, die unter Linux problematisch sind und Du bist dann halt derjenige, der das supporten muss.
* Eltern haben ein Navi, und wollen Kartenupdate über PC machen -> Herstellersoftware gibt natürlich nur für Windows.
* Eltern haben ein Handy und wollen die Photos auf dem PC anschauen -> blöd unter Linux.
* Eltern haben für die Steuererklärung eine Software empfohlen bekommen -> läuft aber nur unter Windows.
* Eltern müssen im Büro irgendwas mit Excel machen und wollen sich daheim weiterbilden -> alles problematisch unter Linux.

Logisch kannst Du dann immer ne Lösung für finden, und wenn Sie auch nur daraus besteht, Windows in einer VM nachzuinstallieren. Wenn Du für sowas Zeit hast dann mach es. Wenn nicht dann einfach Win7 installieren, Konto ohne Adminrechte einrichten und fertig.

Watson007
2013-04-14, 18:25:39
momentan bringt mich der PC (win7) meines Vaters auch zur Verzweiflung.

Grundsätzlich mehrmals pro Woche muss der Firefox neu installiert werden, weil er sich einfach nicht mehr starten lässt, ohne jegliche Fehlermeldung. Nach der Neuinstallation gehts dann wieder, aber das kann doch keine Lösung sein... Irgendein Windows-Komponentendienst macht da scheinbar Probleme, aber ich komme damit einfach nicht weiter (und der PC ist gerade mal 6 Monate alt!).... und wenn der Firefox sich nicht starten lässt ist gleichzeitig auch der IE extrem langsam.... also nur an Firefox liegt das nicht. Antimalware- und Virenscanner-Programme sind bereits drauf.... Eventuell liegt es an der zweiten Grafikkarte (neben onboard), die der Händler unverständlicherweise miteingebaut hat, oder der ATI-Software.... neueste Treiber sind schon drauf.

Es wundert mich überhaupt nicht dass sich aktuell die Tablets für ältere Menschen stärker durchsetzen. IMHO hat Apple da eine positive Entwicklung in Gang gesetzt, leider gefällt mir die sonstige Firmenpolitik nicht....

Avalox
2013-04-15, 10:19:01
Lass es. Hab die selbe Überlegung auch schon hinter mir. Gibt zu viel Dinge, die unter Linux problematisch sind und Du bist dann halt derjenige, der das supporten muss.
* Eltern haben ein Navi, und wollen Kartenupdate über PC machen -> Herstellersoftware gibt natürlich nur für Windows.
* Eltern haben ein Handy und wollen die Photos auf dem PC anschauen -> blöd unter Linux.
* Eltern haben für die Steuererklärung eine Software empfohlen bekommen -> läuft aber nur unter Windows.
* Eltern müssen im Büro irgendwas mit Excel machen und wollen sich daheim weiterbilden -> alles problematisch unter Linux.

Logisch kannst Du dann immer ne Lösung für finden, und wenn Sie auch nur daraus besteht, Windows in einer VM nachzuinstallieren. Wenn Du für sowas Zeit hast dann mach es. Wenn nicht dann einfach Win7 installieren, Konto ohne Adminrechte einrichten und fertig.


Finde ich nicht.

Ich denke Ubuntu ist die deutlich bessere Lösung in dem Fall.

Die Probleme oben sind doch gar keine nachhaltigen Probleme.

Echtes Plug and Play gibt es eh nur unter Linux und UMS und/oder MTP unterstützen doch wohl heute alle Geräte, die irgend welche Daten zu bekommen haben. Muss man halt die Hardware entsprechend aussuchen.

Du hast kein Malware Problem unter Linux. Keine Schadsoftware, keine ausgenutzten Lücken, keine Werbesoftware, keine Bloatware, eine vollständige Systemaktualität, echtes Plug and Play. Das sind echt überzeugende Argumente für ein System, welches nur funktionieren soll, wie in dem Fall.

Würde heute Windows auf den Markt kommen, würde alle schlapp auf dem Boden liegen vor lachen, vor dem was Windows dem normalen Benutzer alles zumutet. Das ändert sich ja gerade mit Windows 8, aber es dauert halt noch, bis hinreichend moderne Anwendungen auf den Markt sind und das Konzept noch etwas weiter geführt wurde.

Simon
2013-04-15, 18:05:47
Echtes Plug and Play gibt es eh nur unter Linux und UMS und/oder MTP unterstützen doch wohl heute alle Geräte, die irgend welche Daten zu bekommen haben.
Nur das Ubuntu (12.04) dann kein MTP kann. Zumindest nicht mit neueren Geraeten wie dem Galaxy S3. Da darf man dann manuall extra Programme installieren oder Libraries aktualisieren :freak:

Und:
[x] Versuchs mit Ubuntu. Zurueck kannst du immer noch.

Avalox
2013-04-15, 18:54:28
Nur das Ubuntu (12.04) dann kein MTP kann. Zumindest nicht mit neueren Geraeten wie dem Galaxy S3. Da darf man dann manuall extra Programme installieren oder Libraries aktualisieren :freak:



Ja, das kann sein. Von Gvfs gibt es aber schon einen Backport für Ubuntu 12.04, dann sollte auch das S3 gemountet werden. Aber da hast du Recht, man muss es erstmal installieren.

deLuxX`
2013-04-15, 20:21:46
Ist ein Ubuntu-System DAU-geeigneter als ein Windows-System?
Definitiv. Bestes Beispiel sind meine Freundin und mein Vater. War etwas baff als er meinte er hat seinen WLAN Drucker allein eingerichtet.:)
Zudem ist meine Erfahrung, dass wenn es einmal läuft, es immer läuft und nicht irgendwann unerklärliche Fehler auftachen.

anddill
2013-04-15, 20:26:12
Sachen wie Navi Updaten bekommt die fragliche Zielgruppe sowieso nicht alleine hin, weder auf Windows noch auf Linux. Da muss man sowieso selber ran.

Watson007
2013-04-15, 20:34:32
die sollen ElsterFormular endlich auch für Linux rausbringen....

tja mein Vater arbeitet viel mit Excel, da wäre der Umstieg nicht möglich....

LordDeath
2013-04-15, 20:59:56
Eine generelle Empfehlung zu geben, hilft ihm sicherlich nicht weiter. Wir müssen den Einzelfall genauer betrachten:

Zunächst muss geguckt werden, ob es für alle(!) benutzten Anwendungen des jeweiligen "DAU"-Benutzers äquivalente Alternativen unter Linux gibt. Falls dieser Schritt scheitert, brauchst du dir diesbezüglich keine weiteren Gedanken mehr zu machen. Ich finde außerdem, dass hierbei eine "Fallback-VM" mit Windows keine akzeptable Lösung für die angesprochene Zielgruppe ist.
Dann musst du gucken, ob für die Hardware geeignete Treiber verfügbar sind. Zum Glück helfen hierbei die Live-DVDs weiter. Sollte ein proprietärer Treiber erforderlich sein, würde ich aufpassen: Wie lange wird dieser noch supportet? Es kann gut passieren, dass dieser beim nächsten Distro-Update nicht mehr kompatibel ist und es noch immer keinen geeigneten Ersatz im Linux Kernel gibt.

Dann bleibt natürlich noch die Frage, ob du die User nach dem Supportzeitraum noch durch ein Dist-Upgrade führen willst. Wäre da eine "gemäßigtes" Rolling Release nicht angenehmer? Die von Debian betreiben mit "Testing" schon seit 13 Jahren ein Rolling Release und ich traue diesen Menschen mehr als Canonical.

Wenn das alles geklärt ist, bleibt natürlich noch die Frage, ob es sich lohnt.
Bei der Beschreibung deiner Probleme war mein erste Gedanke: "Wieso gibt er denen überhaupt Benutzerkonten mit vollen Rechten?" Deine Eltern kommen nicht klar damit, einen Computer mit vollen administrativen Rechten zu betreiben. Nimm ihnen doch einfach diese Last ab und "degradiere" sie zu einfachen Usern. Mit einem Wechsel auf Linux hättest du dies implizit bestimmt auch getan. Wozu also die ganze Plattform wechseln, wenn du mit den eingeschränkten Usern unter Windows praktisch eine "low-hanging fruit" vor der Nase baumeln hast?

Du hast kein Malware Problem unter Linux.

Wie bitte? Bitte lass nicht die Leute im Glauben, dass ihr System 100%ig sicher wäre. Malware kann für jedes OS geschrieben werden und wir können auch bei Linux keine Ausnahme machen. Wir brauchen weiterhin eine Backup-Strategie und achten darauf, nicht Software aus ominösen Quellen zu installieren. Wenn der Thread-Starter jetzt seinen Linux-Neuling-Eltern™ erzählt, dass alles 100% sicher wäre, dann handeln diese im Ernstfall evtl. leichtsinnig. Außerdem gibt es etliche Gefahren, die OS-unabhängig sind. Phishing und sonstige Betrugsgeschichten im Internet können nicht durch ein dickes Kaspersky-Snake-Oil-Abo oder einem Wechsel auf Linux unwirksam gemacht werden. Die User aufzuklären ist hier wichtiger als irgendwelche Sicherheitsversprechen zu machen.

..keine Werbesoftware...
Soll ich lachen? Was wohl GNU/Stallman zu deinem Avatar sagen wird? ;D

...keine Bloatware...
Das hängt von dessen Definition ab. Verglichen mit LXDE und Xfce würde ich KDE mit all seinen Beigaben oder den Unity Desktop dazu zählen.

schmacko
2013-04-15, 22:34:59
Für DAUs ist Ubuntu prima geeignet. Unitiy ist ziemlich Narrensicher.
Bei meinem völlig unbeleckten Schwiegervater läuft das problemlos. Habe da die 12.04 LTS am Laufen und denke, dass das Notebook so lange hält wie LTS unterstützt wird ;-)

Sobald jemand auf Windows-Software angewiesen ist, wird es tatsächlich kniffelig - ABER: Auf einem Tablet könnte man diese Software auch nicht nutzen... und ein Tablet ist inzwischen für viele Nutzer genau die passende Lösung - ein Zwischenschritt ist mE ein popeliges Notebook für schmales Geld, auf dem Ubuntu läuft und man dennoch ziemlich bequem arbeiten kann.

EL_Mariachi
2013-04-15, 22:44:18
Alternativ Virtualbox nehmen, Windows installieren und testen, ob Elster immernoch fehlerfrei arbeitet.
Dann kann das Grundsystem Ubuntu werden und für besondere Sachen wird die VM angeworfen.

da kann man gleich Windows nehmen...
Das wäre dann noch einfacher, da man ja ohnehin eine Lizenz braucht!

Die Office Argumente von weiter oben kann ich nicht gelten lassen!
Openoffice oder LibreOffice sind ziemlich kompatibel!

Was sonst noch gegen Linux spricht sind aber in der Tat...

- Handy
- Camera
- Navi

:(

.

Oid
2013-04-15, 23:26:52
Wenn das alles geklärt ist, bleibt natürlich noch die Frage, ob es sich lohnt.
Bei der Beschreibung deiner Probleme war mein erste Gedanke: "Wieso gibt er denen überhaupt Benutzerkonten mit vollen Rechten?"


Das ist keine Option, da ja auch Updates eingespielt werden sollen. Ich bin vielleicht alle 3-4 Wochen mal vor Ort und ständig über Remote herumzufuhrwerken habe ich auch keine Lust.

Und sowas wie Drucker installieren soll ja auch ohne Hilfe gehen, das traue ich ihnen schon zu :)

KillerCookie
2013-04-15, 23:43:34
@ElsterFormular
Ich habe die aktuelle Version kürzlich unter Ubuntu 12.04, 12.10 und 13.04 installieren dürfen und sie lief einwandfrei.

- Wine aus dem Software Center installieren
- ElsterFormular herunterladen und das Setup starten
- PDF-Viewer installieren oder die Linux-Variante bei Wine "anmelden"

Fertig.

Für die Nutzung des ElsterOnline-Portals ist jedoch noch Oracle Java notwendig. Dank dem Ubuntuusers Wiki und einigen kopieren Terminal-Befehlen geht aber auch das.

Also: Elster ist kein Thema.

LordDeath
2013-04-15, 23:55:12
Das ist keine Option, da ja auch Updates eingespielt werden sollen. Ich bin vielleicht alle 3-4 Wochen mal vor Ort und ständig über Remote herumzufuhrwerken habe ich auch keine Lust.

Und sowas wie Drucker installieren soll ja auch ohne Hilfe gehen, das traue ich ihnen schon zu :)

Also Updates für Firefox und Chrome kannst du genauso wie das Flash Plugin automatisiert installieren lassen. Der Benutzer braucht dafür keine Adminrechte. Das gilt natürlich auch für die Microsoft Updates. Und was bitte spricht dagegen, einen Remotezugang einzurichten? Wenn du dich nicht mit RDP auseinandersetzen willst, kannst du natürlich auch zu Lösungen wie Teamviewer greifen.

Für Geschichten wie die Druckerinstallation kannst du ihnen einen separates Wartungskonto einrichten, welches sie unter deiner Anweisung nicht alltäglich nutzen sollen. Damit bekommst du übrigens auch ein UAC, welches statt einem einfachen Buttonklick direkt nach dem Adminpasswort fragt.

Du bist auf der Suche nach Anwenderfreundlichkeit für deine Eltern und dazu musst auch einsehen, dass das Wechseln des Betriebssystems an sich nichts Anwenderfreundliches ist.

Oid
2013-04-16, 01:14:41
Also Updates für Firefox und Chrome kannst du genauso wie das Flash Plugin automatisiert installieren lassen. Der Benutzer braucht dafür keine Adminrechte.
Bei Java ist das schonmal nicht mehr ganz so einfach.


Du bist auf der Suche nach Anwenderfreundlichkeit für deine Eltern und dazu musst auch einsehen, dass das Wechseln des Betriebssystems an sich nichts Anwenderfreundliches ist.
Das ist mir schon klar. Mir geht es aber um die Frage, ob eine aktuelle Linux-Distribution nicht von Haus aus anfängerfreundlicher ist, und nicht um die Frage, wie ich ein Win-System möglichst abfängerfreundlich zusammenbasteln kann.

Lokadamus
2013-04-16, 07:20:40
da kann man gleich Windows nehmen...
Das wäre dann noch einfacher, da man ja ohnehin eine Lizenz braucht!Eben nicht, die Lizenz haben die Leute doch eh schon durch ihren PC (pappt bei den meisten Privatleuten irgendwo am PC).
Aber wenn im Alltag Ubuntu/was auch immer genutzt wird und Windows nur noch wegen Elster angeworfen wird, dürften sich die Probleme mit Viren und "FF geht nicht mehr" stark reduzieren.

Gut, wenn ihr auf die tolle Idee kommt und ein fettes Icon auf den Desktop macht, wo drauf steht "Hier ist dein altes Windows zu finden", dann kann man nicht mehr helfen.

Shink
2013-04-16, 08:04:46
die größten probleme haben meiner erfahrung nach die mittelmäßig erfahrenen windows-user mit viel computer-halbwissen. also die, die nicht genug fachwissen haben um das system zu durchschauen, aber genug "selbstbewusstsein" um wilde annahmen zu treffen, konzepte unreflektiert von einem system auf das andere übertragen wollen usw.
solche leute sind dann relativ schnell am schimpfen und verzweifeln.
Gerade so jemanden hab ich durch Umwege (Windows ist lahm auf dem Netbook - sieh dir mal probehalber Ubuntu an...) zu Linux-Usern mit viel Linux-Halbwissen gemacht. Der kann zwar keinen einzigen Konsolenbefehl - aber anscheinend bekommt man Dinge wie exotische Drucker oder Windows-Programme tatsächlich trotzdem gebacken, wenn man nur blöd genug in den Community-Foren fragt.:D

Der größte Grund, warum z.B. meine Mutter noch kein Linux hat ist leider Office. Die macht zwar selten (zu Hause) was damit, aber wenn auch nur einmal das Layout nicht stimmt, würde sie (auch ein bisschen zu Recht) jammern.
Welches Office? Oben genannter Linux-Halbwissen-User verwendet jetzt tatsächlich sein gekauftes Office unter Ubuntu 12.04.
Alternative ist natürlich Microsofts Weboffice-Gedöns. Ist zwar spartanisch, aber rendern tun sie tatsächlich "Office-änhlicher" als Libreoffice und Konsorten.
Wobei Google Docs da auch gar nicht so übel ist.

Läuft das vielleicht im Wine?
Wegen dem Elster-Zeug: Probier es doch mal bei dir aus.

Grundsätzlich mehrmals pro Woche muss der Firefox neu installiert werden, weil er sich einfach nicht mehr starten lässt, ohne jegliche Fehlermeldung.
Also am DAU-sichersten ist imo Chrome - vor allem, da er sich um relevante Plugins wie Flash selbst kümmert.

Wie bitte? Bitte lass nicht die Leute im Glauben, dass ihr System 100%ig sicher wäre. Malware kann für jedes OS geschrieben werden und wir können auch bei Linux keine Ausnahme machen. Wir brauchen weiterhin eine Backup-Strategie und achten darauf, nicht Software aus ominösen Quellen zu installieren. Wenn der Thread-Starter jetzt seinen Linux-Neuling-Eltern™ erzählt, dass alles 100% sicher wäre, dann handeln diese im Ernstfall evtl. leichtsinnig. Außerdem gibt es etliche Gefahren, die OS-unabhängig sind. Phishing und sonstige Betrugsgeschichten im Internet können nicht durch ein dickes Kaspersky-Snake-Oil-Abo oder einem Wechsel auf Linux unwirksam gemacht werden. Die User aufzuklären ist hier wichtiger als irgendwelche Sicherheitsversprechen zu machen.
Ich wüsste kein realistisches, existierendes Szenario, mit dem ein DAU System, Browser o.ä. schrotten kann. Naja, außer vielleicht Firefox Browserplugins.
Phishing oder sonstige Betrugsgeschichten bekommt man auch ganz ohne PC hin, so gesehen: Nö, da hilft Linux nicht.

Avalox
2013-04-16, 08:55:02
Dann bleibt natürlich noch die
Wie bitte? Bitte lass nicht die Leute im Glauben, dass ihr System 100%ig sicher wäre. Malware kann für jedes OS geschrieben werden und wir können auch bei Linux keine Ausnahme machen. Wir brauchen weiterhin eine Backup-Strategie und achten darauf, nicht Software aus ominösen Quellen zu installieren. Wenn der Thread-Starter jetzt seinen Linux-Neuling-Eltern™ erzählt, dass alles 100% sicher wäre, dann handeln diese im Ernstfall evtl. leichtsinnig. Außerdem gibt es etliche Gefahren, die OS-unabhängig sind. Phishing und sonstige Betrugsgeschichten im Internet können nicht durch ein dickes Kaspersky-Snake-Oil-Abo oder einem Wechsel auf Linux unwirksam gemacht werden. Die User aufzuklären ist hier wichtiger als irgendwelche Sicherheitsversprechen zu machen.



Was ist denn 100% sicher?

Nein es ist eine praktische Aussage.

Für das eine System ist der Kompromittierung Realität und das andere System ist sicher.

Natürlich ist ein BackUp wichtig, aber nicht aus dem Grund, dass bei Schadsoftware Befall zu ziehen, sondern um im Fehlerfall, oder bei versehentlicher Löschung genutzt zu werden.

Und ich wäre auch bereit zu sagen, dass es 100% sicher ist. Weil Nichtfachleute immer in Schwarz/Weiß denken, denn sie haben gar nicht das Hintergrundwissen Relationen anzustellen.

Deshalb würde ich aus der Bohne heraus sagen, dass wenn Windows schwarz, Linux weiß ist.
Denn es entspricht der Praxis.

Phishing ist ja keine Malware. Keine persönlichen Daten in das Internet eintippen.



Soll ich lachen? Was wohl GNU/Stallman zu deinem Avatar sagen wird?


Stallman spielt auf Level 99. Wir sind hier auf Level 1.

Es fehlt der Bezugspunkt.

Es ist völlig verwegen anzunehmen, jemanden der sich nicht interessiert, oder geneigt ist Zeit zu investieren, Hintergründe zu Phishing oder Malware zu erklären.
Und das Kaliber an Werbesoftware, an Bloatware die du auf Windows findest ist etwas ganz anderes, als Vorgeschlagene Suchergebnisse bei Amazon, oder im Webbrowser.

Du kannst die Leute nicht IT Fit machen, du kannst nur dafür sorgen, dass es funktioniert und du vielleicht dabei noch ein ruhiges Gewissen haben kannst.



Ich hatte vor kurzem einen Artikel gelesen, der sicherlich noch ausbaubar wäre, aber den Nagel doch voll auf den Kopf trifft.

"Plug & Play"

http://www.intux.de/?p=4946

Sascha1971
2013-04-16, 09:21:24
Ich würde ein Dualsystem machen.
Bootmanager mit Ubuntu und Win7.
Dann kann er selber schauen was ihm liegt.

EL_Mariachi
2013-04-18, 17:43:33
Eben nicht, die Lizenz haben die Leute doch eh schon durch ihren PC (pappt bei den meisten Privatleuten irgendwo am PC).

ja genau... und weil die Lizenz für Windows eh irgendwo klebt...
wieso sollte man (DAU) dann noch den komplizierten Umweg über eine VM gehen? (und im Endeffekt 2 Systeme pflegen)


.

Watson007
2013-04-19, 12:38:48
Ich finde sowieso dass vieles heute immer untauglicher für ältere Menschen wird.

Beispiel Firefox: warum wird per Default die Menüleiste verborgen? Das man die ALT-Taste erst drücken muss kann man älteren Menschen nicht gut vermitteln. Das Chrome-Menü finde ich auch nicht viel besser.

Beispiel GMX-Webinterface: eigentlich unzumutbar für ältere Menschen, dauernd ist irgendein Fenster mit einer Erinnerung/Werbung vorgeschaltet (nach dem Einloggen) und den weiter-Button findet man jedesmal woanders. Außerdem: warum muss eine Webseite ständig umgebaut werden?!

Beispiel Avast: Selbst wenn man sich registriert kommt alle paar Monate ein Fenster hoch wo man eine Aufforderung sieht sich die Software zu kaufen. Die Kauf-Option ist natürlich stärker hervorgehoben als die Option die kostenlose Variante weiterzunutzen, das ist gegenüber älteren Menschen auch schlecht.

Und dann noch immer diese ganzen ständigen Updatefenster .... Ein Update soll automatisch funktionieren und nicht die Nutzer immer nerven.

Das ist alles viel zu stark Rentner-feindlich. Teilweise verständlich dass die Leute wollen dass man die Software kauft, aber gerade Rentner haben kaum Geld zur Verfügung... und dann noch für Antivirensoftware dauerhaft bezahlen? Kann ich nicht vermitteln.

Und da wundern sich die Leute dass die Anwender stärker in Richtung Tablets wandern??? Die Leute werden immer älter, die PCs sollten einfacher werden und nicht komplizierter.

Ich finde den Ubuntu-Weg auch gar nicht so schlecht.... zudem kommt man da noch ohne Virenscanner aus. Gerade Antivirensoftware und ältere Menschen... nunja. Mein Vater fragt mich bei Avast-Meldungen oft was er jetzt machen soll.

Wurschtler
2013-04-19, 14:14:26
Ich finde sowieso dass vieles heute immer untauglicher für ältere Menschen wird.

Beispiel Firefox: warum wird per Default die Menüleiste verborgen? Das man die ALT-Taste erst drücken muss kann man älteren Menschen nicht gut vermitteln. Das Chrome-Menü finde ich auch nicht viel besser.

Beispiel GMX-Webinterface: eigentlich unzumutbar für ältere Menschen, dauernd ist irgendein Fenster mit einer Erinnerung/Werbung vorgeschaltet (nach dem Einloggen) und den weiter-Button findet man jedesmal woanders. Außerdem: warum muss eine Webseite ständig umgebaut werden?!

Beispiel Avast: Selbst wenn man sich registriert kommt alle paar Monate ein Fenster hoch wo man eine Aufforderung sieht sich die Software zu kaufen. Die Kauf-Option ist natürlich stärker hervorgehoben als die Option die kostenlose Variante weiterzunutzen, das ist gegenüber älteren Menschen auch schlecht.

Und dann noch immer diese ganzen ständigen Updatefenster .... Ein Update soll automatisch funktionieren und nicht die Nutzer immer nerven.

Das ist alles viel zu stark Rentner-feindlich. Teilweise verständlich dass die Leute wollen dass man die Software kauft, aber gerade Rentner haben kaum Geld zur Verfügung... und dann noch für Antivirensoftware dauerhaft bezahlen? Kann ich nicht vermitteln.

Und da wundern sich die Leute dass die Anwender stärker in Richtung Tablets wandern??? Die Leute werden immer älter, die PCs sollten einfacher werden und nicht komplizierter.

Ich finde den Ubuntu-Weg auch gar nicht so schlecht.... zudem kommt man da noch ohne Virenscanner aus. Gerade Antivirensoftware und ältere Menschen... nunja. Mein Vater fragt mich bei Avast-Meldungen oft was er jetzt machen soll.


Wieso sollte das für "ältere Menschen" pauschal nicht zumutbar sein?
Verblödet man im Alter wirklich derart stark, dass man für Neues nicht mehr aufnahmefähig ist?

Die Probleme die du beschreibst treten außerdem allgemein bei DAUs auf, auch bei jüngeren.

Watson007
2013-04-19, 17:35:25
der PC sollte sich halt den Menschen anpassen, nicht umgekehrt.

ansonsten wundere dich nicht dass der PC immer mehr in den Hintergrund verdrängt wird... geschieht ja jetzt schon durch die Tablets.

Kommandofrosch
2013-04-19, 21:22:58
Ubuntu ist auch nicht computeraffinen Personen zu empfehlen. Da hat sich in den Jahren was getan. Es sollte bei dem Anwender immer Interesse bestehen, sich mit dem System einwenig auseinander zu setzen. Ich spreche hier nicht von "System Hacking". Mein Vater und Meine Mutter sind nicht die fittesten Personen was Compter betrifft und beide kommen mit Ubuntu / Fedora bestens zurecht. Bei Windows habe ich immer Bedenken wenn "Daus" davor sitzen.

Gast
2013-04-20, 08:42:54
Ich spiele gerade mit dem Gedanken, meinen Eltern beim nächsten PC-Upgrade evtl. ein Ubuntu schmackhaft zu machen. Ich denke das Systemaktualisierungen, dank der Paket-Verwaltung, viel einfacher gehandhabt werden können.

---
Ich könnte mir vorstellen, dass ein Ubuntu, mittlerweile anfängerfreundlicher ist, als ein Windows-System.

Da würde mich eure Meinung/Erfahrung interessieren :)


Ich habe meinen Eltern schon vor ca. 12 Jahren Linux als einziges OS auf ihrem Rechner installiert und bin damit bequemer und einfacher gefahren
als mit Windows.


Im Prinzip ist es eine erleichterung für denjenigen, der den Rechner administrierst, vorrausgesetzt er kennt sich selbst mit Linux aus.

In meinem Fall bin also ich derjenige, der den Rechner meiner Eltern administriert.
Meine Eltern machen an dem Rechner gar nichts, außer ihn eben als Benutzer zu benutzen.

Auch Updates spiele ich selbst ein, insofern solltest du deinen Eltern auf keinen Fall das root Passwort oder Adminrechte geben.
Den Fehler habe ich schon bei meinem Onkel gemacht und die Folge war, dass er ein neues Ubuntu Distri Upgrade angestoßen hat, nachdem eine neue Version draußen war, und da das in der ersten Woche schonmal zu Problemen führen kann, war es dann auch so. D.h. die HW hat dann plötzlich nicht mehr funktioniert, Gnome 2 war weg usw.

Deswegen solltest du ihnen nicht die Rechte geben, den Rechner selbst upzudaten.
Die sollen den Rechner mit einfachen Rechten nutzen und den Rest machst du selbst.


Dazu mußt du natürlich hin und wieder den Rechner updaten, aber das ist kein Problem, denn so ein Update kann man auch vom eigenen Rechner via ssh anstoßen, wenn der Rechner deiner Eltern gerade läuft.
Das gleiche gilt für das herunterfahren mit shutdown.
D.h. du kannst ihnen problemlos mitteilen, dass sie ihn laufen lassen sollen und du ihn selber ausmachst, falls sie nicht sehr lange vor dem Rechner sitzen sollten.


Prinzipiell solltest du ihnen da die Rechte nehmen, wo sie den Rechner kaputtkonfigurieren können.
Dies schließt dann auch die Netzwerkkonfiguration ein.




Im großen und ganzen bin ich mit der Lösung sehr gut gefahren.

Es gab zwar hin und wieder mal kleinere Probleme bezüglich den Programmfunktionen, aber da meine Eltern keine bestimmten Programmpräferenzen haben, also keine bestimmten Programme benötigen, war es für mich einfach ihnen bestimmte Programme vorzusetzen und fertig.

Problematicsh wird das also erst dann, wenn dein Vater z.B. sagt, dass er Programm xy haben will.
Insbesondere wenn das ein Windows Only Programm ist.
Wenn du dann keine Linux Alternative finden und ihn von dieser überzeugen kannst, dann wirst du dir ne Lösung via Wine oder eben Windows in einer VirtualBox Umgebung ausdenken müssen und dann, falls es VirtualBox ist, deinen Vater in der Nutzung einweisen.

in letzterem Fall solltest du ihm beibringen, dass er seine Daten auf einem VirtualBox sharded Folder speichert. Also auf dem normalen Hostdateisystem außerhalb der VirtualBox umgebung.
Dadurch kannst du das Virtualbox Image einfach schnell durch eine Kopie ersetzen, falls diese, mit nem Windows drauf, wieder kaputtkonfiguriert wurde.

Mit Wine ist es von der Usability unproblematischer, aber dazu muß das Windows Programm stabil laufen, das müßtest du testen.



Denke auch daran, dass dein Vater vielleicht mal ne CD brennen will, in diesem Fall solltest du ihm dann schon die Rechte auf den CD Brenner geben.


Desweiterne solltest du jeweils für den Vater und deine Mutter einen getrennten Account einrichten.
Und für dich auf dem Rechner dann auch noch einen, im Falle von Ubuntu einen mit Adminrechten (aber nicht root).



Problematisch wird das ganze erst, wenn deine Eltern selbst Adminrechte haben wollen, z.B: weil sie die Kontrolle behalten wollen.
Dann ist mit einem Linux nicht viel gewonnen, denn dann können sie alles verstellen und ein Admin der sich unter LInxu nicht auskennt, der hat es oft schwerer als unter Windows, dass er schon aus Gewohnheit kennt.

Wenn aber ständig Malware auf dem Windows Rechner deiner Eltern landen, dann dürftest du durch ne Linux Lösung nicht viel verlieren.




Also, wie schon gesagt.

Bei meinen Eltern ihrem Rechner ist Linux schon seit über 10 Jahren als einziges OS drauf und das funktioniert eigentlich, bis auf ganz wenige Ausnahmen sehr gut.

Ausnahmen heißt, dass ab und zu mal ein Update irgendwas kaputtkonfiguriert. Das passiert bei Ubuntu leider ab und zu.
Z.b. kann es sein, dass plötzlich das Netzwerk, die Soundkarte oder der Drucker nicht mehr geht, aber hier mußt du dann halt ran und den Fehler beheben.
Wenn du vor Ort sein kannst, dann ist das kein Problem.

In meinem Fall ist das schwieriger, weil ich nicht mehr bei meinen Eltern wohne.
Dann müssen sie in der Regel warten, bis ich sie besuchen komme.

Zwar könnte ich den Rechner auch via ssh und dem Internet remote administrieren, aber das ist mir persönlich dann wieder zu heiß.

Der sshh Server ist also nur vom LAN aus erreichbar.

Gast
2013-04-20, 08:50:01
Nachtrag:

Und mache es dir bitte einfach und installiere nur Software aus dem Repository.


Jede SW, die nicht aus dem Repo ist, bedeutet für dich als Admin nämlich nur unnötigen Aufwand und den solltest du, wenn möglich vermeiden.


Ach ja und was meinen Onkel betrifft.
Der ist mit Ubuntu sehr zufrieden, weil es bei ihm auf seinem alten Notebook schneller bootet und verfügbar ist, als das Windows 7 auf seinem neuen viel leistungsfähigeren Notebook. Das sagt doch schon alles. :)


Problematisch war lediglich das Gnome 3 Desaster.
Hier habe ich ihm nun KDE 4.8 anstatt Gnome 2 installiert.

Wie er damit klar kommt weiß ich allerdings nicht, da ich ihn schon lange nicht mehr gesehen habe.
KDE 4.8 ist in mancher Hinsicht leider sehr umständlich zu bedienen, da auch Featurereicher als Gnome 2.
Gnome 2 war super, aber das ist ja leider tot und GNome 3 ist so komplett anders, das wollte ich weder meinem Onkel noch meinen Eltern antun.
Bei meinen Eltern habe ich momentan XFCE laufen.

Gast
2013-04-20, 08:58:53
Noch ein weiterer Nachtrag:


Ach ja und was LTS betrifft.

Nimm die LTS Version.
In den meisten Fällen reicht die locker aus und es gibt mit dieser weniger Probleme, auch für dich.


Die Zwischenversionen sind kein problem, wenn man den Rechner selber benutzt.
Aber wenn andere den Rechner benutzen sollen, dann braucht man die maximale Zuverlässigkeit und die ist eben eher mit einer LTS als mit einer Zwischenversion zu erreichen.


Ansonsten könntest du auch Debian nehmen, aber die 10 Editoren im Debian Folder dürften da wieder die Benutzer mehr verunsichern als nötig. ;)

Das ist dann halt der große Vorteil. Es müllt den Anwendungen ordner nicht voll.

Gast
2013-04-20, 09:02:26
Und noch ein Nachtrag:

Natürlich solltest du vor der Installation zusehen, dass alle Hardware unter Linux supported wird und läuft.

Hier könnte es die größten Probleme geben.
-> Druckertreiber, Scannertreiber usw.


Und falls deine Eltern auf dem Rechner auch TV via DVB-S schauen wollen, sieht's unter Linux leider grauenhaft aus, denn Kaffeine ist das halbwegs einzige brauchbare TV Programm das mit DVB-S einigermaßen ansprechend umgehen kann, aber verglichen mit der Windows Software DVBViewer ist es trotzdem grauenhaft in der Usability.

So etwas kann dann schon ein Argument sein bei Windows zu bleiben, denn die TV Hardware wird unter Virtualbox wohl kaum funktionieren.


Windows Spiele können unter Linux ebenfalls problematisch sein.
meine Eltern spielen nicht, daher hatte ich das Problem nicht.
Und zum TV schauen habens sie den Fernseher, das ist also auch kein Problem.

Gast
2013-04-20, 09:07:32
Zudem ist meine Erfahrung, dass wenn es einmal läuft, es immer läuft und nicht irgendwann unerklärliche Fehler auftachen.

Kann ich nicht bestätigen.

Die Probleme sind lediglich etwas seltener, aber sie kommen auch unter Linux vor.

Insbesondere liegt das auch an der Qualitätspolitik von Ubuntu.


Denn wie schon gesagt, mit nem Update kann es schon mal vorkommen, das plötzlich das Netzwerk, der Drucker oder die Soundkarte nicht mehr geht.
Da muss man dann ran, aber es ist kein unlösbares Problem.
Aber es kommt eben hin und wieder vor, weil die Paket Maitainer bei Ubuntu nicht richtig aufpassen oder nicht alle Hardware berücksichtigen können.

Gast
2013-04-20, 09:11:51
Dann bleibt natürlich noch die Frage, ob du die User nach dem Supportzeitraum noch durch ein Dist-Upgrade führen willst. Wäre da eine "gemäßigtes" Rolling Release nicht angenehmer? Die von Debian betreiben mit "Testing" schon seit 13 Jahren ein Rolling Release und ich traue diesen Menschen mehr als Canonical.



Rolling Release bei nem Rechner den man nut selten selber benutzt ist blödsinn und schadet mehr als das es nutzt.


Wenn du den Rechner nicht jede Woche einmal updates, dann wirst du schnell inkompatibel zum Rolling Release.

Gast
2013-04-20, 09:15:29
Das ist mir schon klar. Mir geht es aber um die Frage, ob eine aktuelle Linux-Distribution nicht von Haus aus anfängerfreundlicher ist, und nicht um die Frage, wie ich ein Win-System möglichst abfängerfreundlich zusammenbasteln kann.

In diesem Fall klingt das so, als würdest du deine Eltern die Admins sein lassen.

Wenn das so ist, dann würde ich dir raten es bei Windows zu belassen.
Das kennen sie schon, bei Linux werden sie sich nicht selbst helfen können, wenn es zu Problemen kommt.

Gast
2013-04-20, 09:21:38
Ich würde ein Dualsystem machen.
Bootmanager mit Ubuntu und Win7.
Dann kann er selber schauen was ihm liegt.


User startet Windows.

User: "Lass uns mal den Rechner durchstöbern, oh das sieht interssant aus."
User klickt in der Systemsteuerung auf Computerverwaltung

User: "Hm, Datenträger verwalten, mal da drauf klicken."
User klickt auf "Datenträgerverwaltung".

User: "Was ist denn das für ne unbekannte Partition? Da sind ja jede Menge GB, die könnte ich gut gebrauchen, die Windows Platte ist eh schon ziemlich vollgemüllt. Gleich mal formatieren und für Windows ready machen."

User hat so eben die Linux Partition formatiert.

Gast
2013-04-20, 09:25:06
ja genau... und weil die Lizenz für Windows eh irgendwo klebt...
wieso sollte man (DAU) dann noch den komplizierten Umweg über eine VM gehen? (und im Endeffekt 2 Systeme pflegen)


.

Mit ner Kopie des Windows Virtual Box Images pflegst du nur ein System.

Viren Malware und Co sind irrelevant, wenn du das Windows Virtual Box Image einfach bei Bedarf überschreibst und der Nutzer das Windows nicht gerade zum Home Banking verwendest.


Und ansonsten hat so ein Windows Virtual Box Image ja nicht viel.
Windows 7 Vanilla und dann vielleicht noch MS Office und Elster.
Das sollte es gewesen sein.

Das kann man auch noch gut aktuell halten. (natürlich immer dazu die Kopie verwenden und dann rüberkopieren!)


Wer natürlich 80 % der Software unter Windows haben muss, dem ist mit Linux nicht geholfen.
Da kann man dann auch gleich Windows nativ installieren.

Gast
2013-04-20, 09:33:50
Beispiel Firefox: warum wird per Default die Menüleiste verborgen? Das man die ALT-Taste erst drücken muss kann man älteren Menschen nicht gut vermitteln. Das Chrome-Menü finde ich auch nicht viel besser.

Das wird für die Tablets und Netbooks gemacht, damit man mehr Platz auf diesen Winzig Displays für die Webseite hat.

Ich finde das allerdings auch blöd.



Beispiel GMX-Webinterface: eigentlich unzumutbar für ältere Menschen, dauernd ist irgendein Fenster mit einer Erinnerung/Werbung vorgeschaltet (nach dem Einloggen) und den weiter-Button findet man jedesmal woanders. Außerdem: warum muss eine Webseite ständig umgebaut werden?!

E-Mail Programm für Oma und Opa einrichten und das Problem ist erledigt!


Ich nutze das Webinterface von GMX auch nur dann, wenn ich gerade Windows gebootet habe und nach den Mails sehen will.
Ansonsten habe ich unter Linux mein E-Mail Programm eingerichtet.


PS: Das neue GMX Webinterface finde ich schlecht, da es zu viele Cookies braucht und mein Rechner ist so eingestellt, dass Cookies generel nicht erlaubt sind.
D.h. ich muss für jeden GMX Server die Cookies freischalten, damit das Webinterface vernünftig funktioniert.
-> Hat GMX blöd gelöst.





Beispiel Avast: Selbst wenn man sich registriert kommt alle paar Monate ein Fenster hoch wo man eine Aufforderung sieht sich die Software zu kaufen. Die Kauf-Option ist natürlich stärker hervorgehoben als die Option die kostenlose Variante weiterzunutzen, das ist gegenüber älteren Menschen auch schlecht.


AVG benutzen, ist nicht so aufdringlich wie Avast.
Bin unter Windows vor 8 Jahren von Avast deswegen auf AVG umgestiegen.




Und dann noch immer diese ganzen ständigen Updatefenster .... Ein Update soll automatisch funktionieren und nicht die Nutzer immer nerven.

Ja, aber viel nerviger ist, dass unter Windows jedes Programm seine eigene Updatefunktion mitbringen will.
Da sich die Drittsoftwarehersteller von MS aber nicht in die Karten sehen lassen wollen, ist dies wohl nicht anders zu realisieren.

Kommerzielle SW wird unter Linux auch nicht anders upgedated.
Und die Repos sind keine Lösung, da die SW Geld kostet und nicht jeder auf die Repos zugreifen könenn soll, deswegen werden sie für so etwas nicht genutzt.



Und da wundern sich die Leute dass die Anwender stärker in Richtung Tablets wandern??? Die Leute werden immer älter, die PCs sollten einfacher werden und nicht komplizierter.

Tablets sind da leider noch schlimmer.

Bei nem PC soll man nur immer ne neue Antivirensoftware kaufen, bei den Tablets MUSS man quasi immer ein neues Tablet kaufen, weil es nach 2 Jahren kein Update mehr für das alte Android Tablet mehr vom Hersteller gibt.

Der Support ist bei Tablets einfach grottig.
Bei Apple mag das geringfügig besser sein, aber da gibt's dann andere Limitierungen.

Für mich war das bisher alles ein Grund, kein Tablet mehr zu kaufen.

Die Erfahrungen die ich mit meinem N810 gemacht haben, reichen mir hier.
Der Support ist grottig und selber machen kann man auf Tablets nicht viel, zumindest nicht ohne Aufwand reinzustecken und darauf habe ich keinen Bock.
Dann lieber ein Ultrabook.

Oid
2013-04-20, 09:45:26
Und falls deine Eltern auf dem Rechner auch TV via DVB-S schauen wollen, sieht's unter Linux leider grauenhaft aus, denn Kaffeine ist das halbwegs einzige brauchbare TV Programm das mit DVB-S einigermaßen ansprechend umgehen kann, aber verglichen mit der Windows Software DVBViewer ist es trotzdem grauenhaft in der Usability.


Ne, höchstens DVB-t. Und das funktioniert wunderbar mit Kaffeine.

Watson007
2013-04-20, 13:20:34
E-Mail Programm für Oma und Opa einrichten und das Problem ist erledigt!

[...]

Tablets sind da leider noch schlimmer.

Bei nem PC soll man nur immer ne neue Antivirensoftware kaufen, bei den Tablets MUSS man quasi immer ein neues Tablet kaufen, weil es nach 2 Jahren kein Update mehr für das alte Android Tablet mehr vom Hersteller gibt.

Der Support ist bei Tablets einfach grottig.
Bei Apple mag das geringfügig besser sein, aber da gibt's dann andere Limitierungen.

zu 1. meinem Vater habe ich Thunderbird bereits draufgespielt.

zu 2. deine Update-Erfahrungen mit Tablets betreffen hauptsächlich Android-Tablets. Meinen Eltern würde ich höchstens ein Apple-Tablet kaufen.

Mein Vater benutzt leider Excel intensiv, dem kann ich kein Ubuntu draufmachen....

Gast
2013-04-20, 18:15:05
Mein Vater benutzt leider Excel intensiv, dem kann ich kein Ubuntu draufmachen....

Bei den Programmen ist das immer so ne Sache.

Bei Excel würde ich erstmal fragen ober er wirklich Excel benutzen muss?


Das MUSS ist gegeben, wenn er von anderen Personen Exceldateien bekommt, die er berarbeiten und als Exceldatei wieder weitergeben muss.


Wenn es aber nur daran liegt, dass er sich mit Excel auskennt und seine Sachen bisher mit Excel bearbeitet hat, ohne das wirklich Not daran besteht.
Er also weder Exceldateien an andere Exceluser verbreiten noch selbst von anderen Excelusern Exceldateien bekommt, dann wäre es mal Zeit, ihm Libre Calc Schmackhaft zu machen.

D.h. in so einem Fall wäre ein Wechsel zu Linux durchaus im Bereich des möglichen.


@Old

Ja, DVB-T ist unter Linux kein Problem, das stimmt.
Aber bei DVB-S sieht's halt leider grauenhaft aus.

Gast
2013-07-04, 21:11:41
In diesem Fall klingt das so, als würdest du deine Eltern die Admins sein lassen.

Wenn das so ist, dann würde ich dir raten es bei Windows zu belassen.
Das kennen sie schon, bei Linux werden sie sich nicht selbst helfen können, wenn es zu Problemen kommt.

Die können sicherlich mit Windows auch nicht umgehen. Standardmäßig rufen solche Leute immer ihren "Experten" an, sobald die geringste Schwierigkeit auftaucht. Wenn etwas nicht funktioniert => Telefon oder sie lassen es bleiben. Ob Windows oder Linux ist von diesem Standpunkt aus egal.

Gast
2013-07-04, 23:12:22
MS Office und Linux/Wine können sich recht gut leiden. :)

http://i.imagebanana.com/img/8m43jbpl/thumb/Bildschirmfoto1.jpg (http://www.imagebanana.com/view/8m43jbpl/Bildschirmfoto1.jpg)

Hier habe ich Office 2007 am Laufen. Allerdings habe ich keine neueren Versionen getestet. Bzw. ich nutze hier MS Office nur noch um alte Dokumente öffnen zu können.

Lokadamus
2013-07-05, 20:16:39
MS Office und Linux/Wine können sich recht gut leiden. :)Scheint eher teils, teils zu sein.
http://appdb.winehq.org/objectManager.php?sClass=application&iId=31

Uran_235
2013-07-06, 18:10:59
Skype unter Linux ist auch nicht das Wahre.

Gast
2013-07-06, 18:58:21
Skype unter Linux ist auch nicht das Wahre.
Was denn genau? Wird seit Jahren benutzt und machte bisher nie Probleme. Lief auch relativ perfomant auf ältereren Systemen.

Uran_235
2013-07-06, 19:19:58
Was denn genau? Wird seit Jahren benutzt und machte bisher nie Probleme. Lief auch relativ perfomant auf ältereren Systemen.

Im Vergleich zu Windows Version, fehlen da die Hälfte der Funktionen.