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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erster Felsplanet in habitabler Zone


Monger
2014-04-17, 20:33:10
Hat sich ja im letzten Monat bereits vielfach angedeutet, aber mittlerweile ist wohl auch offiziell die Katze aus dem Sack:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/planet-kepler-186f-astronomen-finden-exoplaneten-in-bewohnbarer-zone-a-964931.html

Zugegeben, ist immer noch nicht so ganz optimal. Wirkt klimatisch wie ein etwas zu schwer geratener Mars. Aber ist ein Anfang.

ellevit
2014-04-17, 21:12:13
Naja, er ist deutlich schwerer, wäre also in der Lage seine Atmosphäre zu halten. Allerdings, da der Stern ein Roter Zwerg ist, wird der Planet, um in der habitablen Zone zu liegen, sehr nah dran sein und damit wohl eine gebundene Rotation aufweisen. Aber sehr interessant. Und wenn da Leben entsteht, hat es aufgrund der gigantisch höheren Lebensdauer des Sternes, auch entsprechend viel Zeit sich zu entwickeln.

Surrogat
2014-04-17, 22:39:07
langsam aber sicher nervt dieses gesuche nur noch, also ob es ausreichen würde wenn ein Planet eine gewisse Masse und einen gewissen Abstand zu seinem Stern hätte damit Wasser theoretisch flüssig sein könnte :rolleyes:

Entweder braucht Leben so optimale Umstände wie sie auf der Erde existieren überhaupt nicht und es kommt in reicher Zahl überall im Kosmos vor, auch unter ganz anderen Umständen, oder aber es braucht wirklich zig zufällig zusammentreffende Umstände wie auf der Erde, dann aber können wir mit der indirekten Methode noch zig jahre suchen und es wird nix bringen. Dann kann man nur vor Ort nachschauen obs da was gibt und das geht bekanntlich nicht.

Nur diese ständigen, von den Boulevardmedien getriebenen, Phantasiegebilde die da kreiert werden, sind einfach nur Unsinn.

ux-3
2014-04-17, 22:56:37
dann aber können wir mit der indirekten Methode noch zig jahre suchen und es wird nix bringen. Dann kann man nur vor Ort nachschauen obs da was gibt und das geht bekanntlich nicht.

Der Nachweis einer Sauerstoffatmosphäre würde mir persönlich ausreichen um an Leben zu glauben.

Sony
2014-04-17, 23:49:46
Warum? Eine Sauerstoffatmosphäre wäre doch eher giftig:
"Tut das Not, dass das hier so rumoxidiert?!"

Schokiboki
2014-04-18, 02:49:30
Bleibt halt die Frage, ob eine Sauerstoff-Atmosphäre nicht auch anorganisch entstehen und gehalten werden kann? z.B. bei einem sehr feuchten/nassen Planeten und harter Strahlung.... :confused:

Whatever, 500 Lichtjahre, my ass! Ist ja schön und gut, aber solange ich da nicht selbst vor Ort sein kann, ist diese Erkenntnis unglaublich unbefriedigend :redface: Da braucht man schon WARP-Faktor 5 um da in überschaubarer Zeit hinzukommen.

Schokiboki
2014-04-18, 03:53:01
Mich würde aber auch interessieren, wie groß der durchschnittliche Felsplanet (also ungleich Gasplanet) so im Schnitt ist. Das kann man heutzutage noch nicht sagen, weil die aktuell im Einsatz befindliche Technik es noch nicht hergibt kleine Planeten unterhalb von Erdmaßen "aufzulösen", aber in einigen Jahrzehnten dürfte das wohl kein Problem darstellen...

Und dann wäre so eine Statistik ganz interessant... ob unsere Erde eher klein ist, oder durchschnittlich, oder überdurchschnittlich? Bisher hat man ja fast nur Super-Erden entdeckt, bedingt durch die technische Limitierung.

So 'ne Erde mit 20 000 km Durchmesser wäre aber schon ganz nice ;)
Unsere kleine Pisskugel ist schon bis an den Anschlag überfüllt.

HajottV
2014-04-18, 08:48:51
"Tut das Not, dass das hier so rumoxidiert?!"

Eben, weil Sauerstoff so oxidierend ist, bedeutet die Existenz von Sauerstoff eine Sauerstoffquelle. Angenommen man findet Methan und Sauerstoff... dann wäre das ein starkes Indiz für biologische Prozesse ähnlich denen bei uns - wobei eine Biologie auf anderer Basis ja denkbar ist.

So 'ne Erde mit 20 000 km Durchmesser wäre aber schon ganz nice ;)

D.h. bei gleicher Dichte 3.5g. Das dürfte für uns ziemlich spaßbefreit sein.

Monger
2014-04-18, 10:31:38
Bleibt halt die Frage, ob eine Sauerstoff-Atmosphäre nicht auch anorganisch entstehen und gehalten werden kann? z.B. bei einem sehr feuchten/nassen Planeten und harter Strahlung.... :confused:

Bis jetzt ist wohl kein entsprechender chemischer Prozess dazu bekannt. Strahlung kann zwar Sauerstoff spalten, bringt aber auch genügend Energie mit um den Sauerstoff wieder zu oxidieren. Hab irgendwo ne Rechnung dazu mal gesehen, auf natürlichem Wege kann wohl der Sauerstoffanteil auf ein paar Prozent des CO² Anteils steigen, aber nicht weiter.

Um darüber hinaus zu kommen, muss irgendwas beide Elemente voneinander trennen, und den Kohlenstoff aktiv einlagern. Das kann im kleinen Maßstab vielleicht noch zufällig vorkommen, aber nicht im Maßstab eines ganzen Planeten.

Hasi-Dödli
2014-04-19, 02:31:30
D.h. bei gleicher Dichte 3.5g. Das dürfte für uns ziemlich spaßbefreit sein.
Für uns ja ;)
Aber für die Wesen, die sich an eine solche Schwerkraft evolutiv angepasst haben, wohl eher weniger...

Sony
2014-04-19, 11:13:45
Hier noch einer der vielen "ganz seltenen" Fälle von Sauerstoff in der Athmosphäre:
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12633-2010-11-30.html

Monger
2014-04-19, 12:44:16
Hier noch einer der vielen "ganz seltenen" Fälle von Sauerstoff in der Athmosphäre:
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12633-2010-11-30.html
Rhea hat eine Exosphäre (http://en.wikipedia.org/wiki/Atmosphere_of_Rhea#Atmosphere), die paar Moleküle sind kaum wahrnehmbar. Und selbst dann ist eine Quote von 5 zu 2 von O² zu CO² nicht gerade viel.

GSXR-1000
2014-04-19, 16:17:07
Der Nachweis einer Sauerstoffatmosphäre würde mir persönlich ausreichen um an Leben zu glauben.
Um eine Atmosphäre zu halten (und somit auch wasser) bedarf es nach heutiger erkenntnis zwingend ein ausreichend starkes magnetfeld. Also dürfte ein eisenkern ebenso vorraussetzung sein.
Insofern ist der hype um exoplaneten relativ übetrieben. Der Orbit ist nur eine von hunderten Kriterien die erfüllt sein muessten.
Die wahrscheinlichkeit soetwas verifizierbar in dem von uns beobachtbaren bereich des universums zu finden duerfte mehr als unterirdisch gering sein.

Dicker Igel
2014-04-19, 21:40:40
Whatever, 500 Lichtjahre, my ass! Ist ja schön und gut, aber solange ich da nicht selbst vor Ort sein kann, ist diese Erkenntnis unglaublich unbefriedigend :redface:

Wenn man so einen Planeten 100% verifizieren kann, wäre das ein Ziel! Ich halte diesen Forschungsbereich für äußerst wichtig, denn es kann bei Erfolg eben andere Bereiche beflügeln, so ist nun mal unsere Natur.

Erdbeermayonnaise
2014-04-19, 21:49:33
Um eine Atmosphäre zu halten (und somit auch wasser) bedarf es nach heutiger erkenntnis zwingend ein ausreichend starkes magnetfeld. Also dürfte ein eisenkern ebenso vorraussetzung sein.

So einfach ist das nun auch wieder nicht. Die Venus hat kein Magnetfeld und eine äußerst dichte Atmosphäre. Davon abgesehen dürften aufgrund der relativen Elementhäufigkeit die überwiegende Mehrheit der Felsplaneten einen Eisenkern haben. Alle vier des Sonnensystems haben einen.

Simon Moon
2014-04-22, 21:05:27
Die wahrscheinlichkeit soetwas verifizierbar in dem von uns beobachtbaren bereich des universums zu finden duerfte mehr als unterirdisch gering sein.

Q.E.D. - Das hiess es bisher immer und genau darum betreibt man nicht zuletzt die Forschung. Bis vor wenigen Jahren bezweifelten ja noch viele, dass es überhaupt Exo-Planeten gäbe.

Aktuell explodiert die Anzahl der Entdeckung zudem offenbar auch:
http://abload.de/img/495px-exoplanet_discofnoqs.png

Sind bereits 818 dieses Jahr. Das ist nahezu eine Verdopplung der gesamten Anzahl - seit dem ersten Planeten 1990. Bei der Entwicklung ist es nicht auszuschliessen, dass wir in ein paar Jahren Planeten finden, welche potentiell für Leben geeignet sind.

Nightspider
2014-04-22, 21:33:54
Gibts die Grafik auch in groß? :D

Ist nicht seit einer Weile ein neuer Satelit im All, welcher vllt für die vielen Neuentdeckungen verantwortlich sein könnte oder gibt es einfach neue Methoden/Algorithmen für bisherige Teleskope?

Monger
2014-04-22, 22:17:01
Gibts die Grafik auch in groß? :D

Ist von Wikipedia, siehe hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Planet_search_device

Ist nicht seit einer Weile ein neuer Satelit im All, welcher vllt für die vielen Neuentdeckungen verantwortlich sein könnte oder gibt es einfach neue Methoden/Algorithmen für bisherige Teleskope?
Das Kepler Teleskop ist wohl für nahezu all diese Neuentdeckungen verantwortlich.
Siehe auch hier:
http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_exoplanets_discovered_using_the_Kepler_spacecraft

Gemessen daran dass man mindestens drei Transite braucht um einen Planeten nachzuweisen (d.h. um die Erde zu finden müsste man mindestens drei Jahre lang den selben Himmelsausschnitt betrachten), und Kepler nicht empfindlich genug ist um auch bei kleinen gelben Sonnen einen kleinen Felsplaneten zu finden, ist das ne ziemlich große Liste. Mit der nächsten Generation an Teleskopen darf man nochmal deutlich mehr Planeten erwarten.

Deinorius
2014-04-23, 07:51:36
Man muss auch bedenken, dass die bisher gefundenen Exo-Planeten sich nur innerhalb eines Radius von etwas über 400 Lichtjahren befinden (?). Extrapoliert das auf die gesamte Galaxie. :D

john carmack
2014-04-26, 07:42:34
Man muss auch bedenken, dass die bisher gefundenen Exo-Planeten sich nur innerhalb eines Radius von etwas über 400 Lichtjahren befinden (?). Extrapoliert das auf die gesamte Galaxie. :D

Oder auf das ganze Universum ;D
Ich bin sicher das es irgendwo noch Leben gibt.

Hinkommen werden wir sowieso nicht - und alleine der Kontakt per Funk oder ähnlichem ist fast unmöglich...

Im Ernst!
Was würde denn passieren wenn wie eine zweite Erde mit Wasser usw. in 500LichtJahren Entfernung entdecken würden? :wink:
Wir können dan ja doch nichts machen.......................

Deinorius
2014-04-26, 09:06:01
NOCH nicht. ;)
Wir werden das natürlich nicht erleben. :(

-/\-CruNcher-/\-
2014-04-26, 12:00:59
Wer weiss ob es unsere gesammte jetzige Zivilisation überhaupt noch erleben wird oder erst die darauf folgende neue, gesetz dem Fall es wird bzw kann noch eine nach uns geben auf der Erde ;)

Deinorius
2014-04-26, 23:55:33
Prinzipiell spricht nichts dagegen. Das größte Problem dürfte wohl die Zeit sein. Die Erde drängt immer mehr aus der habitablen Zone heraus. Ich weiß nicht mehr so genau, wie lange das dauert, aber es könnte schneller kommen, als eine neue Spezies Zeit hätte, sich zuentwickeln.

ngl
2014-04-27, 00:36:05
Eine Milliarde Jahre dauert das noch. Also mehr als genug Zeit das noch was kommt, wenn wir es nicht schaffen sollten.

Deinorius
2014-04-27, 00:40:21
So? Hmmm... Irgendwie hatte ich eine niedrigere Zahl im Kopf. Danke für die Korrektur.

ngl
2014-04-27, 10:11:05
Okay meine Erinnerung lag auch mit 0.75mrd Jahren nur knapp daneben.
Laut Nature ist es in 1.75mrd Jahren soweit. Also wer Bauspart, der sollte am besten das Geld wo anders investieren... :D

http://www.nature.com/news/earth-s-days-are-numbered-1.13788

fondness
2014-04-27, 11:09:12
Okay meine Erinnerung lag auch mit 0.75mrd Jahren nur knapp daneben.
Laut Nature ist es in 1.75mrd Jahren soweit. Also wer Bauspart, der sollte am besten das Geld wo anders investieren... :D

http://www.nature.com/news/earth-s-days-are-numbered-1.13788

Wobei die habitable Zone sehr großzügig definiert ist. Komplexes Leben wird schon wesentlich früher verschwinden. In ca. 900mio Jahren überschreitet die Oberflächentemperatur auf der Erde die für höhere Lebewesen kritische Temperatur von 30°C, schon wesentlich früher wird es sehr sehr ungemütlich. Als Ausweichmöglichkeit würde sich allerdings der Mars anbieten, er bleibt bis zum Ende der Sonne halbwegs im grünen Bereich: http://online.liebertpub.com/doi/pdfplus/10.1089/ast.2012.0938

ux-3
2014-04-27, 11:28:27
D.h. bei gleicher Dichte 3.5g. Das dürfte für uns ziemlich spaßbefreit sein.

Ich vermute, Du hast einen Denkfehler gemacht. R/Re = 1,59.
1,59^3 ergibt zwar die 3,9g, ABER der Abstand vom Mittelpunkt steigt um den gleichen Faktor an, damit fällt g wieder um den Faktor R². Letztlich hängt die Schwerkraft bei gleicher Dichte linear vom Radius ab. Also 1,59g

Zur Sauerstoffatmosphäre wurde eigentlich schon alles gesagt. Wir reden ja hier von der (heutigen) Erde ähnlichen Planeten, also nicht von O2 Spuren sondern von substantiellem Sauerstoffgehalt.

HajottV
2014-04-27, 12:11:58
Letztlich hängt die Schwerkraft bei gleicher Dichte linear vom Radius ab. Also 1,59g

Argh... Du hast völlig Recht! Danke für den Hinweis. :up: (Was komme ich mir jetzt doof vor.)

Deinorius
2014-04-27, 23:13:46
Wobei die habitable Zone sehr großzügig definiert ist. Komplexes Leben wird schon wesentlich früher verschwinden. In ca. 900mio Jahren überschreitet die Oberflächentemperatur auf der Erde die für höhere Lebewesen kritische Temperatur von 30°C, schon wesentlich früher wird es sehr sehr ungemütlich. Als Ausweichmöglichkeit würde sich allerdings der Mars anbieten, er bleibt bis zum Ende der Sonne halbwegs im grünen Bereich: http://online.liebertpub.com/doi/pdfplus/10.1089/ast.2012.0938


Es würde dann sicher nicht mehr gemütlich auf der Erde sein, aber ich sehe jetzt nicht unbedingt, dass zu einem gewissen Grad noch Leben existieren könnte. Natürlich auch nur so lange, wie Pflanzen Sauerstoff produzieren können. Ich nehme mal an, das Leben in den Meeren müsste sich am längsten halten.

john carmack
2014-04-28, 08:35:47
Was würde denn passieren wenn wie eine zweite Erde mit Wasser usw. in 500LichtJahren Entfernung entdecken würden?
Wir können dan ja doch nichts machen. :wink:

Dicker Igel
2014-04-28, 20:57:55
Es würde erst mal gar nix passieren. Aber wie schon erwähnt kann das andere Forschungsbereiche beflügeln, denn der Mensch ist eben grundsätzlich neugierig. Man braucht vor allem eine entsprechende Energiequelle, sonst geht da draußen gar nix.

Ich nehme mal an, das Leben in den Meeren müsste sich am längsten halten.
Die Meere würden sich auch verändern(Temperatur), was vermutlich auch Folgen für deren Bewohner hätte. Bricht ein Glied aus der Kette ...

fondness
2014-04-28, 21:04:21
Es würde dann sicher nicht mehr gemütlich auf der Erde sein, aber ich sehe jetzt nicht unbedingt, dass zu einem gewissen Grad noch Leben existieren könnte. Natürlich auch nur so lange, wie Pflanzen Sauerstoff produzieren können. Ich nehme mal an, das Leben in den Meeren müsste sich am längsten halten.

Nur zur Einordnung, aktuell beträgt die durchschnittliche Oberflächentemperatur auf der Erde etwa 15°C. Die 30°C in 900mio Jahren wären für alle heute auf der Erde lebenden komplexen Lebensformen ein existentielles Problem.

Deinorius
2014-04-28, 23:11:39
Die Meere würden sich auch verändern(Temperatur), was vermutlich auch Folgen für deren Bewohner hätte. Bricht ein Glied aus der Kette ...


Es wird sich immer was ändern. Darum geht es nicht. Je nachdem, wie das Leben auf Land zugrunde geht, besteht zumindest die Möglichkeit, dass sich Leben in den Tiefen des Meeres noch eine zeitlang halten kann. Die Bedingungen da unten sind so oder so extrem.

Nur zur Einordnung, aktuell beträgt die durchschnittliche Oberflächentemperatur auf der Erde etwa 15°C. Die 30°C in 900mio Jahren wären für alle heute auf der Erde lebenden komplexen Lebensformen ein existentielles Problem.


Eben, es ist ein Durchschnitt. Mein größtes Problem, das ich mit diesem Thema habe, ist die große Unkenntnis, unter welchen widrigen Umständen sich Leben entwickeln bzw. weiterentwickeln kann.
"Wasser ist unbedingt erforderlich. Der Planet muss ein Magnetfeld aufweisen, damit keine gefährliche Strahlung auf die Lebewesen trifft, bzw. die Atmosphäre nicht verdampft. Es darf nicht zu kalt, noch zu heiß sein. Und dann darf sich das System auch nicht zu nahe beim Zentrum der Galaxie befinden, weil dort alles ebenfalls zu verstrahlt ist." Usw. usf.
Was wissen wir schon vom Leben, doch nur über jenes auf diesem Planeten. Wie will man da verflucht nochmal allgemeingültige Aussagen machen? In 900 Millionen Jahren könnte es entweder kein Leben oder auch völlig anderes geben. Diese 900 Millionen Jahre sind eine längere Zeit, als es komplexes Leben auf der Erde überhaupt gibt. Laut einer aktuellen Theorie hat das komplexere Leben erst nach der Eisballzeit vor 650 Millionen Jahren dadurch erst einen Entwicklungsschub bekommen.
Zum Teufel nochmal, auf der Erde dürfte genug Zeit sein, damit gar ein paar Zivilisationen entstehen, solange weder wir noch nachkommende zuviel Mist bauen. Es wäre schon ein Wunder, wenn wir 1 Million lang durchhalten. :ugly:

Ich wäre schon zufrieden, wenn man einfach sagt: Es kann, muss aber nicht. So ist es hier, anderswo wiederum nicht.

Dicker Igel
2014-04-29, 01:57:09
Richtig kann man halt nur vorort forschen, und das ist halt ein Riesenproblem. Durch ein Fernglas konnte man auch nicht die Indianer von Europa aus sehen. Heutzutage entdeckt man immer noch neue Objekte in unserem Sonnensystem ... Wenn das Webb Teleskop erfolgreich positioniert ist, wird sicherlich noch einiges dazukommen.

Es wird sich immer was ändern. Darum geht es nicht. Je nachdem, wie das Leben auf Land zugrunde geht, besteht zumindest die Möglichkeit, dass sich Leben in den Tiefen des Meeres noch eine zeitlang halten kann. Die Bedingungen da unten sind so oder so extrem.

Ja klar, aber das Leben geht dann auch irgendwann zu Grunde, denn es kann ja nicht mehr heraus.

SOL
2014-04-29, 10:19:22
Bis vor wenigen Jahren bezweifelten ja noch viele, dass es überhaupt Exo-Planeten gäbe.

Mit Verlaub und ohne als Klugscheißer dastehen zu wollen: aber diese Leute habe ich nie ernst genommen und nie verstanden, wie man überhaupt auf so eine Idee kommen kann :)

kiX
2014-04-29, 10:45:03
Mit Verlaub und ohne als Klugscheißer dastehen zu wollen: aber diese Leute habe ich nie ernst genommen und nie verstanden, wie man überhaupt auf so eine Idee kommen kann :)
Das waren mit Sicherheit Leute wie Vikingr oder Governator, schließlich muss unser Sonnensystem ja in allem einzigartig sein.
Denn wie man klaren Verstandes auf die Idee kommen kann, es gäbe keine Planeten außerhalb unseres Sonnensystems, erschließt sich mir nicht.
Ich könnte mir aber vorstellen, dass man die Idee von Rogue Planets für unplausibel hielt, aber selbst da wurden inzwischen ja welche entdeckt.

john carmack
2014-05-15, 22:19:18
Schade das der Start des James Web Teleskops so weit nach hinten verschoben wurde.
http://www.jwst.nasa.gov/

Wenn man den Berichten glauben schenken darf, kommt es einer kleinen Revolution gleich ;)

Ich glaube das es ursprünglich 2013/2014 gestartet werden sollte...

Dicker Igel
2014-05-15, 22:28:30
Jo, von 2014 war mal die Rede, selbst 2018 ist aber nicht sicher, könnte auch erst 2020 was werden :(

Deinorius
2014-05-15, 22:47:02
Ich kann es kaum erwarten, bis das JWST endlich ins All kommt. :D

Monger
2014-05-18, 16:42:23
Mit Verlaub und ohne als Klugscheißer dastehen zu wollen: aber diese Leute habe ich nie ernst genommen und nie verstanden, wie man überhaupt auf so eine Idee kommen kann :)
Das hat sich immer wieder mal gewandelt. Vor 150 Jahren wäre auch keiner auf die Idee gekommen, aber zwischenzeitlich gab es widersprüchliche Aussagen.

Zum Beispiel war unklar, wie überhaupt so viel schwere Elemente in der Umgebung einer gelben Sonne vorkommen können. Dass eine Sonne verglüht und sich nach der Supernova wieder zu einer gelben Sonne zusammenfinden würde... wenn man das zeitlich überschlagen hat, kam erstmal dabei raus dass das noch nicht allzu oft passiert sein konnte, dafür ist das Universum nicht alt genug.
Außerdem gab es immer wieder Theorien, dass ein Sonnensystem mit so vielen Planeten zwangsläufig instabil sein muss, dass unser System nur aufgrund der sorgfältigen Abstimmung zwischen Jupiter und Saturn überhaupt stabil ist.

Solche und ähnliche Missverständnisse führten dazu, dass die Planetenentstehung zeitweise als extrem selten galt, dass man für die meisten Sonnen da draußen maximal Gasplaneten erwartet hat, und auch von denen nicht allzu viele. Völlig ausgeschlossen hat man erdähnliche Planeten nie, aber noch vor wenigen Jahrzehnten sah das nicht so rosig aus wie jetzt.

Aber ist ja nix neues. Auch die Neuzeit ist voll von Missverständnissen. Die Plattentektonik ist ja auch erst seit 1960ern bekannt.

Simon Moon
2014-05-24, 13:22:49
Das hat sich immer wieder mal gewandelt. Vor 150 Jahren wäre auch keiner auf die Idee gekommen, aber zwischenzeitlich gab es widersprüchliche Aussagen.

Stell dir mal vor, es wimmelt im Universum tatsächlich von Leben, aber es gibt schlicht keine vernünftige Methode schnell zu reisen. :biggrin:

Avalox
2014-05-24, 13:45:24
Stell dir mal vor, es wimmelt im Universum tatsächlich von Leben, aber es gibt schlicht keine vernünftige Methode schnell zu reisen. :biggrin:


Es muss ja niemand schnell reisen, um anzukommen.

Dazu kommt ja, dass für eine Spezies welche eine deutlich längere Lebenserwartung hat, vielleicht die Zeiträume zudem gar nicht so groß vorkommen und lange Lebenserwartung steht nicht im Widerspruch zu den bekannten Naturgesetzen.

mir K.O.
2014-05-24, 15:46:28
:confused:

Eure exo-solaren Träumereien in allen Ehren... aber die Suche nach interstellaren Leben/Lebensräumen ist im Angesicht der realen, greifbaren Alltagsprobleme doch nun wirklich nur esotehrischer Scheißdreck.
Insbesondere da es selbst in unserem Solarsystem bisher keine nennenswert intelligente Lebensform gibt… :freak:

Nakai
2014-05-25, 14:22:50
Insbesondere da es selbst in unserem Solarsystem bisher keine nennenswert intelligente Lebensform gibt… :freak:

Ack! :freak:

GeneralMap
2014-05-25, 15:27:34
Stell dir mal vor, es wimmelt im Universum tatsächlich von Leben, aber es gibt schlicht keine vernünftige Methode schnell zu reisen. :biggrin:

Musst noch warten bis 2063 ;D.

Grundsätzlich hoffe ich dass man schon eine Möglichkeit findet. Aber zunächst genügt es doch, wenn man zumindest innerhalb des eigenen Sonnensystems reisen könnte und Rohstoffe abbauen und mögliche Marskolonien aufbauen.

Vielleicht erleben wir ja dass man Fusionsreaktoren bauen kann und diese als Energiequelle nutzen kann. Vielleicht überrascht uns ja auch Graphen mit seinen Möglichkeiten. Aber zu unseren Lebzeiten sehe ich schwarz :(

Monger
2014-05-25, 22:37:38
:confused:

Eure exo-solaren Träumereien in allen Ehren... aber die Suche nach interstellaren Leben/Lebensräumen ist im Angesicht der realen, greifbaren Alltagsprobleme doch nun wirklich nur esotehrischer Scheißdreck.
Insbesondere da es selbst in unserem Solarsystem bisher keine nennenswert intelligente Lebensform gibt… :freak:
So ähnlich hat man sich wohl vor über hundert Jahren über die Quantenphysik geäußert: wer braucht den Mist? 50 Jahre später ist daraus die Halbleitertechnik entstanden, der Rest ist Geschichte. So ähnlich mit dem Fliegen: von Da Vincis Hubschrauberzeichnungen bis zum ersten Hubschrauber vergingen auch mindestens 300 Jahre.
Es braucht immer auch mal Menschen, die zumindest versuchen weit in die Zukunft zu denken.

Der_Donnervogel
2014-05-26, 00:27:11
Ob wirklich ernsthaft in die Richtung von interstellaren Reisemöglichkeiten geforscht wird, wird sicher maßgeblich davon abhängen, was man bei den Exoplaneten entdeckt. Wenn da nur ein paar unbewohnbare Felsenplaneten a la Venus gefunden werden, dann wird sich da kaum etwas tun.

Sollte man aber starke Indizien oder vielleicht sogar Beweise auf Leben finden, dann schaut es ziemlich sicher anders aus. Findet man erst mal irgendwo Leben, müsste man auch davon ausgehen, dass man früher oder später auf intelligentes Leben stößt. Diese Vorstellung, wird dann mit Sicherheit ein paar Militärs nervös machen und das Budget für die Raumfahrt würde sich rasch in ganz anderen Dimensionen bewegen als heutzutage. Denn wenn uns unsere Geschichte eins gelehrt hat, dann dass man lieber der Entdecker als der Entdeckte sein sollte.

Entsprechend würde die Entdeckung von außerirdischem Leben massiv Druck aufs Militär ausüben seinen Handlungsspielraum im Weltall auszubauen. Zumindest was interplanetare Reisen (Mars & Co) angeht wäre ein Schub zu erwarten. Interstellare Reisen sind natürlich noch ein ganz anderes Kaliber, trotzdem kann keiner abschätzen was vielleicht in 100 oder 200 Jahren alles möglich sein könnte.

wassn
2014-05-26, 00:46:43
Ob wirklich ernsthaft in die Richtung von interstellaren Reisemöglichkeiten geforscht wird, wird sicher maßgeblich davon abhängen, was man bei den Exoplaneten entdeckt. Wenn da nur ein paar unbewohnbare Felsenplaneten a la Venus gefunden werden, dann wird sich da kaum etwas tun.

Sollte man aber starke Indizien oder vielleicht sogar Beweise auf Leben finden, dann schaut es ziemlich sicher anders aus. Findet man erst mal irgendwo Leben, müsste man auch davon ausgehen, dass man früher oder später auf intelligentes Leben stößt. Diese Vorstellung, wird dann mit Sicherheit ein paar Militärs nervös machen und das Budget für die Raumfahrt würde sich rasch in ganz anderen Dimensionen bewegen als heutzutage. Denn wenn uns unsere Geschichte eins gelehrt hat, dann dass man lieber der Entdecker als der Entdeckte sein sollte.

Entsprechend würde die Entdeckung von außerirdischem Leben massiv Druck aufs Militär ausüben seinen Handlungsspielraum im Weltall auszubauen. Zumindest was interplanetare Reisen (Mars & Co) angeht wäre ein Schub zu erwarten. Interstellare Reisen sind natürlich noch ein ganz anderes Kaliber, trotzdem kann keiner abschätzen was vielleicht in 100 oder 200 Jahren alles möglich sein könnte.

Ich bin gespannt was die "warp field experiments" an Erkenntnissen bringen:
http://en.wikipedia.org/wiki/Warp-field_experiments
http://en.wikipedia.org/wiki/White%E2%80%93Juday_warp-field_interferometer

Klar ist jedenfalls, dass falls der Warpantrieb jemals möglich sein sollte, wir auf jeden Fall eine funktionierende und zuverlässige "high-energy-ouput" Energiequelle brauchen, z.B. einen Fusionsreaktor oder einen Materie-Antimaterie-Reaktor...

Die neueren Erkenntnisse zu Warpfeldern gehen ja von deutlich kleineren Energiemengen aus als noch früher angenommen, aber für heutige Verhältnisse ist das nichtsdestotrotz noch 'n ziemlicher Batzen...