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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Freefilesync 8.0 auf Mint 17.x cinnamon installieren


Stanger
2016-03-23, 11:35:11
Hallo zusammen,
ich steh grad total aufm Schlauch.
Ich habe derzeit Freefilesync 7.7 per apt-get usw. installiert nun ist aber eine neue Version 8.0 verfügbar.
Ich habe dann die Ubuntu Version runtergeladen und als .tar.gz vorliegen.
Wenn ich Sie entpacke habe ich lediglich eine Windows ähnliche Struktur vorliegen, keine .sh oder i-was damit ich es installiert bekomme.

Kann mir bitte jemand helfen ?
Besten Dank vorab.
mfg
Stanger

lumines
2016-03-23, 11:54:50
Du hast dir den Quellcode runtergeladen und müsstest das jetzt gegen dein System kompilieren und eventuell paketieren. Die Frage ist nur: Warum? Wenn man nicht gerade unbedingt scharf auf neue Features ist, sollte man die Version benutzen, welche die Distribution bereitstellt. Ansonsten musst du Updates jedes Mal neu kompilieren. Kann man natürlich machen, aber das ist ein nicht zu unterschätzender Aufwand. Genau die Arbeit nehmen dir die Distributionen ab.

Stanger
2016-03-23, 12:19:04
Ah Ok, vielen Dank für die Aufklärung. Ich bin in Linux nicht so fit daher die Frage.
Grundsätzlich würde mich allerdings trotzdem der Vorgang zur Installation interessieren -> man lernt ja nie aus.
;)

mfg
Stanger

lumines
2016-03-23, 12:30:01
Vor der Installation muss man das Programm erst aus dem Quellcode übersetzen (kompilieren). Dafür braucht man je nach Programm einen entsprechenden Compiler und die Header (für z.B. C-Programme) für die Libraries, von denen das Programm abhängt. Welche das sind, geben die Projekte meistens in ihrer Dokumentation an.

Dann bringen die meisten Programme ein Configure-Skript mit, das man ausführen muss. Da wird dann vor allem geschaut, ob alle Abhängigkeiten für die Kompilierung aufgelöst werden können.

Wenn die Abhängigkeiten erfüllt sind, kann man die meisten Programme kompilieren, indem man ein mitgeliefertes Make-Skript ausführt. Wenn es erfolgreich durchläuft, was das Configure-Skript vorher sicherstellen sollte, kann man das Programm mit einem "make install" installieren.

Das ist allerdings nur die rohe Installation. Darin befinden sich dann noch keine Anpassungen für deine Distribution. Z.B. stellen die meisten Maintainer sicher, dass sich die Programme ins Init-System der Distribution integrieren. Ansonsten müsste man die Prozesse manuell überwachen.

Weil das alles relativ aufwendig ist, benutzt man meistens einfach die vorkompilierten und angepassten Pakete aus der Distribution. Wenn man das einmal selbst ausprobiert, lernt man den Aufwand hinter den Distributionen allerdings auch erst einmal richtig zu schätzen, von daher kann das schon eine interessante Erfahrung sein. Damals™ habe ich mir immer Pidgin selbst kompiliert. Kann man machen, aber auf Dauer wird es natürlich nervig.

Heute würde man vermutlich darauf hoffen, dass jemand ein PPA bereitstellt, in dem von einem Nutzer eine vorkompilierte, neuere Version bereitgestellt wird. Die Qualität kann dabei natürlich schwanken und niemand garantiert, dass das über einen längeren Zeitraum gepflegt wird oder sich irgendwie in die Distribution richtig integriert.

Stanger
2016-03-23, 12:39:05
Danke für die ausführliche Erklärung.
Leider ist in dem entpackten Paket keinerlei Skript(e) enthalten wesewegen ich auch schon stutzig wurde.
Normalerweise kann auch ein Linux Newb wie ich, wenn .sh oder configure Dateien enthalten sind, die Installation bewerkstelligen.
Evtl. liegt es daran daß ich Mint 17.x fahre und der Download für 15.x gedacht ist, aber das nur eine Vermutung eines Linux Newbs.

mfg
Stanger

Edit: Die apt-get Variante geht natürlich allerdings nur für die alte Version 7.7 von FFS.

lumines
2016-03-23, 12:46:30
Ich habe mir das gerade einmal runtergeladen und im Archiv für Ubuntu steckt eine ausführbare Datei.

Linux Mint 17.x basiert übrigens auf Ubuntu 14.04 (und irgendeinem Debian-Release). Das FreeFileSync ist aber gegen Ubuntu 15.10 kompiliert. Kann gut sein, dass es dann nicht funktioniert. Man könnte es natürlich aus dem Quellcode von der Seite selbst kompilieren.

Die vorkompilierte Datei würde ich übrigens so direkt nicht ausführen. Auf der eigenen Webseite schreiben sie, dass sie mindestens im Windows-Installer Adware drinhaben. Da sollte man schon eher das Paket der eigenen Distribution verwenden, damit man nicht aus Versehen so etwas untergejubelt bekommt. Genau aus solchen Gründen fährt man mit den Paketen der Distributionen meistens besser. Die kümmern sich darum, dass so etwas nicht bei ihnen enthalten ist.

Edit: Die apt-get Variante geht natürlich allerdings nur für die alte Version 7.7 von FFS.

Das ist eben die Version, die Mint paketiert hat und ausliefert. Du bekommst ja nicht mit apt-get direkt die Version von der Webseite, sondern aus den Repositories von Mint. Featureupdates bekommt man meistens nur mit Distributions-Upgrades. Ubuntu, Mint und Debian handhaben das jedenfalls so für ihre Pakete in den stabilen Releases. Es gibt allerdings auch Distributionen, die das anders handhaben.

Stanger
2016-03-23, 16:43:29
Hallo lumines,
die Adware (war vormals Open-Candy mittlerweile irgendein AV-Produkt) ist nur im Windows-Installer enthalten, nicht aber in der Linux Version.
Die Adware kann man während der Installation unter Windows abwählen oder man spendet z.B. 5 Euro per Paypal und bekommt einen Adware-freien Downloadlink per Mail.
Woher ich das weiß ? Vom Author des Programmes ;)
Danke auch für die Infos bzgl. der Kompatibilität.

mfg
Stanger

Gast
2016-04-04, 07:44:47
Ffs wird sehr spät wenn überhaupt aktualisiert. Nutze mittlerweile luckybackup für sync. Wobei auch die Version im ppa nicht aktuell ist. Und cronjobs laufen ohne Tricks. Nur mal so als Tip am Rande