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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was genau verhindert Zugriff auf (nicht Früh)kindliche Erinnerungen?


Lyka
2017-01-31, 12:40:16
Hi,

ich arbeite seit einiger Zeit daran, Kindheitserinnerungen zurückzuholen. Ich beziehe mich nicht auf das Alter 1-3 Jahre, sondern ab dem Alter von 5-13? Ab 14 habe ich recht gute Erinnerungen an Ereignisse, Bilder, Gefühle, Geräusche, aber das Mittlere-Kindes-Alter ist ein dumpfes Rauschen, unterbrochen von einzelnen Bildern, die ich kaum festhalten kann :frown:

Ist der Zugriff darauf durch die Pubertät erschwert worden? Was könnte man tun, um sich an mehr zu erinnern? :confused:

PHuV
2017-01-31, 13:00:57
Du liegst richtig, in der Pubertät ändert sich wirklich die Gehirnstruktur.

Zur Frage der Erinnerungen an oder vor dieser Zeit ist ein bißchen komplexer zu beantworten. Man kann bis heute nicht genau erklären, wie sich Erinnerungen halten oder nicht. Ebenso gibt es vielfältige Ursachen, warum sich nicht erinnert werden kann. Man weiß heute, daß unser Gedächnis permanent (beispielsweise durch Schlaf) bereinigt wird, und diverse Wissensinhalte entsprechend sortiert und aussortiert werden, Stichwort Kurz-, Mittel- oder Langzeitgedächnis. Ebenso können diverse psychische Gegebenheiten (Ängste, Traumata, usw.) Erinnerungen mit Absicht als Selbstschutz verhindern).

Wie man da rankommt, ist auch sehr unterschiedlich. Einerseits kann es helfen, sich mit den Dingen zu beschäftigen, die man in dieser Zeit getan hat, oder einfach in die Gegend und Umgebung gehen, in der man sich die meiste Zeit aufhielt.

Die anderen Techniken wären mittels Hypnose, Selbsthypnose und diversen Meditationstechniken wie eine "Schamanenreise" zu verwenden. Dabei geht man einfach mittels eines internen Beobachters in die Vergangenheit zurück, indem man sich einige Ereignisse erholt und darin reist. Aber, das ist eben die Gefahr, man wird sich nicht an alles so erinnern, wie es tatsächlich war, sondern es wird gefiltert und mit dem Alltagsgedanken stark überlagert. Das erfordert eine hohe geistige Disziplin und Erfahrung mit sich selbst.

Weiter gibt es noch die klassische Freudsche Psychotherapie, die viel mit Regression arbeitet.

Joe
2017-01-31, 13:24:46
Ich habe hervorragende Erinnerungen bis vielleicht ~3 Jahre zurück.
Hab aber nie geraucht, und nur selten gesoffen. Vielleicht hats ja damit zu tun.

Womit ich massiv Probleme habe ist alte Erinnerungen in Kontext zu setzten.
Man verbucht Handlungen irgendwie automatisch als "richtig". Ich erwische mich immer wieder wie dumm meine Eltern vor 30 Jahren nach meinem heutigen Verständnis gehandelt haben. Oder viele menschen sind "gut" in meiner Erinnerung, obwohl sie eigentlich objektiv Arschlöcher waren.

Ash-Zayr
2017-01-31, 13:53:24
Ihr geht als Prämisse davon aus, dass die gesamte Lebenserinnerung ein gut geführtes Archiv in unserem Kopf sei, und die Kunst bestände lediglich darin, sich diesem richtig zu nähern und sich daraus zu bedienen.
Ich behaupte, 9x% unseres Erlebten ist erst gar nicht in dieses Archiv gelangt, da es im Laufe des Lebens unnötiger Ballast wäre, der den Menschen zunehmend lebensunfähig machen würde, da seine geistige Kapazität der schieren Datenmenge nicht gewachsen wäre. Wichtig sind lediglich eher Intuitionen und grundlegende Erinnerungen, die das Überleben sichern (Feuer, heiss, Wasser, Höhe, usw)
Kopf=Sieb, einiges bleibt zufällig hängen, das meiste nicht. Vielen können doch nicht mal den vorgestrigen Tagesablauf rekonstruieren. Wenn ihr also an Jahrzehnte alte Erinnerungen meint gelangen zu wollen, dann ist es merkwürdig, dass wir nicht in der Lage sind, kürzlich erlebte Tage minutiös nochmals nachzuerleben.
Ich glaube insofern nicht an ein Lang- und Kurzzeitgedächtnis im Sinne von zwei getrennten Festplatten oder Partitionen....wir haben nur (C:), und da ist alles drauf, was wir kennen, oder eben nicht...Garbabe Collection und TRIM lassen grüßen...;)

BTB
2017-01-31, 13:55:12
Genau so ist es bei mir auch. Ich empfinde das Alter ab 12 als Menschwerdung. Ab da waren die für mich (vermeintlich) einschneidesten Erlebnisse. Viele Erinnerungen vorher sind tatsächlich eher mit alten Fotos verknüpft. Da kann ich mich eher an die Fotos und darüber dann an die Momente erinnern, aber die Erinnerung selbst ist eher stark vernebelt.

Wobei ich jetzt mit 46 sagen muss, dass so einige Dinge tatsächlich erstmal weg sind. Alles sooo lange her :)

Weg ist aber nicht komplett weg. Ich bin z.B. nach fast 20 Jahren wieder mit der Frau zusammen gekommen die ich mit Anfang 20 geheiratet hatte. Die Ehe war nur von sehr kurzer Dauer, sie hat mich verlassen und ich wusste nie wirklich warum. Hat mich damals in ein tiefes Loch gerissen. Die Zeit, die Momente die Dinge danach waren erstmal alle weg. Sie war immer meine "Traumfrau". Als wir dann wieder zusammen gekommen sind, überwog erstmal die "Traumfrau" Erinnerung. Bis zu einem Tag, an dem irgendwie auf einen Schlag, alle Erinnerungen, Gefühle und Momente nach der Trennung wieder aufkamen. Das war total merkwürdig, alles wieder da. Ich musste dann echt überlegen ob es Sinn machte, da das ein totaler Dämpfer war. Hat dann zum Schluss leider nicht geklappt, eventuell auch, weil ab diesem Moment echt alles anders war. Ich bin dann gegangen.

Monger
2017-01-31, 14:37:26
Man kann mit Traumreisen o.ä. schon erstaunlich viel machen. Aber man muss sich halt bewusst sein, dass die Erinnerung nix festes ist. Ist nicht wie ein Foto dass langsam vergilbt, sondern auch vergangene Erinnerungen verändern sich unter neuen Eindrücken. Das Gehirn ist nicht dafür gebaut, alles mit Zeitstempeln zu speichern damit man im Archiv graben kann.

Deshalb sehe ich das mit Skepsis. Genauso wie luzides Träumen frage ich mich, was die langfristigen Nebenwirkungen (bzw. die Schäden) für die Persönlichkeitsentwicklung sind.

Mr.Miyagi
2017-01-31, 14:47:12
Was den Zugriff darauf verhindert weiß ich auch nicht. Da bei mir im Alter von 12 Jahren aufgrund Ausreise ein einschneidendes Erlebnis stattfand, kann ich noch recht genau zuordnen, was davor und was danach war.
Natürlich sind das oft nur Fetzen, ausgelöst mitunter durch Alltagssituationen.
Was bei mir wirklich oft und gut funktioniert ist in diesem Zusammenhang das Geruchsgedächtnis.
Letztens erst in so einem alten Theater gewesen und ich lauf da rein und hab den Geruch von meiner allerersten Turnhalle als Schulanfänger in der Nase. Und dann kamen direkt Erinnerungen hoch, von denen ich noch nicht mal mehr wusste, dass es sie gibt.
Das Turnhemd, auf das Muttern den Dynamo Dresden Sticker aufnähen musste. Der Glassplitter, der sich beim über den Boden rutschen ins Knie bohrte, die erste Sport-AG in dem Gebäude, zugehörige Gesichter mit und ohne Namen.

Das heißt sie scheinen doch alle noch irgendwo im Hirn zu stecken, diese kindlichen Erinnerungen. Ein Zugriff darauf (also auf die eigentlich vergessenen Erinnerungen) wird mitunter durch externe Reize ausgelöst.
Wär klasse, wenn man das selbst steuern könnte.

Monger
2017-01-31, 14:57:05
Mein Gedächtnis war schon immer erstaunlich schlecht. Ich könnte unmöglich beantworten wie der letzte Sommer war, und wo ich vor drei Jahren an Ostern war.

Einzelne Ereignisse bleiben ewig hängen, aber wenn ich alte Texte von mir selber sehe, fühlt sich das nicht wie etwas von mir selbst an, sondern wie von einer fremden Person. Dementsprechend fällt es mir extrem schwer, die Ereignisse an dich ich mich erinnern kann in eine zeitliche Reihenfolge zu bringen.

Das ist aber schon seit Jahrzehnten so, war bei mir nie anders.

seba86
2017-01-31, 15:24:05
Bei mir ist es nicht der Fall. Ab dem Kindergarten bis zum Ende der Grundschule ist es etwa gleich stark. Scheint also nicht allgemein gültig zu sein.

Showers
2017-01-31, 16:02:17
Konnte mich auch kaum an die Zeit vor dem 12. Lebensjahr erinnern. Oma meinte aber vor einigen Jahren das sie sterben muss (ist sie nicht, sie meinte es nur:biggrin:) und begann sehr viel aus ihrem Leben zu erzählen. Viele ihrer Geschichten hatten mich als kleines Kind zum Gegenstand. Nach ihren Erzählungen konnte ich mich wieder an sehr viele Ereignisse extrem genau erinnern. Die Erinnerungen waren so lebhaft, dass ich sie quasi noch ein mal erlebt habe. Seit dem kann ich Erinnerungen aus dieser Zeit sehr gut abrufen.

Danach habe ich mich mehrmals stundenlang mit meiner Mutter über meine Kindheit unterhalten und mir wurde eine ganz neue Welt eröffnet. Es waren zu viele Erinnerungen, um sie gleichzeitig alle verfolgen zu können. Ich habe mich danach mehrere Tage lang damit beschäftigt, mich an immer mehr zu erinnern. Auch mit meiner sechs Jahre älteren Schwester habe ich mich sehr umfassend ausgetauscht. Seit dem habe ich so viele "Triggerpunkte" in meinem Bewusstsein, dass ich extrem viele Erlebnisse vom 4. Lebensjahr an wie Filme in einer Mediathek abrufen kann.

PHuV
2017-01-31, 18:08:02
Ihr geht als Prämisse davon aus, dass die gesamte Lebenserinnerung ein gut geführtes Archiv in unserem Kopf sei, und die Kunst bestände lediglich darin, sich diesem richtig zu nähern und sich daraus zu bedienen.
Ich behaupte, 9x% unseres Erlebten ist erst gar nicht in dieses Archiv gelangt, da es im Laufe des Lebens unnötiger Ballast wäre, der den Menschen zunehmend lebensunfähig machen würde, da seine geistige Kapazität der schieren Datenmenge nicht gewachsen wäre. Wichtig sind lediglich eher Intuitionen und grundlegende Erinnerungen, die das Überleben sichern (Feuer, heiss, Wasser, Höhe, usw)
Kopf=Sieb, einiges bleibt zufällig hängen, das meiste nicht.
Ich sag das nicht. ;) Es ist ja heute bekannt, daß Erinnerungslücken entsprechend mit Fantasie unbewußt aufgefüllt werden, und daher die Erinnerungen ganz anders aussehen, als das was wirklich war. Und ja, es ist so, vieles wird von Gehirn aufgrund Kapazitäten natürlich gefiltert und entsorgt. Mir ging das beispielsweise heute morgen so, als ich mein Fahrrad aus dem Keller holte, und als ich am Ausgang stand, konnte ich mich gar nicht mehr erinnern, wie ich das Fahrrad rausholte. Gerade sich ständig wiederkehrende und wiederholende Tätigkeiten werden schnell wieder entsorgt.

Gehirn füllt Wahrnehmungslücken mit Trugbildern (http://www.wissenschaft.de/home/-/journal_content/56/12054/1201030/)

Und das was einige hier mit Menschwerdung ab 12 bezeichnen, hat auch was für sich. Es gibt wirklich einige Wissenschaftler, die Bewußtsein und Leben erst Menschen ab der Pubertät zuschreiben.

Einhard
2017-01-31, 19:36:25
Es gibt wirklich einige Wissenschaftler, die Bewußtsein und Leben erst Menschen ab der Pubertät zuschreiben.

Kannst da Namen nennen? Kenne ich so noch nicht.

Haarmann
2017-01-31, 20:10:29
Lyka

Ich finds jeweils total nützlich, wenn ich meinen eigenen Erinnerungen nutzen kann, um meine Tochter, die ist keine 3, nachvollziehen zu können.

Kannst Du denn die Fetzen nicht "sortieren" oder ist einfach alles "weit weg"?

Wie Showers sagt fehlt Dir ev eher der "Anker".

Wenn jemand beginnt, dann kannst, uU jedenfalls, weitererzählen.

schoppi
2017-01-31, 20:14:28
Die Grenze bei mir ist eher der Kindergarten. Ab meinem 6 Lebensjahr habe ich bewusste Erinnerung, die ich in erster Linie mit der Schule verbinde. Bei dem Unfall in Tschernobyl war ich 7 Jahre und ich weiß noch ziemlich genau, wie wir auf dem Schulhof darüber geredet haben...die ersten Bundesjugendspiele als ein Mädchen den Schlagball nach hinten warf.
Die Erinnerungen aus der weiterführenden Schule sind da gefühlt nicht viel mehr. Aus meiner Kindergartenzeit weiß ich dagegen fast gar nichts. Wenn dann am ehesten aus der Weihnachtszeit...wie ich zu Weihnachten die erste Lego-Ritterburg mit meinem Onkel aufgebaut hab.

Lyka
2017-01-31, 20:28:18
vielen Dank euch bisher..

ich habe einige Erinnerungen, Fetzen, aus meiner frühen Kindheit und auch von den Anfängen des Kindergartens und der Schulzeit, unzusammenhängende Bilder und Töne, die ich aktuell versuche, in größeren Brocken zusammenzufassen.

Halbe Fasterinnerungen, die ich nicht greifen kann, hängen in der Luft, ohne dass ich sie wirklich zu fassen bekomme. Hmm...

Ash-Zayr
2017-01-31, 20:40:29
Mal so gesagt...das Thema Erinnerungen plagt den daran transzendensziv Interssierten so sehr wie das Unvermögen, sich selbst an Träume zu erinnern, aus denen man gerade erwacht und ist sicher war, dass sie total geil und faszinierend waren, aber man bekommt sie nicht mehr zusammen. Ich bin Musiker und sicher, dass ich in einigen Träumen Welthits vorm geistigen Ohr hatte..kaum erwacht...peng, alles weg, Melodie lässt sich nicht mehr rekonstruieren, nur noch wie als Folter lässt der Traumgott einem die Gewissheit, dass es eben dieses Traum gab.

Aber es ist wie bei Astro-Nerds und der Frage nach dem Ursprung des Universums...dieses quälende Unvermögen, die Grenzen des Geistes engen uns ein...man will mehr sein, wissen, können,erinnern...aber es geht nicht...unsere Erinnerung ist nur eine Taschenlampe im Stockdunkel...mehr als der kleine Auschnitt des Ganzen an Erkenntnis wird uns zu keiner Zeit präsent sein nach vorn und vor allem nach hinten in der Zeit....

Haarmann
2017-01-31, 20:45:54
Lyka

Gibts so nen "Sandkastenkumpel" mit dem "Erinnerungspingpong" spielen kannst?

Musst einfach mal irgendwo nen echten Anker finden, wo dann etwas einsortieren kannst. Einschulung zB? Oder hast Dir mal was gebrochen?

PHuV
2017-01-31, 21:26:13
Kannst da Namen nennen? Kenne ich so noch nicht.
Morgan Freeman, Mysterien des Weltalls S04E04 - Wann beginn das Leben.
c8sNp70Svl8
Hier meint ab ca. 15:00 Prof. Philippe Rocha (http://www.psychology.emory.edu/cognition/rochat/lab/Rochat.html), ein Kinderpsychologe, daß Leben erst mit der Selbstbewußtheit beginnt. Prof. Hugko Lagercrantz (https://sv.wikipedia.org/wiki/Hugo_Lagercrantz)dagegen hält die 25. Schwangerschaftswoche für den Beginn von Bewußtsein und definiert das dann als Leben.

thomas62
2017-01-31, 22:14:50
Hypnose und nen wirklich guten Psychologen.

Nicht einen wo man gleich denkt der brauch selber nen Psychologen.

Thomas Gräf
2017-02-01, 00:39:39
Bei mir ist es so je älter ich werde je mehr erinnere ich mich an meine Jugend und Kindheit. Das passiert ohne Anstrengung, es kommt einfach.
Alles scheint Revue zu passieren.
Natürlich sagt man sich oh wie dumm oder naive war das alle damals.
Aber so ist eben Geschichte.

Thomas Gräf
2017-02-01, 00:45:29
Morgan Freeman, Mysterien des Weltalls S04E04 - Wann beginn das Leben.
http://youtu.be/c8sNp70Svl8
Hier meint ab ca. 15:00 Prof. Philippe Rocha (http://www.psychology.emory.edu/cognition/rochat/lab/Rochat.html), ein Kinderpsychologe, daß Leben erst mit der Selbstbewußtheit beginnt. Prof. Hugko Lagercrantz (https://sv.wikipedia.org/wiki/Hugo_Lagercrantz)dagegen hält die 25. Schwangerschaftswoche für den Beginn von Bewußtsein und definiert das dann als Leben.

Ja der Mensch und die Quantenphysik...nie werden sie eins werden, oder?:biggrin:

Einhard
2017-02-01, 11:00:17
Und das was einige hier mit Menschwerdung ab 12 bezeichnen, hat auch was für sich. Es gibt wirklich einige Wissenschaftler, die Bewußtsein und Leben erst Menschen ab der Pubertät zuschreiben.


Hier meint ab ca. 15:00 Prof. Philippe Rocha (http://www.psychology.emory.edu/cognition/rochat/lab/Rochat.html), ein Kinderpsychologe, daß Leben erst mit der Selbstbewußtheit beginnt.

Meiner Meinung nach hast du das falsch verstanden. Er meint, dass das Mensch-Sein in Abgrenzung zum Tier mit dem Selbstbewusstsein beginnt (Aber auch das ist Forschungsgegenstand und kein "Fakt".), nicht das "Am-Leben-Sein" oder "Mensch-Sein" in deinem Sinne.
Wuesste auch wie gesagt nicht, wer das so in der Wissenschaft vertritt oder behauptet.

Mortalvision
2017-02-01, 16:23:56
Womit hat es wohl zu tun? Für viele Leute hängt es mit der Sprachentwicklung zusammen. Kinder erweitern ihren Horizont im Alter von zwei drei Jahren um Tausende Wörter. Und sie lieben es, anderen zu erzählen, was sie gesehen, gemacht etc. haben.

Aber, es gibt auch andere Hilfen. Starke Gefühle helfen auch. Ich kann mich problemlos daran erinnern, nach dem Brei essen von Mama in den Arm genommen worden zu sein. Oder dass ich die Stimmen von Mama und großem Bruder aus der Küche gehört hatte, während ich in der Wiege lag, und mit der Taschenlampe spielte. Da war ich ca. zehn Monate alt ;)

5tyle
2017-02-02, 17:10:58
Erinnern tu ich mich schon aber im Kontext zuordenbar ist das nicht mehr, auch sind manche Erinnerungen, so ist mir bewusst geworden, einfach nicht mehr ganz akkurat und teilweise sogar falsch. Ich habe das immer eher so empfunden, dass Erinnerungen verschwimmen. Das erste Mal ist mir das aufgefallen als ich 16-20 war, denn zu diesem Zeitpunkt konnte ich mich noch mit einem hohen Grad an Genauigkeit an alles zurückerinnern. Ab diesem Zeitpunkt habe ich bemerkt, dass meine Erinnerungen verschwimmen. Das bedeutet, ich kann mich zwar noch erinnern, aber die Erinnerungen sind nicht mehr so präsent und akkurat, als ich das zum ersten Mal bemerkt habe, empfand ich das als unangenehm, weil ich zunächst das Gefühl hatte, dass mir damit eine Fähigkeit verlorenging.
Was mir bei bestimmten Ereignissen sehr geholfen hat ist, Erinnerungen ab und zu zu resümieren und wieder ins Gedächtnis zu rufen. Ein Tagebuch hätte bei sowas sehr geholfen, aber das habe ich nicht, höchstens ein paar Aufnahmen oder Bilder oder man redet einfach mit Freunden über vergangene Zeiten. Dann treten Details zu Tage, die man überhaupt nicht mehr auf dem Schirm hatte und dabei kommen dann auch plötzlich andere Erinnerungen zu Tage.
Es gibt einige Erinnerungen aus meiner frühen Kindheit und auch Kindheit, die sich glaube ich nur deswegen erhalten haben, weil ich mal danach gefragt wurde und selbst versucht habe mich zu erinnern und dadurch sozusagen eine neue Erinnerung oder so aufgebaut habe. Sonst hätte ich das bestimmt vergessen.
Dabei fällt mir auch auf, dass ich bereits extrem viele Dinge vergessen habe, manches ist noch unterbewusst gespeichert, anderes ist mir völlig entfallen. Es hat sich aber auch die Art und Weise verändert, Dinge wahrzunehmen und auch die Art und Weise wie man Inhalte priorisiert und sich daran erinnert. Früher habe ich mich auch an unwichtige, nicht relevante Dinge erinnern können, heute erinnere ich mich an Dinge die eher unwichtig sind sehr schnell überhaupt nicht mehr, das ist wahrscheinlich der größte Unterschied. Dafür ist aber der Umfang der insgesamt speicherbaren Information um ein vielfaches höher, nur besser kategorisiert und priorisiert aber manchmal weniger genau. Vergessen und Einordnen ist vielleicht auch eine Fähigkeit, die unter Umständen nützlich sein kann und man bestimmt auch trainieren kann. So ist zumindest mein eigenes Empfinden.

pollux
2017-02-06, 18:31:27
Jedes mal, wen man sich "erinnert", werden Neuronen neu verbunden (wodurch sich die Erinnerung auch verändert).
Und bei Erinnerungen, an welche man sich selten erinnert, werden eben keine neue neuronalen Verbindungen geknüpft - die Erinnerung verblasst.
Also: (sich selbst) möglichst oft an Dinge erinnern, die man nicht vergessen will. Vice versa...

Monger
2017-02-07, 09:50:44
Jedes mal, wen man sich "erinnert", werden Neuronen neu verbunden (wodurch sich die Erinnerung auch verändert).
Und bei Erinnerungen, an welche man sich selten erinnert, werden eben keine neue neuronalen Verbindungen geknüpft - die Erinnerung verblasst.
Also: (sich selbst) möglichst oft an Dinge erinnern, die man nicht vergessen will. Vice versa...
Damit unterstellst du, dass erinnern ein vorwiegend bewusster Vorgang ist.

Dass das häufig nicht klappt, merkt man spätestens wenn man mal wieder besonders hart darüber nachdenkt wo man denn seinen Schlüssel gelassen hat, und es einem partout nicht einfallen will ;-)

Vergessen ist auch mehr als nur ein "nicht oft genug" erinnern. Wahrscheinlich ist Vergessen ein ziemlich aktiver Vorgang. Was in bestimmte Muster reinpasst, wird gefiltert. Routine ist sehr gut fürs Vergessen, sich regelmäßig an etwas zu erinnern, könnte den gegenteiligen Effekt haben.

Simon Moon
2017-02-07, 10:53:58
Hi,

ich arbeite seit einiger Zeit daran, Kindheitserinnerungen zurückzuholen. Ich beziehe mich nicht auf das Alter 1-3 Jahre, sondern ab dem Alter von 5-13? Ab 14 habe ich recht gute Erinnerungen an Ereignisse, Bilder, Gefühle, Geräusche, aber das Mittlere-Kindes-Alter ist ein dumpfes Rauschen, unterbrochen von einzelnen Bildern, die ich kaum festhalten kann :frown:

Ist der Zugriff darauf durch die Pubertät erschwert worden? Was könnte man tun, um sich an mehr zu erinnern? :confused:


Vor nicht allzu langer Zeit habe ich mich ja ziemlich über das Thema PTBS, Borderline und in dem Zusammenhang die Entwicklung in der Kindheit befasst. Leider find ich nicht mehr genau die Dokumente die ich damals gelesen hab, aber in dem PDF hats zumindest genügend Buzzwords, die man danach auf wiki nachschlagen oder googlen kann:
http://www.daer.de/html/symposien/2011/download/Prof-Roth-Vortrag-Gehirnentwicklung-Normalitaet-u-traumatische-Stoerungen.pdf

Aber grob kann man das so sagen, dass man auch erst in dem Alter die Selbstreflexion entwickelt um Erinnerungen auch zu "katalogisieren" und man Wichtiges von Unwichtigem trennen kann. Wichtig ist dabei für das Gehirn eine Erinnerung, die man später wieder gebrauchen könnte. Dadurch wird man sich an die Erinnerung auch eher wieder mal erinnern bevor sie zu schwach ist und sie mit diesem Prozess des Erinnerns wieder verstärken.

Dicker Igel
2017-02-07, 11:40:20
Einerseits kann es helfen, sich mit den Dingen zu beschäftigen, die man in dieser Zeit getan hat, oder einfach in die Gegend und Umgebung gehen, in der man sich die meiste Zeit aufhielt.

Das halte ich für die beste Methode. Der Hof, wo man immer spielte, das Gebüsch, was damals die Höhle, das Raumschiff, whatever war. Der große Baum im Hof, der Rodelberg ... halt Plätze, mit denen man gewisse Erinnerungen assoziiert. Das können natürlich auch Gerüche sein, oder gewisse Geschmacksrichtungen ... Oder Serien, die man damals schaute, Bücher, Musik ... kann man imo alles als "Eselsbrücke" nutzen. Funktioniert zumindest für mich ganz gut.

Simon Moon
2017-02-07, 11:52:24
Damit unterstellst du, dass erinnern ein vorwiegend bewusster Vorgang ist.


Würd ich nicht aus der Aussage schlussfolgern. Aber dein Gehirn braucht auch eine gewisse Assoziation, dass die Erinnerung aktiviert wird. Wobei es hier wiederum zwei Arten von Erinnerung gibt - das eine ist reines Training, es werden immer die eichen Arbeitsabläufe eintrainiert, bis es halt eben quasi automatisch läuft. Dabei werden in dem Sinne auch bei jedem Taining neue Trigger mitassoziert, bis man sich dem gar nicht mehr bewusst ist.

Das andere sind dann konkrete Erinnerungen z.b. für eine Geschichtsprüfung. Hier wird aber nicht ein Muster eingeprägt, sondern relativ willkürliche Daten. Da ist ziemlich mühsam für unser Gehirn, das will viel lieber Muster wo es ein Input bekommt zur Assoziation und dann die Sequenz runterspielen kann. Darum arbeiten die Gedächtnisweltmeister ja auch häufig mit Geschichten, wenn sie sich einzelne Werte einprägen müssen. Es gibt evolutionär eigentlich auch wenig Grund für unser Hirn, sich z.b. eine Jahreszahl einprägen zu müssen. Entsprechend "vergessen" wir solche Daten schnell wieder, aber wenn wir etwa ein altes Schulbuch sehen, ein Kinderlied hören, den Lieblingspulli unserer Kindheit hervorkramen o.ä. kommen da plötzlich irgendwelche Erinnerungen hervor, die wir meinten schon lang vergessen zu haben.

Insofern ist es auch nur logisch, dass man gerade den Autoschlüssel häufig verlegt. Jedesmal wenn du den Autoschlüssel irgendwo hinlegst, überschreibst du die Erinnerung "wo ist mein Autoschlüssel" mit einem neuen Wert. Der alte Wert wird aber eben nicht gelöscht, sondern ist einfach etwas verblasst. Irgendwann hast du dann dann den Autoschlüssel so häufig abgelegt, dass sich da quasi starke Assoziationen an die üblichen 3 - 4 Plätze gebildet hast. Dein Gehirn wird also wenn du an "Autoschlüssel" denkst, automatisch diese Standard-Trigger abrufen. Es ergibt daher Sinn, wenn du den Schlüssel nicht findest, einen anderen Trigger zu probieren - z.b. dich zu Fragen, was hab ich denn gestern gemacht als ich nachhause kam? Und dann merkst du in dieser Seuquenz z.b. oh, ich musste ja dringend aufs Klo, wobei dann häufig auch gleich die Erinnerung kommt, wie man den Schlüssel da ja noch abgelegt hat, während man grad auf whatsapp grad mit xy gechattet hat.

Man kann dem je nach Situation natürlich auch noch einen tiefenpsychologischen Grund. Z.b. wenn du heute zum Zahnarzt musstest, hast du den Schlüssel vielleicht absichtlich im Badezimmer deponiert, wobei dies unterbewusst passiert ist und dein Bewusstsein daher jetzt keinen Zugang zu dieser Erinnerung hat. Auf einer höheren Ebene sollte sich das aber auch wieder in irgend einer Form in ein Muster bringen lassen - z.b. jedesmal wenn dir das Ziel der Autofahrt nicht gefällt, verlegst du den Schlüssel zuvor. Aber irgendwie glaub ich nicht, dass man die Funktion des Gehirns mit Tiefenpsychologie gut erklären kann, dass ist viel zu abstrakt. Was aber imo auch nicht heisst, dass diese Sichtweise falsch ist. Ich würds in etwa so sagen, dass jeder Mensch grob die gleiche "Hardware" hat, aber das "Spiel" welches dann da oben abläuft ist ziemlich. Wenn du nun als Psychologe in diesem konkreten Spiel weiter kommen möchte, ergibt es natürlich wenig Sinn die einzelnen Operationen des Prozessors zu analysieren, genauso wenig wie es für den Programmier wenig Sinn ergibt, da einfach das Spiel zu spielen und so auf die Rechenoperationen zu schliessen. Aber ich schweife ab...

Mr.Miyagi
2017-02-07, 16:58:18
Also bitte nicht lachen.
Es gibt da eine "Erinnerung", von der ich weder weiß, woher sie kommt noch was sie bedeutet.
Ich kann sie auch wirklich schlecht beschreiben, denn es ist fast nur ein Gefühl. Als ob sich etwas irgendwo durchdrücken muss. Oder irgendetwas viel zu Großes. Ich kann's echt nicht besser formulieren.
Bitte, bitte nicht lachen. Ich weiß selbst, wie sich das anhört. Als ob man quasi die erste Ausfahrt live mitbekommen hätte.
Kann es aber nicht sein, da ich doch irgendwie eine optische Erinnerung zu haben scheine.
Und das begleitet mich schon gefühlt mein gesamtes Leben (40 Lenze).
Wie kann man sowas angehen? Psychologe und Hypnose wäre da wohl das Mittel zum Zweck. Aber wie geht der das an?
Bin doch eh so skeptisch, was Hypnose angeht und kann mir diesen Kontrollverlust nicht vorstellen. Es wurde auch schon am mir probiert. Jedoch hätte ich mich angeblich nicht genug darauf eingelassen (was auch immer das bedeuten soll, denn Selbstverarsche brauch ich eigentlich nicht auch noch). Aber prinzipiell... ich kann doch nicht einfach da hin gehen und sagen, dass ich mir sicher bin, dass da was ist. Eine Art Ur-Erinnerung ohne genauere Beschreibung. Bitte 1x search&rescue. ;)
Der weist mich doch direkt ein.

Mortalvision
2017-02-07, 19:25:44
Hmmm, nicht auszuschließen. Es kann aber auch eine zusammengebastelte Erinnerung aus der frühen Kindheit sein. Eines kann ich Dir versprechen: Selbst wenn es die Geburt gewesen sein sollte, wirst Du nicht tiefer gehen können. Das Gehirn sortiert nämlich in den ersten Lebensmonaten zigtausende neuronale Verbindungen vehement aus ;) Man wird quasi mit einem potentiellen Supercomputer geboren, der sich dann rapide zum Atari 1000 abstumpft. Der Grund? Dein Gehirn hätte gar keine Zeit dazu, alles von null auf zu verknüpfen. Also werden einfach alle Verbindungen, die in den ersten Wochen nicht gebraucht werden, abgebaut :) Man lernt - soweit man in die Babys hineinschauen kann - ja nicht das Sehen von einer Art "Rauschen" zu "groben Formen" zu "Bildern und Mustern", bis sich das Sehzentrum im Gehirn nach ca. einem Jahr (genaue Zahl schwankt erheblich von Kind zu Kind) ungefähr zu dem entwickelt hat, was wir Erwachsene zu leisten vermögen. Der Rest ist nur noch Interpretation und neue Muster + ein paar Feinheiten ^^

Haarmann
2017-02-17, 14:31:59
Simon Moon

Das Gehirn braucht eben diesen Anker, wie ichs nenn - dann gehts oft los...

Bei mir wars eben dieser verblödet platzierte Blumentopf... dann gings los.

Aber was mich erstaunt - sortiert das Gehirn nicht von Anfang an das Zeugs richtig ein?
Da dreht man doch durch, wenn dem nicht so wär - imo.

Simon Moon
2017-02-17, 15:16:55
Aber was mich erstaunt - sortiert das Gehirn nicht von Anfang an das Zeugs richtig ein?
Da dreht man doch durch, wenn dem nicht so wär - imo.

Ich hab eher das Gefühl, das Gehirn sortiert nie irgendwas richtig ein. Ist halt gerade zu Beginn ein ziemlicher Zufall, was denn nun die stärksten Reize auslöst und als relevant für später angesehen wird. Einerseits halt das Umfeld, andererseits aber auch das eigene "Nervensystem".

Stell dir vor, deine Eltern saufen die ganze Zeit wenn du ein Kind bist und irgendwann sitzt deine Mutter plötzlich mit einem Buch da und liest. Das ist dann vielleicht so neu und schockierend, dass du traumatisiert von Büchern bist...

Oder ich hatte irgend eine Kassette, da muss mich wohl auch mal was schockiert haben - jedenfalls gabs da irgendeine bestimmte Stelle, die bei mir panische angst verursachte.

Von daher gefiel mir der Stil von Illuminatus! oder Naked Lunch immer besonders - kein zeitlicher Zusammenhang, sondern viel mehr Kontext basiert.

Ben Carter
2017-02-20, 00:20:58
Konnte mich auch kaum an die Zeit vor dem 12. Lebensjahr erinnern. Oma meinte aber vor einigen Jahren das sie sterben muss (ist sie nicht, sie meinte es nur:biggrin:) und begann sehr viel aus ihrem Leben zu erzählen. [...]
Das hat mich auch an etwas erinnert. Meine Großtante (geb. 1911) hat mir vor einem guten Jahrzehnt recht viel von ihren Kriegs- und Nachkriegserlebnissen erzählt, die damals für sie natürlich auch schon über fünfzig Jahre her waren. Die Erzählungen waren sehr detailliert und das über einen mehrjährigen Lebensabschnitt. Sie wusste noch jeden Namen (Personen und Orte), wie die Sommer und Winter waren usw. usf. Dazu sei auch gesagt, dass er ihr alles in allem die meiste Zeit gut erging und sie auch schöne Erinnerungen an die Erlebnisse zu dieser Zeit (fernab des Kriegs) hatte. Ein andern Mal erzählte sie aus ihrer Jugend, was dann schon an die 80 Jahre zurücklag. Ebenfalls sehr detailliert.

Ich war damals (wie auch heute noch) sehr davon beeindruckt und habe darüber nachgedacht, ob ich mich je an einen Lebensabschnitt so detailliert erinnern können werde. Und ich glaube, dass es heutzutage schwieriger ist. Es gibt einen vielfach größeren Informationsfluss. Man erfährt dank Internet, Radio und Fernsehen so viel mehr an einem Tag, dass darunter die Langzeitspeicherung leidet. Ich denke nicht, dass man Menschen sich heute weniger merken, aber früher gab es insgesamt weniger zu merken und das, was es gab, waren eben die eigenen Erlebnisse und weniger die Berichterstattungen anderer.

Ich selbst habe keinerlei Erinnerungen an Ereignisse vor meinem 4. Lebensjahr. Ein paar sehr flüchtige in der Zeit zwischen 4 und 8 Jahren (kann man an den Fingern abzählen, an was ich mich erinnere und wo die Erinnerung nicht von nachträglichen Fotos/Erzählungen stammen). Erst dann wird es etwas deutlicher. Und nach der Grundschule blieb dann mehr hängen.

lg Ben

CAD_Master
2017-02-27, 15:47:51
super interessanter thread. hatte spass beim lesen

Haarmann
2017-03-01, 11:57:36
Simon Moon

Mein Hirn sortiert sozusagen alles automatisch in "Schubladen" ein. Das war auch schon in der Kindheit so - ich kann mir gar nicht vorstellen, wie das ist, wenn das Hirn anders arbeitet - da drehte man imo durch. Offenbar gehts aber auch Ohne.

Dafür konnte ich absolut keine "Gedichte" oder sowas auswendig lernen.

Da meine Erinnerungen sehr weit zurückreichen... ich war nichtmals "geschockt", als der "Nachbarslümmel", mit dem ich mich gut verstanden hatte, mit 5 jährig vor nen Laster gedackelt ist. Er war selbstreded mausetot. Aber auch das war ja nicht neu - meine Grossmütter waren auch schon tot - eine kam mich sozusagen mal besuchen als ich wirklich sehr jung war - ich konnte seltsamerweise ihr Gesicht einordnen.

Das war sicher das Kasperliepisödchen, wo bei uns die Platte nen Sprung hatte bei "vor allem muss ich Angst haben". Wir fandens urkomisch.

Bei mir brauchts einfach immer nen "Anker", dann kann ich ziemlich schnell den Rest zusammensuchen. Die Chronologie erstellt man dann durch die Ankerpunkte - bei mir recht einfach - Spielgruppen, Kindergärten, Schulen, ...

joe kongo
2017-07-17, 20:39:05
Was könnte man tun, um sich an mehr zu erinnern? :confused:

Abseits vom psychologischen, Kakaopulver, möglichst nicht aufkochen, soll bitter bleiben.


p.s. ernstgemeint, hilft tatsächlich dem Erinnerungsvermögen