aths
2024-03-03, 21:58:05
Das neue Teil ausgepackt, es wurde von Alternate zusammengebaut. Mein letzter PC hatte einen 2700K und eine GTX 980, insofern ist das neue System für mich ziemlich modern. Diablo 4 und Baldur's Gate 3 liefen auf dem alten PC gerade so, mit reduziertem Rendertarget, sogar das Diablo-2-Remake war problematisch. Hab auch die Monitore ausgetauscht, mir das Upgrade auf 1440p bei 27" gegönnt.
Edge ist ein guter Browser um Chrome zu installieren. So. Mein 24-Zoll-Zweitmonitor ist so billig, das Ding hat ja nicht mal Displayport. Nur HDMI und VGA. Also gut, schließe HDMI an. Richte beide Monis ein, den 27" LG mit DP angeschlossen, in Windows nicht auf 165 sondern nur 120 Hz eingestellt, den 24" Acer auf 60 Hz. Ginge bis 100 aber das ist mein Youtube-Monitor. Das Bild ist deutlich besser als mein alter Zweit-Monitor (22" 1080p TN-Panel).
Ersteinrichtung
Windows 11, endlich. Aber, die Windows-Fontsglättung ist sehr besch...eiden, der Mac hatte mich verwöhnt. Ich war doch nur rund vier Monate ohne PC und jetzt werden meine Augen von solchen Hüggel-Fonts beleidigt. Dazu der Multimonitor-Support und das Skalieren, auf dem Mac wunderbar, Windows zuckelt und braucht Zeit.
CPU-Z und GPU-Z runtergeladen, Afterburner natürlich auch. Lautsprecher angeschlossen damit ich Ton habe. Gut: Stecke ich am Frontpanel das Headset an, geht der Sound dann über den Sennheiser. Ein PC ohne Soundblaster, für mich lange nicht vorstellbar. Immerhin, der integrierte Realtek-Sound ist besser als ich es von früher bei Mobo-Sound gewohnt bin, kein wahrnehmbares Rauschen, oder Klicken wenn ich ein Fenster scrolle. Das Gigabyte-Control-Panel für den Realtek-Mobo-Sound ist so mittel. Immerhin im Schwarz-mit-Rot-Akzent-Look, sieht fast nach Gaming-Software aus.
Das BIOS geprüft, es ist auf aktuellem Stand, offenbar haben die Alternate-PC-Zusammenbauer das Update durchgeführt. XMP ist auch aktiv so dass mein Speicher mit 5600 läuft. Ob ich DDR5 nun wirklich brauche ist mir nicht klar, wurde mir aber dringend angeraten.
Ein Computer ist ja immer auch ein Stück Persönlichkeit welche man ungerne in fremde Hände legt. Hatte aber keine Lust wieder selbst zusammenzusetzen und es Alternate machen machen. Dieser PC ist soweit ich das bisher sehe, gut gebaut. An denjenigen der das gemacht hat: Hut ab! Alles ist angeschlossen, sieht gut aus und funktioniert. Einfach mal Danke sagen Richtung Alternate-PC-Zusammenbauer.
Listan GmbH
Das BeQuiet-Gehäuse, Pure Base 600 ohne Fenster, ist für mich nahe am Optimum. Ja okay die Seitenwand könnte etwas dicker sein, aber das Gehäuse strahlt genau das aus was ich wollte: Schlichter Gaming-PC ohne viel Trara. Schalter, Headset-Anschluss (Eingang, Ausgang für Audio), 2x USB-A und Steuerung für Gehäuselüfter am oberen Frontpanel. Sonst nicht viel und schon gar kein RGB. Innen ist mehr Platz als man denkt, man könnte sogar einen Wakü-Radiator einbauen aber mein PC ist luftgekühlt. Ich denke man kann beim Pure Base 600 von einem Budget-Gehäuse sprechen, also nicht Billo-Klasse aber auch nicht im gehobenen Segment, normalerweise 90 Euro, als ich bestellt hatte war das Teil im Angebot für 80. Man könnte oben noch Luft reinlassen, für einen moderaten Gaming-PC ohne Overclocking ist das schon überdimensioniert. Gehäuselüfter sind auch dabei. Der hintere kann bei maximaler Drehzahl machmal in eine Schwingung kommen dass irgendwas im Gehäuse in gleicher Frequenz mitvibriert, dann ist es unangenehm. Inzwischen hat sich das gegeben, man hat einfach normale Laufgeräusche welche selbst bei Maximalstufe noch erträglich sind, zumindest aktuell reicht die geringste Stufe zur Gehäuse-Kühlung aus womit der PC im Idle wirklich sehr leise ist. Die Seitenwand hat eine angeklebte Dämm-Matte, wie viel das für Schallabsorbierung genau bringt ist mir nicht klar. Und fettige Finger sind gut sichtbar außen am Gehäuse, da musste ich mit einem Mikrofasertuch ran. Das Zufriedenheitsgefühl ist trotzdem hoch. Mir gefallen auch die relativ hohen Standfüße.
Der Shadow Rock Slim 2 ist auch leise, für die Nicht-Overclocking-CPU braucht man keinen Dark Rock. Wobei der Dark Rock besser aussehen würde denn Mainbord, RAM-Riegel und Netzteil sind schwarz, nur der Shadow Rock Slim glänzt mit blankem Aluminum. Die Kühlfinnen beim Slim sind nicht sehr lang, ich weiß nicht genau warum die Wärmeübertragung trotzdem gut funktioniert. Das Ding hat vier Heatpipes mit direkter Auflage. Dürfte nicht optimal sein um CPU-Hotspots zu vermeiden aber bisher bin ich mit dem 45-Euro-Lüfter zufrieden. Bei Prime95 wird der Kühler natürlich hörbar, jedenfalls wenn man in einer ruhigen Wohnung sitzt und keine Kopfhörer aufhat. Im Vergleich zum Thermaltake Macho HR02, der einen 2700K kühlen musste, aber ein dicker Fortschritt.
Netzteile werden seit einiger Zeit ja nicht mehr oben sondern unten eingebaut, hab das Straight Power 750 Watt mit Kabel-Management und wie der Silent Rock Slim mit 135-mm-Lüfter. Laut Igor hat die 750W-Version vom Straight Power 11 alle Tests überstanden, auch mit RTX 3090 Torture. Denke dass ich hier nichts falsch mache bei meinem moderaten Gaming-PC, auch wenns kein Dark Power ist. Man merkt, ich bin BeQuiet-User. Wenn nicht sogar Fenboi, dazu stehe ich auch.
Zentrale Recheneinheit: Nicht-K
Der Hauptprozessor. Hatte ein Budget von etwa 300 Euro vorgesehen. Es wurde ein Intel, der 14600 Nicht-K für 282 Öcken. Den gottlos vielen Benchmarks die ich mir reingezogen hatte zufolge scheint das Ding halbwegs Strom-effizient zu sein und hat auch genug Leistung für aktuelle Spiele. Ist natürlich nicht die Top-CPU fürs Gaming, macht aber bislang genug Druck. Die Performance-Kerne takten in der Tat bis 5,2 GHz Spitze, zumindest einzeln. Wenn P- und E-Cores am Anschlag arbeiten, gehen die P-Cores nur auf 4,5-4,6 GHz. Lässt man die E-Cores in Ruhe und nur die P-Cores dürfen sich abstrampeln, erreichen diese 4,7-4,8 GHz. Eine K-Version würde durch seine höhere TDP wohl jeweils ein Stück höher takten, aber würde bei voller P-Kern-Auslastung mit seinen 5,3 GHz nur etwa 10-12% schneller sein. Mein PC ist auf geringe Lautstärke optimiert, ich glaube da reicht die moderate Leistungsaufnahme des Nicht-K-Modells. Zumal durchgehende Vollauslastung in Spielen unwahrscheinlich ist, der reale Vorteil der K-Version wäre ohne Übertaktung wohl eher bei 5%.
Das ganze Gschmarri was Windows sonst noch hat darf auf den Effizienz-Cores laufen, wobei ich mich frage ob der Prozessor es nicht übertreibt: Windows muss sowohl zwischen den P/E-Core-Typen unterscheiden als auch die HTT-fähigen Performance-Kerne korrekt auslasten.
Bei Lieferung waren die Gehäuselüfter auf Stufe 3, also Maximum gestellt. In der Tat, wenn ich Stufe 1 setze und sich die Lüfter nur sehr langsam drehen, heizt sich das Innere über die Stunden auf. Das kann dazu führen dass ein Prime-95-Test die Cores Nummer 3 und 5 (offenbar in der Prozessormitte) auf 100° bekommt. VCore im BIOS zu senken erzeugt in Prime einen Freeze, stattdessen die maximale Taktrate der Hotspot-Cores auf 2 GHz zu senken führt trotzdem sofort zu 100° Kern-Temperatur laut Core Temp. Beim Gehäuse den oberen Decken anzuheben dass warme Luft entweichen kann, bringt für die Temperatur auch nichts. Wenn der PC zuvor längere Zeit aus war, kommen selbst mit geschlossenem Gehäuse die Temperaturen kaum auf 90° in Prime 95. Ansonsten, wenn der PC einige Zeit läuft, bringt auch eine höhere CPU-Lüfterkurve die ich im BIOS eingestellt habe, nichts, und einige Cores sind fast sofort bei 100°, trotz hörbar schnellerem CPU-Ventilator.
In Spielen allerdings ist das System auch bei CPU-Lüfter im Silent-Modus und bei geschlossenem Gehäuse mit Gehäuselüftern auf kleinster Stufe bislang stabil. Ich hoffe dass das so bleibt.
Ist die Grafikkarte super?
RTX 4070 Super von Asus, die Dual OC. Das Lüfterkonstrukt mit zwei Ventilatoren ist gut zweieinhalb Slots tief. Spulenfiepen ist nicht zu hören allerdings gehe ich auch nur bis 120 fps seitdem ich Vsync im Treiber aktiviert habe. Einige Treiber-Einstellungen haben keine Auswirkungen in den Spielen und selbst einige Spiele-Einstellungen haben keine Auswirkungen auf die Grafik, man muss da echt Geduld mitbringen. 674 Euro, die RTX ist die teuerste Komponente. Auch wenn man noch mal deutlich mehr Geld latzen kann für größere Modelle, dieses Grafikkarte bewerte ich als eine Komponente die fast 700 Euro kostet.
Grundleistung ist auf jeden Fall gegeben, selbst wenn ich mit Afterburner versuchsweise runtertakte und das Powertarget senke. Als Framebooster hätte man je nach Spiel DLSS-Upsampling. Manchmal sind Bodentexturen mit Performance-DLSS sichtlich verwaschen, manchmal ist der Nachteil erst auf dem zweiten Blick zu erkennen. Scheint vom Spiel und auch vom jeweiligen Content abzuhängen. Gegenüber den AMD- oder Intel-Upscaling-Lösungen wirkt DLSS ein bisschen detaillierter.
Alte Spiele. Bei Starcraft II, das auf ausgereizten Utra-Settings eine GTX 980 forderte, kann ich nun endlich alles hochziehen ohne die kleinsten Probleme wenn ich Einzelspieler oder Coop zocke. Für Multiplayer bin ich wohl zu alt. Leider hat man nur das Ingame-FXAA.
Sofern möglich, spiele ich mit echtem Antialiasing und 8x Multisampling sind je nach Spiel auch drin, darunter WoW. Das zockte ich damals erst auf der 6600 GT, dann 7600 GT (passiv gekühlt), dann 8600 GTS mit 512 MB Grafikspeicher (Kühlung mit einem Zalman ersetzt, inklusive passiven Kühlrippen für die RAM-Bausteine). Egal welche Graka, 9800, 285 (mit 2 GB), 680 oder 980, vielleicht lags dann auch am alten Monitor welcher nur zweistellige Pixeldichte hatte, jetzt erst bin ich so ganz zufrieden. Spiele WoW allerdings fast nur in der Classic-Version.
Diablo 2 Remaster sieht gut aus, das hatte die 980 noch überfordert, flutscht auf der RTX aber erwartungsgemäß. Can it run Crysis? Crysis 1 Remaster in 1440p schafft nur knapp 100 fps. Vielleicht hätte ich doch einen i7 und die 4080 Super kaufen sollen :D :ugly:
Neue Spiele, Diablo 4 läuft sehr gut in 1440p. DLSS verschlechtert je nach Setting den Boden und die sich im Wind wiegenden Grashalme. Baldur's Gate 3 ist natürlich mit der 4070 Super ein Genuss, auch ohne DLSS reicht die Leistung locker. Mit kleineren 40-er RTX-Modellen sollte es auch noch gut gehen, die 4070 Super habe ich auf 120 Frames begrenzt und selbst mit DLSS-Antialiasing (also statt Upscaling) komme ich kaum mal auf 100% GPU-Auslastung, wobei das Lüftergeräusch selbst dann noch akzeptabel ist. Mit DLSS-Upscaling auf Quality bin ich bei rund 65% GPU-Auslastung, je nach Szene.
Starfield läuft okay, mein Hauptproblem mit dem Spiel ist dass ich viel zu schnell ein Raumschiff bekomme, das passt nicht so richtig dass der Typ mich direkt mal sein Schiff fliegen lässt. Die Umgebungs-Sounds in Starfield maskieren das Grafikkarten-Lüftergeräusch fast durchweg ohne dass man Kopfhörer braucht. Diese Tests sind mit 100% Powertarget gemacht, sollte mir der Lüfter doch mal zu heftig werden, vielleicht im Sommer, schau ich mir Afterburner mal genauer an. Allerdings brauche ich DLSS auf Balanced um stabile 120 fps zu bekommen (getestet in einer Außenwelt). Mit Quality-Upsampling erreiche ich die 120 Frames oft nicht, jedenfalls wenn die Grafiksettings ansonsten aufs Maximum gestellt sind.
Valheim, ein wichtiger Grund sich wieder einen PC anzuschaffen, ist schwerer als ich in Erinnerung hatte. Habe zwei Ingame-Tage, also 40 Minuten praktisch nur damit verbracht, wie der letzte Dulli hin- und herzulaufen um meine Leiche einzusammeln und herausgefunden, dass ich zwar schon Metall abbauen, aber es noch nicht einschmelzen kann. Valheim mit 120-fps-Limit lastet im Meadows-Biom die 4070 Super nur zu rund 50% aus, trotzdem wurde mir die GPU zu laut, vielleicht weil ich den Ambient-Sound im Spiel relativ leise eingestellt habe. Der Frust in Valheim ist allerdings schlimmer, wenn da Mobs angerannt kommen und meine Basis zertrümmern. Da ist es wieder: Ich kann Geld für den Computer ausgeben, aber zocken muss ich schon noch selbst.
Gaming-Mobo, aber was genau ist hier Gaming?
Früher dachte ich, beim Mainboard sparen wäre mit mir nicht zu machen, allerdings habe ich hier beim Gigabyte-Modell dann doch geknausert. Kein Z790-, nur B760-Chipsatz, für 160 Euro. Immerhin, außer dem PEG noch zwei PCIe-Slots in physikalischer 16x-Ausführung (natürlich elektrisch mit nur einer Lane). CMOS-Batterie lässt sich wechseln ohne die Grafikkkarte ausbauen zu müssen. Sechs Audio-Ports rückseitig, auf dem Mobo 3x M2 für SSD, 4x PCIe für SSD und 4x SATA. Keine USB-C-Anschlussbuchse am Backpanel, aber naja. Das UEFI erlaubt eine eigene Kurve für den CPU-Lüfter zu definieren, ansonsten ist mir ist nicht so ganz klar was das Gaming-Feature beim "Gaming X"-Mobo sein soll.
Speicher, zwei 16-GB-Module mit CL 36, Speicherchips von Hynix, die Riegel von Patriot. SSD ist eine 4-TB-M2, auch von Patriot, angeblich 7 GB/s Lesegeschwindigkeit.
Windows 11 Pro OEM, Pro weil ich möglicherweise mal mit RDP auf meinen PC möchte. Ist in Home nicht aktiviert. Leider nervt Windows 11 weiter mit Nachrichten. Und dem Tages-Horoskop von "Bild der Frau". Was zum Geier? Ich denke ich kaufe ein Betriebssystem und kein Abo bei Buzzfeed.
Insgesamt bietet das System was ich erwartet habe. Unter Last ist es natürlich nicht praktisch-unhörbar wie im Idle, allerdings habe ich die Thermik noch nicht optimiert, weil ich noch herausfinden muss welche Gehäusedeckel- und Lüfter-Einstellungen wie viel bringen und wie man die GPU am besten in Dingen Takt und Powertarget einstellt. Kann aber nicht die ganze Zeit nur testen, will ja auch zocken.
Nachtrag: Dank vieler User im 3dcf, auch von Der_Korken und anderen, hab ich es nun geschafft den CPU-Stromhunger zu zügeln. Selbst Prime 95 bleibt nun im Zaum. Zuvor zog dieser Test bis zu 180 Watt obwohl mein CPU-Lüfter nur 160 Watt abführen kann. Jetzt ist bei 125 Watt Schluss. Das heißt auch, dass bei Vollast von allen P- und E-Cores in Prime mit dem Test "Small FFT" die P-Cores nur zwischen 4,3 und 4,4 GHz takten, was mir aber voll reicht.
Dank des Inputs aus dem Forum möchte ich auch meine UEFI-Kritik zurücknehmen, dieses Gigabyte-Mobo bietet mehr Einstellungen als man denkt ... wenn man weiß so sie sind :ugly: da kann man eine Menge einstellen. Ist also doch ein Gaming-Mainboard.
Edge ist ein guter Browser um Chrome zu installieren. So. Mein 24-Zoll-Zweitmonitor ist so billig, das Ding hat ja nicht mal Displayport. Nur HDMI und VGA. Also gut, schließe HDMI an. Richte beide Monis ein, den 27" LG mit DP angeschlossen, in Windows nicht auf 165 sondern nur 120 Hz eingestellt, den 24" Acer auf 60 Hz. Ginge bis 100 aber das ist mein Youtube-Monitor. Das Bild ist deutlich besser als mein alter Zweit-Monitor (22" 1080p TN-Panel).
Ersteinrichtung
Windows 11, endlich. Aber, die Windows-Fontsglättung ist sehr besch...eiden, der Mac hatte mich verwöhnt. Ich war doch nur rund vier Monate ohne PC und jetzt werden meine Augen von solchen Hüggel-Fonts beleidigt. Dazu der Multimonitor-Support und das Skalieren, auf dem Mac wunderbar, Windows zuckelt und braucht Zeit.
CPU-Z und GPU-Z runtergeladen, Afterburner natürlich auch. Lautsprecher angeschlossen damit ich Ton habe. Gut: Stecke ich am Frontpanel das Headset an, geht der Sound dann über den Sennheiser. Ein PC ohne Soundblaster, für mich lange nicht vorstellbar. Immerhin, der integrierte Realtek-Sound ist besser als ich es von früher bei Mobo-Sound gewohnt bin, kein wahrnehmbares Rauschen, oder Klicken wenn ich ein Fenster scrolle. Das Gigabyte-Control-Panel für den Realtek-Mobo-Sound ist so mittel. Immerhin im Schwarz-mit-Rot-Akzent-Look, sieht fast nach Gaming-Software aus.
Das BIOS geprüft, es ist auf aktuellem Stand, offenbar haben die Alternate-PC-Zusammenbauer das Update durchgeführt. XMP ist auch aktiv so dass mein Speicher mit 5600 läuft. Ob ich DDR5 nun wirklich brauche ist mir nicht klar, wurde mir aber dringend angeraten.
Ein Computer ist ja immer auch ein Stück Persönlichkeit welche man ungerne in fremde Hände legt. Hatte aber keine Lust wieder selbst zusammenzusetzen und es Alternate machen machen. Dieser PC ist soweit ich das bisher sehe, gut gebaut. An denjenigen der das gemacht hat: Hut ab! Alles ist angeschlossen, sieht gut aus und funktioniert. Einfach mal Danke sagen Richtung Alternate-PC-Zusammenbauer.
Listan GmbH
Das BeQuiet-Gehäuse, Pure Base 600 ohne Fenster, ist für mich nahe am Optimum. Ja okay die Seitenwand könnte etwas dicker sein, aber das Gehäuse strahlt genau das aus was ich wollte: Schlichter Gaming-PC ohne viel Trara. Schalter, Headset-Anschluss (Eingang, Ausgang für Audio), 2x USB-A und Steuerung für Gehäuselüfter am oberen Frontpanel. Sonst nicht viel und schon gar kein RGB. Innen ist mehr Platz als man denkt, man könnte sogar einen Wakü-Radiator einbauen aber mein PC ist luftgekühlt. Ich denke man kann beim Pure Base 600 von einem Budget-Gehäuse sprechen, also nicht Billo-Klasse aber auch nicht im gehobenen Segment, normalerweise 90 Euro, als ich bestellt hatte war das Teil im Angebot für 80. Man könnte oben noch Luft reinlassen, für einen moderaten Gaming-PC ohne Overclocking ist das schon überdimensioniert. Gehäuselüfter sind auch dabei. Der hintere kann bei maximaler Drehzahl machmal in eine Schwingung kommen dass irgendwas im Gehäuse in gleicher Frequenz mitvibriert, dann ist es unangenehm. Inzwischen hat sich das gegeben, man hat einfach normale Laufgeräusche welche selbst bei Maximalstufe noch erträglich sind, zumindest aktuell reicht die geringste Stufe zur Gehäuse-Kühlung aus womit der PC im Idle wirklich sehr leise ist. Die Seitenwand hat eine angeklebte Dämm-Matte, wie viel das für Schallabsorbierung genau bringt ist mir nicht klar. Und fettige Finger sind gut sichtbar außen am Gehäuse, da musste ich mit einem Mikrofasertuch ran. Das Zufriedenheitsgefühl ist trotzdem hoch. Mir gefallen auch die relativ hohen Standfüße.
Der Shadow Rock Slim 2 ist auch leise, für die Nicht-Overclocking-CPU braucht man keinen Dark Rock. Wobei der Dark Rock besser aussehen würde denn Mainbord, RAM-Riegel und Netzteil sind schwarz, nur der Shadow Rock Slim glänzt mit blankem Aluminum. Die Kühlfinnen beim Slim sind nicht sehr lang, ich weiß nicht genau warum die Wärmeübertragung trotzdem gut funktioniert. Das Ding hat vier Heatpipes mit direkter Auflage. Dürfte nicht optimal sein um CPU-Hotspots zu vermeiden aber bisher bin ich mit dem 45-Euro-Lüfter zufrieden. Bei Prime95 wird der Kühler natürlich hörbar, jedenfalls wenn man in einer ruhigen Wohnung sitzt und keine Kopfhörer aufhat. Im Vergleich zum Thermaltake Macho HR02, der einen 2700K kühlen musste, aber ein dicker Fortschritt.
Netzteile werden seit einiger Zeit ja nicht mehr oben sondern unten eingebaut, hab das Straight Power 750 Watt mit Kabel-Management und wie der Silent Rock Slim mit 135-mm-Lüfter. Laut Igor hat die 750W-Version vom Straight Power 11 alle Tests überstanden, auch mit RTX 3090 Torture. Denke dass ich hier nichts falsch mache bei meinem moderaten Gaming-PC, auch wenns kein Dark Power ist. Man merkt, ich bin BeQuiet-User. Wenn nicht sogar Fenboi, dazu stehe ich auch.
Zentrale Recheneinheit: Nicht-K
Der Hauptprozessor. Hatte ein Budget von etwa 300 Euro vorgesehen. Es wurde ein Intel, der 14600 Nicht-K für 282 Öcken. Den gottlos vielen Benchmarks die ich mir reingezogen hatte zufolge scheint das Ding halbwegs Strom-effizient zu sein und hat auch genug Leistung für aktuelle Spiele. Ist natürlich nicht die Top-CPU fürs Gaming, macht aber bislang genug Druck. Die Performance-Kerne takten in der Tat bis 5,2 GHz Spitze, zumindest einzeln. Wenn P- und E-Cores am Anschlag arbeiten, gehen die P-Cores nur auf 4,5-4,6 GHz. Lässt man die E-Cores in Ruhe und nur die P-Cores dürfen sich abstrampeln, erreichen diese 4,7-4,8 GHz. Eine K-Version würde durch seine höhere TDP wohl jeweils ein Stück höher takten, aber würde bei voller P-Kern-Auslastung mit seinen 5,3 GHz nur etwa 10-12% schneller sein. Mein PC ist auf geringe Lautstärke optimiert, ich glaube da reicht die moderate Leistungsaufnahme des Nicht-K-Modells. Zumal durchgehende Vollauslastung in Spielen unwahrscheinlich ist, der reale Vorteil der K-Version wäre ohne Übertaktung wohl eher bei 5%.
Das ganze Gschmarri was Windows sonst noch hat darf auf den Effizienz-Cores laufen, wobei ich mich frage ob der Prozessor es nicht übertreibt: Windows muss sowohl zwischen den P/E-Core-Typen unterscheiden als auch die HTT-fähigen Performance-Kerne korrekt auslasten.
Bei Lieferung waren die Gehäuselüfter auf Stufe 3, also Maximum gestellt. In der Tat, wenn ich Stufe 1 setze und sich die Lüfter nur sehr langsam drehen, heizt sich das Innere über die Stunden auf. Das kann dazu führen dass ein Prime-95-Test die Cores Nummer 3 und 5 (offenbar in der Prozessormitte) auf 100° bekommt. VCore im BIOS zu senken erzeugt in Prime einen Freeze, stattdessen die maximale Taktrate der Hotspot-Cores auf 2 GHz zu senken führt trotzdem sofort zu 100° Kern-Temperatur laut Core Temp. Beim Gehäuse den oberen Decken anzuheben dass warme Luft entweichen kann, bringt für die Temperatur auch nichts. Wenn der PC zuvor längere Zeit aus war, kommen selbst mit geschlossenem Gehäuse die Temperaturen kaum auf 90° in Prime 95. Ansonsten, wenn der PC einige Zeit läuft, bringt auch eine höhere CPU-Lüfterkurve die ich im BIOS eingestellt habe, nichts, und einige Cores sind fast sofort bei 100°, trotz hörbar schnellerem CPU-Ventilator.
In Spielen allerdings ist das System auch bei CPU-Lüfter im Silent-Modus und bei geschlossenem Gehäuse mit Gehäuselüftern auf kleinster Stufe bislang stabil. Ich hoffe dass das so bleibt.
Ist die Grafikkarte super?
RTX 4070 Super von Asus, die Dual OC. Das Lüfterkonstrukt mit zwei Ventilatoren ist gut zweieinhalb Slots tief. Spulenfiepen ist nicht zu hören allerdings gehe ich auch nur bis 120 fps seitdem ich Vsync im Treiber aktiviert habe. Einige Treiber-Einstellungen haben keine Auswirkungen in den Spielen und selbst einige Spiele-Einstellungen haben keine Auswirkungen auf die Grafik, man muss da echt Geduld mitbringen. 674 Euro, die RTX ist die teuerste Komponente. Auch wenn man noch mal deutlich mehr Geld latzen kann für größere Modelle, dieses Grafikkarte bewerte ich als eine Komponente die fast 700 Euro kostet.
Grundleistung ist auf jeden Fall gegeben, selbst wenn ich mit Afterburner versuchsweise runtertakte und das Powertarget senke. Als Framebooster hätte man je nach Spiel DLSS-Upsampling. Manchmal sind Bodentexturen mit Performance-DLSS sichtlich verwaschen, manchmal ist der Nachteil erst auf dem zweiten Blick zu erkennen. Scheint vom Spiel und auch vom jeweiligen Content abzuhängen. Gegenüber den AMD- oder Intel-Upscaling-Lösungen wirkt DLSS ein bisschen detaillierter.
Alte Spiele. Bei Starcraft II, das auf ausgereizten Utra-Settings eine GTX 980 forderte, kann ich nun endlich alles hochziehen ohne die kleinsten Probleme wenn ich Einzelspieler oder Coop zocke. Für Multiplayer bin ich wohl zu alt. Leider hat man nur das Ingame-FXAA.
Sofern möglich, spiele ich mit echtem Antialiasing und 8x Multisampling sind je nach Spiel auch drin, darunter WoW. Das zockte ich damals erst auf der 6600 GT, dann 7600 GT (passiv gekühlt), dann 8600 GTS mit 512 MB Grafikspeicher (Kühlung mit einem Zalman ersetzt, inklusive passiven Kühlrippen für die RAM-Bausteine). Egal welche Graka, 9800, 285 (mit 2 GB), 680 oder 980, vielleicht lags dann auch am alten Monitor welcher nur zweistellige Pixeldichte hatte, jetzt erst bin ich so ganz zufrieden. Spiele WoW allerdings fast nur in der Classic-Version.
Diablo 2 Remaster sieht gut aus, das hatte die 980 noch überfordert, flutscht auf der RTX aber erwartungsgemäß. Can it run Crysis? Crysis 1 Remaster in 1440p schafft nur knapp 100 fps. Vielleicht hätte ich doch einen i7 und die 4080 Super kaufen sollen :D :ugly:
Neue Spiele, Diablo 4 läuft sehr gut in 1440p. DLSS verschlechtert je nach Setting den Boden und die sich im Wind wiegenden Grashalme. Baldur's Gate 3 ist natürlich mit der 4070 Super ein Genuss, auch ohne DLSS reicht die Leistung locker. Mit kleineren 40-er RTX-Modellen sollte es auch noch gut gehen, die 4070 Super habe ich auf 120 Frames begrenzt und selbst mit DLSS-Antialiasing (also statt Upscaling) komme ich kaum mal auf 100% GPU-Auslastung, wobei das Lüftergeräusch selbst dann noch akzeptabel ist. Mit DLSS-Upscaling auf Quality bin ich bei rund 65% GPU-Auslastung, je nach Szene.
Starfield läuft okay, mein Hauptproblem mit dem Spiel ist dass ich viel zu schnell ein Raumschiff bekomme, das passt nicht so richtig dass der Typ mich direkt mal sein Schiff fliegen lässt. Die Umgebungs-Sounds in Starfield maskieren das Grafikkarten-Lüftergeräusch fast durchweg ohne dass man Kopfhörer braucht. Diese Tests sind mit 100% Powertarget gemacht, sollte mir der Lüfter doch mal zu heftig werden, vielleicht im Sommer, schau ich mir Afterburner mal genauer an. Allerdings brauche ich DLSS auf Balanced um stabile 120 fps zu bekommen (getestet in einer Außenwelt). Mit Quality-Upsampling erreiche ich die 120 Frames oft nicht, jedenfalls wenn die Grafiksettings ansonsten aufs Maximum gestellt sind.
Valheim, ein wichtiger Grund sich wieder einen PC anzuschaffen, ist schwerer als ich in Erinnerung hatte. Habe zwei Ingame-Tage, also 40 Minuten praktisch nur damit verbracht, wie der letzte Dulli hin- und herzulaufen um meine Leiche einzusammeln und herausgefunden, dass ich zwar schon Metall abbauen, aber es noch nicht einschmelzen kann. Valheim mit 120-fps-Limit lastet im Meadows-Biom die 4070 Super nur zu rund 50% aus, trotzdem wurde mir die GPU zu laut, vielleicht weil ich den Ambient-Sound im Spiel relativ leise eingestellt habe. Der Frust in Valheim ist allerdings schlimmer, wenn da Mobs angerannt kommen und meine Basis zertrümmern. Da ist es wieder: Ich kann Geld für den Computer ausgeben, aber zocken muss ich schon noch selbst.
Gaming-Mobo, aber was genau ist hier Gaming?
Früher dachte ich, beim Mainboard sparen wäre mit mir nicht zu machen, allerdings habe ich hier beim Gigabyte-Modell dann doch geknausert. Kein Z790-, nur B760-Chipsatz, für 160 Euro. Immerhin, außer dem PEG noch zwei PCIe-Slots in physikalischer 16x-Ausführung (natürlich elektrisch mit nur einer Lane). CMOS-Batterie lässt sich wechseln ohne die Grafikkkarte ausbauen zu müssen. Sechs Audio-Ports rückseitig, auf dem Mobo 3x M2 für SSD, 4x PCIe für SSD und 4x SATA. Keine USB-C-Anschlussbuchse am Backpanel, aber naja. Das UEFI erlaubt eine eigene Kurve für den CPU-Lüfter zu definieren, ansonsten ist mir ist nicht so ganz klar was das Gaming-Feature beim "Gaming X"-Mobo sein soll.
Speicher, zwei 16-GB-Module mit CL 36, Speicherchips von Hynix, die Riegel von Patriot. SSD ist eine 4-TB-M2, auch von Patriot, angeblich 7 GB/s Lesegeschwindigkeit.
Windows 11 Pro OEM, Pro weil ich möglicherweise mal mit RDP auf meinen PC möchte. Ist in Home nicht aktiviert. Leider nervt Windows 11 weiter mit Nachrichten. Und dem Tages-Horoskop von "Bild der Frau". Was zum Geier? Ich denke ich kaufe ein Betriebssystem und kein Abo bei Buzzfeed.
Insgesamt bietet das System was ich erwartet habe. Unter Last ist es natürlich nicht praktisch-unhörbar wie im Idle, allerdings habe ich die Thermik noch nicht optimiert, weil ich noch herausfinden muss welche Gehäusedeckel- und Lüfter-Einstellungen wie viel bringen und wie man die GPU am besten in Dingen Takt und Powertarget einstellt. Kann aber nicht die ganze Zeit nur testen, will ja auch zocken.
Nachtrag: Dank vieler User im 3dcf, auch von Der_Korken und anderen, hab ich es nun geschafft den CPU-Stromhunger zu zügeln. Selbst Prime 95 bleibt nun im Zaum. Zuvor zog dieser Test bis zu 180 Watt obwohl mein CPU-Lüfter nur 160 Watt abführen kann. Jetzt ist bei 125 Watt Schluss. Das heißt auch, dass bei Vollast von allen P- und E-Cores in Prime mit dem Test "Small FFT" die P-Cores nur zwischen 4,3 und 4,4 GHz takten, was mir aber voll reicht.
Dank des Inputs aus dem Forum möchte ich auch meine UEFI-Kritik zurücknehmen, dieses Gigabyte-Mobo bietet mehr Einstellungen als man denkt ... wenn man weiß so sie sind :ugly: da kann man eine Menge einstellen. Ist also doch ein Gaming-Mainboard.