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Alt 2005-06-16, 05:39:14   #1 (im Thread / einzeln)
-=CHICKEN=-
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PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Ich eröffne hier mal einen etwas anderen Thread, der aber eine hoffentlich Interessante Diskussion entfachen wird:

Umso länger ich mir die PC-Entwicklung anschaue, desto mehr komme ich zur Ansicht, dass die großen Konzerne sich untereinander absprechen müssen. Was ich damit meine ist die Leistung/Performance der Komponenten, die sich in einigen Bereichen des PCs irgendwie immer nur gleichmäßig erhöhen wie z.B. Intel und AMD. Beide Unternehmen gehen schon einen recht unterschiedlichen Weg (was die Prozessoren angeht), aber im Endeffekt sind sie doch immer ähnlich gleich schnell.
OK zugegeben beide Prozessoren haben ihre Vor- und Nachteile und sind in einigen Bereichen wesentlich schneller als ihr Pendant aber unter dem Strich kommt doch in etwa das gleiche raus.
Genau so ist es bei den Grafikchips von nVidia und ATI. Jede neue Grafik-Generation ist etwa so schnell wie die des Konkurrenten, wobei es hier zwar auch Vor- und Nachteile des jeweiligen gibt, aber unter dem Strich kommt immer etwa das selbe heraus.

Schon immer bin ich davon ausgegangen das jeder von diesen Konzernen alles mögliche versuchen würde um sich am jeweiligen Markt zu etablieren und alle Konkurrenten auszuschalten (um ein Monopol zu führen), was für den Gewinner-Konzern ja einen "Geldregen" bedeuten würde.
Wenn z.B. AMD jetzt eine CPU raus bringen würde, die 5 mal so schnell wie eine Intel-CPU ist aber nicht heißer wird, genau so viel Strom verbraucht, nicht teurer ist und Intel da nicht mit ziehen könnte, dann würde sich der Marktanteil wohl in sehr kurzer Zeit umkehren und Intel wahrscheinlich schon nach wenigen Jahren pleite gehen!
Tja und ich dachte immer, das wenn ein Konzern dazu in der Lage wäre, es auch eiskalt durchziehen und damit den anderen Konzern quasi vernichten würde!

Aber nach den ganzen Jahren der „gleichmäßigen“ Entwicklung glaube ich nicht mehr so ganz daran! Entweder Sprechen sich die Konzerne untereinander ab oder sie bekommen von noch mächtigeren Personen/Konzernen/Regierungen ihre „Befehle“.
Ich könnte mir sogar vorstellen, das irgend Jemand/Welche dafür sorgt/sorgen, dass von den Großen Konzernen keiner ein Monopol bilden kann was diese Konzerne eventuell zu mächtig machen würde ! Außerdem hätte so ein Monopol auch seine Schattenseiten für die Entwicklung, die wesentlich langsamer von statten geht, und auch für den Verbraucher (höhere Preise)
Vielleicht Haben die Konzerne auch einfach nur Angst davor selbst der Verlierer zu sein, wodurch sie dann pleite gehen würden. Weil das aber niemand will, sichern sie sich vielleicht untereinander ab.

Was mich darauf gebracht hat war der X-Fi Chip von Creative.
Creative hatte die ganzen letzten Jahre sozusagen schon ein „kleines Monopol“ was wir auch zu spüren bekamen, denn die Entwicklung ging wie bei anderen PC-Komponenten, nicht so wirklich gut voran (z.B. die oben genannten CPUs/GPUs).
Jetzt kam aber endlich mal ein kleiner „schubs“ (wer weiß von wem), der Creative dazu bewegt hat, mal einen ordentlichen Prozessor zu bauen. Von den Gerüchten her soll er ja 24x so schnell sein, aber selbst wenn er „nur“ 10x so schnell ist, wäre das wohl schon ein sehr großer Schritt (Stellt euch mal vor die nächste CPU/GPU-Generation wäre 10x so schnell). Ich finde das das ein Optimales Beispiel ist, welche Auswirkungen so ein Monopol haben kann!
Ich hab zwar keine Ahnung warum man Creative ein Monopol „gestattet“, was mit dem X-Fi-Chip wohl passieren wird, aber es wird schon seine Gründe haben (vielleicht kommt noch ein neuer Konkurrent ins Spiel).

Daher bin ich mir fast sicher, dass Intel, AMD, ATI oder nVidia in den letzten Jahren schon mal die Möglichkeit gehabt hätten, einen Prozessor heraus zu bringen, der dem der Konkurrenz weit voraus gewesen wäre (2x-3x so schnell), es aber nicht gemacht wurde (nur minimal schneller), damit die Konkurrenz weiter besteht (wer weiß warum?)!

Ich bin gespannt, wie das Rennen von G70 und R520 ausfällt. Von den Gerüchten her besteht ja eine große Wahrscheinlichkeit, das der R520 wesentlich schneller als der G70 sein könnte. Aber ich glaube eher das beide Chips wieder etwa gleich schnell sein werden, was meine Vermutungen nochmals bestätigen würde. Und wenn beide Chips wieder gleich schnell sind, dann bin ich mir zu 99,99% Sicher, das da eine „Absprache“ dahinter steckt!

Noch eine Vermutung:
Im Moment hat ja Intel und nVidia die größeren Marktanteile (Pi mal Daumen 75:25). Eventuell wird jetzt AMD und ATI „unterstützt“, damit ein 50:50 Verhältnis entsteht, was für die Entwicklungsgeschwindigkeit und für die Preise wohl am besten wäre. Das würde vielleicht auch erklären, warum die r520 doch schneller als die G70 werden könnte.
Nach den Gerüchten soll ja auch AMD in der Zukunft etwas besser abschneiden, wodurch sie sich auch auf 50:50 hin bewegen würden.
Natürlich müssen die sich ganz langsam an die 50:50 Marke ran "tasten,", was über mehrere Prozessor-Generationen dauern kann, denn wenn es zu schnell geht (z.B. ATIs GPU wird 2x oder 3x so schnell wie die von nVidia) dann werden wir wohl eine Wiederholung ala 3dfx erleben.



Wie denkt ihr darüber? Fallen euch noch irgend welche Beispiel ein?

P.S Lass euch mal die letzten CPU-GPU Generationen und den dazu gehörigen Leistungszuwachs durch den Kopf gehen. Ihr werdet feststellen, dass die Erhöhung fast immer auf dem Niveau der Konkurrenz lag.

P.P.S. bin gespannt, was mit der PPU passiert, mit der ja Ageia auch zu einem Monopol kommen würde, aber vielleicht bekommen die ja auch noch Konkurrenz, was für uns (Endverbraucher) ja nur zum Vorteil wäre!

Geändert von -=CHICKEN=- (2005-06-16 um 06:28:08 Uhr)
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Alt 2005-06-16, 06:44:10   #2 (im Thread / einzeln)
BlackBirdSR
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Zitat von -=CHICKEN=-:

P.S Lass euch mal die letzten CPU-GPU Generationen und den dazu gehörigen Leistungszuwachs durch den Kopf gehen. Ihr werdet feststellen, dass die Erhöhung fast immer auf dem Niveau der Konkurrenz lag.
Das liegt wohl eher daran, dass man den "Gegner" genau beobachtet und ausgedehnte Analysen und Reaktionen ausführt, um in etwa die gleichen Leistungsregionen zu kommen.

Es ist fast immer möglich, hier oder da noch ein wenig mehr zu bringen als man es tatsächlich tut. So kann man reagieren, falls man unterlegen ist.
Liegt man dagegen schon innerhalb der Leistung der Konkurrenz, wäre es Selbstmord noch weiter die Reserven auszuschöpfen.

Denn am Ende läuft Alles immer auf das Eine hinaus:
Profit!
Es kann nicht im Sinne der Hersteller sein, die Konkurrenz zu vernichten. Nicht aus Sicht der Kartellbehörde, noch auch Sicht der Entwicklung neuer Technologien.
Wer zwingend versucht dem Gegner zu entfliehen, der verrennt sich eventuell in übermäßigen Kosten, ohne unbedingt größeren Absatz zu erzielen.

Als AMD den K7 brachte, war man teilweise 30% schneller als der P3. Intel hatte hier kaum Reserven, und war nicht vorbereitet. Ergo gab es kaum Gegenreaktionen. Es hätte sich nicht gelohnt. Mit Coppermine würde sich das Ganze wieder ausbalancieren.
Coppermine war dann wieder schneller als der K7 Classic. AMD hätte bestimmt irgendwie reagieren können, tat es aber aus gutem Grund nicht.

Dafür brachte man 1GH+ K7. Das mochte Intel gar nicht, und man begann mit dem 1.13GHz Coppermine dann doch einen Fehler.

Dass K8 und P4 so ähnliche Leistung aufweisen, liegt auch nur daran, dass AMD oder Intel CPUs je nach Konkurrenzlage auf den Markt bringen.
Es bringt Intel nichts, schon direkt nach Einführung der 3GHz CPU auf 4GHz zu sprinten. Da könnte AMD vielleicht nicht mithalten, aber man zerstört sich den gesamten eigenen Markt.

AMD hat sowas mit dem Athlon64 X2 dagegen abgezogen. Man setzt gleich auf die Topmodelle, hält Intel damit auf Monate auf Distanz, muss/will die CPUs aber überteuert anbieten. Ist eben eine Gegenüberstellung Image/Absatz

Am Ende gibt es natürlich Geschpräche und bestimmt ein paar kontrollierte Eingriffe. Immerhin liegt AMD und Intel viel daran, dass der Markt aktiv bleibt. Da kann man sich schon mal einigen, die Sache etwas ruhiger anzugehen. Liegt auch durchaus im Interesse der Käufer.
Nur nicht jede Pause ist abgesprochen oder eine Verschwörung.
Manchmal ist AMD sicher ganz froh, dass Intel in eine Mauer rennt, und sich erstmal neu orientieren muss.

Auf der anderen Seite stehen Technologieabkommen, Patenttausch und Abschauen von Ideen des Gegenübers. Das hilft auch der eigenen Firma. Denn was man vom Anderen bekommt, muss man schon nicht selbst entwickeln.

etc etc


PS: Die Sache mit dem 2-3x schnelleren Chip auf den Markt bringen, überschätzt du vielleicht etwas. Innerhalb der x86 Familie ist das nahezu unmöglich,. ohne den Takt extrem zu steigern. Das hat selbst Intel nicht hinbekommen. Und AMDs Fertigung und Design ist zu gut um hier übermäßig abgehängt zu werden.

Intel hat es versucht mit IA-64. Und selbst da, losgelößt von den meisten Restriktionen, hat man es nicht geschafft einen überwältigenden Vorteil aufzubauen. Der Nachteil am möglichen Leistungsplus? Sieh dir mal an, wer alles einen Itanium2 hat?

The Two Rules of Success:
1. Don't tell everything you know.

Geändert von BlackBirdSR (2005-06-16 um 06:47:19 Uhr)
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Alt 2005-06-16, 06:46:23   #3 (im Thread / einzeln)
jtkirk67
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Total bescheuert finde ich Deinen Gedankengang nicht, aber wie willst Du das denn beweisen? Weitergesponnen wäre es wohl so, daß Mister X, der im Hintergrund alle Fäden zusammenhält, wohl auch dafür sorgen würde, daß unbequeme Personen(, die vielleicht Preisabsprachen ausplaudern würden) ausgeschaltet werden.
Theoretisch möglich, aber wohl eher unwahrscheinlich. Ich denke mal, daß die Wirtschaft ähnlich wie die Natur ganz automatisch im Gleichgewicht bleibt, wenn der Mensch nicht eingreift(Idealfall!).

"Ich stand auf dem Klo und wollte ne Uhr aufhängen. Der Beckenrand war naß. Dann rutschte ich ab und schlug hart mit dem Kopf auf. Als ich wieder zu mir kam hatte ich eine Offenbarung, eine Vision. Ich hatte ein Bild in meinem Kopf. Ein Bild hiervon. Dieser Kasten macht Zeitreisen überhaupt erst möglich. Der Fluxkompensator. "
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Alt 2005-06-16, 12:17:00   #4 (im Thread / einzeln)
ShadowXX
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Zum Xi-Fi......CL hat AFAIK ungefähr vor 4 Jahren(!!!) damit angefangen diesen zu Entwicklen.

Und irgendetwas mussten Sie in der Zwischenzeit ja rausbringen.....nur eben was, wenn der neue Chip noch nicht fertig ist...also hat man die alte Architekture eben immer wieder aufgewärmt.

CL hat auch nur deshlab ein "quasi" Monopol im Kartenbereich, weil keine andere sich die mühe macht PC-Gaming-Soundkarten rauszubringen.

Der Zug in diesen Markt einzusteigen hätte spätenstens zur Audigy1 passieren müssen....nun ist der Zug für einen Konkurennten fast abgefahren, weil CL ihr propitäres EAX schon zu stark in den Matkt gedrückt hat.
Jetzt neu einzusteigen wäre ein großes wagnis, das dazu mit viel Geldeinsatz verbunden ist, dazu das ganze in einen nicht sooooooo extrem lukrativen Markt.....rate mal warum es sich kaum jemand traut noch in den Grafikmarkt miteinzusteigen (XGI und S3 waren schon vorher vertreten).


Andererseits ist es auch gar kein Monopol, da der grösste Teil der Anwender wohl OnBoard-Sound benutzt bzw. mindestens auf dem Board hat, selbst wenn er es nicht benutzt.
Gezählt bei eine Kartellbehörde würde wohl eben die insgesamz verbauten/verkauften Soundeinheiten....und nicht nur die Steckkarten.

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Meinungsfreiheit beginnt eigentlich erst da, wo sie unbequem wird, wo sie weh tut.....
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Alt 2005-06-16, 12:40:29   #5 (im Thread / einzeln)
Avalox
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Die nV nForce APU war der letzte Soundcontroller, welcher eine ähnliche Zielgruppe in Hinblick hatte, wie die CL Controller. Seitdem gibt es tatsächlich nichts mehr auf dem Markt, was man irgendwie auf Konzeption und Zielgruppe vergleichen könnte.

Ich bin ziemlich sicher, dass CL den Weg einen Soundcontroller mit der Komplexität einer CPU auf den Markt zu bringen schon allein geht um vor zukünftigen Onboard klein und billig Lösungen abgegrenzt zu sein. Der X-Fi wird ja nicht nur deutlich leistungsfähiger, sondern auch deutlich aufwendiger und damit teurer im Design. Ich bin sicher, dass man bei CL nVidias Sound-Bestrebungen sehr ernst genommen hat. Würde mich nicht wundern, wenn die X-Fi Entwicklung zeitlich mit nVidias letzten Sound Auftritt übereinstimmt. Es wurde die Messlatte einfach um ein paar Stufen höher gehangen.

Das Wagnis für jeden Mitbewerber wird grösser. Bleiben nur die Vorteile in der Anwendung und der konkrete Nutzen für den Kunden, was CL noch zu beweisen hätte.

Geändert von Avalox (2005-06-16 um 13:04:33 Uhr)
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Alt 2005-06-16, 13:42:08   #6 (im Thread / einzeln)
stav0815
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Zitat von Avalox:
Die nV nForce APU war der letzte Soundcontroller, welcher eine ähnliche Zielgruppe in Hinblick hatte, wie die CL Controller. Seitdem gibt es tatsächlich nichts mehr auf dem Markt, was man irgendwie auf Konzeption und Zielgruppe vergleichen könnte.

Ich bin ziemlich sicher, dass CL den Weg einen Soundcontroller mit der Komplexität einer CPU auf den Markt zu bringen schon allein geht um vor zukünftigen Onboard klein und billig Lösungen abgegrenzt zu sein. Der X-Fi wird ja nicht nur deutlich leistungsfähiger, sondern auch deutlich aufwendiger und damit teurer im Design. Ich bin sicher, dass man bei CL nVidias Sound-Bestrebungen sehr ernst genommen hat. Würde mich nicht wundern, wenn die X-Fi Entwicklung zeitlich mit nVidias letzten Sound Auftritt übereinstimmt. Es wurde die Messlatte einfach um ein paar Stufen höher gehangen.

Das Wagnis für jeden Mitbewerber wird grösser. Bleiben nur die Vorteile in der Anwendung und der konkrete Nutzen für den Kunden, was CL noch zu beweisen hätte.
VIA Envy24 und der neue CMedia is nen guter Versuch würd ich sagen!

Blubb?
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Alt 2005-06-16, 13:51:45   #7 (im Thread / einzeln)
Cyphermaster
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Man darf auch nicht vergessen, daß man für das Abhängen der Konkurrenz ohnehin erst einmal einen riesigen Vorsprung haben muß, um sich das auch nur mal zu überlegen! Da aber in diesem Bereich auch sehr viel von den verfügbaren Fertigungstechnologien abhängt, die aber mit nur wenig Zeitunterschied allen Konkurrenten zugänglich sind, tut man sich irrsinnig schwer, sowas herauszuarbeiten.

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Alt 2005-06-16, 14:07:40   #8 (im Thread / einzeln)
Avalox
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Zitat von stav0815:
VIA Envy24 und der neue CMedia is nen guter Versuch würd ich sagen!

Nein es ist eine ganz andere Art von Soundcontroller. Diese beinhalten nur noch eine kleine Teilmenge von Funktionen, der Rest des Soundprozessings wird an die CPU übergeben.

Man kann durchaus die CL Soundcontroller und auch die nV APU als 3D Soundbeschleuniger oder Entertainmentsound Beschleuniger bezeichen, da deren DSPs diese Funktionalität umfangreich unterstützen.
Die Envy24 können dieses nicht, oder nur so stark eingeschränkt, dass es keinen praktischen Nutzen hat (und auch nicht genutzt wird!). Die CMedia CMI87xx Controller bieten diese Funktionalität scheinbar auch nicht. Nun sind die CMedia Controller aber auch schlecht dokumentiert, ganz genaue Aussagen lassen sich nicht treffen. Ich denke es ist aber davon auszugehen, dass auch die CMedia Controller keine erweiterten Prozessing Funktionen unterstützen, sonst hätte CMedia diese garantiert beworben.

CMedia und auch Via liefern nichts vergleichbares.

Geändert von Avalox (2005-06-16 um 14:37:20 Uhr)
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Alt 2005-06-16, 16:56:10   #9 (im Thread / einzeln)
alpha-centauri
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Zitat von -=CHICKEN=-:


Wie denkt ihr darüber? Fallen euch noch irgend welche Beispiel ein?
ja, festplatten. alles was mit magnetischem speicher zu tun hat. was haben wir den aktuell gerade mal? hitachi mit ihren 250GB modellen auf 2 platten(125GB pro platte). und dann ihre 500er mit 5 platten a 100 GB. wirklich toll ist dsa nicht. und die waerme, krach und stromaufnahme,sowie vibration der 500er will ich mir daheim nicht antun.

access ist seit jahren im desktop bereich nicht gernger geworden. wenn ich mir ne aktuelle p120 mit sogar 14 ms acces angucke, sogar hoeher.

average reed/write stockt auch schon seit langem.

da ist die entwicklung schleppend.

aber wie imir allem im hardwarebereich: ich bin mir sicher und es ist auch so,d ass die hersteller schon in ihren labors fuer locker die naechsten 10 jahre haben.

nur ist es im verkauf einfach noch zu teuer, weil die produktionskapazitaeten nicht angepasst sind.

man siehts ja an den ganzen overclocking-versuchen: oftmals liest man von leuten, die ihre CPUs ohne spannungsaenderung auf mhz bringen, die es offiziell garnicht zu kaufen gibt (!!)

was grafikkarten angeht: da liegt die entwicklung der beiden hauptkontrahenten fast immer gleich auf. mal ist der eine schneller, mal brauch der andere weniger strom.

aber da find ich die entwicklung noch am rasantesten. guck dir ma von der FX5950 auf die 6800Ultra an. das sind schon welten.

das waere in etwa bei CPUs sowas wie AMD64 und AMDX2 (fast..)
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Alt 2005-06-16, 16:59:51   #10 (im Thread / einzeln)
alpha-centauri
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Zitat:
Denn am Ende läuft Alles immer auf das Eine hinaus:
Profit!
gewinnmaximierung.

was mein beispiel festplatten angeht: sicher haben sie in ihrem labors schon wege gefunden, statt 125GB auf eine platte, sicher 200GB auf eine platte zu bekommen. nur will das kein user bezahlen, da in dem fall 2 x 125 GB guenstiger sind, als eine 200 GB.


Zitat:
Als AMD den K7 brachte, war man teilweise 30% schneller als der P3. Intel hatte hier kaum Reserven, und war nicht vorbereitet. Ergo gab es kaum Gegenreaktionen. Es hätte sich nicht gelohnt. Mit Coppermine würde sich das Ganze wieder ausbalancieren.
Coppermine war dann wieder schneller als der K7 Classic. AMD hätte bestimmt irgendwie reagieren können, tat es aber aus gutem Grund nicht.
ich finde das aktuelle beispiel ist der amd X2. intel hat nix entgegenzusetzen. und tut es auch nicht. die haben ihre roadmap und warten ab.

und der preis vom amd x2 ist ja auch nicht fuer jeden etwas.
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Alt 2005-06-16, 17:15:09   #11 (im Thread / einzeln)
Cyphermaster
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Zitat von alpha-centauri:
average reed/write stockt auch schon seit langem.
da ist die entwicklung schleppend.

aber wie imir allem im hardwarebereich: ich bin mir sicher und es ist auch so,d ass die hersteller schon in ihren labors fuer locker die naechsten 10 jahre haben.
Ideen haben sie sicher, nur realisieren lassen sich davon die Wenigsten schon jetzt. Mit aktuellen Mitteln ist halt aus sich drehenden Scheiben nicht mehr so viel rauszuholen. Daß da nicht mehr so wahnsinnige Fortschritte drin sind, ist doch schon jahrelang bekannt, nur funktionieren die angedachten Alternativen noch nicht so, daß sie die konventionellen HDs einfach so ersetzen könnten. Ist bei Verbrennungsmotoren nicht anders! Da geht auch nicht mehr viel, alle weiteren Maßnahmen zur Realisierung von 3/2/1l-Fahrzeugen holen ihr Potential weitgehend aus Gewichts- und Größenreduktion. Autos gleicher Größe und gleicher PS-Zahl verbrauchen immer noch kaum weniger als die Vorgängerversion.

Zitat:
man siehts ja an den ganzen overclocking-versuchen: oftmals liest man von leuten, die ihre CPUs ohne spannungsaenderung auf mhz bringen, die es offiziell garnicht zu kaufen gibt (!!)
Als Hersteller muß ich für GROSSE STÜCKZAHLEN den Betrieb auf einer gewissen Taktung UNTER WORST-CASE-BEDINGUNGEN GARANTIEREN. Die OCing-Bedingungen sind andere.

Zitat:
was grafikkarten angeht: da liegt die entwicklung der beiden hauptkontrahenten fast immer gleich auf. mal ist der eine schneller, mal brauch der andere weniger strom.
Ähnliche Rechenleistungen und fast immer identische Fertigungsprozesse - so viel hin oder her ist da nicht.

Zitat:
aber da find ich die entwicklung noch am rasantesten. guck dir ma von der FX5950 auf die 6800Ultra an. das sind schon welten.
Was aber zu einem großen Teil erst durch die Fertigungsprozesse ermöglicht wurde. Siehe die 500MHz Chiptakt der 9600XT durch den Die-Shrink...
Vergleiche mal die großen Sprünge mit den Sprüngen in der Fertigungstechnologie, du wirst sehr viele Gemeinsamkeiten feststellen, egal ob CPU oder GPU.

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Alt 2005-06-16, 19:19:15   #12 (im Thread / einzeln)
alpha-centauri
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Zitat von Cyphermaster:
Als Hersteller muß ich für GROSSE STÜCKZAHLEN den Betrieb auf einer gewissen Taktung UNTER WORST-CASE-BEDINGUNGEN GARANTIEREN. Die OCing-Bedingungen sind andere.
sag das mal intel

oder erklaer das vor 2 jahren AMD mit ihren XP Hitzkoepfen.
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Alt 2005-06-16, 20:50:49   #13 (im Thread / einzeln)
Monger
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Meine Theorie ist, dass alle Konzerne relativ nah am derzeit technisch machbaren fahren - und in der Halbleitertechnik wird diese Grenze halt durch die Fertigungsverfahren bestimmt.

Sowohl Grafikkarten als auch CPUs verwenden den allerletzten Schrei an Technologien, um noch bessere und schnellere Schaltkreise zu basteln. Eine klevere Architektur sorgt dann gerade so dafür, sich um ein paar Prozent von der Konkurrenz abheben zu können.


Bei Soundkarten ist das was anderes: Die Nachfrage ist bei weitem nicht so gestiegen wie bei der restlichen Hardware. Eine Soundblaster 16 hat jahrelang richtig guten Sound produziert, und die meisten Menschen können auch ohne 5.1 Sound mit EAX3 leben. Creative hatte also bei weitem nicht den Druck wie andere Firmen, ihre technischen Möglichkeiten wirklich auszureizen. Jetzt scheinen sie zumindest mal ein Stück weit nachzuziehen, weil der Markt langsam reif ist.

Geändert von Monger (2005-06-16 um 20:51:34 Uhr)
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Alt 2005-06-16, 21:00:36   #14 (im Thread / einzeln)
ShadowXX
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Zitat von alpha-centauri:
ja, festplatten. alles was mit magnetischem speicher zu tun hat. was haben wir den aktuell gerade mal? hitachi mit ihren 250GB modellen auf 2 platten(125GB pro platte). und dann ihre 500er mit 5 platten a 100 GB. wirklich toll ist dsa nicht. und die waerme, krach und stromaufnahme,sowie vibration der 500er will ich mir daheim nicht antun.

access ist seit jahren im desktop bereich nicht gernger geworden. wenn ich mir ne aktuelle p120 mit sogar 14 ms acces angucke, sogar hoeher.

average reed/write stockt auch schon seit langem.

da ist die entwicklung schleppend.
Die haben bei der Massenspeicherentwicklung mehr probleme als man denkt.

Ein Freund von mir ist Doktorand an einer Uni, wo Sie in seinem Institut an Nanotechnologie forschen.

Bei denen waren letztens welche von Hitachi und haben denen innerhalb eines Vortrages die Probleme von Massenspeicherung auf Magnetbasis erklärt (Sie forschen an ähnlichen sachen, wenn auch in einem anderen Bereich...es ging um Meinungsaustausch)

Dabei stellte die Jungs von Hitachi es so dar, das in spätenstens 5 Jahren schluss mit Lustig für Festplatten auf Magnetbasis ist und Sie im Prinzip jetzt schon ziemlich zu knabbern haben....
Da wird nicht mehr viel passieren als eine gemächliche Vergrösserung der Kapazität auf den Plattern.
Zugriffszeiten werden auch immer stärker zum Problem werden.....

Sie wollen auch in näherer Zunkunft immer stärker dazu übergehen die Platter nicht magnetisch, sondern Magneto-Optisch und schliesslich ganz optisch abzutasten.

Aber wie schon erwähnt....in ca. 5 Jahren brauchen Sie was neues...und Sie sind momentan verdammt wild am forschen um was zu finden...

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Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen:
«Ich bin der Faschismus»
Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus»
(Ignazio Silone)

Meinungsfreiheit beginnt eigentlich erst da, wo sie unbequem wird, wo sie weh tut.....
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Alt 2005-06-16, 23:01:44   #15 (im Thread / einzeln)
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Vor garnicht zu langer Zeit soll sich doch der Vorstand von ATI und nVidia getroffen haben um den Entwicklungszyklus etwas weniger schnell anzugehen, weil die Entwicklung Fertigung Millionen im dreistelligen Bereich kosten können.

Ob dies ein Vorteil ist oder nicht, die beiden Konzerne konnten sich nicht einigen.

So geht das Wettrüsten weiter, wer hier Mist baut, gefährdet das Unternehmen enorm (siehe FX 5800 Serie @ NV30)
nVidia brauchte lange um sich von diesen Schlag zu erholen, erst in dieser Zeit, der Zeit der NV40, hat nVidia wieder gerinfügig Marktanteile gegen den Erzfeind ATI gewonnen, der R300 kam 2002 auf den Markt.

Offenbar hat es hier KEINE ABSPRACHE gegeben. Die fast gleichzeitigen Release der neuen Chipgenerationen beruht einfach nur darauf, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten.

Zum Beispiel willt ATI den R520 nach nVidia releasen um entscheiden zu können, ob nun 24 Pipes ausreichen werden um den G70 schlagen zu können, oder ob es klüger wäre, 24extreme Pipelines zu verwenden, was der Leistung von 32 entsprechen würde.

Ich zweifel daran, dass es abgesprochen ist. Es mag richtig sein, das ATI und nVidia von der Performance nahezu gleich auf liegen, die Gegebenheiten der Chips sind ja aber auch fast immer nahezu gleich (Pipes, Inteface, VS, Speichertakt etc.),

Unterschied gibts eigendlich meist nur in der Effiziens des Chips. Kann man bei der X800-Serie schön beobachten, dass ATI die GPU höher takten muss, um mit nVidia mitgehen zu können.

ATI hatte damals mit der 9700Pro in nVidia aus den Wolken gerissen. Wenn man eine solche Überlegenheit hat, dann antwortet die Konkurenz mit sofortigen Preisnachlass. In solchen Situationen spielt das Marketing eine ganz entscheidene Rolle, das nVidia um ein Vielfaches besser beherscht als ATI, auch wenn sich das mit der Zeit etwas gelegt hat.

Man versucht in dem Fall den ahnungslosen Käufer mit allen Mitteln zu umwerben, obwohl das Produkt garnicht so toll is (FX Serie)

Ich glaube daher, zumindest bei ATI und nVidia, dass es keine Absprache gibt. Beide Konzerne scheinen auf die gleichen Mitteln zurückgreifen zu können, Helle Köpfe, Geld und vor allem Erfahrung.

Was daraus resultiert ist eine Ausgewogenheit der Technologie, die sich in der nahezu gleichen Performance der beiden aktuellsten GPUs niederschlägt.

Noch ein Beispiel ist das SLI, dass nVidia, mit Hilfe dem Erfolg vom nForce und dessen Etabliertheit, am Markt schon nahezu eingespielt hat.

Wäre hier nun eine Absprache im Spiel gewesen, hätte ATI schneller gekontert. CrossFire-Karten kommen ja erst demächst auf den Markt.

Geändert von -error- (2005-06-16 um 23:03:09 Uhr)
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Alt 2005-06-17, 16:02:19   #16 (im Thread / einzeln)
Thanatos
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Zitat von Desire:
Zum Beispiel willt ATI den R520 nach nVidia releasen um entscheiden zu können, ob nun 24 Pipes ausreichen werden um den G70 schlagen zu können, oder ob es klüger wäre, 24extreme Pipelines zu verwenden, was der Leistung von 32 entsprechen würde.
ich will jetzt mal nicht wissen was los ist wenn beide Firmen vorhaben abzuwarten was die Konkurenz nun rausbringen will

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Alt 2005-06-17, 16:19:42   #17 (im Thread / einzeln)
ShadowXX
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Zitat von Desire:
Zum Beispiel willt ATI den R520 nach nVidia releasen um entscheiden zu können, ob nun 24 Pipes ausreichen werden um den G70 schlagen zu können, oder ob es klüger wäre, 24extreme Pipelines zu verwenden, was der Leistung von 32 entsprechen würde.
Erstmal wissen wir momentan überhaupt nicht wieviele Pipes der r520 haben wird....und zwar keiner ausser den paar die ein NDA unterschreiben haben.

Und zweites ändert man nicht mal so eben ein komplettes Design.....der r520 ist seit Monaten im Design fertig (ca. seit Ende letzten Jahres, da war nämlich das erste Tape-Out)....da wird nichts mehr geändert, der kommt wie es ATI seit noch längerer Zeit (also mindestens 1 Jahr vor dem TapeOut) geplant hat raus....

Am nv40 wurde auch schon gearbeitet, bevor der nv30 gelauncht wurde.....das war in dem Sinne auch keine "Reaktion" auf den r300.

Die IHV ziehen ihre Roadmaps und Design (von kleinen Ausnahmen wie dem r420, wobei die Notbremse für den r400 wahrscheinlich auch schon zum release des r350 gezogen wurde, abgesehen) einfach durch.
Wenn da mal was völlig schiefläuft (wie beim nv3x), wird vielleicht noch etwas im Refresh nachgebessert, aber das wars dann auch.

Wenn das so einfach gehen würde, wie du dir das vorstellst, dann wäre der nv35 dem r3x0 schon ebenbürtig gewesen....

Absorb what is useful, Reject what is useless, Add what is essentially your own.

Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen:
«Ich bin der Faschismus»
Nein, er wird sagen: «Ich bin der Antifaschismus»
(Ignazio Silone)

Meinungsfreiheit beginnt eigentlich erst da, wo sie unbequem wird, wo sie weh tut.....
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Alt 2005-06-17, 18:15:28   #18 (im Thread / einzeln)
TiggleD
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Grundsätzlich ist es der Traum, des Chefs einer jeden Firma, den Hauptkonkurrenten mit einem Schlag zu vernichten.

Im Bereich der Chipfertigung ist es aber kaum möglich:

1.) Die Fertigungstechnologie passt sich ständig an (siehe 90nm)

2.) Jedes elektronische Bauteil ist von anderen elektronischen Bauteilen abhängig und wird teilweise auch von solchen in der Leistung eingeschränkt.. Die Anpassung ist immer langwierig. Oftmals muß eine ganze Pallette neuer kleiner Chips Entwickelt werden.

3.) Jedes Produkt muß sorgfältig auf Haltbarkeit getrimmt werde. Was wäre wenn nach 15 Monaten 50% der Ware defekt wäre? Solche Tests dauern. Keine Firma geht in diesem Bereich ein übergrosses Risiko ein (Suzuki wäre einst fast pleite gegangen wegen großen Mängel am 'Alto').

4.) Kein Hersteller ist in der Lage 'ad Hoc' so viel zu produzieren, daß der gesamte Markt abgedeckt wird. Dieses Problem hatte ATI in den letzten Jahre desöfteren. Deshalb wird bei 'außerordentlich gelungenen' Produkten der Preis kurzerhand angehoben.

5.) Bei GraKas ausgeschlossen: Manche Firmen können noch so tolle sachen Produzieren... Wenn das eigene Image schlecht, oder das des Hauptkonkurrenten alles überragend ist, haben sie keine Chance. (Beispiel SEGA: SNES (MegaDrive); Playstation (Saturn); Playstation 2 (Dreamcast) alle Duelle wurden verloren...).

6.) Neue Technologie hat immer ihren Preis. Hohe Preise haben immer wenig Käufer...

7.) Die Angst jeder Firma: Was kommt morgen? Szenario: Enermax baut lautloses 600 Watt Netzteil, das 20 Jahre hält und verkauft es für 30€. Innerhalb von einem Jahr verkaufen die 150 Millionen Stück. Dann hat jeder eins und keiner kauft mehr... Markt ist gesättigt. Enermax geht pleite. Na toll.

nVidia/ATI: Beide gehen konsequent ihren Weg, Bei ATI ist der seit 2002 recht konstant. Bei nVidia eher nicht. Hätte ATI nach der Vorstellung der 9500 und 9700 keine Lieferschwierigkeiten gehabt... Seien wir ehrlich: Erst seit 6600 und 6800 ist nVidia wieder konkurrenzfähig! An Multicores werden beide schon tüchtig arbeiten. SLI ist nur eine kurzweilige Erscheinung.

Soundchips: Unattraktiver gesättigter Markt. Die wenigsten haben gute Lauscher. Unterschiede hören oft nur diejenigen, die unterschiede hören wollen. Und das wichtigste bleiben die Lautsprecher. Gute Lautsprecher kosten...

Festplatten: Wieso werden die 2-5 Platter intern eigentlich nicht als Stripeset betrieben?? Check ich net.

Zur aktuellen CPU-Frage: Als AMD die 939 Plattformen bekannt gab, war klar daß die etwas ausbrüten. Die 754er Serie war noch zu frisch. Es gab keinen rechten Grund für den Schritt... Dachte man.
Ganz sicher wurde der Wechsel mit Blick auf Multicores betrieben. Wie erklärt es sich daß 2 Wochen, nachdem Intel Dualcores bekannt gab, AMD diese in einem Schleppi verbaut vorführte? Gewiss hat Hector Ruiz auch einen mit 4 Cores schon in der Schublade liegen... Doch noch kann AMD nicht genügend Herstellen. Noch.
Daß der X2 erstaunlich ausgereift wirkt, zeigen alle bisherigen Tests. AMD strahlt derzeit eine beängstigende Ruhe und Souverenität aus. Die vergleichsweise hohen Preise belegen dies. Denn normal muß der 'Kleine' immer einiges billiger sein, als der 'Große'.
AMD's Multicores laufen 'fast überall'. Lt Ruiz benötigt der Pentium D grundsätzlich ein neues Board .
Firmen in dieser Größenordnung müssen Kontrahenten langsam ausschalten. Denn ein Image baut sich in den Köpfen der Verbraucher nur langsam auf.

Absprachen gibt es wohl eher nicht zwischen direkten Konkurrenten im PC-Bereich.

Möglicherweise aber bei indirekten, voneinander abhängigen, Konkurrenten...
Seit Jahren gibt es 64-Bit Prozessoren. Aber kein 64-Bit Windows.
Sooo laaangsaaam haaat Microsoooft noch niiie Soooftware entwickeeelt...
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Alt 2005-06-17, 19:24:22   #19 (im Thread / einzeln)
Xmas
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Zitat von TiggleD:
Festplatten: Wieso werden die 2-5 Platter intern eigentlich nicht als Stripeset betrieben?? Check ich net.
Eine etwas ältere Diskussion darüber (bzw. über ähnliches).
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Alt 2005-06-17, 20:11:04   #20 (im Thread / einzeln)
-error-
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Re: PC-Entwicklung: Alles Absprache der großen Konzerne?

Zitat von ShadowXX:
Erstmal wissen wir momentan überhaupt nicht wieviele Pipes der r520 haben wird....und zwar keiner ausser den paar die ein NDA unterschreiben haben.

Und zweites ändert man nicht mal so eben ein komplettes Design.....der r520 ist seit Monaten im Design fertig (ca. seit Ende letzten Jahres, da war nämlich das erste Tape-Out)....da wird nichts mehr geändert, der kommt wie es ATI seit noch längerer Zeit (also mindestens 1 Jahr vor dem TapeOut) geplant hat raus....
Nur soll es ja wirklich so sein, dass der R520 deaktivierte Pipes haben soll. Wenn der G70 also schneller sein sollte als erwartet, nimmt ATI vielleicht eine dafür schlechtere Ausbeute im Kauf, da man auf 0.9µ umstellt dürfte das doch nicht das Problem sein.

Wofür sonst über 300 Millionen Transistoren?
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